Glaubt ihr an Schicksal?

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24 Antworten

Ich bin Buddhist der Soto-Zen-Tradition und glaube nicht an ein zuvor festgelegtes Schicksal, das über Krankheit, Altern und Tod hinausreicht.

Vieles von dem was uns geschieht, ist entweder eine direkte Folge unserer Handlungen, oder resultiert aus der Wechselwirkung mit unserer Umwelt.

Selbst wenn es "höhere Gesetzmäßigkeiten" irgendeiner Art geben sollte, wären sie vermutlich nicht nachvollziehbar und würde als zufällig angesehen werden.

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Bedingt, ich sehe das Schicksal als zwangsläufiges Ergebniss einer Kausalitäts Kette.

Jede Ursache hat seine Wirkung, Schicksal klingt für mich so als wenn etwas bestimmtes passiert was ich nicht verändern kann.

Für meine eigene Zukunft bin ich aber selber verantwortlich und wenn etwas passiert womit ich nicht rechne, hat dieses aber auch seinen erklärbaren Grund. Wenn ich diesen Grund aber wegen Unwissenheit nicht erklären kann, könnte man es auch Schicksal nennen.

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Hallo SelfieMutti2,

nein, ich glaube nicht an das Schicksal und will auch gern begründen, warum.Wenn es ein Schicksal geben soll, dann muss es auch einen Lenker des Schicksals geben. Viele bringen daher Gott mit den Schicksal in Verbindung.

Es stimmt, Gott hat schon oft viele künftige Entwicklungen vorausgesagt, das heißt aber nicht, dass er sie auch bestimmt hat. Denke dabei einmal an einen Meteorologen; auch wenn seine Wetterprognose zutrifft, bedeutet das natürlich nicht, dass er das Wetter so beeinflussen konnte, dass seine Vorhersage eintrifft. In ähnlicher Weise hat Gott manchmal Dinge lange im Voraus bekanntgegeben, deren Eintreffen er jedoch nicht bestimmt hat. Andererseits hat Gott in bestimmten Situationen sehr wohl in das Weltgeschehen eingegriffen und sogar den Lauf der Geschichte beeinflusst. Das hat er jedoch meistens nur dann getan, wenn es um sein eigenes Vorhaben ging, nicht um eine einzelne Person. In der Bibel gibt es jedoch keinen Anhaltspunkt dafür, dass Gott das Leben jedes einzelnen Menschen vorherbestimmt.

Wäre es jedoch zutreffend, dass Gott der Lenker des Schicksals jedes Einzelnen wäre, dann müsste man sich fragen, welch ein grausamer und ungerechter Gott wohl dahinter steht. Denn die einen wachsen in großem Wohlstand auf, während viele andere in eine Welt voller Armut hineingeboren werden. Die einen führen ein Leben in relativer Sorglosigkeit, während die anderen von der einen in die nächste Katastrophe geraten. Die einen werden steinalt, ohne jemals ernsthaft krank zu sein, während viele Kinder bereits sterben, bevor sie das Erwachsenenalter erreichen. Wie ungerecht und grausam müsste Gott sein, wenn er die unterschiedlichen Geschicke der Menschen bestimmen würde!

Du siehst also, der Glaube an ein Schicksal lässt sich wohl kaum mit einem liebevollen und gerechten Gott in Einklang bringen. Über Gott heißt es jedoch in der Bibel: "Der FELS, vollkommen ist sein Tun, Denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; Gerecht und gerade ist er" (5. Mose 32:4). Warum aber passieren dann so viele schlimme Dinge?

Wenn jemand in einen schweren Unfall verwickelt wird oder eine lebensbedrohliche Krankheit bekommt, mag er denken: "Warum gerade ich?" Manche Dinge geschehen einfach, weil sich jemand zur falschen Zeit am falschen Ort befindet oder weil gewisse Umstände zu bestimmten Ereignissen führen. Die Bibel sagt: "Denn Zeit und unvorhergesehenes Geschehen trifft sie alle" (Prediger 9:11). Wenn jemand schwer krank wird, dann kann das teilweise auf seinen eigenen Lebensstil, bestimmte Umwelteinflüsse oder genetische Veranlagungen zurückzuführen sein. Und ein großer Teil des Leides der Menschheit geht auf die Böswilligkeit und Ungerechtigkeit derer zurück, die Macht und Einfluss haben.

Gott hat jedoch beschlossen, all das Böse und Schlechte nur für eine gewisse Zeit zuzulassen. In der Bibel finden wir Erklärungen dazu, welche Gründe Gott dafür hat. Doch schon bald wird Gott dafür sorgen, dass es weder Ungerechtigkeit noch irgendwelche Schlechtigkeit mehr geben wird. Über die herrliche Zeit, die dann anbrechen wird, heißt es in der Bibel: "Die ganze Erde ist zur Ruhe gekommen, ist frei geworden von Ruhestörung. Die Menschen sind fröhlich geworden mit Jubelrufen" (Jesaja 14:7). Und in den Psalmen steht mit Blick auf die gleiche Zeit: "Du öffnest deine Hand und sättigst das Begehren alles Lebenden" (Psalm 145:16).

Wenn auch Gott nicht das Leben jedes Einzelnen vorherbestimmt, so wird es doch letztendlich dafür sorgen, dass es eines Tages allen Menschen gut geht und niemand mehr leiden muss. Wer das erleben möchte, der sollte keine Zeit verlieren, Gott und seine Wege kennenzulernen.

LG Philipp

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Ich definiere das anders.

Ich denke dass es Karma gibt. Je mehr Gutes man tut desto mehr Gutes kommt auch zurück.

Was aber mit den Dingen die man nicht beeinflussen kann? Das ist dann Schicksal.

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Nein! Schicksal ist immer anonym. Um etwas geschehen zu lassen bzw. über einen Menschen zu verhängen, muss es auch eine Kraft geben, die das bewirkt und der man scheinbar nicht entrinnen kann.

Als Christ glaube ich an einen personalen Gott und seine guten Pläne und Fügungen  für mich, die aber keine passive Vorherbestimmung sind, sondern auch meine freie Mitwirkung erfordern.

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Ja, glaube ich.

Natürlich hängt vieles von unserem Handeln ab. Wenn man z.B. die Reifeprüfung nicht macht, kann man nicht studieren gehen (im Normalfall).

Aber wenn man z.B. im Lotto gewinnt oder in einer Lebenskrise (z. B. bei einem Schul- oder Jobwechsel) seine große Liebe findet, ist das für mich Schicksal.

Es gibt immer noch Ereignisse, die mit dem heutigen Wissensstand in der Forschung und rationalem Denken nicht erklärt werden können.

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Nein, warum sollte es diesen geben? Es geschehen zufällig viele gute Dinge, doch Zufälle, die nicht geschehen bemerkt man nicht => Hätte ich nicht durch Zufall diese eine Sache passiert, wäre wohl Wochen später eine andere, ähnliche passiert.

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Obwohl es eine verschwommene Spur durchaus geben könnte, gibt es ein Schicksal oder eine Vorsehung nicht, denn sonst wäre kein Mensch frei und somit für nichts verantwortlich (kann ich ja nichts für, das war doch nur mein Schicksal). Völlig allein gelassen ist der Mensch allerdings nicht. Wenn es keinen wahren Weg(e) gibt, könnte auch jeder machen, was er wollte. Buddha hat doch in dieser Welt gelebt und Bodhisattvas tun dies auch. Interessant ist auch, daß Buddha erst in einem fast überweltlichen Palast lebte, dann aber am richtigen Leben Teil hatte, bis er durch Aussitzen unter einem Baum wieder in diesen nun aber etwas anderen Palast (Nirwana) zurückkam. Im Christentum gibt es auch das Bild des brennenden Dornbusches, der nicht verbrennt.

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Schicksal? Maximal Gesetzmäßigkeiten hinter dem Schicksal. Aber Schicksal selbst? Nööö...

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Als Mann der Wissenschaft glaube ich grundsätzlich nicht.

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Wenn sonntags die Schwiegermutter überraschend und unangemeldet zum Kaffee trinken erscheint, ist das kein Schicksal, sondern eine Katastrophe ....

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Nein!

Warum nicht? Das Leben ist nicht vorherbestimmt.

Beweis: Gott bittet immer wieder, auf seine Wege zurückzukehren. Das müsste er nicht tun, wenn der Verlauf des Lebens festgelegt ist.

Niemand bräuchte auf das Ampelrot achten, denn es wäre ohnehin festgelegt, ob ich überlebe oder nicht.

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Kommentar von bibiiiiiie
01.07.2017, 15:05

Schon mal etwas von Determinismus gehört?

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Nein, ich lese jeden tag mein Horoskop, die Planeten stehen zu mir. Und wenn die mal nicht helfen kommt Karma.

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wer die erkenntnis hat, braucht nicht zu glauben, sonder er weiß um die gewalt des schicksals

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Ich glaub nicht daran sondern denke mir dann, dass es Zufall war.

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Ein vorbestimmtes Schicksal kann es nicht geben. Denn sonst wäre unser ganzes Leben nur ein Marionettenspiel und wir hätten für nichts Verantwortung zu tragen.

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Nein, ich glaube nicht daran.

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die dinge geschen so wie sie geschehen. wie man das nenn ist mir völlig wurscht

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es ist leicht sich von allem raus zureden indem man sagt, " ja ist halt schicksal" . da bin ich dagegen.

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Ich glaube nicht an Schicksale ich glaube das alles durch Zufall passiert!

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Kommentar von MeisterMond
03.07.2017, 09:35

"Zufall ist der Name für ein unbekanntes Gesetz." (Marc Aurel)

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