Glaube ich an Gott ohne es zu wissen!?

... komplette Frage anzeigen

14 Antworten

Da die Religion bei uns immer noch eine Rolle spielt, haben wir meistens als kleine Kinder gelernt, dass es einen Gott gibt, der sehr mächtig ist. Auch wenn wir rational anders daran gehen, haben wir so eine "Gottesahnung" im Gefühl, zumal ja ein Gott auch wunderbar dafür ist, zu erklären, was man sich nicht erklären kann. So ist ja vielleicht Deine Reaktion zustande gekommen.Den "alten Mann mit dem Bart" gibt es sicherlich nicht. Vielleicht erscheinen uns einige Dinge und Prinzipien in der Welt dann so wie ein Gott.

Ein personfizierter Gott ist natürlich ein starker Bundesgenosse, der einem in vielfältiger Not Halt und Hilfe geben kann. Ohne einen Gott in der Hinterhand ist man vielleicht manchmal etwas härter mit der REalität konfrontiert.

Vielleicht hast Du es ja auch einfach als Provokation gegen Deine Klassenkameraden erlebt, wenn der Lehre so deutlich seine Ablehnung ausspricht. Auch wenn ich nicht gläubig bin, bin auch ich der Meinung, dass man gläubige menschen nicht ärgern muss. Umgekerht erwarte ich allerdings von gläubigen Menschen, dass sie denen gegenüber, die nicht an einen Gott glauben tolerant sind.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ob Du Dich als gläubig bezeichnest, das kannst letztlich nur Du für Dich entscheiden -

Ich selbst bin Katholik, aber an die Art Gott, die ich vermittelt bekommen habe, kann und will ich nicht glauben. Ich habe mich zwischenzeitlich davon verabschiedet, noch groß über etwas nachzudenken, das ich ohnehin nie verstehen werde. Und trotzdem weiß ich, daß es etwas gibt, das ich nicht messen, sehen oder anfassen kann - und es ist einfach und trotz allem da. Im Kontakt mit anderen Lebewesen - in den Gefühlen von Barmherzigkeit, Respekt, Fürsorge, Zuneigung, Wertschätzung ist das spürbar - grob und behelfsweise ausgedrückt, in Gefühlen die nicht nach dem Warum und dem Grund fragen - sondern die einfach und bedingungslos da sind. Und daß Du wegen der respektlosen und verächtlichen Handlung dieses "Lehrers" gespürt hast, daß Dir das weh tut, das hat nichts mit gefühlter "Gotteslästerung" oder ähnlichem Obskuren zu tun, sondern zeigt einfach, daß solche Gefühle und Werte (s.o.) in Dir einen festen Platz haben - und daß Du Dich daher in dem Moment mit verletzt gefühlt hast. Ich denke, viele Menschen sind auf die eine oder andere Art gläubig - auch wenn sie es selbst so niemals ausdrücken würden. Und viele, die tagtäglich mit ihren Zweifeln kämpfen sind "gläubiger" als diejenigen, die zu bequem sind um jemals irgendwelche Fragen zu stellen. Sogar die Katholiken beten ja in einem ihrer Hochgebete für diejenigen, "um deren Glauben niemand (nichtmal sie selbst) weiß, als Gott (wer auch immer das sein möge) selbst".

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Randbemerkung: Ohne es zu planen, haben die meisten Leute irgendein Bild von Gott, eine Idee, wie Gott wahrscheinlich ist. Diese innere Vorstellung beeinflusst möglicherweise die Art und Weise, wie man zu ihm steht, ob zugeneigt oder ablehnend oder gleichgültig. Es ist aber ein ziemlicher Weg, bis man Gott eine Chance gibt, einem persönlich so zu begegnen, und nach und nach zu zeigen, wie er eigentlich für uns da sein möchte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Vielleicht geht's dir ja einfach darum, dass man mit fremdem Eigentum nicht so umgeht und es einfach durch die Gegend wirft.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Vielleicht magst du einfach Bücher? Das Buch ist eine der bedeutendsten Errungenschaften der Menschheit.

Außerdem gibt es Leute, die die Bibel eben doch wichtig finden. Dieser Lehrer hat all jene brüskiert. Darunter deine Freunde. Dass du das nicht gut findest spricht für dich. Dass er sowas tut gegen ihn.

Gegenprobe: Du hättest ja mit dem Deutschbuch nach ihm werfen können. "Braucht auch keiner!".

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die meisten Menschen beschäftigen sich mit Fragen, wo wir herkommen, nach dem Tod hingehen und was der Sinn des Lebens ist...

Die verschiedenen Religionen und Philosophien haben unterschiedliche Vorstellungen zu diesen wichtigen Fragen nach Erlösung, Leben nach dem Tod, dem Sinn des Lebens usw. Das sind schon sehr wichtige Fragen und du hast absolut Recht, dass du dich damit beschäftigen möchtest.

Als Christ kann ich dazu sagen, dass Gott uns genau diese Suche nach der Wahrheit (und damit nach Gott selbst) ins "Herz" gelegt hat. Für Christen besteht ein wesentlicher Sinn bzw. der Hauptsinn des Lebens darin, Gott zu suchen und zu finden (vgl. Jeremia 29,13) und an ihn zu glauben.

Ein wichtiger Punkt, der für die Bibel spricht, ist z.B. der Bereich "erfüllte Prophetie". Hunderte von Prophezeiungen haben sich im Laufe der Zeit erfüllt, kein anderes Budh der Welt kann auch nur annähernd mithalten. Das zeit u.a., dass die Bibel mehr als nur ein Buch ist. Weitere Infos darüber z.B. auf der Seite: http://vck-web.org/erfuellte-prophetien

Dazu kommt, dass die Bibel mir das Leben und und Welt einfach am besten erklärt. Die Bibel beschreibt z.B. im 1. Buch Mose, dass die ersten Menschen am Anfang im Garten Eden in quasi paradiesischen Zuständen gelebt haben. Sie hatten aber schon die Freiheit, die wir heute auch haben: Mit oder ohne Gott leben zu wollen. Irgendwann haben sie sich dazu entschieden, ihr eigenes Ding zu machen und ohne Gott leben zu wollen (bzw. sie wollten sein wie Gott). Auch wenn das nicht ganz einfach zu verstehen ist und durchaus viele Fragen bleiben, aber alles Negative und Böse wie Tod, Krankheit, Schmerz, Leid usw. war das Ergebnis dieser Entscheidung und gewollten Trennung von Gott.

Trotzdem hat Gott die Menschen nicht verlassen, obwohl das vielleicht verdient gewesen wäre. Er hat einen Rettungsanker ausgeworfen, dass sie Menschen, die an ihn glauben, wieder zu ihm finden können. Dafür ist Jesus Christus am Kreuz gestorben, dass die, die an ihn glauben und um Vergebung ihrer Sünden bitten, erlöst werden und das ewige Leben geschenkt bekommen. Wenn man überlegt, dass das Leben nach dem Tod ewig und für immer dauert, sind vielleicht die negativen Dinge, die wir hier erleben, nicht mehr ganz so schlimm (wenn natürlich noch schlimm genug). Aber auch hier zwingt Gott wieder niemanden: Jeder kann entscheiden, ob er nach dem Tod bei Gott sein möchte oder nicht...

Wenn du also wirklich wissen willst, ob es Gott gibt oder nicht, lies doch mal in der Bibel (zu Beginn eines der 4 Evangelien und danach den Römer-Brief) und bete einfach mal, dass Gott dir die Möglichkeit schenkt, ihn zu finden. Zu verlieren hättest du nur etwas Zeit, das du mit einem Klassiker der Weltliteratur verbingen würdest. Doch du könntest auch sehr, sehr viel gewinnen. Wie schon angesprochen, verheißt die Bibel, dass der, der Gott (ernsthaft) sucht, ihn auch finden wird...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von LSdiethylamid
18.11.2013, 13:49

Wenn du also wirklich wissen willst, ob es Gott gibt oder nicht, lies doch mal in der Bibel

Dann muss man nur noch gucken ob es alle anderen tausend gibt oder nicht. ;-)

0

Wir haben gelernt, ja, wir wurden geradezu darauf getrimmt, religiöse Symbole zu achten. Kirchen, Bibeln und Co scheint ein hauch von "Erhabenheit" zu umwehen. Zumindest lernte ich das irgendwie so.

Was dich wohl aber wütend gemacht habe ist, denke ich, das du ein empathischer Mensch zu sein scheinst- und du weißt, das andere Menschen diese Geste wohl verletzen würde und solidarisierst dich mit ihnen. Das macht einen mitfühlenden Menschen aus - das muss keine bewusste Entscheidung sein.

Du weißt ja, dass es sich nur um ein Buch handelt, aber genauso weißt du auch, dass es bei anderen mehr bedeutet und das fühlte sich für dich ungerecht gegenüber den anderen an( zB deinen Freunden ).

Red dir nicht ein, dass das mit irgendetwas zu tun hätte, außer mit dir! Denn es ist eine sehr schöne, und sehr menschliche Eigenschaft, keine "göttliche Eingebung"

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Interessante Frage. Aber noch interessanter finde ich die, was Bibeln im Deutschunterricht zu suchen haben.

Deine Reaktion kam aber ganz sicher nicht daher, weil du heimlich an Gott glaubst. Du bist in einer Umwelt, in der viele Religiöse sind. In solcher ist es immer üblich, besondere Rücksicht auf religiöse Gefühle zu nehmen. Das hat sich auch bei dir eingeprägt und als der Lehrer das nicht gemacht hat, warst deshalb auch du verletzt.

Ich sehe es eher so, dass religiöse Gefühle kein Stück schützenswerter sind, als alle anderen auch. Vielleicht sogar noch weniger. Es ist schon ein Unterschied, ob sich jemand verletzt fühlt, weil man Gegenstände, die er für wichtig hält, missachtet, oder weil er selbst missachtet wird.

Wenn einer also wegen seines Aussehens, seines Geschlechts, seiner Statur, seiner Herkunft wegen verletzt wird, finde ich das deutlich schlimmer, als wenn jemand Bibeln als wertlos bezeichnet.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Deine Wut hat nichts mit einem verborgenen Glauben zu tun. Du hast einfach nur das Verhalten des Lehrers-bewusst oder unbewusst- als grob empfunden, und bist daher wütend geworden. Das ist alles.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Michailowitsch Dostojewski; " Man kann vieles unbewusst wissen, indem man es nur fühlt und nicht weiß."

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von NinetiesResult
16.11.2013, 00:12

Man kann vieles schmecken, indem man es nur anfasst, aber nicht isst.

Das klingt so super logisch.

4

Vielleicht war es dein innerer Drache(n), der wütend wurde?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von PeVau
15.11.2013, 17:23

Ich tippe eher auf Drachen.

0

Warum bin ich denn so wütend geworden?

Die Geste des Lehrers war schon etwas arg provozierend und unpädagogisch. Aber er hat recht. Sowas braucht wirklich kein Mensch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von isjabloed
15.11.2013, 16:15

hat ja jeder seine eigene meinung, ob man das braucht, oder nicht...

5
Kommentar von Schoggi1
15.11.2013, 18:26

ich brauche sie aber! Ist mein lieblingsbuch :-)

3

Jeder Mensch hat den Odem, das ist der Geist von Gott - ohne den könnten wir nicht leben. Als du wütend wurdest hat sich dieser Geist gezeigt. Diesen Geist stark zu machen das nennt sich Erweckung. Das geschieht mit dem Wort Gottes, unser tägliches Brot, denn Jesus hat gesagt: ein jeder Mensch lebt von dem Wort, welches aus dem Munde Gottes kommt. Danke für deine deutliche Darstellung, wie du und deine Mitschüler von einer Lehrkraft beeinflußt worden bist. Meinung bilden sich auch durch äußere Einflüsse. Schnapp dir ne Bibel und lese mal im Johannes Evangelium um stell hinterher fest wie gut das tut. Gottes Segen

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nein. Jeder weiss, dass es Gott gibt, ohne es wirklich zu glauben. Seine Existenz lässt sich nicht leugnen, auch wenn man die Augen davor verschließen kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Zwischenton
16.11.2013, 15:20

Absolut falsch. Kein Mensch weiß, dass es Gott gibt. Würden die Kirchen und Missionare aufhören, dies zu predigen, würde dieser Glaube an ein fiktives Wesen verschwinden wie der Nebel im Sonnenschein.

Es gibt absolut kein Beleg für das Wirken eines Gottes.

Oder hat Gott etwa letzte Wochen auf den Philippinen, einem Land, in dem das Christentum recht verbreitet ist, irgend etwas bewirkt???

2

Was möchtest Du wissen?