Glaubt ihr an die Evolution? Mikro- und Makroevolution?

31 Antworten

Hallo mmakeupfresse,

wie hier schon mehrfach erklärt, kann man Evolution allein über die Mendelschen Gesetze nicht verstehen... und das behauptet auch in der Biologie niemand. Wenn man nur die Vermischung von bereits vorhandenen Genen im Auge hat - Mutationen und andere "Kopierfehler" aber bewusst ausklammert, dann ist es kein Wunder, dass man "unten" die Evolution für unplausibel hält...: Man hat es vielmehr "oben" bewusst durch das Ausklammern aller Prozesse, die zu Neuerungen führen, in die Überlegung reingesteckt. Ob absichtlich oder nicht: So kann eine Überlegung nichts über Evolution aussagen!

Jetzt zur überstrapazierten Bemühung der sogenannten "Makroevolution":

Kreationisten gebrauchen das Begriffspaar Mikro/Makroevolution in einer Weise, in der es die Biologie nicht einsetzt.

Natürlich kann man prinzipiell unterscheiden zwischen sehr großen, über lange Zeiträume ablaufenden Veränderungen und kleineren Veränderungen innerhalb der Art. Nur das Problem bei einer solchen Unterscheidung ist die Definition der Trennlinie.

Eine solche exakte Trennlinie gibt es nämlich in der Biologie nicht, genauso wenig, wie es eine wirklich scharfe und eindeutige "Artgrenze" gibt.

So machen wir im fossilen Befund die Artzugehörigkeit notgedrungen allein an den äußeren Merkmalen, dem "Phänotyp" fest - was aber z.B. dazu führen würde, dass wir Fossilien von Chihuahua und Schäferhund zwei Arten zuordnen würden. Da wir rezente Arten anders einteilen, gehören beide in dieselbe Art.

Auf der Suche nach einer eindeutigen Trennung von Mikro-/Makroevolution scheitert man genau an derselben Frage: Ab wann will man von Makroevolution sprechen?

Gerade aufgrund dieser Problematik ist das Begriffspaar innerhalb der Biologie ungebräuchlich, bzw. wird nur und ausschließlich in Zusammenhängen verwendet, in denen eine Zuordnung wirklich eindeutig und weitab jeder "Grauzone" ist.

Der Kreationismus mit seiner grundsätzlichen Leugnung des Evolutionsprozesses versucht sich jedoch hinter diesem Begriffspaar zu verstecken: Da man überall in der Natur um uns herum eindeutig evolutionäre Prozesse nachweisen kann (man denke als Beispiel nur an die ständig entstehenden Resistenzen von Bakterienstämmen gegen verschiedene Antibiotika), geht der Kreationismus den Weg, diese einfach "Mikroevolution" zu nennen, um zu behaupten, Makroevolution wäre nicht nachgewiesen.

Anders als das in einer wissenschaftlichen Disziplin der Fall wäre, wird die gesuchte Grenze zwischen den Begriffen im Kreationismus nicht sauber definiert, sondern die Grenze, ab der man denn auch die Makroevolution anerkennen würde, wird immer wieder verschoben, so dass sie immer gerade außerhalb der mittlerweile nachgewiesenen Veränderungen liegt. Man nennt dieses Vorgehen "Verschieben des Torpfostens" (hier erklärt: https://www.ratioblog.de/entry/fehlschluss-6-verschieben-des-torpfostens ).

Ein gutes Beispiel für dieses Verschiebe-Spielchen findet sich in diesem Artikel hier, der aus einem von mehreren Wissenschaftlern geschriebenen Buch stammt, in dem kreationistische EInwände gegen die Evolution wirklich sehr detailiert betrachtet und entkräftet werden:

http://www.evolution-im-fadenkreuz.info/KapXIII.pdf

In mehreren kreationistischen Schriften, wird Makroevolution mit der Entstehung etwas "qualitativ Neuem" in Verbindung gebracht.

Nun hat man tatsächlich die Entstehung von etwas Neuem schon in der Natur beobachtet ich zitiere aus dem Buch:

Darüber hinaus konnten die Forscher auch ein gänzlich neues Merkmal im Verdauungstrakt identifizieren. Dabei handelt es sich um sog. Blinddarmklappen, die den Verdauungsvorgang verlangsamen und so den Aufschluss schwer verdaulicher pflanzlicher Nahrung ermöglichen. Diese Strukturen sind anscheinend innerhalb von 30 Generationen de novo entstanden. Nehmen wir nun an, diese Eidechsen würden in einem sehr feinkörnigen Tonstein oder Kalkstein fossilisieren. Dann könnten sie von einem Paläontologen eines fernen Tages gut erhalten gefunden werden. In diesem Fall würden möglicherweise auch Weichteilstrukturen und vielleicht Abdrücke der Darmklappen gefunden werden. Der Paläontologe erkennt in den erhaltenen Darmklappen zweifelsfrei eine qualitative Neuerung. Er sieht darin ein paläontologisches Beispiel für Makroevolution, ähnlich wie die Federn der Coelurosaurier – und dieser Prozess wurde im Rahmen evolutionärer Studien beobachtet!

Hier noch ein Link zur besprochenen Originalveröffentlichung:

http://www.pnas.org/content/105/12/4792.long

In der Arbeit wird also beschrieben, dass bestimmte Eidechsen im Laufe weniger Jahrzehnte ganz erhebliche Veränderungen im Bau der Gliedmaßen und des Schädels vollzogen haben. Außerdem haben die Eidechsen ein vollkommen neues Organ entwickelt, eine Art Blinddarmklappe. Diese verlangsamt den Verdauungsvorgang und verbessert so die Verdauung pflanzlicher Nahrung. 

Jetzt muss man bedenken, dass derart neue Organe, wenn wir sie bei Fossilien finden, in aller Regel dazu führen, dass das Fossil mit dem neuen Merkmal einer anderen Spezies zugeteilt wird. 

Hätten wir also die in dieser Arbeit beschriebene Eidechse als Fossil ausgebuddelt und sie mit anderen Eidechsen verglichen, die diese Blinddarmklappen nicht haben, wäre sie sehr wahrscheinlich als eine eigene Art eingestuft worden. Damit erfüllt diese Beobachtung den geforderten Bestand, dass die Entstehung eines gänzlich neuen Merkmals beobachtet wurde.

Der Punkt ist nun, dass die Kreationisten - obwohl eindeutig eine Neuerung vorlag - diesen Fund einfach ebenfalls als "Mikroevolution" einstufen, also von ihrer ursprünglichen Definition einfach abwichen.

Das Begriffspaar ist also einfach ein von Kreationisten aus dem Hut gezaubertes Scheinargument, um trotz aller beobachteten Evolutionsvorgänge einfach weiterhin behaupten zu können, dass man wirkliche Belege nicht in der Hand habe. Und wenn ich ein ganz klein bissi ehrlich sein darf: Mir kommt es aufgrund Deiner Kommentare hier so voe, als ziele Deine Frage in dieselbe Richtung. Das wäre schade. Bildungsverweigerung ist eine traurige Sache.

Grüße

Mikroevolution bezeichnet evolutionäre Prozesse innerhalb einer Art, Makroevolution evolutionäre Prozesse, die sich auf oder über der Ebene der Arten abspielen. Nur wenige Biologen sehen tatsächlich einen Unterschied in den Mechanismen von Mikro- und Makroevolution, für die meisten ist eine Unterscheidung daher einigermaßen überflüssig. Mit anderen Worten: Makroevolution läuft genauso ab wie Mikroevolution.

Der Übergang zwischen Arten und damit Makroevolution ist überall ersichtlich, denn man findet jedes Stadium der Artbildung in der Natur. Zu einem frühen Stadium gehören beispielsweise Arten mit zwei oder mehreren Unterarten, die sich uneingeschränkt vermischen, sich nur unter Einfluss des Menschen untereinander fortpflanzen oder deren Hybride eine geringere Fitness zeigen. Ein späteres Stadium stellen Ringspezies dar, bei denen sich zwischen einigen Populationen bereits eine Fortpflanzungsbarriere ausgebildet hat. Noch später kommen Schwesterarten, deren Trennung fast vollständig abgeschlossen ist, die in einigen Fällen aber trotzdem fruchtbare oder unfruchtbare Hybride bilden können.

Man könnte sogar sagen, dass es schwierig ist, eine Art zu finden, die nicht gerade in der Aufspaltung begriffen ist. Daneben ist auch eine sehr schnelle Artbildung möglich, z.B. bei Pflanzen durch Polyploidisierung.

Kreationisten ändern hingegen die Bedeutung des Begriffs Makroevolution so ab, wie es ihnen gerade passt, um solche Prozesse dann als Mikroevolution abtun zu können.

Die Belege für die gemeinsame Abstammung der Arten setzen sich aber auch z.B. im Fossilbericht fort, der einen ständigen Artenwandel zeigt, oder in der Anatomie, Molekularbiologie, Embryologie und anderen Disziplinen, die es ermöglichen, verschiedene Arten, Gattungen, Familien oder größere Gruppen auf einen gemeinsamen Ursprung zurückzuführen.

Die mendelschen Regeln beschreiben die Vererbung von Merkmalen in einem einfachen Spezialfall, nämlich der Monogenie. Die Evolutionstheorie beschreibt hingegen die Veränderung von Merkmalen und ihre Ausbreitung in einer Population. Wo siehst du denn bitte einen Widerspruch zwischen den beiden Modellen?

Übrigens tut Glauben hier nichts zur Sache. Die Evolution ist ein Naturphänomen, und die Evolutionstheorie die Beschreibung ihrer Mechanismen. Wirkungsweise und Verlauf der Evolution werden durch wissenschaftliches Vorgehen erforscht, die Ergebnisse dieser Forschung sind damit jederzeit nachprüfbar. Die grundlegenden Aussagen der Evolutionstheorie werden in der wissenschaftlichen Gemeinde allgemein akzeptiert, weil sie so ausgezeichnet belegt sind.

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Die Unterscheidung von Mikro-Evulution und Makroevulution gibt es eigentlich nicht, dies ist eine Erfindung von Creationisten. Das Was als Mikroevulution bezeichnet wird sind einzelne Evolutionsschritte. Nur die Evolution stoppt aber nicht. So kommt es das sich Evolutionsschritte zusammenfügen, und es so zur Bildung von unterschiedlichen Arten kommt.

Betrachte doch mal Folgendes. Eine Gruppe von Individuen einer Art wird geteilt und finden sich in unterschiedlichen Umgebungen wieder. Mit der Zeit ergibt es sich das sich jede Gruppe an ihre jeweilige Umgebung anpasst. Nur irgendwann musst du feststellen das sich Individuen der einen Gruppe nicht mehr mit den Individuen der anderen Gruppe paaren können, neue Arten sind entstanden.

Die mendelschen Gesetze sind zwar eine Grundlage der Evolution, wichtiger ist aber das Auftreten von Mutationen, durch die neue Merkmale entstehen.

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