Glaubt ihr das der IQ etwas aussagt?

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Ich denke nicht das Iq Tests für jeden aussagekräftig sind, sondern nur für die, welche nur 5 Pkt. Unterschied in Tests haben. Für die ist er aussagekräftig.

Eine Bekannte von mir war auch auf der Hauptschule und zwar weil Sie Legasthenie, Dyskalkulie, ADHS hatte mit einem Intelligenzquotient +150 (iq 170). Berufsschule hat Sie nur durch spicken geschafft (weil diverse Lernstörungen), obwohl Sie jedes komplexe Problem lösen kann. Sie war Underachiever, aber dafür verdammt clever (Jeder ist anders, egal welcher Iq)!

Ich bin Underachiever (chronisch unterfordert) und ich habe ebenfalls die benannten Störungen (alle klinisch taxiert mit Tests von mehreren Psychologen!) und einen IQ weit über 130. Eine Ärztin geht auch von ADHS (deutlich ausgeprägt) aus (ich bin gerade im diagnostischen Prozess). Meine Noten waren meistens unterdurchschnittlich bis durchschnittlich. Als ich einen Tutor hatte gingen meine Noten in die Höhe (in Sprachen volle Punktzahl, Mathe durchschnittlich ohne zu lernen, dazu wurde ich Klassenbester). Ich lernte mich zu strukturieren, mir wurde der Stoff interessant erklärt und dazu auf meine Denkweise erklärt, weshalb es leicht wurde.

Mein Rat:

• zieh die Hauptschule durch und baue dein Selbstwertgefühl auf (mit Hilfe)
• besorge dir einen Tutor (am besten einer der überdurchschnittlich intelligent ist)
• lerne dich zu strukturieren
• siehe ob es noch eine andere Möglichkeit als Medikation gibt und ziehe sie durch!
• mache ein(e) Ausbildung/Abendschule um zu studieren (je nachdem was du willst)
• suche dir einen ambulanten Therapeuten, um deine Probleme aufzuarbeiten

Der Hintergrund der AD(H)S ist unter anderem der, dass nicht richtig fokussiert wird auf das Wesentliche. Und das geht oftmals mit schlechten Noten einher.

Beispiel Mathematik: In einer Mathe-Aufgabe sind verschiedene Angaben enthalten, die allesamt berücksichtigt werden.

Wird jedoch hauptsächlich darauf geachte, ob man die Aufgabe lösen kann, kann es passieren, dass eine wesentliche Angabe z.B. Menge, Maßangabe oder Zeiteinheit
übersehen wird, so dass ein falsches Ergebnis heraus kommt und diese Mathe-Aufgabe dann als eine Fünf gewertet wird.

Und das hat absolut nichts mit dem IQ zu tun, im Gegenteil, das passiert sogar häufig den Hochbegabten, von denen es relativ viel gibt unter den AD(H)S-lern.

Vielleicht hilft es dir zu wissen, dasss du ein gutes Potential zum Lernen hast. du musst nu lernen, damit umzugehen. der wichtigste Punkt ist, dass du selber versuchst, dein Leben in den Griff zu kriegen, dort um hilfe bittest, wo du sie akut für praktische Dinge brauchst. Z.B. einen Nachhilfelehrer, der dir Dinge so erklärt, dass du sie begreifst. un d du dich selber z.B. mit einem Arbeitsplan, an den du dich ganz genau hältst, disziplinierst.

Das kann sein 20 Minuten etwas konzentriert bearbeiten 10 Minuten um den block rennen, etwas malen, oder was immer dir hilft, wieder Konzentration zu finden, dann wieder 20 Minuten lernen usw. Das musst du selber herausfinden, du hast die Möglichkeiten dazu.

Wenn du eine Lernweise gefunden hast, wirst du merken, dass es irgendwann auch schnell geht und du gar nicht so viel Zeit brauchst und andere Wegengehen kannst als in der Hauptschule verlangt werden. Gegen alle Arten von Ablenkung musst nur du dich selber disziplinieren, andere können dir helfen, (oder auch dich behindern) aber du bist hauptsächlich selbst für dich verantwortlich.

Ich habe selber ein hochbegabtes kind und das wäre auf der hauptschule durchgedreht, das hatte schon ganz große Schwierigkeiten mit dem vereinfachten Stoff der Grundschule und Lehrern, die es immer gezwungen haben Umwege zu denken und zu bearbeiten, die es aufgrund seiner Intelligenz nicht brauchte.

Ohne Unterstützung darin, nicht die platten Aufgaben immer zu wiederholen, von Anfang an, wäre das auch nicht auf dem Gymnasium gelandet

ist eine Sonderschule wirklich ratsam?

Mein Sohnemann n hat letzte Woche sein Zeugnis bekommen. Bei der Übergabe gab es noch ein Eltern Gespräch. Bei diesen erklärte mir seine Klassenlehrerin, dass sie es für vernünftig halten würde, wenn mein Sohn auf eine Förderschule wechseln würde. Zu seinem Leidensweg: Er war in drei verschiedenen Kindergärten. Im ersten wurde uns nach ca. 1 Jahr gesagt, dass man nicht mehr will, dass mein Sohn dort hingeht. Er war zu laut, zu wild, zu aggressiv. Der zweite wurde geschlossen. Im dritten war er dann auch nur ca. 1 Jahr. Uns wurde geraten ihn auf ADHS testen lassen, weil er auch dort immer sehr negativ auffiel. Seitdem er 5,5 Jahre alt ist geht er zur Ergo-/Verhaltenstherapie. Die Ergotherapeutin hat uns geraten unseren Jungen mit 7 einzuschulen, weil er in der Schule nicht zu Recht kommen würde, weil er viel zu zappelig und unausgelastet ist. Dass er hochbegabt ist und es ihm in der Schule vielleicht gefallen könnte, sah die Therapeutin nicht so. Sie meinte ich solle ihn einfach fördern.

Er kam dann also erst mit 7 Jahren in die Schule. Und das große Drama begann. Er einen einzigen Freund. Er ist ein totaler Außenseiter.

Aber das schlimmste ist sein Zeugnis hier mal ein Ausschnitt davon:

XXX hat es immer noch nicht wirklich geschafft sich in den Schulalltag einzuleben. Er hat große Probleme damit Vertrauen in das Lehrpersonal und in seinen Mitschüler zu finden. Er hält sich nicht an die Schul- und Klassenregeln. Außerdem fällt es ihm sehr schwer sich zu konzentrieren. Oft steht er im Unterricht einfach auf und verlässt das Klassenzimmer. Die Leistungen in einzelnen Fächern: Mathematik: er kann ohne Probleme im Zahlenraum von 1-100 rechnen. Textaufgaben bereiten ihm Probleme. Er wagt sich an schwierige Aufgaben ran, gibt aber leider vorschnell auf. Deutsch: das lesen von kurzen Texten fällt ihm schwer. Er ist nicht in der Gelesenes wieder zu geben und auf zu schreiben. Sachkunde: er ist sehr interessiert, hat aber Probleme damit die Sachverhalten zu behalten. Kunst: er strengt sich nicht an und kommt auch zu keinen guten Ergebnissen Sport: es fällt ihm schwer im Team zu spielen und zu warten, bis er an der Reihe ist. Sonst hat er sehr viel Spaß am Sportunterricht und er erbringt gute Leistungen.

So und jetzt sagt man mir mein kleiner soll auf die Förderschule. Ich bin arg verzweifelt. Er ist hochbegabt und hat ADHS. Ich finde es ist kein Grund ihn auf eine Förderschule zu schicken. wie würdet ihr euch an meiner Stelle verhalten?

danke und Grüße von Martin

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