Gläubiger würden auf Forderungen verzichten - Privatinsolvenz damit beendet?

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2 Antworten

Hallo,

die ganze Vorgeschichte ist für diese Sache gar nicht relevenant. Im Prinzip geht es Dir bzw. Deiner Mutter um den § 213 InsO - Einstellung mit Zustimmung der Gläubiger.

Hier habe ich dazu auch einen Artikel gefunden: http://www.insolvenz-news.de/insolvenz-insolvenzrecht-rechtsanwalt-anwalt-hamburg-fachbeitraege-insolvenz-fachanwalt-insolvenzrecht-insolvenzberatung-hamburg/schnelle-restschuldbefreiung-im-insolvenzverfahren-schuldenfrei-privatinsolvenz-verbraucherinsolvenz

Zu berücksichtigen ist, dass trotzdem die Verfahrenskosten zu begleichen sind. Die Insolvenz wird nicht abgebrochen oder aufgehoben, sondern beendet.

Sollte diese Lösung angestrebt werden, würde ich aber dazu raten, einen Fachanwalt für Insolvenzrecht hinzuzuziehen.

Viel Erfolg

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In der Tat, hier kommt eine Zustimmung alles Insolvenzgläubiger zur Einstellung gemäß § 213 InsO in Betracht. Allerdings muss der Schuldner diese Zustimmung sämtlich einholen und dem Insolvenzgericht vorlegen. Wenn er das tut und zusätzlich sichergestellt ist, dass die Verfahrenskosten gedeckt sind, dann muss das Verfahren eingestellt werden.

Aber Achtung! Die bloße Einstellung nach § 213 InsO ergbit NICHT automatisch die Restschuldbefreiung. D.h. der Schuldner muss selbst dafür sorgen - durch individuelle Vereinbarungen mit allen Gläubigern - dass diese auf ihre Forderungen verzichten, soweit sie nicht befriedigt werden. Von daher ist diese Vorgehen weniger sicher, dals der "normale" Weg. Ich hatte selbst einen solchen Fall vor einiger Zeit in meiner Praxis (ich bin selbst Insolvenzverwalter), in dem der Schuldner zuerst die Einstellung herbeigeführt hat und dann höchst überrascht war, dass plötzlich irgendwelche Gläubiger, die nicht auf ihre Forderungen verzichtet hatten, wieder vollstreckt haben. Das Ende vom Lied war, dass der Schuldner einen neuen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen musste....

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