Glaubt ihr an Homöopathie?

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15 Antworten

nach jahrzehntelanger erfahrung mit der methode homöopathie bin ich völlig sicher, dass sie wirkt. die hohen verdünnungsstufen enthalten keine substanz mehr, weshalb es für den naturwissenschaftler völlig sicher ist, dass sie ja auch nicht wirken können. dass es im lebendigen neben den substanzen auch kräfte gibt, ist für den naturwissenschaflich denkenden ein reiner aberglaube. so hat er auch keine veranlassung, den wahrheitsgehalt der methode homöopathie zu untersuchen. hahnemann, der begründer dieser methode, sagte immer "macht's nach, aber macht's genau nach!".- und wer das tut, erlebt bis heute immer wieder, dass die methode wirkt. sie paßt allerdings überhaupt nicht zum naturwissenschaftlichen weltbild.

die sogenannten hochpotenzen wirken, das erlebt jeder homöopath ständig. nach den gesetzen der physik - bei wikipedia suchen nach der zahl von avogadro - sind verdünnungsstufen über D23 oder C12 so hoch verdünnt, dass das letzte molekül der ausgangssubstanz wegverdünnt ist. wenn D30 oder C30 oder sogar C200 gegeben werden, was durchaus üblich ist, dann kann ihre wirkung nicht auf substanzen beruhen. was wirkt denn da? naturwissenschaftler suchen erklärungen nach dem muster placeboeffekt, pschotherapie, aberglaube und so weiter. hahnemann selbst wußte auch nicht, was da wirkt, und dementsprechend hat er sich nur sehr vorsichtig ausgedrückt in der art, man müsse ausgehen von einer "geistartigen wirkung der arzeney". aber dass da etwas wirkte, davon war er nach seinen experimenten mit immer höheren verarbeitungsstufen völlig sicher.

naturwissenschaft und homöopathie - ein weltanschauungsstreit. die annahme von "geistartiger wirkung" oder von kräften statt substanzen, das kann der wissenschaft nur als aberglaube erscheinen. aber dieses denken in kräften ist nicht unbekannt und nicht neu, die akupunktur kennt das chi, die ayurveda-medizin das prana, die homöopathie und mit ihr die jahrtausendelang im abendland gültige sogenannte humoralpathologie kennen die lebenskraft, wilhelm reich experimentierte mit der von ihm so genannten orgon-energie, die alten ägypter nannten es anch, und so weiter. die homöopathie ist ja geschichtlich gesehen erst relativ neu, erst gut zweihundert jahre alt. die aussage der wissenschaft, alle diese anschauungen seien aberglaube, könnte sich in relativ kurzer zeit als der eigentliche aberglaube herausstellen. patienten trauen der naturheilkunde und auch speziell der homöopathie sehr viel zu; in umfragen wird die befürwortung dieser methoden in deutschland schon bei achtzig prozent der befragten gefunden. die veränderung des medizinischen denkens kommt von unten, von den patienten, nicht von den hochschulen, bemerkenswert! (aber da macht sich ja bekanntlich der einfluß der pharmazeutischen industrie breit...)

noch zwei einzelheiten zum nachdenklich werden:

  • homöopathische mittel wirken bei tieren und säuglingen, und da scheidet der placebo-effekt aus und auch das argument psychotherapie oder aberglaube...

  • es gibt ein interessantes experiment. ein ziemlich häufig und zuverlässig benutztes mittel der homöopathie ist Nux vomica D6. es wirkt gut bei magenkrämpfen, katergefühl, "verdorbenem magen" und ähnlichem. es wurde hergestellt einmal auf die übliche weise, wie im hab - homöopathisches arzneibuch - vorgeschrieben, nämlich stufenweise auf ein zehntel verdünnt und bei jeder verdünnungsstufe kräftig verschüttelt; nach sechsmaliger verdünnung dieser art hat man die D6 mit einem millionstel der ausgangssubstanz. stufenweises verdünnen und verschütteln gehört zur erzielung der wirkung bei der methode dazu. nun hat man eine zweite zubereitung gemacht, wo man auf die stufen und auf das verschütteln verzichtete und nur die rein rechnerische verdünnung auf ein millionstel des inhaltsstoffes herstellte. für den naturwissenschaftler sind beide zubereitungen völlig gleich. im versuch erwies sich aber nur die nach den regeln hergestellte verdünnung als wirksam; natürlich im doppelblindversuch, der übrigens in der homöopathie erfunden wurde!

wer das denken der methode klassische homöopathie wirklich kennenlernen will, der besorge sich das buch "medizin der zukunft" von g. vithoulkas.

ps

und in jeden haushalt mit kindern gehört das buch von stellmann, kinderkrankheiten natürlich behandeln.

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Bin sehr überzeugt von der Homöopathie !!! habe die erfahrung selbst gemacht.Die "Schulmediziner" haben mich vor die Wahl gestellt,entweder OP mit 50 % Chance oder ich sitz in 2 Jahren Im Rollstuhl.Nehme seit 8 Jahren ein homöopathisches Mittel und kann alles machen ohne Schmerzen oder Bewegungseinschränkung.Deshalb habe ich mich auch zur Tierhomöopathin ausbilden lassen , weil ich auch schon eine Perserkatze die vom Tierarzt eingeschläfert werden sollte mit Homöopathie geheilt habe.

Ich glaube daran, dass es für unterschiedliche Krankheiten auch unterschiedliche Behandlungsmethoden gibt. Die westliche Schulmedizin hat ihre Berechtigung, beispielsweise würde ich nie auf einen guten Chirurgen nach einem Bruch oder auf Antibiotika bei einer Entzündung verzichten wollen. Aber für andere Krankheiten gibt es andere Heilungsmethoden, die besser wirken, bei Allergien oder Virenerkrankungen beispielsweise ist die westliche Schulmedizin hilflos, während Dir ein Heilpraktiker sehr gut helfen kann.
Es ist keine Frage des Gaubens, sondern eine Frage, wie viele verschiedene "Werkzeuge" ich akzeptieren will. Du kennst vielleicht den Satz: Wenn man nur einen Hammer besitzt, sieht irgendwann alles aus wie ein Nagel.

Also mein Hund kann nicht glauben und bei Ihm wirken die Sachen ganz toll,auch und vor allem bei Dingen wo die Schulmedizin nicht weiter gekommen ist.Ganz ohne Schulmedizin geht es leider nicht,aber sehr oft gibt es Alternativen und es gibt ja schliesslich nicht nur die Homöophatie.Man muss einfach ausprobieren was für einen gut ist und hilft.

Diese Hochpotenzen die du erwähnst, haben nur am Rande mit Homöopathie zu tun.

Der Grundsatz der Homöopathie beruht auf einem Naturgesetz: "Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt".

Homöopathie wird seit über 200 Jahren bei akuten wie chronischen Erkrankungen mit Erfolg angewendet.

Ich selbst wurde nach 12 Jahren vergeblicher ärztlicher Therapie (über 15000 Pillen!) nach einem einmaligen Besuch bei einem Heilpraktiker innerhalb weniger Wochen von einer Hauterkrankung geheilt. (Mit Pflanzenauszügen)

Eine Website mit guten Erklärungen:

http://www.mickler.de/fragen.htm#1

Wenn man eine Blinddarmentzündung hat oder einen gebrochenen Fuß muss man ins Krankenhaus, wenn man sich geschnitten hat zum Arzt zum Nähen und Verbinden, aber wenn ich krank bin, dann muss ich die Ursache finden und nicht die Symptome bekämpfen, was die meiste Schulmedizin macht. Hab auch nicht an die Hömeopathie geglaubt vor vielen Jahren, aber bin jetzt total überzeugt. Hilft mir, den Kindern, warum soll ich weiter zweifeln.

Meine Meinung: Der Placebo-Effekt ist nicht zu unterschätzen. Auch bei Kleinkindern und Haustieren - da macht's das Auge des Betrachters. Insofern gibt es natürlich eine Heilwirkung - wenn man dran glaubt. Es wird ja auch gerne mal von einer möglichen "Erstverschlimmerung" der Symptome gesprochen: Eine clevere Absicherung gegen mangelnde Wirkung! Bei kleinen Wehwehchen hilft Homöopathie so gut wie "Heile, heile Segen" - es tröstet und macht Mut. Ob man dafür bezahlen will, muss man selbst wissen.

ich hoffe nur,das dein Schulmediziner dir immer helfen kann und dir deine Lebensqualität erhalten kann!!!

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@tinschen

Ich habe mich in jungen Jahren auch in die Hände von Heilpraktikern und auch Ärzten mit Naturheilkunde und Akupunktur begeben und war nicht beeindruckt. Manches wirkte einfach gar nicht und manches war einfach nur absurd. Ich bin auch nicht gläubig, vielleicht hängt das damit zusammen. Ich fühle mich gesünder, wenn ich mir selber Mut mache.

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Es gibt sicherlich Mittel die wirken und Mittel die nicht wirken... ich persönlich bleibe bei der "normalen" Medizin.

Vom medizinischen Standpunkt aus gesehen ist das Hokupokus.

Aber wenn es psychisch hilft, denn ist es auch vom medizinischen Standpunkt sinnvoll.

Schlimm wirds nur, wenn Menschen, die mit einer Chemotherapie bei Krebs einigermaßen gute Heilungschancen hätten, sich lieber auf die homöopathische Mistelbehandlung verlassen und deswegen sterben.

die mistelbehandlung mit injektionen wird von der mehrheit der deutschen krebspatienten zusätzlich zur klinischen behandlung gewünscht. sie ist nicht homöopathisch, und übrigens auch nicht alte volksheilkunde, sondern sie wurde von dr. rudolf steiner in die medizin eingeführt. ihr einsatz als alternative statt als ergänzung zur klinischen behandlung ist sicher ein kunstfehler.

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Sicherlich kann die Homöopathie nicht alles heilen. Bei Sachen wie meine "Worschreiber" angeführt haben, geht kein Weg an der Schulmedizin vorbei. Selbst habe ich noch keine Versuche mit der Homöopathie gemacht. Aber nur Humbug kann es nicht sein, denn letztens habe ich ein Bericht gesehen, da wurden Tiere mit erfolg behandelt. Da kann der Glaube also keine Rolle spielen.

du sagst, homöopathie kann nicht alles heilen, und das sagt die homöopathie auch. sie zieht eine grenze, und die lautet, dass sie alles heilen kann, was noch nicht zu organischen veränderungen geführt hat. also eine arthrose mit zerklüfteten gelenkflächen, da kann kein homöopathisches mittel ein wunder bewirken, aber rezidivierende gastritis-erkrankungen können geheilt werden, beispiele.

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Der Entwurf eines neueren Reports der Weltgesundheitsorganisation WHO beschreibt die Wirkung der Homöopathie positiv.

Im Report heißt es: "Die Mehrzahl der wissenschaftlichen Studien in den letzten 40 Jahren haben gezeigt, dass die Homöopathie gegenüber Placebo überlegen ist und der konventionellen Medizin in der Behandlung von Menschen und Tieren gleichgestellt werden kann."

Bei meinerTochter wirken die Mittel. Ich gebe aber auch bei Bedarf mal Chemie...

Wenn man fest daran glaubt, hilft sie vielleicht. Ich glaube nicht daran.

Das Problem ist, daß man daran glauben muß!

habe es noch nicht probiert.

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