Gilt die 3-jährige Verjährungsfrist nur für Pflichtteile oder auch für die im Erbschein stehenden Erben?

4 Antworten

Es ist eigentlich keine reale Konstellation vorstellbar, in der die  Verjährung nach Ablauf des dritten Kalenderjahres nach dem Todesfall eintritt.

Die Frist beginnt mit der Kenntnis über den Erbanspruch. Erfährt der betreffende nicht davon, gilt eine dreißigjährige Verjährungsfrist ($199 BGB)

Der Nachlass fällt den Erben mit den Erbfall automatisch zu. Es handelt sich hierbei um keine Forderung, sondern um eine Rechtsnachfolge die eintritt, ohne das es einer Handlung bedarf. Ein Erbe nach deutschen Recht verjährt daher als solches grundsätzlich nicht.

Verjähren können Forderungen gegen Jemanden, der sich dann auf die Einrede der Verjährung berufen kann (aber nicht muß). Pflichtteile sind ganz anderes als ein Erbe keine Rechtsnachfolge, sondern eine Geldforderung gegen den Erben und unterliegt daher der Verjährung. Die Forderung verschwindet aber durch die Verjährung nicht, sondern kann nur nicht mehr durchgesetzt werden. 

Aus einen Erbe können sich natürlich Forderungen gegen Dritte ergeben, die dann je nach Art der Forderung unterschiedlichen Verjährungsfristen unterliegen können. Die Forderungen können dabei auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten entstehen.

So verjährt z.B. der Anspruch auf Herausgabe gegen den Erbschaftsbesitzer nach 30 Jahren.


Das Recht Erbe oder Miterbe zu sein verjährt nicht! Gegen diesen Jahrhundert alten Rechtsgrundsatz wird´s kein Argument geben. Ein Erbschein erhält aus diesem Grunde keine Rechtskraft, denn es gibt keine weltliche Institution, die für alle Zeit feststellen kann, dass es keine weiteren Miterben oder Verfügungen von Todes wegen des Erblassers gibt.

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