Gilt es im Islam als Sünde wenn man das Deutsche Grundgesetz bricht?

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Wa alaikum salam,

Wenn wir in diesem Land leben, müssen wir uns auch an die Regeln halten. Ein Staat ist im Grunde ein Gesellschaftsvertrag, zu dem sich alle Bürger verpflichten. Im Koran steht: „Und haltet die Verträge. Siehe, für Verträge werdet ihr zur Rechenschaft gezogen.“ (Sure Isrâ, [17:34]).

Natürlich sind die Gesetze Allahs viel wichtiger, an diese müssen wir uns, egal was ist halten.
Daher ist es normalerweise einem Muslim auch nicht gestattet, in einem Staat zu leben, in dem er seine Religion nicht frei ausleben darf (also im Darul Harb).

Aber wenn ich jetzt Deutschland als Beispiel nehme: Deutschland ist kein Islamischer Staat, es gelten andere Gesetze, es sind Sachen erlaubt, die im Islam verboten sind, es sind Sachen verboten, die im Islam erlaubt sind. Aber ich kenne keinen Fall, wo ich nicht beides gleichzeitig befolgen kann.
Daher darf ich als Muslim auch in Deutschland leben und muss sowohl den Islam, als auch die dt. Gesetze einhalten. Wenn dies nicht der Fall wäre, hätte ich hier in Deutschland nichts zu suchen.

Sogar mit Beweis :D Barakallahu feek 

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Also, ich haben in Sure 17,34 nachgesehen. Das steht da nicht. Nicht mal Näherungsweise. Weder in der Übersetzung von Paret, Rassoul oder der Al-Azhar.

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Da steht logischerweise auch nur das zitierte...

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@ItsJustMe38

Erzähl doch keinen Unsinn. In diesem Ayat geht es darum, dass man gegenüber Waisen, für die man Verantwortung übernommen hat, seinen Verpflichtungen nachkommen soll. Und nicht um Muslime, die in einem nichtmuslimischen Land leben.

Ihr Muslime sagt doch sonst bei jeder Gelegenheit, man müsse den Kontext beachten. Warum ist der Kontext hier auf einmal völlig egal?

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Da möchte ich mich mal bedanken, von einem Muslim eine solche Antwort zu lesen, die ich gut finde!

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@Luggels ließ dir das mal anständig durch, es geht allgemein um Verträge und Abmachungen, ansonsten kann ich dir viele weitere Quellen darüber gehen, das ein Muslim sich an Verträge zu halten Ht

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Soweit ich weiß, gelten für Muslime die Gesetze Allahs, und nicht die Gesetze irgendeines Staates.

Allerdings spricht nichts dagegen, sich an die Gesetze des Staates zu halten, in dem man lebt... ( und sei es nur zur Vermeidung von rechtlichen Konsequenzen )... sofern sie nicht den Gesetzen Allahs widersprechen...

 ich glaube gelesen zu haben, dass es im Islam sogar so gewünscht ist...

...und wenn das so ist, dann könnte es durchaus als "Sünde" gewertet werden, Staatsgesetze zu brechen, die nicht Allahs Gesetzen widersprechen


Um beim obigen Beispiel zu bleiben:

Allah hat nirgends geboten, Auto mit  Führerschein zu fahren....

oder als weiteres Beispiel:

Allah hat nirgendwo geboten, dass man in der Stadt maximal 50 km/h schnell fahren darf...

Also fahr so schnell, wie Du willst... und das auch ohne Führerschein....


Das ist ironisch/humorvoll gemeint !!!!

Tu es natürlich NICHT !!!!!!

 ich glaube gelesen zu haben, dass es im Islam sogar so gewünscht ist...

...und wenn das so ist, dann könnte es durchaus als "Sünde" gewertet werden, Staatsgesetze zu brechen, die nicht Allahs Gesetzen widersprechen

Und genau die Vögel die das meinen, wandern zuerst in den Knast und werden dann des Landes verwiesen....nur ZU!

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@youarewelcome

ich meinte, dass es im Islam für Muslime sogar so gewünscht ist, sich an Staatsgesetze zu halten, solange sie Allahs Gesetzen nicht widersprechen.....

Andere Frage ist, ob westliche Staaten sich damit arrangieren können/wollen/dürfen... dass es muslimische und christliche Gruppen gibt.. ( evtl. noch weitere...), die klar sagen:

"Staatsgesetze ja !... aber NUR dann, wenn sie in meine Religion passen...."

Ich bin sicher etwas "neben der Kapp"... aber meines Empfindens nach hat bereits Jesus eine Trennung von Staat und Religion verdeutlicht.... durch:

"Gebt des Kaisers, was des Kaisers ist... und gebt Gott, was Gottes ist..."

Dass es dabei zu Überschneidungen kommen kann... mag durchaus sein... und bleibt dem Gewissen jedes Einzelnen überlassen... ggf. mit der Konsequenz "einzufahren"

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Laut Koran und Sunna ist ein Moslem verpflichtet (!) die weltlichen Gesetze zu achten, so lange sie ihn nicht zwingen, ein religiöses Gesetz zu brechen. Das gilt auch (!) wenn der oder die Betroffene in einem nicht-muslimischen Land lebt. Wenn das deutsche  Gesetz etwas verbietet, was der Koran eigentlich erlaubt, dann ist es dem gläubigen Moslem ebenfalls verboten - und zwar auch aus religiöser Sicht. Wenn ein deutscher Moslem ein Gesetz bricht, dann ist das eine Sünde an sich.

Islam bedeutet Unterwerfung - auch Unterwerfung unter die weltlichen Gesetzte (nicht nur das Grundgesetz, sondern alle - auch Zivilrecht, Strafrecht, Verkehrsgesetze u. v. m.).



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