Glaubt ihr an die Evolution oder an Gott?

35 Antworten

Warum nicht beides verbinden? Es gibt gläubige Wissenschaftler und Menschen, die keinen Widerspruch sehen zwischen Glauben und Wissenschaft.

Mir ist die Bibel sehr wichtig. Ich nehme allerdings z.B. den Schöpfungsbericht nicht wörtlich, obwohl ich an einen Schöpfer glaube. Denoch ist der Schöpfungsbericht ein wichtiger Text, aus dem man viel über die Beziehung zwischen Gott und den Menschen erfahren kann.

Man kann sich auch als gläubiger Mensch mit Naturwissenschaften beschäftigen. Glaube und Wissenschaft müssen sich nicht immer widersprechen. So hat zum Beispiel Mendel, ein katholischer Mönch, wichtige Entdeckungen bei der Genetik gemacht. Der Mensch, der die Urknalltheorie aufgestellt hat, war katholischer Priester.

Laut der katholischen Kirche ist die Evolutionstheorie mit dem Glauben vereinbar. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Ich glaube an die Evolution und an Gott. D.h. an die Evolution muss ich nicht glauben, da reicht es aus, von ihr zu wissen. An Gott hingegen muss man glauben, da man ihn nie beweisen oder widerlegen kann.

Ich glaube also an Gott, aber nicht an den DumbledoreGott, der den Zauberstab schwingt. Und ich glaube natürlich auch nicht an Adam und Eva als wirkliche Personen.

Gott hat die Schöpfung nicht gemacht - warum sollte er, hat der sich gelangweilt? - sondern ich glaube, dass er die Schöfpfung ist.

Evolution hat absolut nichts mit Glauben zu tun, das ist tausendfach wissenschaftlich belegtes Wissen.

Das Gegenteil ist Gottglauben. Dass der irgendetwas mit der Wirklichkeit zu tun hat, dafür gibt es keinen einzigen wissenschaftlichen Beleg, dafür gibt es ausschließlich tausende verschiedene Behauptungen, die sich großteils auch noch selber widersprechen.

Gott als logischer Schluss unseres Wissens?

Es gibt auf YouTube viele Erklärungen und deren Entwicklung über die Jahre und die Unsicherheiten die es da noch gibt.

Aber die Evolution erklärt schon so ziemlich alles, etwas warum Embryonen einen Schwanz bekommen und verlieren, warum auch du diesen Rest eines Schwanzes über dem Po hast, warum es Wesen gibt die einzeln leben oder Rudel oder Staaten bilden, wieso sich alle Wesen in einem Abstammungsbaum sortieren lassen, wieso es Dinosaurier und Neandertaler gab und wozu sie geschaffen wurden, nur um auszusterben ...

Eine göttliche Schöpfung aka Garden Eden ist mit unserem gesichertem Wissen nicht überein zu bringen.

Wir sind einfach ein gigantischer Zufall und wir brauchen uns darüber nicht zu wundern, in all dem Milliarden Jahren, in denen der Zufall nicht stattfand, hat sich eben keiner gewundert, dass er nun stattgefunden hat und wir uns wundern können, dass wirkt nur am Anfang paradox.

Und am Anfang war die Energie, die beobachtbare und die, die Materie wurde, die wir sehen können. Was auch immer vor dem Urknall war, dass wir es nicht sicher wissen, das bedeutet genau nichts.

Man vermutet inzwischen Leben auf der Venus.

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Die Evolution ist ein Fakt. Folglich ist für deren Akzeptanz auch keinerlei Glauben notwendig, sondern Wissen.

Natürlich ist die Entstehung aller heute existierenden Arten aus einem gemeinsamen Vorfahren über jeden seriösen Zweifel hinaus belegt. Belege dafür gibt es auf Ebene der ausführlichen Fossilienfunde, deren Datierung und Vergleich es uns erlaubt die Entwicklung von Spezies nachzuvollziehen:

https://www.nature.com/scitable/knowledge/library/dating-rocks-and-fossils-using-geologic-methods-107924044/

Es gibt sie auf Ebene der Genetik, wo Vergleiche zwischen den Genomen der heute lebender Tiere es uns erlauben nachzuvollziehen welche Mutationen zur Divergenz dieser Arten geführt haben und wann dies passiert ist:

https://www.nature.com/scitable/topicpage/the-molecular-clock-and-estimating-species-divergence-41971/

Zudem finden sich in unserem Genom auch noch die inaktiven Relikte unserer Vorfahren, beispielsweise der genetische Bauplan für Zähne in Vögeln welche diese verloren haben:

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0960982206000649

Weiters belegt auch die Entwicklungsbiologie die Evolution: Sei es die Entstehung von Kiemenbögen bei Menschen, die Entstehung von Gliedmaßenknospen bei Schlangen, oder embryonalen Zähne bei Bartwalen: Alle Spezies tragen die Spuren ihrer evolutionären Entwicklung in sich:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK10049/

Und natürlich ist die Evolutionäre Entwicklung von Spezies auch auf Ebene der Anatomie klar ersichtlich. Sie ist beispielsweise der Grund warum Wale immer noch rudimentäre Hintergliedmaßen haben und wir ein Steißbein.

Es gibt hingegen keinerlei Evidenz für die Existenz eines oder mehrerer Götter. Allerdings ist die Abwesenheit von Belegen nicht zwingend Beleg für Abwesenheit. Man kann also durchaus an Götter Glauben und es gibt diverse Wissenschaftler welche sowohl den Fakt der Evolution akzeptieren als auch an einen Gott glauben. Selbst die katholische Kirche hält es inzwischen übrigens so.

Woher ich das weiß:Beruf – Wissenschaftler/Molekularbiologe

In der Vergangenheit wurde behauptet, dass die DNA von Menschen und Schimpansen zu 98% identisch sei. Wir wissen jetzt, dass die Ähnlichkeit höchstens 80% und höchstwahrscheinlich weniger als 70% beträgt. Das menschliche Genom hat etwa 6'000'000’000 Nukleotide. Angenommen, der angebliche gemeinsame Vorfahr wäre auf halbem Weg zwischen einem Schimpansen und einem Menschen, wären das immer noch 30 Millionen Unterschiede. Um einen Affen wie einen Ahnen in einen Menschen zu verwandeln, wären 30 Millionen verknüpfte und nützliche Mutationen erforderlich. Die Wahrscheinlichkeit einer Mutation einer bestimmten Nukleotidbasis beträgt 1/10'000’000. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Affen-ähnlicher Vorfahr zu einem Menschen entwickelt, eine von 10^7^30'000’000 oder eine von 10^210'000’000. Diese Wahrscheinlichkeit ist so gering, dass sie nicht einmal nachvollziehbar ist. Es wird geschätzt, dass es etwa 10^80 subatomare Teilchen im Universum gibt. Labor Experimente haben gezeigt, dass die maximale Anzahl spezifizierter Mutationen, die in einem 14 Milliarden Jahre alten Universum möglich sind, 7 beträgt. Im Laufe von 14 Milliarden Jahren würden viele weitere Mutationen im Genom auftreten, aber diese wären zufällig und nicht miteinander verbunden. Diese Mutationen würden nicht die Veränderungen bewirken, die notwendig sind, um eine affenähnliche Kreatur in einen Menschen zu "verwandeln". Tatsächlich werden die Menschen dezentralisiert. Die Anzahl der schädlichen Mutationen nimmt rasch zu, was viele Erbkrankheiten verursacht. Diese schädlichen Mutationen werden das Verschwinden der Menschheit innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums verursachen. Die Vorstellung, dass sich ein Affe wie ein gewöhnlicher Vorfahre zu einem Menschen entwickeln könnte, ist ein Märchen für Erwachsene. Evolution ist keine Theorie, sie ist eine Anti-Theorie. Die Vorhersagen der Evolution sind genau das Gegenteil von dem, was im wirklichen Leben gesehen wird. In der Medizin hat die Evolution viel Schaden angerichtet. Viele Menschen hatten unnötige Mandel- und Blinddarmuntersuchungen, weil die Mandeln und der Blinddarm als Reste unserer vermeintlichen evolutionären Vergangenheit geglaubt wurden. Jetzt wissen wir, dass sie wichtige Teile unseres Immunsystems sind.

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@Messing4round

Seufz. So wenig Ahnung und so viel Meinung.

1.) Schlicht falsch. Und zwar in wirklich jedem Punkt. Heute wie damals wissen wir dass das Genom von Schimpansen selbst unter Einbeziehung von InDels zu 96% ident ist. Wo Sequenzen direkt verglichen werden können sind es 99%.

https://www.genome.gov/15515096/2005-release-new-genome-comparison-finds-chimps-humans-very-similar-at-dna-level#:~:text=The%20DNA%20sequence%20that%20can,sequences%20in%20chimps%20and%20humans.

2.) Was natürlich auch deine "Rechnung" ad absurdum führt, in der sich allerdings gleich zahlreiche weitere zusätzliche Fehler finden. Die absolute Mehrheit der Mutationen hat keinerlei Effekt und Mutationen müssen weder "verknüpft" noch "vorteilhaft" sein.

In jeder Generation sammeln sich zwischen 200-300 Mutationen an, was wunderbar in unsere Abstammungsgeschichte passt:

https://www.nature.com/articles/news.2009.864

Weswegen inzwischen die Molekularbiologe auch eine der besten Belege für die Evolutionstheorie ist.

3.) Auch hier sind diese Zahlen völliger Schwachsinn und das offensichtliche Produkt kreationistischer Wahnvorstellungen. Es gibt keinerlei experimentelle Daten welche deine Behauptungen hier stützen, was auch die gänzliche Abwesenheit von Quellen zu deinen lächerlichen Zahlen erklärt.

Evolution endet nie und schädliche Mutationen nehmen NICHT zu.

4.) Mandel sind keine Vestigien, der Blinddarm hingegen schon. Was nichts daran ändert, dass er auch heute noch Funktionen hat, wie beispielsweise das Steißbein als Ansatzort einiger Muskeln.

Die Evolution ist FAKT. Was du hier von dir gibst eine Ansammlung an kreationistischen Hirngespinnsten und Propaganda ohne jede seriöse Basis. Wie nicht anders zu erwarten.

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