Glaubt ihr an Gott, oder an Götter (Je nach Religion)?

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Das Ergebnis besteht aus 21 Abstimmungen

Ja (Gläubig) 42%
Nein (Atheist) 33%
Was anderes 23%
Jaein (Agnostiker) 0%

22 Antworten

Was anderes

Ich halte wenig von den meisten Religionen, aber ich kann mir Gott als Ursprung hinter Raum und Zeit vorstellen. Und ich finde den Gedanken an Gott tröstlich in Anbetracht der Endlichkeit menschlichen Daseins. Mein Gottesbild ist eher deistisch als theistisch.

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Ja (Gläubig)

Ich glaube an einen liebenden himmlischen Vater, an Jesus Christus als seinen Sohn, an den Heiligen Geist und an damit verbundene Lehren und Werte. 

Ich glaube daran, weil ich schon immer, ohne äußeren Einfluss, an ein ewiges Leben und an ewige Liebe glaubte, und weil ich aufgrund dieses Glaubens mich für Religion zu interessieren begann. Damals fand ich zur evangelischen Kirche, erkannte aber später, dass mein persönlicher Glaube in mancher, mir wichtiger Hinsicht stärkere Ähnlichkeit mit der Klarheit der Bibel, insbesondere den Verheißungen des Neuen Testaments aufweisen, als in der Lehre der evangelischen Kirche enthalten ist. Aufgrund dessen wurde ich in dieser inaktiv und trat aus dieser aus, als ich zu einer Kirche fand, die da aus meiner Sicht in besserem Einklang mit der Klarheit der Bibel ist.

Abgesehen davon glaube ich zudem an Gott, weil ich immer wieder selbst und auch durch Bekannte erfahren habe, dass Gott offenbar Gebete erhört, Fragen auf geistige Weise oder durch inspirierte Mitmenschen beantwortet, Hilfe leistet, zu welcher man nicht selbst in der Lage ist, wenn diese im Einklang mit der Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Entscheidungsfreiheit anderer ist, insbesondere sogar dann, wenn es darum geht, anderen besser helfen oder einen Gefallen tun zu können.

Als ich mal Zeitungen ausgetragen hatte, also für andere einen Dienst geleistet hatte, betete ich oft dafür, dass es so lange trocken bleiben möge, bis die letzte Zeitung im Kasten ist, ich zuhause angekommen bin oder die Zeitungen zumindest trotz dem Sprühregen nicht beeinträchtigt werden, und ich habe es immer wieder erlebt, wie es genauso eingetreten ist. Zumeist war es in Bezug auf den Sprühregen, aber ich kann mich auch an erlebte Beispiele erinnern, die sich auf erstere beiden beziehen und das oft auf die Sekunde genau, beispielsweise wo gerade die letzte Zeitung im Kasten war und ich vom Briefkasten an der Haustür es nicht einmal durch den Vorgarten zurück zum Handwagen geschafft hatte, bevor der Platzregen begann oder wo ich zuhause ankam, mit dem Handwagen durch die vordere Haustür ging, wo noch alles trocken war und ich durch die Hoftür hinausging, um den Handwagen abzustellen und es bereits schüttete. 

Noch überzeugender waren für mich aber Erzählungen Bekannter für die ich gebetet hatte, weil in ihrem Leben besondere Ereignisse zu ihrem emotionalen Vorteil eingetreten sind, wo eine junge Frau, die aufgrund der politischen Situation in ihrer Heimat (Armenien) kaum das Land verlassen kann, jemanden aus Sri Lanka kennen lernte (zwei Wochen, nachdem ich für sie im Tempel gebetet hatte), weil der nicht nur in ihrem Heimatort, sondern direkt bei ihrer Arbeitsstelle beruflich zu tun hatte. Weil sie ebenfalls Mitglieder derselben Kirche sind, wie ich auch, wollten sie schließlich auch in einem Tempel der Kirche heiraten. Da es mir nicht möglich war, für sie ein entsprechendes Visum zu ermöglichen, betete ich für sie wieder im Tempel und etwa eine Woche später konnten sie im Bern-Tempel heiraten.

Ich denke nicht, dass meine Gebete etwas besonderes sind, ich einen besonders guten Draht zu Gott habe oder einen besonders starken Glauben, sondern weil ich mir während der Gebete immer bewusst bin und daran glaube, dass Gebete gehört und beantwortet werden und dass es wichtig ist, im Sinne der Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Entscheidungsfreiheit Anderer und in Demut und Dankbarkeit zu beten. Dann habe ich immer wieder erlebt, dass es bei einer Bitte sogar auf den Wortlaut ankommt, wie in Bezug auf die Gebete beim Zeitungsaustragen.

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Nein (Atheist)

Ich glaube nicht.

Es gibt da etwas ganz simples:

Hitchens Razor:

"What can be asserted without evidence can be dismissed without evidence."

Ein ganz simpler Grundsatz, welcher nur logisch ist. Immerhin sind wir so arrogant und nennen uns selbst Homo sapiens sapiens.

Homo=Mensch

Sapiens=Intelligent, Weise, oder auch vernünftig

Vor allem auf das letzte will ich mich mal beziehen:

Wir nennen uns also selbst Intelligenter intelligenter Mensch oder Intelligent vernünftiger Mensch.

Wie können wir uns das Recht heraus nehmen, wenn immer noch so zu schimpfen, wenn weit über die Hälfte an einen Gott glauben, im Namen dieser nicht zu beweisenden Wesen Kriege führen und Menschen abschlachten.

Realistisch gesehen sollten sich Großteile der Menschen wohl eher "Homo non logicus, homo inconveniens oder homo absurde" nennen. Immerhin glauben sie blind ohne irgendeine Forderung eines Beweises anzustellen an irgendein Übermächtiges Wesen. 

Dies begründen die meisten von ihnen auch noch mit der Bibel, dem Koran oder ähnlichen Schriften, welche allem heutzutage gültigen Normen, Werten oder Wissenschaftlichen Errungenschaften Widersprechen. Anstatt zu verstehen, dass es sich hierbei um Quatsch in seiner totalen und radikalsten Form handelt, werden hier Fadenscheinige Interpretationsversuche an Stellen gebracht, wo keine Interpretation zulässig ist, um den Glauben Gesellschaftsfähig ist.

Die NSDAP wurde in Deutschland verboten. Warum ist uns wohl allen klar. 6 Millionen tote nur durch den Holocaust, insgesamt forderte der zweite Weltkrieg über 80 Millionen Menschenleben.

Wie viele Menschen durch Religionen getötet worden sind, ist schwer zu sagen. 

Beim Islam gehen die Schätzungen auf bis zu 280 Millionen, Die Christliche Kirche beschreibt Matthew White als die schlimmste. Das kuriose: Die Christen haben Juden und Muslime abgeschlachtet, wie keine anderen. Nur andere Christen haben Christen noch öfter abgeschlachtet...

Schätzungen gehen hier von grob 445.000.000 getöteten Menschen aus.

Und warum wird dieser Schwachsinn denn bitteschön nicht von uns intelligenten intelligenten Mensch verboten? Die NSDAP ist doch auch verboten, und die Unschuldslämmchen haben doch gerade einmal 6 Millionen Juden vergast und insgesamt 80 Millionen getötet? Da kommen Christen und Muslime aber auf bessere Zahlen....

Gott wird Beispielsweise in der Bibel beschrieben. Wie viele Menschen hat dieser Sünden vergebende, allwissende und große Gott den alleine Getötet? Ich beziehe mich mal auf die Bibel, dass diese große Ähnlichkeiten zum Koran aufweist, muss ich hoffentlich nicht erwähnen.

Knapp 3 Millionen Menschen hat Gott alleine Getötet, und das sind "gesicherte Fakten", wenn man der Bibel vertauen darf.

Und Knapp 25 Millionen, wenn man die Ereignisse hinzuzählt, für welche Gott verantwortlich sein soll, wo man jedoch nur schätzen kann, wie viele Opfer es jeweils gab...

Schau mal hier: http://dwindlinginunbelief.blogspot.de/2010/04/drunk-with-blood-gods-killings-in-bible.html

http://www.berserks.de/satanica/christliche_opfer.htm

Kurz gesagt: Gott, wie er immer beschrieben wird, ist grausam. An einen grausamen Gott will ich nicht glauben.

Auch gibt es für Gott keinen Beweis. Hitchens Razor ist hier anzuwenden.

Und dann gibt es Religionen und Kirchen. Und diese Vereinigungen sind schlimmer als jeder Diktator oder Krieg, den die Menschheit je gesehen hat. Verbieten sollte man den Mist.

Oder wir nennen uns ab morgen einfach "Homo erectus inconveniens stultus Suicidum". Dieser Biologische Name passt doch deutlich besser, denn das wir uns intelligent nennen, ist doch weit ab von jeder Realität....

LG

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Kommentar von roboboy
11.11.2016, 19:21

Entschuldigt die abartig vielen Rechtschreibfehler, und die komischen Sätze. Ich denke, der Inhalt kommt rüber, ich bin nur absolut übermüdet...

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Kommentar von feinerle
11.11.2016, 19:29

Fantastisch, nur eine Kleinigkeit hast Du vergessen.

Du stellst die Morde der Religionen und die Morde der NS-Verbrecher gegeneinander, dabei müsste man die gar noch dazu zählen.

Der Vorquatscher dieser NS-Bewegung, was sagte der einmal:?

Indem ich mich des Juden erwehre, tue ich das Werk des Herren.

Ich tue nichts, was die Kirchen nicht seit 1500 Jahren auch machen, nur gründlicher!

Und er bewunderte Luther - und an dessen Geburtstag zur Verzückung der evangelsich/lutheranischen Kirche, die Hitler sogar dafür dankte, dass es gerade an diesem Tag stattzufinden hatte, die sogenannte Reichskristallnacht - heute in Reichsprogromnacht umbenannt, durchgeführt wurde, ihm zu Ehren, denn Hitler war ein wahrer Bewunderer dieses Herrn, den er einen Giganten nannte.

Aus dessen Bibelübersetzung er die Bauanleitung für Konzentrationslager entliehen hat.

Luther? Das ist der, wegen dem man heute Luthertage feiert, dessen Geburtstag man begeht, nachdem Straßen benannt werden und den man in einem Teil der Kirchen umschwänglich als Held besingt - ein fürchterlicher Antisemit, wie er im Buche stand. Nach diesem Straßen zu benennen und seinen Geburtstag zu feiern, eigentlich könnte man nach Hitler dann auch wieder Straßen benennen, denn der hat "nur" umgesetzt, was sein doch ach so tolles Idol vorher an gequirltem Mist von sich gegeben hat..

Zähl die 80 Mio Tote zur Religion dazu, da gehören sie hin.

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Kommentar von DreiGegengifts
11.11.2016, 19:31

wenn weit über die Hälfte an einen Gott glauben, im Namen dieser nicht zu beweisenden Wesen

Nur ein Teil glaubt an einen theistischen Gott. Und für den anderen Teil ist der theistische Charakter ihres Gottesbildes auch nur eine geistige Brücke. Es wird von Atheisten ganz allgemein der Aspekt des Gottesbildes sehr weit überschätzt und stets in den Vordergrund geschoben. Wahrscheinlich auch, weil es so leicht ist dieses anzugreifen. Tatsächlich ist das Gottesbild  aber  eine Belanglosigkeit. Aber Atheisten lieben vor allem religiöse Dogmatik. Sie alleine bietet ihnen die notwendige Angriffsfläche.

.

Kriege führen und Menschen abschlachten.

Hier fehlt der Zusammenhang. Kriege werden von allen Menschen geführt. Es mag sich in deiner Welt emotional richtig anfühlen aber es gibt keinen Grund für die Annahme, Kriege würden weniger, wenn die Menschen nicht religiös wären. In dem Zusammenhang wäre es sinnvoll sich einmal mit den Grundursachen von Kriegen zu beschäftigen, statt mit den kulturellen Rechtfertigungsschablonen.

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Kommentar von wickedsick05
11.11.2016, 19:40

Und warum wird dieser Schwachsinn denn bitteschön nicht von uns intelligenten intelligenten Mensch verboten? Die NSDAP ist doch auch verboten

da gibt es einen Grund:

"Religion gilt dem gemeinen Manne als wahr, dem Weisen als falsch und dem Herrschenden als nützlich."

Die Kirche ist längst mehr als eine bloße Glaubensgemeinschaft,
sie ist ein Weltkonzern. Die Zahlen können sich sehen lassen: Über 50.000 Unternehmen gehören zur Institution Kirche. Sie alle gemeinsam sollen mit geschätzten 82 Milliarden Euro einen höheren Umsatz erwirtschaften als etwa der Elektronikkonzern Siemens mit 75,9 Milliarden Euro.

Insgesamt arbeiten etwa 1,2 Millionen Menschen
bei kirchlichen Trägern. Damit sind Deutschlands Kirchen zweitgrößter Arbeitgeber nach dem Staat.

http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/finanz-riese-grosskonzern-kirche/5220262.html

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Was anderes

Ich glaube nicht an Gott, und das meine ich auch so, also dass ich glaube, dass es Götter / Gott nicht gibt, es aber natürlich von der Logik her nicht wissen kann.

Ich weiß nicht, ob ich deshalb Agnostiker oder Atheist bin.

Jedenfalls bin ich der Meinung, dass man es gemäß der Logik nicht wissen kann, denn wenn es einen Gott geben würde, dann kann meiner Meinung nach dieser Gott auch verhindern, dass man seine Existenz beweisen kann, man also gezwungen ist an ihn zu glauben, ohne Beweise für seine Existenz zu haben.

Warum ein Gott sowas wollen würde ist natürlich wieder eine ganz andere Frage.

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Nein (Atheist)

Als Mann der Wissenschaft glaube ich grundsätzlich nicht.

Gott ist jedoch nicht weiter als eine fiktive Figur aus Märchen und Mythen die von bronzezeitlichen Schaf- und Ziegenhirten erfunden wurden, welche weder lesen noch schreiben konnten, die Erde für eine Scheibe hielten und an schlechten Zähnen gestorben sind.

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Nein (Atheist)

Gott war ursprünglich eine Erfindung der Menschen, um sich Dinge zu erklären, die man sich nicht erklären konnte.

Später dann, haben sich um den oder die Götter verschiedene Religionen entwickelt, die das Ziel hatten, dass Menschen in der Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod, bereit waren, Ungerechtigkeiten im Leben zu akzeptieren und sich nicht aufzulehnen.

Religionen ändern dabei die Art und Weise, wie Menschen über das Leben nachdenken. Durch die Angst vor dem Tod und die Hoffnung auf ein Leben danach, fühlen sie sich verpflichtet, zu missionieren. Religion ist also nur eine Art Software, die das Gehirn dazu programmiert, sie auf anderen Gehirnen zu installieren. Das ist am Ehesten mit einem Virus vergleichbar, das dasselbe mit einer Körperzelle tut. Dabei unterliegen auch Religionen der Evolution und die besonders effizienten Varianten vermehren sich schneller und überleben.

Für die Existenz eines Gottes gibt es keinen Grund, da die Wissenschaft alles durch einfache Gesetze erklärt. Gott ist der Versuch, den Menschen als eines von vielen Lebewesen auf einem winzigen Planeten am Rande der Milchstraße, ins Zentrum des Universums zu rücken.

Dabei wirft ein Gott mehr Fragen auf, als er beantwortet. Unser Weltbild kommt aktuell ohne Gott aus und ist logisch und schlüssig. Denkt man sich einen Gott dazu, muss man sich immer auch fragen, wer diesen Gott geschaffen hat und hat erst nicht beantwortet, woher Intelligenz kommt und wie sie entsteht, was man in einem Weltbild ohne Gott, durch die Evolution wunderbar darlegen kann.

Außerdem ist der einfachste Weg immer der Wahrscheinlichste. Wenn es keinen Anlass dazu gibt, an etwas zu glauben, dann ist es auch logischer, nicht daran zu glauben. Ich kann zwar nicht vollends beweisen, dass es keine Meerjungfrauen gibt, aber das ist noch lange kein Grund, an sie zu glauben.

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Kommentar von DreiGegengifts
11.11.2016, 18:16

Gott war ursprünglich eine Erfindung der Menschen, um sich Dinge zu erklären, die man sich nicht erklären konnte.

Verkehrte Basisannahme.

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Kommentar von Jincheng2004
11.11.2016, 19:16

Junge, die Kommentare sind ja länger als der Text, wobei der Text so lang sind

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Ja (Gläubig)

Hallo Hmr123,

Ich glaube an Gott und will das auch gern begründen.

Wenngleich auch der Glaube an einen Gott nicht wissenschaftlich zu beweisen ist, so offenbart dennoch die Natur vieles, was auf einen intelligenten Planer und Designer schließen lässt. Ich spreche hier nicht von einem Gott, der die Abläufe in der Natur ständig steuert und überwacht (was auch gar nicht nötig ist, da diese von den Naturgesetzen bestimmt werden), sondern von dem Urgrund aller Dinge, von dem, der das Leben in Gang gesetzt und der bestimmte Grundarten der Lebewesen ins Dasein gebracht hat, die sich dann im Laufe der Zeit durch Veränderung der Gene und Anpassung weiterentwickelt haben.

Welche Merkmale der Lebewesen deuten denn auf einen Designer des Lebens hin? Nun, hier gibt es einen überaus reichhaltigen Fundus. Ich möchte hier einige Tiere herausgreifen, die aufgrund bestimmter Konstruktionsmerkmale für einen bestimmten Wissenschaftszweig, die Biomimetik, von Bedeutung sind. Einige dieser Lebewesen sind so genial konstruiert, dass man versucht, bestimmte Merkmale nachzuahmen und sie in Wissenschaft und Technik nutzbar zu machen.

Da ist z.B. der Buckelwal zu nennen, der nicht nur durch seine Größe (12 Meter lang, 30 Tonnen schwer) beeindruckt, sondern auch durch die Art und Weise, wie er seine Nahrung (Krill und kleine Fische) fängt. Sobald er einen Fischschwarm ausfindig gemacht hat, schwimmt er unter diesen und erzeugt durch spiralige Bewegungen beim Auftauchen eine Art Vorhang aus Luftblasen, der die Fische an der Wasseroberfläche gefangen hält und für den Wal so zu einer leichten Beute werden lässt.

Forscher haben nun herausgefunden, dass dem Buckelwal die sehr engen Kreisbewegungen, die er beim Beutefang vollbringen muss, durch eine Besonderheit in der Form seiner Brustflosse gelingt. Diese ist nämlich nicht glatt, sondern mit knotartigen Hautverdickungen, den sog. Tuberkeln, versehen, die ihm einen höheren Auftrieb verleihen und zu einen geringeren Strömungswiderstand führen. Dieses besondere Konstruktionsmerkmal versucht man sich inzwischen bei der Konstruktion von Flugzeugflügeln nutzbar zu machen. Tragflächen, die die Form der Brustflosse des Buckelwals, nachahmen, würden zum einen die Flugsicherheit erhöhen und zum anderen würde man weniger bewegliche Steuerflächen benötigt, was wiederum zu einer Vereinfachung der Wartungsarbeiten führen würde. Biomechaniker rechnen damit, dass eines Tages sämtliche Düsenverkehrsflugzeugen mit entsprechenden Tragflächen ausgestattet sein werden. Auch bei der Herstellung von Schiffsrudern, Wasserturbinen, Windrädern und Rotorblättern versucht man die Kenntnisse in Bezug auf die besonderen Form der Brustflosse des Buckelwals umzusetzen.

Für Bioingenieure ist das Belüftungssystem eines Termitenbaus interessant. Termitenhügel, die in der Regel nur aus Erde und Speichel bestehen und bis zu 6 Meter Höhe erreichen, zählen zu den Meisterwerken der Baukunst. Trotz großer Temperaturschwankungen von über 40 Grad, wird mittels verschiedenen Kammern, Galerien und Gängen, die Temperatur in dem Termitenhügel eine konstante Temperatur von 31 Grad gehalten, die für die Aufzucht einer Pilzart notwendig ist, die den Termiten als Nahrungsgrundlage dient. Die Termiten haben auch an entsprechenden Stellen Belüftungslöcher angelegt, die je nach Außentemperatur, geöffnet bzw. geschlossen werden.

Dieses ausgeklügelte Belüftungssystem haben sich Bioingenieure in Simbabwe zunutze gemacht. Sie haben ein Bürogebäude erstellt, das ähnliche Merkmale wie der Termitenhügel aufweist, wodurch die Energiemenge, die das Gebäude benötigt, um ein Zehntel reduziert werden konnte.

Als drittes Beispiel, wie Vorlagen aus der Natur in der technischen Anwendung nutzbar gemacht werden können, möchte ich den lichtabsorbierenden Schmetterlingsflügel anführen. Die Flügel mancher Arten des Schwalbenschwanzes fangen das Sonnenlicht besonders gut ein, da sie zum einen sehr dunkel pigmentiert sind und zum anderen mikroskopisch kleine überlappende Schuppen auf ihren Flügeln aufweisen. Auf diesen wiederum befinden sich wabenförmige Öffnungen, die durch Längsrippen voneinander abgeteilt sind. Diese Längsrippen leiten das Licht in die Öffnungen, was dem Schmetterling hilft, sich im Sonnenlicht besser aufwärmen zu können.

Über die geniale Konstruktion des Schmetterlingsflügels heißt es in Science Daily: "Auch wenn Schmetterlingsflügel zu den empfindlichsten Strukturen in der Natur gehören, haben sie Forscher dennoch zu einer neuen Technologie inspiriert, mit deren Hilfe man aus Wasser und Sonnenlicht die Produktion von Wasserstoffgas  — einem Biotreibstoff der Zukunft  — verdoppeln kann." Möglichkeiten in der Anwendung sieht man auch bei der Herstellung optischer Geräte und von Solarzellen.

Welche Schlüsse kann man ziehen, wenn man diese raffiniert entworfenen Konstruktionsmerkmale einiger Tieren betrachtet? Ist es glaubhaft anzunehmen, dass sie das Produkt einer langen Reihe zufälliger Entwicklungen sind? Oder steckt mehr dahinter. Der Biochemiker Michael Behe schrieb diesbezüglich: "Der starke Eindruck von Design erlaubt ein entwaffnend einfaches Argument: Wenn es aussieht, läuft und schnattert wie eine Ente, dann sind wir berechtigt zu schließen, dass es eine Ente ist  — solange es keinen zwingenden Beweis des Gegenteils gibt...Design sollte nicht übersehen werden, bloß weil es so offensichtlich ist" (New York Times, 7. Februar 2005).

Und zum Schluss noch folgende Überlegung: Wenn schon die Nachahmung bestimmter Konstruktionsvorbilder der Natur ein großes Maß an Wissen und Intelligenz erfordert, wie viel mehr dann der Entwurf und die Herstellung des Originals? Erfordert es nicht eine Menge an Glauben, davon überzeugt zu sein, dass solch intelligenten Leistungen in der Natur einfach nur aus sich selbst heraus entstanden sind? Reichen die "Kräfte der Natur" wirklich aus, um all diese gut durchdachten und komplexen Systeme hervorzubringen?

LG Philipp

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Kommentar von roboboy
12.11.2016, 17:48

Tja, im löschen scheinst du ja ein ganz großer zu sein, also hier nochmal ohne die Fakten, die hier wohl einige nicht hören wollen:

Welche Schlüsse kann man ziehen, wenn man diese raffiniert entworfenen Konstruktionsmerkmale einiger Tieren betrachtet? Ist es glaubhaft anzunehmen, dass sie das Produkt einer langen Reihe zufälliger Entwicklungen sind?

Im Bio-Unterricht hast du wohl nicht allzu gut aufgepasst. Aber keine Sorge, es gibt Abendkurse, da kannst du das fehlende Wissen nachholen.

Ich helfe dir mal auf die Sprünge:

Selektion ist das Geheimnis. Und das hat mit Zufall genau nichts zu tun....

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Und wieso? Weil es sich für mich richtig anfühlt. So wie es sich für mich richtig angefühlt hat, meinen Mann zu heiraten, Kinder zu bekommen und heute Abend eine Pizza zu essen. Es gehört für mich einfach dazu (hat es schon immer und meine Eltern haben mich höchst anti-religiös aufgezogen...)

Da gibts für mich kein größeres "wieso".

Und nun kommts: auch wenn ich an die Existenz des Göttlichen glaube, belege ich meine Bahuptungen gerne mit wissenschaftlichen Fakten. Nicht in religiöser Hinsicht, weil das nicht geht, aber da stell ich einfach auch keine Behauptungen auf, die ich irgendwie belegen müsste.

Ich bin so zu sagen ein religiöser Agnostiker. Ich glaube dran, aber ich habe keine Ahnung, ob es stimmt oder nicht. Spielt für mich auch keine Rolle.


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Nein (Atheist)

Ich bin Buddhist und für mich ist die Existenz eines allmächtigen Schöpfers als extrem unwahrscheinlich anzusehen, wenn auch nicht gänzlich auszuschließen.

Unseres Wissens nach gibt es absolut nichts ewig unveränderliches. Sogar ganze Sonnensysteme entstehen und verschwinden wieder. Da scheint die Möglichkeit eines ewigen Wesens doch sehr unwahrscheinlich für mich.

Außerdem gibt es nach meinem Kenntnisstand bislang keinerlei wissenschaftlich belegbare Beweise für das Vorhandensein eines Gottes. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit aus meiner Sicht auch nicht gerade.

Die Naturwissenschaften haben meiner Meinung nach ausreichend plausible Theorien, um die verschiedenen Erscheinungsformen dieser Welt zu erklären, so dass die Existenz eines Gottes nicht erforderlich zu sein scheint.

Außerdem würde das Vorhandensein eines Gottes nach meiner Ansicht mehr Fragen aufwerfen, als sie zu beantworten - sowohl naturwissenschaftlicher, als auch philosophischer Art.

All das sind Faktoren, die für mich die Existenz Gottes sehr unwahrscheinlich erscheinen lassen, so dass ich mit "Nein" abgestimmt habe. Allerdings schließe ich es nicht kategorisch und absolut aus, sondern lasse mir gewissermaßen eine Tür offen.

Sonstiges

Persönlich kann ich mir durchaus vorstellen, dass es zumindest eine Art "höherer Ordnung" gibt, deren Gesetzmäßigkeiten wir nicht verstehen und die vielleicht so komplex sind, dass wir sie gar nicht intellektuell erfassen können.

Ich bin ziemlich überzeugt, dass es Konzepte gibt, die nicht rational nachvollzogen werden können und bei denen unser Intellekt an seine Grenzen stößt.

Ereignisse, die uns chaotisch und zufällig erscheinen, folgen möglicherweise einem übergeordneten Prinzip, das uns jedoch womöglich für immer unverständlich bleiben wird.

Dafür muss man aber nicht einen personifizierten, allmächtigen Gott als zugrunde liegende Ursache für die verschiedenen Erscheinungsformen im Universum heranziehen.

Wenn jemand anderer Ansicht ist, so respektiere ich das. Ich sehe keinen Grund, jemanden unbedingt von meinem Standpunkt, oder meinen eigenen religiösen Vorstellungen überzeugen zu müssen.

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Kommentar von DreiGegengifts
11.11.2016, 18:43

Ich bin Buddhist und für mich ist die Existenz eines allmächtigen Schöpfers als extrem unwahrscheinlich anzusehen

In dieser Frage ging es aber nicht um einen allmächtigen Schöpfer, sondern um Gott.

Im Buddhismus ist das Göttliche das zentrale Thema. Hier geht es nur um sprachliche Barrieren, da sich viele schwer tun Begriffe aus ihrem kulturellen Kontext zu holen.

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Nein (Atheist)

Ich bin zwar nicht 100%ig sicher, dass es Gott oder Götter nicht gibt, aber wenn ich wetten müsste, würde ich eher auf "nein" tippen. Subjektiv erscheint mir die Wahrscheinlichkeit größer, dass es Gott oder Götter nicht gibt.

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Nein (Atheist)

Nein. Weil es keinerlei Beweise für die Existenz eines Gottes oder von Göttern gibt und ich sie nicht als Ausrede brauche.

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Ja (Gläubig)

Ich glaube an Gott, ich bin Christ.

Ich glaube, dass diese durchdachte Welt geplant wurde, ich glaube
nicht, dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Auch gibt es die
Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Auch gibt es Wunder, die von Ärzten untersucht werden. Wenn es keine
wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann
ist ein Schritt getan, damit das Wunder auch bestätigt wird. Die Ärzte
wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

Ich glaube auch an ein Leben nach dem Tod. Sie können im Internet
nach "Mädchen begegnet Jesus" und "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch" suchen (ohne Anführungszeichen). Das sind Gründe, um an Gott und an ein Leben nach dem Tod zu glauben.

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Kommentar von feinerle
11.11.2016, 19:15

Ich lese nur glauben und meinen, ich vermisse sehr das Wort wissen (im empirisch / beleghaften Sinn)

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Ja (Gläubig)

Hallo! Ich glaube an Gott aber ich sehe ihn nicht so wie er von den bekannten Religionen / Kirchen definiert wird. 

Gibt es einen Gott so ist für ihn das winzige Staubkörnchen Erde nicht das Wichtigste  auf der Welt. 

Ausgerechnet  Deutschlands bekanntester Wissenschaftler - Harald Lesch, „Alpha Centauri”-Moderator im TV - glaubt an einen Schöpfer, an Gott.

Mal lesen, alles Gute

http://scienceblogs.de/frischer-wind/2009/12/07/harald-lesch-uber-wissenschaft-religion-und-atheistische-gesellschaften/

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Ja (Gläubig)

Warum ich an Gott glaube is schwer zu sagen, hat vieleicht mit der erziehung zu tun. Aber ich glaube an nichts was von Menschen geschrieben wurde.

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Was anderes

Kommt drauf an wie man "Gott" definiert.

An einen alten Mann mit weißem Bart der im "Himmel" auf einer Wolke sitzt glaube ich definitiv NICHT.-

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Ja (Gläubig)

Ich glaub schon an Gott, doch die Bibel Geschichten finde ich ein bisschen unrealistisch. Doch manche finde ich die stimmen. Dass es Jesus gab glaube ich. Aber dass er Kranke plötzlich geheilt hat oder Blinde wiedersehen lassen glaube ich leider nicht.

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Ich glaube an Gott...
Ich bin Christ. Ich finde, das gibt Trost und Sicherheit.
Der Alltag kann dadurch leichter "gemeistert" werden

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Kommentar von WiihatMii
11.11.2016, 18:14

Ist das dann nicht mehr wünschen als glauben? Nur, weil mir etwas Trost oder Sicherheit gibt, macht das die Sache ja nicht plausibel. Mich würde es trösten, wenn ich wüsste, dass ich morgen im Lotto gewinne, aber deswegen glaube ich doch nicht automatisch daran.

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Kommentar von Honeybee042000
11.11.2016, 18:21

Also...das würde ich nicht so sagen. Ich bin sicher, dass ich an Gott GLAUBE. Ich lese täglich die Bibel und bete zu Gott. Ich weiß,.dass Gott mich hört und sieht. Er ist immer da. Er sieht mich, obwohl ich ihn nicht sehe. Ich weiß, es hört sich unglaublich an. Ist es auch! ich bin soo froh, dass ich Gott in mein Herz eingelassen habe. Ich habe zu Gott gebetet, dass er alle meine Sünden vergibt und er in meinem Herzen wohnt. also jetzt bildlich gesprochen. Er hilft mir im Alltag richtig zu handeln... Nicht zu lügen... Aber natürlich mach ich immernoch Fehler. aber Gott vergibt sie mir wieder. Man fühlt sich dann leicht wie eine Wolke. Es ist einfach ein Mega Gefühl, wenn Gott einem vergibt Ich mache das alles freiwillig und ich darf ja glauben was ich möchte. dieser Glaub macht mich stark durch Gott.

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Kommentar von Honeybee042000
11.11.2016, 18:23

jeder darf glauben, was er möchte!

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Kommentar von matmatmat
11.11.2016, 18:29

Wie meistert man denn mit Gott den Alltag leichter? Erfindet oder repariert der Smartphones? ;)

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Kommentar von Honeybee042000
11.11.2016, 18:31

Ja...er hilft dabei

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Kommentar von Honeybee042000
11.11.2016, 18:31

Und spotte nicht über Gott!!!!

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Kommentar von Honeybee042000
11.11.2016, 18:32

man kann glauben was man möchte! also braucht ihr eigentlich gar nichts darüber zu sagen und zu diskutieren.

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Ich bin Christin und überzeugt davon das es einen Gott gibt, außerdem sehe ich nichts falsches in der Bibel, für mich ich es das Wort Gottes.
Außerdem halte ich mich an die Kirche, auch wenn sie viele Fehler gemacht hat, die Mensch halten die Kirche und Menschen machen Fehler nicht Gott.

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Kommentar von roboboy
12.11.2016, 17:22

außerdem sehe ich nichts falsches in der Bibel, für mich ich es das Wort Gottes.

Einen tollen Gott hast du da...

Er selbst hat ja nur 25 Millionen Menschen umgebracht, und ist damit schlimmer als Adolf Hitler, der hat mit seinen Handlungen weniger Menschen direkt umgebracht.

http://dwindlinginunbelief.blogspot.de/2010/04/drunk-with-blood-gods-killings-in-bible.html

Man sollte halt wissen, was in der Bibel steht, bevor man sich zu solch einem Radikalen Mist bekennt^^

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Was anderes

Nein ich glaube nicht an Gott weil ich einfach nichts spüre. Bin eher auf der Energetischen ebene und Spirituell. 

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Ja (Gläubig)

Ja, Ich weiß, dass Er existiert und spüre, dass Er für mich da ist, denn Er hat mir schon oft genug geantwortet und geholfen!

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