Ginge es Europa ohne Union besser?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

In einer Welt, in der Entfernungen kaum noch eine Rolle  spielen und Informationen in Sekundenschnelle weltweit verbreitet werden können, wäre Kleinstaaterei nur von Nachteil. Es ist also gut und richtig, dass Europa zusammenwächst.

 Allerdings sollte eine Währungsunion am Ende eines solchen Prozesses stehen und nicht dann eingegangen werden, wenn die wirtschaftlichen Daten zwischen einzelnen Staaten noch so weit auseinanderklaffen wie das immer noch der Fall ist.

Ein gemeinsames Verteidigungssystem wäre weitaus wichtiger als das, was in Brüssel derzeit Abgeordnete und Kommisare beschäftigt. Vieles davon bedarf entweder keiner Regelung, oder wäre von den einzelnen Staaten in Eigenregie besser zu regeln.

Grundsätzlich ist aber die Idee eines vereinten Europa richtig und gut.

Grundsätzlich ist aber die Idee eines vereinten Europa richtig und gut.

Dem widerspreche ich nicht. Ich sage nur, dass es noch Vieles gibt, das besser gemacht werden kann.

Im Grunde sind wir also einer Meinung.

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Ja, der €URO kam zu früh und hektisch. Aber das jetzt rückgängig machen, wäre die größere Pleite.

Mal abgesehen von der Verteidigung, wäre ein gemeinsames Finamnz- und Wirtschaftsministerium dringender

EU ist ja kein Monsterstaat, der zentral alles manangt, aber ein Konstrukt wie in Deutschland mit Bund und Ländern wäre sicher sinnvoll. Hier gibt Bayern auch seine Eigenständigkeit nicht auf, aber nutzt auch gemensame Vorteile .. und trägt (ungern) gemeinsame Lasten.

Innerhalb Eiropas würde ich sogar die Teilhemer noch weiter aufsplittern, z.B. Spanien, Katalonien, Schottland, Bayern, Südtirol, Elsaß usw. die ihre spezielle Kultur unter dem gemeinsamen Hut pflegen.

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Den Logikspagat zwischen globalisierter Welt und der Kontinentalrepublik musst du näher erläutern. 

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@Deponentiavogel

Europa ist auf dem Globus ein kleines Fleckchen, aber Europa als Union der Kleckergrüppchen kann global mehr mitmischen, als jeder Einzelne.

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die Vorteile der EU sind mir bekannt,

So? Warum dann die Frage?

allerdings haben sie die in meinen Augen großen Nachteile

Wie können Vorteile Nachteile haben? Entweder handelt es sich um Vorteile oder um Nachteile!

dass einzelne Staaten massiv sowohl ihrer Entscheidungsfreiheit

Die EU ist ein lockerer Staatenbund. Die "Entscheidungsfreiheit" der EU-Staaten ist keineswegs "massiv" beschränkt! Alle Staaten bestimmen über "EU-Gesetze" mit, die Staaten haben im Gesetzgebungsprozess sogar die entscheidende Stimme. Kaum ein EU-Gesetz kann ohne die Zustimmung der einzelnen Staaten beschlossen werden. Die Umsetzung der EU-Gesetze in den einzelnen Staaten ist in vielen Fällen keineswegs garantiert, wenn z. B. Verfassungsgebote oder Strukturprobleme dagegenstehen.

Es gilt noch etwas zu bedenken: im Zeitalter globaler Abhängigkeiten ist die "Entscheidungsfreiheit" einzelner kleiner Staaten ohnehin sehr eingeschränkt. Diese Staaten müssen sich anpassen, Zugeständnisse machen, auf Teile ihrer Entscheidungsfreiheit verzichten, um zu vorteilhaften Vereinbarungen mit Partnern zu kommen. Anders formuliert: die Staaten haben die Entscheidungsfreiheit, einen Konsens auszuhandeln und ihm entweder zuzustimmen oder ihn abzulehnen.

als auch ihrer Unabhängigkeit beraubt werden, da viele Direktiven aus Brüssel ja bindend sind,

Meine Ausführungen zeigen, dass die Staaten keineswegs "ihrer Unabhängigkeit beraubt werden"! Die EU ist eine Staatengemeinschaft. Wer in einer Gemeinschaft leben will, der muss zu einem Geben und Nehmen bereit sein und lernen, Rücksicht zu üben. Die "Direktiven aus Brüssel" sind das Ergebnis von gemeinschaftlichen Verhandlungen und gemeinschaftlichen Beschlüssen.

wenn man Mitglied bleiben möchte

Das ist doch selbstverständlich: wer sich in einer Gemeinschaft nicht solidarisch verhält und/oder die Regeln dieser Gemeinschaft glaubt, mit Füßen treten zu können, der ist nicht erwünscht! Das kann wohl jeder Mensch auch privat nachvollziehen.

und eine gemeinsame Währung, von der wie wir am Beispiel Griechenland gesehen haben auch eine Gefahr ausgehen KANN.

Der Euro lässt die Länder dieser Währungsgemeinschaft näher zusammenrücken. Die gemeinsame Währung erleichtert die zwischenstaatlichen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen ebenso wie das Leben der Menschen. Die "Gefahr" geht nicht von der Währung aus, sondern von politischen Defiziten und Misswirtschaft. Aber man glaube doch nicht, dass man Griechenland nicht geholfen hätte, einen Staatsbankrott zu verhindern, wenn es diese Währungsunion nicht gegeben hätte! In einer Gemeinschaft sollte gegenseitige solidarische Hilfe eigentlich selbstverständlich sein, und es ist bedauerlich, dass sich diese Mentalität trotz 2000 Jahren christlicher Tradition in Europa immer noch nicht durchgesetzt hat - oder zur Schande der europäischen Völker wieder verkümmert!

Ich weiß nicht, ob offene Grenzen etc diesen hohen Preis wert sind.

Zumindest die Deutschen verdienen durch ihre Wirtschaftskraft einen "hohen Preis", den die europäischen Völker zahlen. Welchen "Preis" die Briten für ihren Weg nationaler Abschottung zahlen, den sie ohne Not beschritten haben, wird man noch sehen.

Sicher ist nationenübergreifende enge Zusammenarbeit gut und sinnvoll,

Eben. Und sie kann nur funktionieren, wenn es eine Bereitschaft zum Geben und Nehmen, zum Bekommen und Verzichten gibt!

aber nationale Selbstbestimmung ist genauso wichtig.

Sie ist nicht abgeschafft und findet im Rahmen der von allen Ländern gegenüber der EU-Gemeinschaft freiwillig (!) eingegangenen Verpflichtungen statt!

Fazit: Die Vorteile der EU überwiegen die Nachteile bei Weitem!

MfG

Arnold

Die EU ist ein lockerer Staatenbund. […] Alle Staaten bestimmen über "EU-Gesetze" mit[.]

Wenn die EU ein lockerer Staatenbund wäre, würden die Einzelstaaten nicht nur mitbestimmen, sondern bestimmen. Das Wort ›Mitbestimmung‹ deutet aber bereits an, dass den Staaten damit ihre nationale Selbstbestimmung genommen wird. 

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@Deponentiavogel

Nein. Am Gesetzgebungsprozess der EU sind alle Staaten beteiligt, und zwar über den Rat der Europäischen Union, gebildet aus den Vertretern der demokratisch gewählten Regierungen jedes Staates, und über das von den Völkern demokratisch gewählte EU-Parlament. Ein Staat bestimmt daher nicht alleine, sondern nur mit den anderen Staaten zusammen. Insofern handelt es sich um "Mitbestimmung"!

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Die Nachteile überwiegen, vor allem die Bankenrettung  und der Euro, der wenn es weitergeht die EU zu einer echten Transfersunion machen wird, da die ärmeren Länder keine Chance haben, er ist zu stark. Bin aber froh dass wir im Osten Verbündete haben gegen die Verschwendungspolitik. Habe lange davor gelebt, und konnte überall problemloser reisen als jetzt.


Wem der Überblick fehlt und wer nicht Mathematik beherrscht, der muss so denken, wie du.Es ist zwar cool, wenn man meint, cleverer zu sein, als die Wirtschaftspolitiker, zeugt aber mehr von Einbildung als Bildung.

Ganz so blöd sind die Macher da oben auch nicht. Die wissen schon was sie tun und sicherlich mehr, als du. Das ERGEBNIS zählt! Da hat gerade Deutschland üppig zugelegt -- trotz Krisen, Griechenland, Bankenspenden, Transfer, Flüchtlinge ...

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Was findet ihr zu teuer?

Moin,

denkt mal an euren Alltag, gibt es da etwas was ihr zu teuer findet. Meiner Meinung nach sind viele Internetverträge (DSL sowie Handyverträge) zu teuer, da es in der heutigen digitalen Zeit normalerweise günstiger sein sollte, da es wie ein Grundbedürfnis ist, Internet zu ,,besitzen‘‘ .

Viele Grüße

aus Hamburg

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Was haltet ihr von dieser Idee?

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