Glaubensgrundsätze von Christen?

14 Antworten

Hallo Mondmoritz12,

ich habe nachfolgend einige Bibeltexte herausgesucht, die wichtige Glaubensgrundsätze eines Christen hervorheben. Sie lassen auch deutlich werden, ob jemand nur behauptet Christ zu sein, oder ob auch sein gesamtes Leben demgemäß ist.

(Johannes 13:35) Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“

Die Liebe, von der Jesus hier sprach, geht weit über reine Menschenfreundlichkeit hinaus. Wie weit diese Liebe gehen sollte, beschrieb es einmal so: "Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe. Niemand hat größere Liebe als die, dass einer seine Seele zugunsten seiner Freunde hingebe." (Johannes 15:12,13) Das Band der Liebe sollte also unter den Christen so stark sein, dass jeder bereit ist, für den anderen zu sterben. Dadurch entsteht eine multinationale Familie, ja eine weltweite Bruderschaft, in der einer für den anderen da ist und die fest zusammenhält.

(Johannes 17:17) " Heilige sie durch die Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit."

Für Jesus war also das geschriebene Wort Gottes von Anfang bis Ende die Wahrheit. Daher stützt sich das wahre Christentum weder auf Philosophien noch auf Traditionen, sondern auf die Lehren der Bibel. Jesus selbst brachte den heiligen Schriften immer wieder große Achtung entgegen, indem er entweder direkt daraus zitierte, oder sie anführte. Oftmals leitete er seine Ausführungen damit ein, das er sagte: "Es steht geschrieben ..." oder "Habt ihr nicht gelesen..." Für ihn waren die bis dahin veröffentlichten Schriften des sogenannten "Alten Testaments" maßgebliche Autorität. Er verurteilte diejenigen (wie beispielsweise die Pharisäer und Schriftgelehrten), die das Wort Gottes um ihrer Überlieferungen willen verwässerten.

(Johannes 17:6) "Ich habe deinen Namen den Menschen offenbar gemacht, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort gehalten."

Jesus machte aus dem Namen Gottes kein Geheimnis. Auch folgte er nicht der jüdischen Tradition, die Aussprache des Namens Gottes für zu heilig zu halten. Jesus gebrauchte bei seinem täglichen Lehren stets Gottes Wort. Die wahre Religion ist also auch dadurch gekennzeichnet, dass sie den Namen Gottes kennt und gebraucht. Schließlich kommt der Name Gottes in den Urschriften der Bibel etwa 7.000 mal in Form der vier hebräischen Konsonanten "JHWH" vor. Die genaue Aussprache des göttlichen Namens ist zwar im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen, doch im Deutschen ist die Form "Jehova" oder "Jahwe" bekannt. So heißt es in Psalm 83:18: " Damit man erkenne, dass du, dessen Name Jehova ist, Du allein, der Höchste bist über die ganze Erde."

(Matthäus 10:7) "Während ihr hingeht, predigt, indem ihr sagt: ‚Das Königreich der Himmel hat sich genaht.‘

Die wahre Religion zeichnet sich also auch dadurch aus, dass sie dasselbe predigt, was auch Jesus damals landauf und landab verkündigte: Die Botschaft vom Königreich Gottes. Jesus maß dem Predigen dieser Botschaft eine große Bedeutung bei, da er mit Blick auf unsere Zeit voraussagte: "Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen." (Matthäus 24:14) Gemäß der Bibel ist dieses Königreich die von Gott eingesetzte Regierung, die der Erde echten Frieden und Sicherheit bringen wird.

(Johannes 17:14) "Ich habe ihnen dein Wort gegeben, doch die Welt hat sie gehasst, weil sie kein Teil der Welt sind, so wie ich kein Teil der Welt bin."

Kein Teil der Welt zu sein bedeutet, sich aus den politischen Angelegenheiten und jeglichen militärischen Auseinandersetzungen herauszuhalten. Das trägt wahren Christen zwar immer wieder den Hass der Welt ein, doch folgen sie dadurch dem Beispiel Ihres Herren und Meister. Jesus Christus ließ sich zu keiner Zeit in irgendwelche weltlichen Auseinandersetzungen verwickeln und schloss sich auch keiner politischen Gruppierung seiner Tage an. Selbst als man ihn zum König machen wollte, lehnte er ab, weil seine Zeit dafür noch nicht gekommen war. Als Fußstapfennachfolger verhalten sich auch seine Jünger ebenso strikt neutral.

Diese wenigen Grundsätze eines Christen sind bei weitem keine vollständige Aufzählung. So habe ich mich hier nur auf einige wichtige und wesentlichen Punkte konzentriert.

LG Philipp

Es gibt verschiedene Wege, sich Gott zu nähern oder nahe zu fühlen. Eine pauschale Einsortierung in Schubläden ist schwierig.

"Katholisch" bedeutet für mich ein bisschen mehr Wert auf Symbolik und Mystik zu legen. Katholische Messen sind immer ziemlich ritualisiert, feierlich und die Bauten prachtvoll.

"Evangelisch" bedeutet für mich eine etwas nüchternere Herangehensweise.

"Evangelisch freikirchlich" bedeutet für mich eine NOCH nüchternere Handhabung des Glaubens. Die Kirchen sehen oft nicht mehr aus wie Kirchen. Es läuft alles ein bisschen hemdsärmeliger. Auch "Nicht-Profis" dürfen predigen. Obgleich der Bezug zur Bibel noch stärker herausgestellt wird.

Das ist ein bisschen klischeehaft, ich will da keiner Gruppe zu nahe treten. Es sind meine persönlichen Beobachtungen. Bei uns Baptisten (ebenfalls evangelisch freikirchlich) besteht noch ein Unterschied: Babys werden nicht getauft. Nur wer sich aktiv und willentlich zu Jesus bekennt, wird getauft.

"Gute und Schlechte" gibt es überall. Nur weil Katholiken vielleicht ritualisierter sind, sind sie keine schlechteren Christen oder glauben weniger. Es kommt auch ein bisschen darauf an, wie man aufgewachsen ist und, wie gesagt, was für einen Zugang man zu Gott hat. Nähert man sich durch (metitatives) Beten, durch "kühles" Bibellesen, durch (meditatives) Singen, durch Hören (auf Predigten), ...

Ein jeder Christ bekennt mit seinem Mund und mit seinem Herzen, das Jesus der Christus ist und Gott ihn von den Toten auferweckt hat. (Römer 10,9 - 10,13) 

Unterschiede zwischen den einzelnen Konfessionen gibt es zuhauf. Es wäre also fast unmöglich, die hier alle aufzuzählen.

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