Gilt die islamische Ehe auch für Christen?

18 Antworten

Ich weiß nicht, ob ich die Frage so richtig verstehe, aber ich versuche mal, sie zu beantworten:

Ein Mitglied der katholischen Kirche kann - aus Sicht der katholischen Kirche - nur katholisch heiraten. Heiratet er/sie nur standesamtlich und/oder im Rahmen eines rein protestantischen Gottesdienstes und/oder nach irgendeinem anderen Ritual, lebt er/sie aus katholischer Sicht weiterhin "in Sünde" mit der Partnerin/dem Partner zusammen.

Anders sieht es aus, wenn BEIDE Partner keine Katholiken sind: Soweit ich weiß, erkennt die katholische Kirche in diesem Fall die Ehe an. Das klingt erstmal "freundlich", kann aber zu Problemen führen, wenn einer der Partner später zum katholischen Glauben konvertiert und nochmal heiraten, in einen Orden eintreten oder Priester werden möchte.

Wie es bei den Protestanten aussieht, weiß ich nicht. Da die Protestanten die Ehe allerdings nicht als Sakrament ansehen (zumindest die Lutheraner...), kann ich mir auch vorstellen, dass es da keine genaueren Regeln zu gibt.

Nein, Christen richten sich nicht nach islamischen Werten.

Ein Mann darf seine Ehefrau nicht verprügeln oder "leicht", "sanft" und "zärtlich" Schlagen wie einige Muslime es nennen, wenn ein Mann seiner Frau mit der Faust ins Gesicht schlägt.

Was aber wichtiger ist, ist, die Symbolik der Ehe, welche nämlich für die Beziehung zwischen Gott und den Menschen darstellt und nicht geschieden werden darf, außer im Falle der Untreue oder wenn man verlassen wird und der Partner vom Glauben fällt. Doch viele gehen auch an dieser Stelle davon aus, dass mit Untreue kein einmaliges Ereignis gemeint ist, sondern eben eine andauernde Untreue.

Und wir kratzen hier an der Oberfläche, da der Islam auch sowas wie Mutha-Marriage (Ehe auf Zeit) oder Halala-Marriage (das Verheiraten auf Kurzzeit einer Frau mit einem anderen Mann/Imam, damit ihr Ehemann sie zurück nehmen kann, nach dem er 3 Mal sagte er trennt sich) in den Raum stellt.

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Oh da hast du was gewaltig falsch verstanden. Im Islam kommt der Mann sogar in die Hölle wenn er die Frau nur ein Haar krümmt. Diese Frauenunterdrückungen die in den Asiatischen bis orientalischen Ländern häufiger vorkommen haben NICHTS mit der Religion zutun sonder der Tradition die total bescheuert ist !

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@sabulou

ja...das haben mir "gläubige und praktizierende Muslime" so ähnlich erklärt:

"kein Muslim darf irgendeinem anderen Menschen auch nur ein Haar krümmen..."

Erweitert wurde erwähnt:

"...außer die 'Sharia ( Allahs Gesetz) verlangt es.."

Dabei ging es im Wesentlichen darum...dass ein Muslim NICHTS tun darf, was Allah nicht haben will...

[ keine eigene Entscheidung--sondern Ausrichtung an Allahs Wort ( oder was dafür gehalten wird)...]

....JEDOCH: "tun MUSS, was Allah will/vorgeschrieben hat"

Da scheiden sich wohl die "islamischen Geister...bzw. "Gelehrten"..."

btw.:

Da erklärte mir ein streng sunnitischer Muslim..der auf meine Frage:

"Warum bist du eigentlich ständig im Schwimmbad, beim Sport, in der Döner-Bude....aber deine Frau sieht man nie...?..."

so antwortete::

"Allah erlaubt es mir, aber meiner Frau nicht..."

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@Jogi57L

Ach dieser Sunniten haben auch ne Schraube locker

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Nein, wenn die Ehe nicht islamisch geschlossen wurde, gilt auch kein islamisches Gesetz. Es ist ja auch eine religiöse Trauung, wenn die nicht vollzogen wurde, ist man nicht verheiratet.

Wieweit die standesamtliche Trauung da anerkannt wird, weiss ich nicht. Ich meine, bei einer weiteren Trauung... dann vielleicht islamisch mit einer Muslimin. Aber da im Islam die Vielehe erlaubt ist, müsste das sowieso möglich sein.

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Es gibt kein islamisches Gesetz.

Als Heirat zählt nur Standesamt mit allen Rechten und Pflichten.

Kirchlich ist ein reiner Handschlag ohne Wirkung.

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@2AlexH2

So kann man das nicht sehen, ...

Eine kirchliche Trauung ist in einem kirchlichen Rechtssystem durchaus wirksam. siehe zweite Heirat bei Katholiken. Natürlich hat das vor dem staatlichen Gesetz keine Geltung. Aber da kommt es auf die Situation an, aus der man schaut.

Genauso in der islamische Religion, hier in Deutschland.

In islamischen Ländern hat die religiöse islamische Trauung durchaus eine gesetzliche Wirkung.

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