Gläubiger, die ihre Forderung nicht angemeldet haben

2 Antworten

Forderungen von Gläubigern, die nicht zur Tabelle angemeldet werden, unterliegen genau so der Restschuldbefreiung; diese Gläubiger nehmen nicht mehr am Verfahren teil und bekommen auch nix aus der Insolvenzmasse (falls denn was da wäre...)

Vollstreckungsbeschränkung ist § 89 InsO.- da steht drin, dass das Vollstreckungsverbot ALLE Forderungen betrifft.-0%-Quote heißt nix anderes, als dass die Gläubiger, die nicht angemeldet haben bei der Verteilung evtl. vorhandener Masse nicht berücksichtigt werden.-- Bei den Forderungen, die v. Schuldner in die Tabelle aufgenommen wurden, aber die Gläubiger diese nicht angemeldet haben, gilt nach Ablauf des Verfahrens auch die Restschuldbefreiung.-- Ein Gläubiger kann sich also nicht dadurch, dass er seine Forderung nicht im Inso-Verfahren anmeldet den Vorgaben und Regelungen der InsO entziehen.-Nicht angemeldete Forderungen gehen nach Erteilung der Restschuldbefreiung genauso unter, wie alle anderen VOR der Eröffnung bestehenden Forderungen.-Ein solcher angeblicher Gläubiger-Trick geht also nicht.-

Beginn der Wohlverhaltensphase?

Dem Schuldner ...... ist die Erteilung der Restschuldbefreiung angekündigt worden.

Heißt das die Wohlverhaltensphase hat begonnen?

...zur Frage

Insolvenz verkürzen, wenn nicht alle Gläubiger Forderungen anmelden

Es gibt keine Frist (zumindest finde ich keine), in der Gläubiger ihre Forderungen geltend machen müssen. Wenn also ein Gläubiger nicht auf die Anmeldungaufforderungen des Insoverwalters reagiert, kann er seine Forderungen auch noch nach Jahren - zumindest solange das Verfahren läuft - anmelden. Ist das soweit richtig?

Was nun, wenn man nach drei Jahren eine verkürzte Insolvenz beantragt, weil man ein Drittel der zur Tabelle angemeldeten Schulden plus Verfahrenskosten bezahlen kann? Kann man dann die Insolvenz nach drei Jahren beenden und der Gläubiger, der nicht angemeldet hat, schaut in die Röhre?

...zur Frage

Sollten im letzten Ergebnis immer noch nicht alle Gläubiger ihre Forderung angemeldet haben, habe ich dann Pech und bleibe auf den Schulden sitzen?

Ich befinde mich auf dem Weg in die Verbraucherinsolvenz. Das erste Prüfungsergebnis nach §175 InsO ist abgeschlossen. Leider haben noch nicht mal 15% der Gläubiger bei meinem Treuhänder ihre Forderungen geltend gemacht. Ich lege jetzt Wiederspruch ein, allerdings gibt es glaube ich maximal 3 Fristen. Was geschieht mit den Schulden, die von den Gläubigern nicht angemeldet wurden? Bleibe ich darauf sitzen oder haben die Gläubiger Pech, weil die ihre Forderungen an mich nicht angemeldet haben? Leider gibt mir mein Treuhänder keine ausreichende Auskunft darüber. Vielen Dank für die Hilfe im voraus

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?