Gilt die Kappungsgrenze für Mieterhöhungen ( "15 oder 20 Prozent in 3 Jahren") auch generell bei Mieterwechsel weiter?

2 Antworten

Nein , bei Neuvermietung ist er dann nicht mehr an die gebunden sofern es kein Mietwucher ist.


Aber wenn Mieter B von Mieter A dessen (weit unterdurchschnittliche) Vorgängermiete erfährt bei Nachfrage, was ja nicht verboten ist, kann er dann daraus ( aus der Vorgängermiete) irgendwelche Mietgrenzen / Mietkürzungen ableiten ??????

Selbst wenn 2 Wohnungen zur gleichen Zeit frei sind, kann der Vermieter unterschiedliche Mieten nehmen.

Jeder Vertrag ist separat.


Bei Mieterwechsel gilt, insofern im Land und der Stadt beschlossen, die Mietpreisbremse. Die Kappungsgrenze gilt für Mieter während ihres Mietverhältnisses.

Die Mietpreisbremse besagt, dass die Miete des neuen Mieters max. 10% über der örtlichen Vergleichsmiete liegen darf. So kommt u. U. für den neuen Mieter gegenüber dem bisherigen mit unterdurchschnittlicher Miete eine Steigerung weit über dessn Miete heraus. Das können 30, 40 oder mehr Prozent sein.

Sorry, würde gerne die richtige Antwort auszeichnen. Aber ich kenne sie ja nicht. Außerdem gehen diese Antwort und die Antwort direkt drunter in unterschiedliche Richtungen. Dennoch Danke für die ganze Mühe!!!

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@StaatsTV

Du kannst das gerne googlen. Gib einmal "Mietpreisbremse" und andermal "Kappungsgrenze" ein. Da erkennst du den Unterschied und was  für dich zutrifft.

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Wie ist das mit der Zustimmung zu einer Mieterhöhung nach § 585 BGB (Anpassung an Vergleichsmiete)?

Die Situation ist folgende:

Mein Vermieter (Genossenschaft) will, dass alle Mieter eine Zusatzvereinbarung zum Mietvertrag unterzeichnen, in der sie sich verpflichten, die Schönheitsreparaturen selbst durchzuführen - die bisherige Klausel wurde nämlich vom BGH für ungültig erklärt. Alle die, die diese Vereinbarung nicht unterschreiben wollen, sollen eine Mieterhöhung auf Basis der ortsüblichen Vergleichsmiete bekommen.

Ich glaube, dass der Vermieter die Miete eigentlich nicht erhöhen will, da es eh keine gute Wohngegend ist und auch teilweise Leerstand herrscht, was sich aber schon etwas geändert hat (also weniger Leerstand). Ich weiß, dass viele Mieter die Vereinbarung noch nicht unterschrieben haben, bin mir aber nicht sicher, ob der Vermieter nur blufft, oder die Mieterhöhung wirklich durchziehen würde.

Meine Frage: soll/kann ich solange warten, bis er mir die Mieterhöhung schickt, um abzuwarten, ob das nur eine leere Drohung war, und erst dann sagen, o.k. ich unterschreibe die Vereinbarung doch, oder ist es, wenn er einmal die Mieterhöhung festgesetzt hat, zu spät für mich. Soweit ich weiß, muss man dieser Mieterhöhung irgendwie zustimmen, kann diese Zustimmung aber nicht verweigern - aber wie sieht das mit der Zustimmung genau aus, gibts da einen Frist?

Danke.

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Wie Mieter nach 40 Jahren loswerden?

Mein Vater hat ein Haus in einer deutschen Großstadt, welches er selbst mal geerbt hat. Er hat dort nie drin gewohnt, er selbst wohnt in seinem "Familienhaus" auf einem kleinen Dorf. Nun möchte er gern das Haus in der Großstadt verkaufen, weil er einfach zu alt und mittlerweile auch zu krank ist und sich darum nicht mehr kümmern kann und möchte. Nun ist das Haus aber vermietet und zwar seit über 50 Jahren an dieselben Mieter und diese wohnen dort auch schon seit 50 Jahren zu fast dem gleichen Preis dort drin. Mein Vater war da immer sehr großzügig und hat die Miete nie erhöht, nur einmal ein bisschen mit der Euroumstellung. Gleichwohl kommt die Miete bei weitem nicht an die ortsübliche Vergleichsmiete heran. Die Verwertungskündigung wurde schon ausgesprochen, aber dieser haben die Mieter natürlich widersprochen.Für diesen Preis finden sie in dieser Stadt natürlich keine vergleichbare Wohnung mehr. Das Problem ist aber, mit den Mietern ist das Objekt nicht bzw. seeehr schwer (und dann nur mit Abstrichen im KP) zu verkaufen. Klar, wer kauft schon eine vermietete Immobilie, bei der man eine fast 2-jährige Kündigungsfrist hat (wurde damals vertraglich so vereinbart). Natürlich kann er nun klagen, aber eigentlich möchte er das nicht, weil er nicht einsieht, sich vor Gericht "nackig" zu machen. Er hat nur eine kleine Rente und ist nun eben auch noch krank geworden (Krebs). Er will das Haus u. a. auch verkaufen, um uns Kinder finanziell zu unterstützen und einen erbrechtlichen Hintergrund hat das Ganze auch noch. Aber das alles hat doch die Mieter nicht zu interessieren. Das ist SEIN EIGENTUM und damit kann er doch wohl machen, was er möchte. Die Mieter sind doch schon dahingehend geschützt, dass sie eine fast 2-jährige Kündigungsfrist haben, da haben sie doch genug Zeit, sich etwas neues zu suchen. Die können doch echt froh sein, dass mein Vater immer so sozial war und nie die Miete erhöht hat. Die haben so gut dort gelebt und jetzt fällt diese Gutmütigkeit einem auf die Füße? Das kann es doch wirklich nicht sein... Gibt es noch andere Möglichkeiten, die Mieter legal loszuwerden? Das erste, was wir nun gemacht haben, war natürlich gleich die Mieterhöhung, aber die ist ja auch nur begrenzt möglich und bis die mal auf Vergleichsmiete-Level angehoben ist, vergehen noch ein paar Jahre...

Sorry für die ellenlange Ausführung, aber ich musste mir das auch mal von der Seele schreiben. Dieses Mietrecht in Deutschland ist doch echt zum ***...

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Kann eine Mieterhöhung nur für einige Mietparteien gemacht werden nicht fürs ganze Haus?

Mein Vermieter (Genossenschaft) wollte, dass alle Mieter eine Zusatzvereinbarung zum Mietvertrag unterzeichnen, in der sie sich verpflichten, die Schönheitsreparaturen selbst durchzuführen - die bisherige Klausel wurde nämlich vom BGH für ungültig erklärt. Alle die, die diese Vereinbarung nicht unterschreiben wollen, sollen eine Mieterhöhung auf Basis der ortsüblichen Vergleichsmiete bekommen.

Meine Frage: kann ein Vermieter überhaupt so selektive Mieterhöhungen durchführen, oder muss er wenn - dann für das ganze Haus (also für alle Mietparteien) die Miete erhöhen?

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Klage auf Zustimmung zur Mieterhöhung - achten die Amtsgerichte auf die Legitimität der Spanneneinordnung?

Hi, liebe Community!

Ich habe vorigen Monat ein Mieterhöhungsschreiben meines Vermieters erhalten. Dieses ist formal korrekt - ich habe diesem also in Teilen zugestimmt. Die Miete wurde bis zur in Berlin genehmigten Kappungsgrenze i.H.v. 15% angehoben. Damit bin ich fast genau im Mittelfeld der ortsüblichen Vergleichsmiete. Jedoch wurden keinerlei Spanneneinordnungen vorgenommen....

Mein Bad ist 2m² groß, mein Boiler fasst 30l und meine Wohnung liegt in einem stark vernachlässigten Gebiet in einfacher Wohnlage (Illegale Mülldeponie in der Querstraße, Junkie-Treffpunkt im Park gegenüber etc.).

Dies habe ich dem Vermieter geschrieben, worauf ein Zweizeiler als Antwort kam: "Unsere Erfahrung zeigt ganz klar, dass sämtliche von Ihnen genannten Merkmale zur Spanneneinordnung von den zuständigen Amtsgerichten in ihrer Urteilsfindung nicht beachtet werden und lediglich der fettgeschriebene Mittelwert der ortsüblichen Vergleichsmiete herangezogen wird."

Ist das einschüchterung? Pure Arroganz? Oder einfach nur die freche Antwort von jemandem, der es wirklich besser weiß?

Wisst ihr, wo ich entsprechende Urteile anschauen kann? Sind diese öffentlich?

Vielen Dank Euch! :)

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