Glaubt ihr an Gott/Götter? Wenn ja/nein warum?

19 Antworten

Ich glaube daran, dass es einen Gott gibt, der uns erschaffen hat und dem es gefallen hat, sich uns in der Bibel zu offenbaren. Einige Gründe dafür sind z. B.:

Da kann ich wieder (wie immer leicht abgewandelt) eine Standardantwort einfügen, die ich schon häufiger gegeben habe:

Ich glaube an Gott, aber die Argumente, die von denen ich vielleicht früher noch überzeugt war, haben sich im Laufe der Zeit als wenig sinnvoll erwiesen. Auch wenn ich davon ausgehe, dass etwa die Feinabstimmung der Naturkonstanten ein Hinweis auf Gott sein kann. Das muss es natürlich nicht, und man kann genauso gut sage: Die Dinge sind eben so, wie sie sind.

Was für mich bleibt, ist die Schönheit und der Trost den ein Glaube bietet. Also ein eher emotionaler Glaube, eine Art von Hoffnung oder von Ahnung, aber natürlich kein echtes Wissen. Mein Gottesbild ist weitgehend deistisch.

Das ist insoweit rational, als einerseits aus völlig hypothetischen Annahmen keine praktischen Folgen abgeleitet werden, man aber emotional davon profitiert. Man könnte es geradezu für dumm (oder eben irrational) halten, sich diesen Vorteil vorzuenthalten, wenn es für einen funktioniert. Soweit kann ich mit (na ja, für mich funktioniert es nicht, doch wenn es funktioniert: fein).

Aber ich muss doch nachfragen: Was ist an einem deistischen Gottesbild bloß tröstend? Das erschließt sich mir absolut nicht.

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@Wolle281

Deismus hat eine ziemlich große Bandbreite. Es ist ja keine Religion, sondern eher eine freie Weltanschauung. Ich sehe für mich durchaus die Möglichkeit einer Art von Apokatastasis am Ende aller Zeiten. Und das kann dann schon ein Trost sein,.

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Da die Frage sich ausdrücklich sowohl auf "Gott" als auch auf "Götter" bezog, hier noch ein kleiner Hinweis, weil ja Monotheisten oft Polytheisten etwas belächeln (wobei ich weder das eine noch das andere bin):

In der Wissenschaft wird mit Modellen gearbeitet: Je genauer ein Modell Vorhersagen über die Welt machen kann, als desto besser gilt es. Nun, im typischen Monotheismus ist Gott allmächtig, allwissend und gut. Jahrhundertelang haben sich Theologen abgerackert, um zu erklären, wie Gott dann das Leiden - noch dazu unverschuldetes - zulassen kann. So intensiv, dass sie dafür ein Wort geprägt haben - Theodizee. Und mit den Ergebnis, dass niemand es je zufriedenstellend erklären konnte.

Nun, liebe Monotheisten, die Polytheisten teilen zwar mit euch den unbegründeten Glauben an Übernatürliches, aber zumindest erklärt ihr Modell im Gegensatz zu eurem hervorragend, warum es auf Erden so chaotisch und wenig harmonisch zugeht. Denn wenn die Götter selbst nicht perfekt sind und sich untereinander zanken, dann ist auch auf Erden nichts anderes zu erwarten.

Ich glaube an Gott, ich bin Christ.

Ich glaube, dass diese Welt durchdacht und geplant wurde, ich glaube nicht, dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Auch gibt es die Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Auch gibt es Wunder, die von Ärzten untersucht werden. Wenn es keine wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann wird das Wunder auch bestätigt. Die Ärzte wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

Ich glaube auch an ein Leben nach dem Tod. Sie können im Internet nach "Mädchen begegnet Jesus" suchen (ohne Anführungszeichen). Das sind Gründe, um an Gott und an ein Leben nach dem Tod zu glauben.

Ich habe auch Sachen erlebt, die meinen Glauben gestärkt haben.

Nein, natürlich nicht. Warum sollte ich? Ich glaube ja auch nicht an Geister, Kobolde, Feen, Elfen, Vampire, Werwölfe und sprechende Bären. Denn schließlich sprechen keinerlei Anzeichen dafür, dass derartige Wesen existieren, und alle Anzeichen sprechen dafür, dass sie nur der menschlichen Phantasie entsprungen sind. Dies gilt für Götter noch vor all den anderen genannten Wesen. Es gibt also keinen plausiblen Grund, an die Existenz eines Gottes zu glauben. Oder sollte ich da einen übersehen haben?

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