Glaubt ihr an den Schöpfungsbericht oder Evolution?

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11 Antworten

Glauben und Meinungen tun bei dieser Sache absolut nichts zur Sache. Eine Frage, die die Natur betrifft, kann nur durch naturwissenschaftliches Arbeiten, Empirie und deduktive Schlüsse beantwortet werden.

Seit dem 19. Jhd. ist bekannt, dass ein Prozess der Veränderungen über Generationen hinweg existiert, den wir Evolution nennen. Seit dieser Zeit häufen sich Forschungsergebnisse, die die Existenz der Evolution bekräftigen und zeigen, dass sich durch Evolution in den letzten 3,8 Milliarden Jahren das Leben auf der Erde, wie wir es heute kennen, entwickelt hat.

Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Evolutionsbelege:

  • Fossilien dokumentieren einen Wandel der Arten und zeigen Entwicklungslinien auf.
  • Beobachtungen in Feld und Labor (z.B. LTEE) zeigen, welche Faktoren bei der Evolution eine Rolle spielen und in welchen Zeiträumen sich Änderungen einstellen.
  • Rudimente und Atavismen zeugen davon, dass sich Körperstrukturen in der Stammesgeschichte stark ändern können.
  • Der anhand von genetischen und morphologischen Daten aufgestellte Stammbaum des Lebens zeigt, dass alle Lebewesen miteinander verwandt sind und auf die selben Vorfahren zurückgehen.
  • Hybridisierungen zwischen unterschiedlichen Arten bestätigen, dass diese Arten eine nahe Verwandtschaft aufweisen.
  • Übereinstimmungen zwischen der Geschichte der Kontinente und der Verteilung von Arten deuten ebenfalls auf einen gemeinsamen Ursprung dieser Arten sowie eine Entwicklung über einen langen Zeitraum hin.

All diese Dinge, und noch viele weitere, sind der Grund, warum die Evolution in der Wissenschaftsgemeinde heute allgemeiner Konsens ist. Schöpfungsgeschichten, egal welcher Art, haben hingegen keine haltbare Basis und können aufgrund ihrer fehlenden Wissenschaftlichkeit kaum diskutiert werden. Mit anderen Worten: Die biblische Schöpfungsgeschichte entspricht nicht der Realität.

Daraus lässt sich aber wohlgemerkt keine Aussage über die Existenz oder Nichtexistenz eines oder mehrerer Götter herleiten. Es ist für Gläubige also möglich, die Evolution als Realität anzuerkennen und gleichzeitig gläubig zu bleiben. Wer aber seinen Glauben auf das Gebiet der Naturwissenschaften ausweiten will, also jeden Bestandteil der Welt, den man erforschen kann, muss damit rechnen, in seinen Ansichten widerlegt zu werden.

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Kommentar von Christian3684
15.07.2016, 17:12

Eine Ergänzung zur Schöpfungsgeschichte.

Es läßt sich feststellen, dass es zwischen der ersten und der zweiten Schöpfungsgeschichte (Genesis 1 un d 2) gegenteilige Aussagen gibt.

In der ersten Geschichte wird der Mensch zuletzt geschaffen. Bei der zweiten Geschichte wird der Mensch vor allen Tieren geschaffen.

Hier stellt sich  deshalb die Frage: Welche Buchstäblichkeit kommen diesen Aussagen zu?  Einmal zuletzt und dann vor allen anderen Lebewesen wäre der Mensch geschaffen worden.

Dasselbe Problem besteht wenn es um die Erschaffung von Sonne, Mond und Sterne geht. Sie würden erst am 4. Tag geschaffen worden sein. Das widerspricht wider unseren heutigen kosmologischen Erkenntnissen. Dazu kommt ja noch, das unser Sonnensystem ein Bestandteil der  Milchstraße ist, die ca. einen Durchmesser von 100.000 Lichtjahre hat.

Diese Widersprüche machen es schwierig die Schöpfungsgeschichte so zu verstehen, wie sie heute noch von kleinen Kirchengemeinschaften (z.B. Zeugen Jehovas, Siebeten Tags Adventisten, Methodisten usw) erklärt wird.

In diesen Gemeinschaften wurde bis vor einigen Jahrzehnten noch die Auffassung vertreten, dass die Erde und das Universum nicht älter als 6.000 Jahren wäre. Seit einiger Zeit haben einige das Alter auf 10.000 Jahre erhöht. Dieser  Zeitverlängerung zeigt einmal mehr auf in welchem Dillemma man sich in Wirklichkeit befindet.

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Das ist keine Glaubensfrage.

Die Evolution ist ein Fakt. Es ist eine der best belegten Theorien der Wissenschaft, vergleichbar mit der Atomtheorie oder der Keimtheorie der Krankheit. 

Es gibt unzählige Beweise, von Fossilien über DNA-Sequenzabgleiche bis zu Beobachtungen an Mikroorganismen im Labor. Das Evolution der Motor für die Entstehung der Arten ist, ist über jeden begründbaren Zweifel erhaben, so erdrückend ist die Beweislast. Die einzigen offenen Fragen betreffen einzelne Elemente und die genauen zeitlichen Abläufe, die stetig an neue Entdeckungen angepasst werden.

Jetzt könnte man Fagen: Welche Schöpfungserzählung? Alle großen Weltreligionen haben ihre eigenen Märchen zu dem Thema erfunden, von der Regenbogenschlange über die Chaostitanen bis zu dem 7 Tage-Märchen der Bibel. 

Wenn wir von der biblischen Variante ausgehen: Die Schöpfung ist, wie der Großteil der Bibel, ein Märchen, ein absurdes noch dazu. In seiner wörtlichen Version ist es inzwischen zur gänze wiederlegt. Der Versuch "moderner" religiöser es als Analogie umzuinterpretieren um diese absurde Hypothese am leben zu erhalten ist auch nicht wirklich überzeugend.

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Kommentar von Trashtom
17.02.2016, 15:47

Der Versuch "moderner" religiöser es als Analogie umzuinterpretieren um diese absurde Hypothese am leben zu erhalten ist auch nicht wirklich überzeugend.

Der gefällt mir!

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Es gibt nur eine Welt. Religion, Philosophie, Psychologie, Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften, Geschichte usw. müssen damit in ein gemeinsames Bild passen, sofern sie wirklichkeitsgetreu sind.

Vom Schöpfungsbericht passt: zuerst Sonne, später Wasser (von Meteoren), andere Lebewesen, zuletzt Mensch. Dann geistiger Sprung des Menschen, Kleidung, aber auch getrennt von Natur (Paradies). Ackerbau und Viehzucht (Kain und Abel), Kriege (Kain erschlägt Abel)...

Was vom Schöpfungsbericht nicht passt weiss eh jeder.

Von Evolution passt: Lebewesen stammen alle von einer Zelle ab

Was bei der Evolution nicht passt: das der Kampf gegeneinander das Grundprinzip ist. Mutation von Genen ist nicht hilfreich, sondern schädlich. Besser wäre von Anpassung und Symbiose zu sprechen. Epigenetik. Erweiterung um symbiotische Viren+Bakterien und Vererbung von Antikörpern und Verhalten

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Kommentar von realsausi2
17.02.2016, 00:54

das der Kampf gegeneinander das Grundprinzip ist.

Das ist keine Aussage der ET.

Mutation von Genen ist nicht hilfreich, sondern schädlich.

Jein. Natürlich sind die meisten Mutationen schädlich, viele neutral und einige sind positiv. Die positven können sich aber durch kummulative Selektion anhäufen. Außerdem ist Mutation nicht die einzige Möglichkeit, genetische Varianz zu erzeugen. Gendrift ist mindestens so wirksam. Auch Rekombination ist wichtig

Erweiterung um symbiotische Viren+Bakterien

Ein wichtiger Aspekt, der aber die voranstehenden ergänzt und nicht im Widerspruch zu ihnen steht.

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Ich persönlich neige zur Evolution. Bin noch recht jung, allerdings verstehe ich schon so einige Dinge auf der Welt. Und was mir mein Leben bis jetzt gelehrt hat, ist, dass viele Dinge, wie z.B. die NS-Zeit, die Großkonzerne die scheinbar immer mehr macht haben usw. nicht von EINER einzigen Person ausgehen, sondern Entwicklungen sind. Teilweise Entwicklungen die Monate dauert, teilweise Jahre oder gar Jahrtausende. Und ich stell immer öfter fest, dass viele Dinge nicht plötzlich da sind, sondern sich aus etwas entwickeln. Wenn man nun die Zeit zurückspulen würde, so finde ich, ist es durchaus möglich (wenn auch schwer vorstellbar), dass der Mensch bzw. Leben einfach eine extrem lange Entwicklung ist. Und ich bin sehr skeptisch gegenüber der Kirche, weswegen mir die Evolution noch sympathischer erscheint :)

Hoffe man versteht meine Schreibweise :)

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Evolution und logische Fortpflanzung und Entwicklung sind das eine, die extreme Kette von Zufällen von Staub in der Galaxie bis hin zum Entstehen des Menschen ist so unglaublich, dass ich es mir gut vorstellen kann, dass da eine höhere Macht seine Finger im Spiel hatte.

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Wenn man in Dein Profil schaut und dort der Frage begegnet, ob Du "als Christ Eminem hören darfst", dann weiß man doch schon sofort, dass es sich nicht lohnt, mit Dir über Evolution zu diskutieren.

"Gläubige" Christen sind eben nicht sanft, weich und tolerant. Sondern sie sind hartleibig und verharren verbohrt auf ihrer vorgefassten Meinung.

Wenn sie "diskutieren", wollen sie ja gar keine neuen Meinungen kennenlernen, sondern missionieren und wenn das nicht gelingt, sehr oft beleidigen.

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An die Evolution glaubt man nicht, sie ist bewiesen. Du fragst auch nicht "glaubt ihr an Steine?". Die Evolution abzustreiten ist genauso unsinnig wie Steine abzustreiten.

Der Schöpfungsbericht ist allerdings eine Erfindung. Die ganze Bibel ist eine Erfindung, vom ersten bis zum letzten Schriftzeichen. An sie zu glauben ist genauso unsinnig wie an fliegende pinke Einhörner mit Schmetterlingsflügeln zu glauben.

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Kommentar von discoparty1
16.02.2016, 21:53

Wieso ist die Evolution bewiesen?

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Ganz klar Evolution alles hat seinen unbekannten Ursprung in meinen Augen gibt es nicht Gott er ist für Menschen Ein glaube um Klarheit zu erhalten 

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Kommentar von raphae
16.02.2016, 21:53

Selbst die Wissenschaft kann nicht alles beweisen oder widerlegen! Aber jeder sollte glaube was er will

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Das Christentum hat keine Theorie oder Lehre, WIE die Welt oder die Evolution entstanden ist.

In der Bibel gibt es zwei Schöpfungsgeschichten. Die eine Geschichte
erzählt, dass Gott die Welt geschaffen hat. Die andere Geschichte
erzählt, dass Gott die Menschen geschaffen hat.

Wie genau Gott das nun angestellt hat, will die Bibel mit diesen Geschichten gar nicht sagen.

Der christliche Glaube steht nicht im Widerspruch zu den naturwissenschaftlichen Lehren.

Glaube und Vernunft sind keine Gegensätze. Alles, was wissenschaftlich
erforscht wurde, findet in einem gesunden Glauben auch seinen Platz.

Die verschiedenen Evolutionstheorien, die es bis heute gibt, sind keine
Gefahr für den Glauben. Ein Christ kann guten Gewissens
Naturwissenschaften in der Schule lernen oder später dort weiter
forschen.

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An die Schöpfung. Aber diese schließt die Wissenschaft nicht aus.

Es ist alles so wunderbar zusammenhängend und genial voneinander abhängig, dass es einfach kein Zufall sein kann.

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Kommentar von discoparty1
16.02.2016, 21:53

Finde ich auch

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Kommentar von Mark1616
16.02.2016, 22:36

dass es einfach kein Zufall sein kann.

Seltsam. Hast du dich schon ein einziges Mal mit der ET befasst? Anscheinend nicht, denn dann wüsstest du, dass der Zufall darin keinerlei Platz hat.

Du dagegen glaubst an einen Gott, welcher zufällig einfach so da war und somit auch zufällig die Erde und uns alle geschaffen hat. Anders lässt sich die Existenz dieses allmächtigen Schöpfergottes nicht beschreiben.

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Kommentar von realsausi2
17.02.2016, 00:58

Es ist alles so wunderbar zusammenhängend und genial voneinander abhängig, dass es einfach kein Zufall sein kann.

Es ist schon seltsam, immer wieder diesen Widerspruch lesen zu müssen.

Wenn Dir der Zufall nicht behagt, musst Du Dich an die Wissenschaft halten. Schöpfungsmythen sind der Inbegriff der Zufälligkeit. Alles, was wir z.B. im biblischen Mythos lesen können, ist ein Vorgang,  völlig zufällig von Nichts zu Etwas führt.

Wenn Dir Zufall suspekt ist, vergiss die Schöpfung.

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Ich glaube das alles zusammen hängt.

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Kommentar von discoparty1
16.02.2016, 21:50

Also dass beides in gewisser Weise

stimmt?

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Kommentar von raphae
16.02.2016, 21:51

Ja genau

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