Gilt der alte Arbeitsvertrag nach einer Kündigung wenn man zurück geht?

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5 Antworten

Ich verstehe nicht, welche Rolle hier der alte Arbeitsvertrag spielen soll. Wurde dort denn eine andere Kuendigungsfrist als die gesetzliche vereinbart? Dann koennte man moeglicherweise darueber streiten, ob die Wiedereinstellung zu den vorherigen Bedingungen erfolgte oder nicht. Dafuer gibt deine Frage aber bislang nix her.

Hier geht es doch anscheinend nur darum, ob die am 28.2. verschickte Kuendigung wirksam ist bzw. zu welchem Termin. Um zum 31.3. wirksam werden zu koennen, haette sie - sofern die gesetzliche Kuendigungsfrist gilt - spaetestens am 3.3. zugestellt werden muessen. Wurde sie aber nicht. Somit ist die Kuendigung erst einmal nicht zugegangemn und somit auch nicht wirksam.

An dieser Stelle wird's dann aber spannend. Der Arbeitgeber ist aufgrund seiner Teilnahme am regelmaessigen Geschaeftsverkehr naemlich dazu verpflichtet, dafuer zu sorgen, dass ihn Geschaeftskorrespondenz auch erreicht. Er haette die Annahme des Einschreibens also nicht verweigern duerfen bzw. er haette es - wenn es nicht zugestellt werden konnte - auf der Post abholen muessen. Holt er es nicht ab, spricht man von einer sog. "Zugangsvereitelung" sowie von der sog. "Zugangsfiktion". In dem Fall ist er so zu stellen als sei ihm das Schreiben tatsaechlich zugegangen.

Hier wurde das Einschreiben aber nicht abgeholt. Die Frage ist jetzt allerdings, an welchem Tag der erfolglose Zustellversuch erfolgte bzw. die Benachrichtigung in den Briefkasten des Arbeitgebers eingeworfen wurde. Welcher Tag war der erste, an dem er das Schreiben haette abholen koennen? Zwar war er grundsaetzlich zur Abholung verpflichtet, allerdings musste er hierfuer nicht alles stehen und liegen lassen und sofort zur Post rennen. Eine zumutbare Reaktionsfrist ist ihm jedenfalls zuzubilligen.

Wenn du das Schreiben am 28.2. abgeschickt hast, konnte der Zustellversuch fruehestens am 29.2. erfolgen, vermutlich aber erst am Donnerstag, d. 1. Maerz. Abgeholt werden kann ein Einschreiben aber i.d.R. fruehestens am auf den Tag des erfolglosen Zustellversuch folgenden Werktag. Erfolgte der Zustellversuch am 1. Maerz, waere die abholung zwar am Freitag, d. 2. Maerz, moeglich gewesen, es ist aber fraglich, ob der Arbeitgeber wirklich bereits am 2. Maerz zur Abholung verpflichtet gewesen ist oder ob er sich nicht doch noch einen oder 2 Tage mehr Zeit haette nehmen duerfen. Normalerweise wird man ihm wohl 2 bis 3 Tage Reaktionszeit zubilligen muessen und hier nicht den 2.3. als fiktiven Zugangstermin annehmen duerfen. Billigt man ihm aber mindestens 2 Tage Reaktionszeit zu, waere der fiktive Zugangstermin auf den 5.3. zu setzen und der Zugang waere somit fuer ein Wirksamwerden der Kuendigung zum 31.3. zu spaet.

Erfolgte der Zustellversuch gar erst am 2. Maerz, waere der Arbeitgeber gar nicht mehr in der Lage gewesen, das Schreiben vor dem 5.3. abzuholen. Dann waere der fiktive Zugang ohnehin zu spaet erfolgt.

Hier wird es also entscheidend darauf ankommen, an welchem Tag der Arbeitgeber ueber das hinterlegte Einschreiben benachrichtigt wurde und welche Reaktionszeit diesem zuzubilligen war. In meinen Augen in jedem Fall ne ziemlich enge Kiste.

Erst mal vielen dank :) wir haben mit unserer Anwältin gesprochen das Einschreiben gilt als zugestellt !!!! Man kann doch nicht 2 Monate vorher kündigen wenn man da noch Rücksicht drauf nehmen muss ob der gute Herr Chef noch Zeit hat um dies abzuholen !!!!! Wenn ich ein Einschreiben nicht abhole zb Ladung fürs Gericht ist es auch fahrlässig von mir !!!! der Chef wurde am 1.03 benachrichtigt und da er wußte was das Einschreiben ist durch MÜNDLICHE Kündigung am 27.02 hat er extra nicht abgeholt !!!!! Der alte Vertrag hatte eine klausel da stand das bei Arbeitsverweigerung ein Bruttomonatsgehalt einbehalten wird deshalb habe ich gefragt , jetzt werden wir sehen was kommt !!!! Mein Mann ist heute den ersten Tag in der neuen Firma und hat sich sehr gefreut !!!!

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Der alte Vertrag galt nicht mehr. Es hat ein neues Arbeitsverhältnis begonnen. Es gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen - 14 Tage zum 15. oder Moantsende.

Ihr habt doch sicher noch den Umschlag, auf dem die Post vermerkt hat, dass er den Brief mit der Kündigung nicht angenommen hat..... also könnt ihr beweisen, dass die Kündigung auch abgeschickt war. Ich denke, hier seid ihr im Recht. Dein Mann kann die neue Arbeit annehmen. Besser ist es jedoch, sich gütlich zu einigen. Ein gutes Zeugnis zum Besipiel kann man immer brauchen....

sry 4 Wochen zum 15. oder Monatsende.

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Es kommt aber nicht auf das Abschicken der Kuendigung an sondern auf den rechtzeitigen Zugang. Zugegangen ist die Kuendigung aber nicht. Somit ist sie auch grundsaetzlich nicht wirksam.

Kompliziert wird's in diesem Fall allerdings, weil hier anscheinend seitens des Arbeitgebers eine Zugangsvereitelung erfolgt ist und somit wahrscheinlich eine Zugangsfiktion zur Anwendung kommen wird. Richtig kompliziert wird's dann, wenn es darum geht, wann denn nun der fiktive Zugang erfolgt ist. Rechtzeitig und somit spaetestens am 3. Maerz oder vielleicht doch erst am 5. Maerz oder noch spaeter und somit eben zu spaet.

Ebenso waere zu pruefen, ob die Kuendigung im Falle eines verspaeteten Zugangs nicht auf den 15.4. umzudeuten waere. Wo der Arbeitgeber nun aber den 30.4. herholt, ist mir auch nicht klar.

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@DerCAM

Falls der Umschlag einen Vermerk der Post enthält, also der Tag, an dem die Annahme verweigert wurde, dann wäre das auch der Tag, an dem die Kündigung zugestellt worden wäre. Richtig ist, es gibt viele wenns, die wir hier ohne Kenntnis des Details nicht beantworten können.

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Wenn er rechtmäßig gekündigt wurde und dann wieder eingestellt, dann gilt der alte Arbeitsvertrag nicht mehr!

der Meinung bin ich ja auch , aber er sagte heute zu meinem Mann " Das kannst du vergessen 30.04 .2012 ist Frist "

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Wenn er im Februar 2008 wieder anfing, gilt der alte Vertrag noch. Sollte er erst diese Jahr wieder eingestellt worden sein, KANN der alte Vertrag wieder aufgenommen werden, aber dann muss er entsprechend auch umgeschrieben und wieder ausgehändigt werden.

Da kann leider nur ein auf Arbeitsrecht spezialisierter Anwalt entsprechend helfen. Aber wenn DU entsprechend gekündigt hast, ist zwar der Empfang wichtig. Aber der alte Chef hat auch entsprechend fahrlässig gehandelt. Am besten schickt man sowas nicht, sondern übergibt es immer persönlich.

er hat sie ja persönlich nicht angenommen !!!!! nein er wurde im Dez. 2008 gekündigt und im Feb wieder eingestellt. Der Arebeitsvertrag wurde nicht umgeschrieben ....

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Wenn er die Kündigung nachweisen kann,dann gilt gar kein Arbeitsvertrag. Der alte ist bei Kündigung erloschen.Zumindest ist das bei uns so und es wird dann ein neuer ausgehandelt.Natürlich mit schlechteren Bedingungen.

Läßt den weder der neue,noch der alte Chaf mit sich reden,dass evtl.die Zeiten angepasst werden??

Es gibt ja auch sowas wie Aufhebungsverträge.

er hat Arbeitslosen geld bekommen in der Zeit die Unterlagen haben wir die Kündigung nicht mehr aber das AA zahlt ja nicht wenn du selber kündigtst dann hast du ja sperre. ..... das ist alles ein mist kann ich sagen

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