Glauben an "Gott", aber keine Religion, gibts sowas?

23 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Solche Gedanken machen sich viele Menschen und bauen darauf ihre eigenen Vorstellungen auf.

Glauben an Gott, aber keine Religion ist eine Sache der Sichtweise.

Glaubt man etwas ganz anderes als das, was existierende Religionen verkünden, dann gehört man zwangsläufig nirgends dazu (zur Glaubensgemeinschaft).

Doch gleichzeitig ist man dann selbst eine 1-Personen-Religion, oder man zählt sich zu den vielen, von denen man vermutet, daß sie den gleichen Status wie man selbst einnehmen, und das wäre dann quasi eine Religion mit unbestimmt vielen Mitgliedern, von denen man keines kennt.

Ich selbst mache es mir in dieser Beziehung möglichst leicht, aber ohne oberflächlich zu werden.

Ich sage, es muß einen logischen zwingenden Grund dafür geben, daß es überhaupt etwas gibt, und aus diesem Grund heraus ist dann das da, was wir Schöpfung nennen. Dieser Grund ist deshalb in meiner Betrachtung Gott.

Alle weitergehenden Spekulationen sind für mich ab und zu interessante Gedankenspiele, aber auch nicht mehr. Mein Leben richte ich lieber nach meinem Gewissen aus und hoffe, daß es unbeschädigt genug ist, damit ich mich nicht in irreparable Irrtümer verrenne.

Religion kann verwirrend und verstörend wirken, da gebe ich Dir Recht.

Man könnte "Gott" auch eine "höhere Intelligenzform" nennen, welche

"damals" schöpfend aktiv war. "Gott" oder "Göttin" sind nur Namen.

Wenn Du "den" Schöpfer nicht mit der biblischen Darstellung in direkte Verbindung bringst, so kann man das natürlich als möglich akzeptieren.

Ich persönlich glaube aber von meiner intuitiven Wahrnehmung her, dass beides miteinander im Zusammenhang steht. Die Urknall-Theorie ist ja

auch nur eine Theorie, weil der Wissenschaft nichts besseres einfällt.

Per definition ist Religion der Glaube an einen Gott oder an mehrere Götter und die damit verbundene Praxis in Kult und Lebensformen.

Ich gehöre keiner Kirche mehr an, aber ich bin gläubig, also Christ, oder auch Jünger Jesu....Wie man es nennen will :)

Zu deiner physikalischen Überlegung: Ein Vakuum ist nicht NICHTS. In einem Vakuum gibt es immer noch Raum, Zeit und die Naturgesetze. All dies ist laut der Urknalltheorie erst beim Urknall entstanden.

Die Urknalltheorie bietet auch eine komplexe Erklärung für die Entstehung von Materie. Das einzige, was ungeklärt ist, ist die Frage, wie es überhaupt zum Urknall kam. Doch da vor dem Urknall unsere Naturgesetze noch nicht galten, können wir das unmöglich herausfinden, nicht in 1 Millionen Jahren.

Es heißt nicht ohne Grund GLAUBE: Ließe sich die Existenz Gottes beweisen, so könnten wir nicht glauben, denn dann würden wir WISSEN.

Naja der Urknall lässt sich auch nicht beweisen... jetzt haben wir ein Problem, warten wir einfach bis wir tot sind.

0
@Skyriim

So einfach ist das nicht, Skyriim. Mathematisch läßt sich der Urknall berechnen. Das gilt als Beweis. Jedenfalls so lange, wie die Relativitätstheorie nicht falsifiziert wird. Für diese Möglichkeit könnte es inzwischen Anhaltspunkte geben, oder ich habe Stephen Hawkings Computersimulationen nicht verstanden.

Dessen Quantengravitation gilt auch im Urknall. Er kann ihn aber nicht darstellen.

Die Relativitätstheorie gilt im Urknall nicht (keine Geschwindigkeit.) Mit ihr kann er aber berechnet werden.

1
@Wurzelstock

Nicht ganz. Der Urknall lässt sich zwar berechnen, das ist aber kein Beweis, sondern eine Theorie. Beweise gibt es nur in der Mathematik.

1

Vieles weist darauf hin, dass es einen Urknall gegeben haben muss. Nach dem Prinzip der HINREICHENDEN WAHRSCHEINLICHKEIT sollte man also der Urkalltheorie glauben. Allerdings gibt es immer noch Wissenschaftler, die daran zweifeln.

0

VeryBestAnswers,

"Vakuum" ist ein weitgehend luftleerer Raum, in dem es einen Zustand tiefstmöglicher Energie gibt und die Teilchenzahlen darin haben den Wert null!

0

Klar gibt es das. Manche Menschen haben eine ganz eigene Vorstellung von Gott und fühlen sich deshalb keiner Religion zugehörig. So entstehen ja auch Sekten.

Es gibt auch das Gegenteil: Dass Leute sich mehreren Religionen zugehörig fühlen, z. B. dem Christentum, dem Islam und dem Hinduismus. So etwas ist vor allem in Indien verbreitet.

Was möchtest Du wissen?