Glaubt ihr an sowas wie Karma?

Das Ergebnis basiert auf 10 Abstimmungen

Nein 60%
Ja 40%

17 Antworten

Da gibts nix zu glauben!

Karma heisst 1. tun oder handeln und 2. das absichtlvolles Handeln ein Resultat nach sich zieht.

Du entscheidest dich einzukaufen (Karma) - der volle Kühlschrank ist das Resultat. Du entscheidest dich jemand eine Ohrpfeife zu geben - das Resultat ist eine zurück. - so einfach ist Es. (Aktion - Reaktion)
Du läßt einen Stein in deiner Hand los (Karma) - er fällt zu Boden, ist das Resultat.

Denn Karma ist ein Kausalitätsprinzip - Ursache und Wirkung - es können natürlich sehr viele verschiedene Bedingungen vorherrschen die etwas zum entstehen bringen - und oft kennen wir nicht alle davon. 

Ja

Ich bin Buddhist und glaube an Karma.

Allerdings hat das buddhistische Verständnis von Karma nichts damit zu tun, was man sonst so "Schicksal" oder "ausgleichende Gerechtigkeit" nennt.

Karma bedeutet lediglich, dass jede Handlung eine Folge hat, die sich auf irgendeine Weise auch auf uns selbst auswirken kann.

Das heißt also nicht, dass irgendjemand für schlechte Taten "bestraft" wird, schließlich gibt es auch göttlichen "Gebote" deren Nichtbefolgung eine "Sünde" wäre.

Wer sollte denn auch die Strafe für angebliche "Sünden" vollstrecken, da es im Buddhismus keinen Gott gibt, der als Rächer auftreten könnte?

Karma ist also im Buddhismus kein Modell für Vergeltung, oder ähnliches.

dass jede Handlung eine Folge hat, die sich auf
irgendeine Weise auch auf uns selbst auswirken
kann.

Das entspricht genau der "Heilsbotschaft" Jesu, nur das "kann" ist zu ersetzen durch "wird".
Auch  ist Handlung als bewußtes und gewolltes Handeln zu verstehen. Dies wird wohl im Buddhismus ähnlich oder genauso gesehen - oder ?
Das was wir wollen, beabsichtigen, das verändert uns, heiligt uns (macht uns besser) oder  macht uns schlechter, führt uns ins "Verderben".


2
@Viktor1

Im Buddhismus gibt es auch das "Karma des Worts" und das "Karma des Geistes". Es geht also nicht nur um Tätigkeiten.

Wenn wir zB negativ denken, hat das unter Umständen auch Auswirkungen auf unser Verhalten und Auftreten.

Einen Menschen, der nonverbal signalisiert, dass er angespannt ist und schlechte Laune hat, kann bei seinem Umfeld bestimmte Reaktionen hervorrufen.

Damit wäre bereits das Karma des Geistes in Wirkung getreten.

1
@Enzylexikon
 Es geht also nicht nur um Tätigkeiten.

Sag ich doch - du hast ja zuerst Handlungen (Tätigkeiten??) gebracht.

1
Ja

---das karmagesetz ist ein universelles gesetz, unter dem jedes wesen steht.
karma bedeutet, da jede tat, aber auch wirklich jede tat auswirkungen hat, die auf den verursacher zurückfallen und dort etwas bewirken.

---aus den folgen lernt dann der mensch, was er hätte besser machen sollen, damit dann die folgen nicht wieder so weh tun, wie das letzte mal.

---das gilt natürlich auch für taten an anderen menschen, die erst im nächsten leben gesühnt werden können, die in diesem leben die umstände nicht ausreichen.

---das karmagesetz vergißt nie. es hat den sinn, den durch eine böse tat heruntergesunkenen wert des menschen durch eine gegentat wieder auf das alte niveau zu bringen, damit der mensch weiter an seiner vollkommenheit arbeiten kann.

Was möchtest Du wissen?