Glaube an Gott aber irgendwie nicht an alles was die Kirche sagt .. (Firmung)

48 Antworten

Jesus hat (laut Bibel) gesagt, daß die Apostel den Glauben verkünden und die Gläubigen leiten sollen und ihnen die Vollmacht gegeben, im Namen Gottes Sünden zu vergeben. Er hat ihnen den heiligen Geist gesandt, damit sie im Sinne Gottes entscheiden können.

Er hat

nicht

gesagt "schreibt ein Buch über mich und nehmt das als Grundlage des Glaubens". Grundlage des Glaubens sollte die lebendige, aus Menschen bestehende Kirche sein.

Die Bischöfe und Patriarchen sind (nach katholischer und orthodoxer Lehre) die Amtsnachfolger der Apostel, von diesen selbst gewählt, wobei der Pabst als nachfolger von Petrus der Leiter ist. Deshalb glauben Katholiken nicht wie die Protestanten, daß in Glaubensfragen "nur die Bibel" gilt, sondern im Gegenteil, letzlich nur die Lehre der Kirche. Natürlich kann auch die Kirche (da eben menschilch) zeitweise in die Irre gehen.

"Das mit Adam und Eva" ist keine vor-naturwissenschaftliche Geschichtseerklärung, sondern ein Mythos, der uns etwas über das Verhältnis von Gott und den Menschen lehren soll. Das sieht auch die Kirche so. Leute, die die Bibel wörtlich nehmen und als "Welterklärung" auffassen, wirst Du eher in den evangelischen Freikirchen finden.

Die Kirche muß die christliche Lehre vertreten. Was die christliche Lehre ist, kann sie nur aus der Bibel und aus ihren eigenen Traditionen erkennen, im Vertrauen darauf, daß Gott seine Kirche im großen und ganzen durch den heiligen Geist richtig geleitet hat. Sie muß zu diesen Werten stehen, auch wenn manches davon unbequem oder unmodern ist, wie das Verbot der Empfängnisverhütung. Das führt zwangläufig dazu, daß viele Menschen diese Gebote übertreten. Aber (und das ist eine der ganz großen Stärken der Kirche), die Kirche weiß schon lange, daß alle Menschen Sünder sind und erwartet gar nicht, daß man alle Gebote einhält. Gott will vergeben. Die Kirche hat dafür die Beichte, und kleine Sünden vergibt Gott auch so. Die von den Protestanten so sehr verachteten Ablaßbriefe (obwohl Luther selbst gar nicht gegen Ablaß war, sondern nur gegen die Verkaufpraxis eines bestimmten Bischofs) waren eigentlich eine zutiefst menschliche Einrichtung - das Gefühl für die Vergebung bezahlt zu haben, gab den Menschen Sicherheit. Jedenfalls kennt die Kirche viele Gebote. Du kannst die halten, die zu Dir passen - wenn Du der Typ dafür bist, kann das eine gute persönlcih Übung sein, die Dir viel gibt. Andere kannst Du nicht so streng oder gar nicht halten. Die Kirche und Gott verlangen von Dir keine religiöse "Vollkommenheit".

Du liegst da gar nicht so falsch, denn viele Dogmen sind Festlegungen von Menschen und nicht von Gott. Dein Glaube ist ausschlaggebend und auch bestimmend für dein Leben. Gott hat die Menschen und unsere Welt erschaffen, aber nicht die Kirche. Die ist eine Organisation, die von Menschen gemacht wurde und die sicherlich auch ihren Sinn hat. Ich will das auch in keiner Weise schmälern. Trotzdem bleiben auch Festlegungen und Bestimmungen der Kirche Mensschen- und nicht Gotteswerk! Denn wären die Lehren der Kirchen Gotteswerk, dann gäbe es nicht so viele unterschiedliche Kirchen und Religionsgemeinschaften.

@Matzko Du willst nicht schmälern ? Was dann ?

Doch JesusChristus hat die Kirche gegründet ,sie ist keine menschliche Erfindung .HAst du nicht bei Matthäus 16,13-19 ?:

13 Als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn? 14 Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. 15 Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? 16 Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes! 17 Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. 18 Ich aber sage dir:** Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.3 19 Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.**
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@Waldfrosch4

Ich kenne diesen Text, denn ich habe auch Theologie studiert. Ich weiß auch, dass die katholische Kirche in diesem Text die Einsetzung des ersten Papstes hinein deutet und demzufolge meint, der Papst sei von Jesus gewollt und sogar von ihm in sein Ant eingesetzt. Das ich jetzt nicht falsch verstanden werde: Ich habe nichgts gegen den Papst. Im Gegenteil: Ich habe eine große Hochachtung vor der Person des jetzigen Papstes Franziskus und mag ihn sehr. Gebe Gott, dass er endlich auch in der katholischen Kirche die Dinge in Ordnung bringt, die lange überfällig sind. Natürlich ist es möglich auch Bibeltexte so auszulegen, wie es mir in den Kram passt, vor allem wenn ich die Texte für eine Verbalinspiration halte. Auch wenn ich weiß, dass diese Zeugnisse der ersten Christen Darlegungen ihrer Erfahrungen und Weitergabe von Gehörtem und Erlebten sind, dann macht es keinen Abbruch an meinem Glauben an Jesus Christus.

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Setz dich am besten erst einmal gruendlich mit deinem Glauben auseinander und bereite dich trotz deiner Zweifel gewissenhalft auf deine Firmung vor! Die Gebote sind nicht von der katholischen oder irgendeiner anderen christlichen Kirche erfunden worden. Wenn du fuer die Firmung fleissig lernst und auch in der Bibel liest, wirst du besser verstehen koennen, dass Gott selbst uns Regeln und Gebote gegeben hat, die du aber statt als Zwang, eher als Wegweiser fuer ein glueckliches Leben sehen solltest! Gott liebt uns als seine Kinder und moechte uns sicher durch dieses Leben leiten. Du bist zwar nicht ganz mit deiner Kirche einverstanden, aber sicher willst du dich doch auch an Gottes Gebote halten.

Ich verstehe, dass du mit einigen Dingen der Kirche nicht einverstanden bist. Aber denkst du wirklich, dass die Gebote Gottes bei einer Konfirmation in der evangelischen Kirche nicht gelten? Die Gebote stehen in der Bibel, auf die sich beide Kirchen beziehen! Vielen sind sie zu streng, aber diejenigen, die sich daran halten, sind sehr gluecklich dabei.

Ich habe evangelische und katholische Verwandte, und keiner von ihnen ist wirklich mit seiner Kirche immer im Einklang. Jeder beklagt sich ueber irgendetwas. Aber das Evangelium selbst, die frohe Botschaft, ist fuer alle wichtig, und deshalb wuerden sie auch niemals ihre Kirche verlassen! Eine Verwandte, die es getan hat, ist nach wenigen Jahren wieder eingetreten.

Wenn du eines Tages unbedingt zu einer anderen Kirche wechseln willst, kannst du das natuerlich tun. Aber lern erst einmal in deiner Kirche so viel du kannst, um das Christentum wirklich kennen und schaetzen zu lernen. Dann wirst du vielleicht auch den Wunsch verspueren, alle Gebote bewusst zu befolgen.

Also alles was die Kirche sagt muß nicht stimmen,weil es sich um Überlieferungen handelt.Meine Frau Ramona ist katholisch und ich evangelisch.Vor kurzem habe ich Ramona gefragt:Glaubst du an Gott?Sie sagte:Es gibt nur einen Gott.Sie hatte leicht feuchte Augen dabei.Die Gründe müßen hier jetzt nicht aufgeführt werden.Das sagt mir:Das es nur einen Glauben gibt.Ein weiteres Ereignis was mir noch sehr gut in Erinnerung ist folgendes:Als meine Oma Mütterlicherseits verstorben ist(Sie war katholisch)sagte der Pfarrer:Die Andersgläubigen.Also evangelischen.Für mich stellt sich das wie folgt dar:Die katholischen Geistlichen sind verbohrt und halten sich an die Überlieferung:Die Zucht und Ordnung der Mutter.Zu deiner Frage:Du kannst die Firmung mitmachen und dann zum Evangelismuss wechseln. Gruß Ralf

Ich bin auch katholisch und froh darüber, aber das heißt noch lange nicht, dass ich alles gut finde, was die Kirche macht. Ich bin gefirmt und habe es nie bereut, weil ich einfach froh bin, einer Gemeinschaft anzugehören, mit der ich meinen Glauben leben kann und die mir auch ein bisschen Orientierung gibt. Das heißt aber nicht, dass ich alles gut und richtig finde, was die Kirche vorschreibt. Z.B. würde ich nie etwas gegen Homosexuelle sagen und generell ist die Sexualmoral der Kirche meiner Meinung nach veraltet.

Zu der Sache mit der Bibel: Du sollst auch nicht glauben, dass es Adam und Eva wirklich gab. Die Geschichten in der Bibel sind keine Ereignisse, die so passiert sind, es sind GESCHICHTEN, die uns etwas über unser Leben, Gott und die Menschheit beibringen. Das hat uns unsere Religionslehrerin mal erklärt, und seitdem fällt es mir viel leichter, mit der Bibel umzugehen. Die Geschichte mit Adam und Eva soll uns also nicht sagen, dass es mal einen Mann namens Adam und eine Frau namens Eva gab und Eva von der Schlange verführt wurde. Sie soll uns nur sagen und veranschaulichen, dass der Mensch von Anfang an gesündigt hat und kein Mensch ohne Sünde ist. Kein katholischer Theologe würde behaupten, dass es Adam und Eva wirklich genau so gegeben hat und die Geschichte genau so passiert ist. So ist das mit fast allen Geschichten in der Bibel. Du darfst sie nicht wörtlich nehmen, du sollst die Botschaft verstehen, die sie vermitteln will.

Also: Auch wenn du nicht alles gut findest was die Kirche sagt, kannst du dich firmen lassen. Ob dich die Dinge, denen du nicht zustimmst, so massiv stören dass du sagst, so einer Institution willst du nicht angehören und du wirst lieber evangelisch, musst du für dich selbst entscheiden. Wenn dein Gefühl dir sagt, es ist richtig, dann lass dich firmen. Das wichtigste dabei ist dein Glaube an Gott, den sollst du mit der Firmung festigen.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen und du triffst die richtige Entscheidung für dich!

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