Glaubst du an einen Gott, wenn ja, warum?

Das Ergebnis basiert auf 18 Abstimmungen

Nicht gläubig (Atheismus, Agnostizismus etc.) 44%
Christentum 33%
Islam 11%
Anderes... 5%
Buddhismus 5%
Hinduismus 0%
Judentum 0%

27 Antworten

Christentum

Hallo Loryhoof,

ja, ich glaube an Gott. Oft hört man: " Glaube heißt nicht wissen". Glaube jedoch, ohne jegliche Art von Beweisen, steht immer auf sehr wackligen Beinen und ist oft voller Zweifel. Interessant ist, wie die Bibel den Begriff "Glauben" definiert. Sie sagt: "Der Glaube ist die gesicherte Erwartung erhoffter Dinge, der offenkundige Erweis von Wirklichkeiten, obwohl man sie nicht sieht. s" (Hebräer 11:1). Eine andere Bibelübersetzung gibt diesen Text wie folgt wieder: ": „Der Glaube ist die Eigentumsurkunde von erhofften Dingen. Er ist sich über Dinge sicher, die man nicht sehen kann“ (The Simple English Bible). Nach diesen Worten gleicht der Glaube also einer "Eigentumsurkunde". Wenn wir beispielsweise eine Eigentumsurkunde von einem Grundstück haben, dann sind wir ganz sicher, dass wir das Land auch besitzen. Die Urkunde beweist ja, dass wir der Eigentümer sind und niemand würde das in Frage ziehen können. Die gleiche Art von Sicherheit gibt uns der biblische Glaube, da er durch vielerlei Beweise gestützt wird. Welche "Beweise" gibt es für den Glauben an Gott? Wie kann man sich da sicher sein?

Nun, wenn Du nach einem wissenschaftlichen Beweis suchst, dann muss ich Dir von vornherein sagen, dass es den nicht gibt. Warum nicht? Weil die Wissenschaft nur in der Lage ist, Dinge nachzuweisen, die innerhalb der Reichweite des menschlich Erforschbaren liegen. Die Existenz Gottes geht jedoch weit über diese Grenzen hinaus. Er hat seinen Platz nicht irgendwo im Universum und wartet darauf, entdeckt zu werden. Aus diesem Grund wird es immer an einem wissenschaftlichen Nachweis fehlen.

Heißt das nun, dass Gott eben doch nicht beweisbar ist? Ganz im Gegenteil! Dazu eine Veranschaulichung: Stell Dir einmal vor, Du würdest eine Galerie betreten, in der die Werke eines unbekannten Künstlers ausgestellt sind. Keines seiner Werke weist eine Signatur auf. Es existiert von diesem Künstler weder ein Bild noch eine persönliche Aufzeichnung. Es gibt auch niemanden, der diesen Künstler je gesehen oder ihn persönlich kennengelernt hat. Würdest Du nun daraus schließen, dass es diesen Künstler vielleicht ja niemals gegeben hat? Aber da sind doch seine Werke, die Dich letztendlich davon überzeugen, dass es diesen Künstler geben muss oder dieser zumindest irgendwann gelebt haben muss.

Diese im Grunde zwingende Logik wendet man zwar immer dann an, wenn man von Menschen gemachte Dinge entdeckt (z.B. bei archäologischen Ausgrabungen), doch wenn es um Gott geht, dann reicht es vielen Menschen nicht, seine Werke als einen Beweis für seine Existenz gelten zu lassen.
Wo liegt also das Problem? An einem Mangel an Beweisen? Ist nicht die uns umgebende Welt voll von Werken dieses größten "Künstlers" aller Zeiten? Welches seiner Werke trägt denn nicht den Beweis von Genialität und überragender Intelligenz?

Zum Beispiel enthält die Natur viele Beweise für die Existenz Gottes. Vor allem wenn man in die Details geht, wird einem das immer klarer. Was mich immer sehr fasziniert hat, ist die Zellforschung. Modernen Forschungen zufolge ist es gelungen, selbst die kleinsten Details zu erkennen und ihre Funktionsweise zu verstehen. Kurz gesagt, gleicht die Zelle einer ummauerten Stadt mit Ein-und Ausgängen, Kraftwerken, Produktionsanlagen, einer Kommandozentrale uvam. Sie ist also, obwohl winzig klein, ein komplexes Gebilde, das ein großes Maß an Intelligenz erkennen lässt. Faszinierend finde ich auch die Konstruktionsmerkmale gewisser Lebewesen. Diese sind so fein ausgeklügelt, dass es sogar einen Forschungszweig der Wissenschaft gibt, der sich ausschließlich damit beschäftigt und die Verwertbarkeit und Anwendbarkeit für die Industrie prüft, die Biomimetik.

Oder nehmen wir das menschliche Gehirn. Ein Forscher sagte: „Das Gehirn ist das Komplizierteste, was wir bisher in unserem Universum entdeckt haben“ (James Watson, Molekularbiologe und Mitentdecker der Struktur der DNS). Der sowjetische Gehirnspezialistin Natalya Bekhterewa sagte: „Das Gehirn ist ein kompletter Kosmos im Kopf. Es ist das einzige menschliche Organ, das praktisch über unbegrenzte Möglichkeiten verfügt“. In der New Encyclopædia Britannica heißt es: „Die Informationsübertragung innerhalb des Nervensystems ist komplexer als die größte Fernsprechvermittlungs- zentralen. Die Problemlösung durch ein menschliches Gehirn übertrifft die Kapazität der stärksten Computer bei weitem.“ Ist es logisch anzunehmen, dass ein solch komplexes und kompliziertes Gebilde wie das Gehirn das Endprodukt einer langen Reihe mechanistischer Prozesse ist?

Der Naturwissenschaftler Wolf-Ekkehard Lönnig, langjährig tätig am Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung sagte in einem Interview:"Durch meine empirischen Forschungen in der Genetik sowie durch Studien biologischer Themen wie Physiologie und Morphologie komme ich mit der enormen, oft unfassbaren Komplexität der Lebewesen unmittelbar in Berührung. Meine einschlägigen Studien haben mich in der Überzeugung bestärkt, dass Lebewesen — selbst die einfachsten  — einen intelligenten Ursprung haben müssen".

Byron Leon Meadows, bei der NASA im Bereich Laserphysik tätig, sagte: "Bei meiner Forschungsarbeit habe ich oft mit physikalischen Prinzipien zu tun. Ich versuche zu verstehen, wie und warum gewisse Dinge ablaufen. Auf meinem Forschungsgebiet ist eines eindeutig zu erkennen: Alles, was ich beobachte, hat eine Ursache. Ich halte es für wissenschaftlich vernünftig, davon auszugehen, dass Gott die ursprüngliche Ursache von allem in der Natur ist. Die Naturgesetze sind so konstant, dass eine ordnende Kraft, ein Urheber, dahinter stehen muss".

Das sind nur zwei Stimmen von Wissenschaftlern, die ihre Überzeugung an einen Schöpfergott eindeutig bezeugen. Es gibt noch viele weitere Wissenschaftler, die durch ihre Forschungen zu der Überzeugung gelangt sind, dass es einen intelligenten Planer und Konstrukteur gibt.

Wenn man sich mit den Strukturen und Prozessen des Lebens eingehend beschäftigt, dann liegt es letztlich an einem selbst, welche Schlussfolgerungen man daraus ziehen möchte. Man sollte sich aber auch ehrlich fragen: "Glaube ich nur das, was ich sehen möchte?" Diese Frage muss sich letztendlich jeder selbst beantworten.

LG Philipp

Christentum

Ich glaube an Gott, ich bin Christ.

Ich glaube, dass diese Welt durchdacht und geplant wurde, ich glaube
nicht, dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Auch gibt es die Meinung,
dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Auch gibt es Wunder, die von Ärzten untersucht werden. Wenn es keine
wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann
wird das Wunder auch bestätigt. Die Ärzte wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

Ich glaube auch an ein Leben nach dem Tod. Sie können im Internet
nach "Mädchen begegnet Jesus" und "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch" suchen (ohne Anführungszeichen). Das sind Gründe, um an Gott und an ein Leben nach dem Tod zu glauben.

Ich habe auch Sachen erlebt, die meinen Glauben gestärkt haben.

Buddhismus

Ich kann mir durchaus die Existenz eines Gottes vorstellen. Jedoch wäre dieser Gott einer, der NICHT über ein Buch offenbart wurde.

Insbesondere die anerkannten, monotheistischen Religionen haben rein faktisch den Menschen mehr Zwietracht und Kriege eingebracht, als alles andere.

Wenn man sich die religiösen Schriften mal genauer anschaut, erkennt man auch sehr schnell, warum.

Allerdings bin ich sehr tolerant gegenüber anderen Menschen, die andere Überzeugungen vertreten, unabhängig davon, welcher Religion sie angehören.

Schließlich hat ja auch jeder seine persönlichen Gründe und seine persönliche Geschichte, weswegen er sich einer ganz bestimmten Lehre verbunden oder zugeneigt fühlt und sich dieser zugewandt hat.

Jeder kann schließlich glauben, was er will. Und jeder erlebt und empfindet Religion und Spiritualität anders.

Wenn natürlich eine Religionsgemeinschaft die eigene Lehre dogmatisch als einzige Wahrheit für sich beansprucht, neben der keine anderen Wahrheiten mehr existieren können und dürfen, ist dies natürlich ein Nährboden für Unfrieden zwischen den Menschen.

Wir sollten uns daher in Toleranz, Verständnis und Mitgefühl einander üben.

Denn selbst wenn zwei Menschen zu dem selben Gott beten, glauben sie ja beide trotzdem nicht ein und dasselbe.

Ich bspw. glaube an die Liebe als stärkste Kraft und Essenz, Neues, Positives und Angenehmes zu erschaffen, was allen Menschen zum Wohl dient.

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