Gilt zuhause geleisteter Bereitschaftsdienst ("Pikettdienst") in der Schweiz als Arbeitszeit?

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2 Antworten

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"Wird der Pikettdienst im Betrieb geleistet, so stellt die gesamte zur Verfügung gestellte Zeit Arbeitszeit dar (Art. 15 ArGV 1). Wird der Pikettdienst ausserhalb des Betriebes geleistet, so ist die Zeit so weit an die Arbeitszeit anzurechnen, als der Arbeitnehmende tatsächlich zur Arbeit herangezogen wird. Dabei ist gemäss Wegleitung des Staatssekretariates für Wirtschaft nicht allein massgeblich, ob der Arbeitnehmende sich zu Hause oder im Betrieb für einen möglichen Einsatz zur Verfügung hält. Hat etwa eine Operationsschwester innert 20-30 Minuten nach Eingang des Alarms im Spital zu sein, verbunden mit einem Alkohol- und Ausgehverbot, so sei die Operationsschwester auch zu Hause in Arbeitsbereitschaft, weshalb die Zeit zu Hause als Arbeitszeit anzurechnen sei (Kommentierung Seco zu Art. 15 ArGV 1). Der Pikettdienst darf vom Arbeitgeber auch nicht dazu benutzt werden, die Schwankungen des Arbeitsanfalls auszugleichen oder einen 24-Stunden-Betrieb zu garantieren, ohne neues Personal für die Nachtarbeit oder für eine dritte Schicht anstellen zu müssen."

NZZ: http://www.nzz.ch/hintergrund/dossiers/arbeitsrecht/arbeitszeitteilzeitmodelle/article842ig1.388049.html

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