Gläubiger ohne Mahnung. Inkasso eingeschaltet?

8 Antworten

Wenn Du seinerzeit bereits mit Deinem Gläubiger eine Ratenzahlung auf Abtrag einer Grundschuld vereinbartest, und diese Vereinbarung enthält eine Klausel kalendarisch genannter Fälligkeit der jeweiligen Raten ( z.B. Eingang der Raten jeweils bis spätestens 03. des jeweiligen Monats ), gerätst Du bei Nicht-Einhaltung der Zahlungsvereinbarung der Raten wegen Fälligkeitsüberschreitung automatisch in Zahlungsverzug .

Da der Gläubiger auf Deine Anfrage einer Stundung der vereinbarten Ratenzahlung nicht einging, bist Du spätestens nach Überschreitung des ersten kalendarisch genau definierten Zahlungssziels, jedoch spätestens 30 Tage nach Ablauf des ersten Monats geforderter Ratenzahlung in Verzug, wenn kalendarisch kein exakter Zahlungstag für die Raten vereinbart wurde.

Sobald Du rechtlich in Verzug bist, bedarf es dann keiner gesonderten Mahnung durch den Gläubiger mehr.

Hier Dein Problem noch mal aus Deiner eigenen Fragestellung zitiert :

ich habe ein raten auftrag vereinbart, später hab ich Ein einschreiben an mein Gläubiger geschickt antrag auf stundung weil ich unter existenzminimum lebe. Aber bekam keine antwort ganze zeit hab natürlich aufgehört mit meine ratenzahlung 

Die wichtigsten Punkte Deines Problems habe ich im Zitat für Dich nachträglich fett hervorgehoben.

Ist dies legetimiert?

Ich gehe mal davon aus, dass für die Raten ein konkreter kalendarisch eindeutiger Fälligkeitstermin vereinbart war (z.B. zahlbar monatlich zum 15.).

In dem Fall tritt der Verzug automatisch ein, ohne dass es einer Mahnung bedarf.

Ob die Inkassokosten erstattungspflichtig sind hängt davon ab,

  • wer der Gläubiger ist
  • wie hoch diese angesetzt wurden
  • ob der Gläubiger diese vorab ausgelegt hat

Diese Informationen fehlen allesamt.

Woher ich das weiß: Studium / Ausbildung

Niemand ist verpflichtet, Dir eine Mahnung zu schicken oder eine Rechnung zu stunden.

Du hast Ratenzahlung vereinbart und Dich nicht daran gehalten. Du hättest eine kleinere Rate anbieten können, aber einfach aufhören zu zahlen war der schlechteste Weg. In solchen Fällen geben Unternehmen ihre Forderungen oft sehr schnell an Inkassounternehmen ab und das dürfen sie auch; für viele Firmen ist das einfach billiger, als eine eigene Mahnabteilung zu beschäftigen.

Biete dem Inkassounternehmen eine kleine Rate an, 10 Euro würde schon reichen. Die meisten lassen sich darauf ein und die Sache geht nicht weiter vor Gericht

Niemand ist verpflichtet, Dir eine Mahnung zu schicken

So allgemein formuliert ist das nicht richtig. Hier in dem Fall dürfte es aber stimmen.

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@kevin1905

Auch ganz allgemein ist das richtig. Niemand ist verpflichtet, eine Mahnung zu schicken - es ist üblich, aber kein Muss.

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@dandy100

Bitte den § 286 BGB noch mal in Gänze lesen.

Die Mahnung ist beim B2C Geschäftsverkehr zumeist erforderlich um den Verzug auszulösen.

Ausnahme wäre u.a. die eindeutige kalendarische Besimmbarkeit der Fälligkeit oder die 30 Tage Regelung, sofern die Belehrung hierüber erfolgt ist.

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Höre endlich mal auf, dieses Märchen ständig zu verbreiten. Es gibt Ausnahmen, wann eine Mahnung wegbleiben kann. Hier mag eine Ausnahme sogar ersichtlich sein. Aber trotzdem kann und darf sie nicht automatisch jeder weglassen. So einfach ist das.

 In solchen Fällen geben Unternehmen ihre Forderungen oft sehr schnell an Inkassounternehmen ab und das dürfen sie auch; für viele Firmen ist das einfach billiger, als eine eigene Mahnabteilung zu beschäftigen.

Das ist als Begründung für Inkassokosten leider auch völliger Unsinn. Der BGH hat dem Anfang 2018 ein Riegel vorgeschoben. Wenn es nur um rein kaufmännische Leistungen geht, der Factoring-Gedanke im Vordergrund steht, dann muss der Schuldner exakt 0,00€ Inkassokosten bezahlen.

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Grüße

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