gilt das Verleihen einer Sache als Besitzaufgabe?

4 Antworten

Ja, das ist eine Besitzaufgabe, aber beachte, dass sich die Eigentumsverhältnisse NICHT ändern. Es gibt einen Unterschied zwischen Besitz und Eigentum. Leihst du jemandem dein Fahrrad, geht es in seinen Besitz über, bleibt jedoch dein Eigentum.

Da man, wenn man etwas verleiht, in dem Moment nicht mehr Besitzer ist, zählt das mit zur Besitzaufgabe ja ^^ (aber eben nur als Besitz, nicht als Eigentumsaufgabe)

Rechtsfolge und Tatbestände finden: § 985 BGB?

Hey!

Ich will Rechtsfolge und Tatbestand finden bei:

§ 985 BGB Herausgabeanspruch

Der Eigentümer kann von dem Besitzer die Herausgabe der Sache verlangen.

(Merksatz: Wenn Tatbestände zutreffen, dann tritt die Rechtsfolge ein.)

Tatbestände:

Besitzer

Rechtsfolge:

Der Eigentümer kann die Herausgabe der Sache verlangen.

Mit "wenn...., dann" ausgedrückt:

Wenn jemand Besitzer einer Sache ist, dann kann der Eigentümer die Herausgabe der Sache verlangen.

Klingt gut, kann aber völlig falsch sein.

Was meinen die Rechtsexperten?

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Gibt es eine Anspruchsgrundlage ähnlich wie §985 BGB, aus der der Besitzer einer Sache vom Eigentümer Abnahme verlangen kann?

Hallo,

ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch. Gibt es eine Anspruchsgrundlage aus der der Besitzer einer Sache die Abnahme der Sache durch den Eigentümer verlangen kann? So wie § 985 BGB, nur dass der Eigentümer die Sache gar nicht haben will, der Besitzer aber möchte, dass der Eigentümer die Sache abnimmt.

Ein konkretes Beispiel wäre: A ist Eigentümer eines Haufens ziemlich wertloser Möbel die bei B stehen. B möchte sie weder haben noch bei sich herum stehen haben. A hat ebenfalls kein Interesse mehr an dem Kram und lässt sie einfach da stehen.

Was kann B jetzt im Bezug auf die Abnahme der Sachen von A verlangen?

Vielen Dank für eure Hilfe, ich stehe gerade echt auf dem Schlauch!"

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Deliktische Ansprüche und Dingliche Ansprüche?

Deliktische Ansprüche sind in 823 ff BGB geregelt und dingliche Ansprüche in 985 und 861BGB
Aber leider verstehe ich nicht den genauen Unterschied...
Deliktische Ansprüche sind aus unerlaubten Handlungen und dingliche Ansprüche sind z.B. Herausgabeansprüche des Eingentümers nach 985 gegen den unberechtigten Besitzer der Sache.

Ist das richtig... bin mir irgendwie unsicher :(

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Wesentliche Bestandteile Eigentumsübertragung

Bäume sind ja wesentliche Bestandteile eines Grundstücks i.S.v. § 94 BGB! Können die Bäume dann rechtsgeschäftlich gem. §§ 929 ff. BGB übereignet werden oder kann das gar nicht rechtsgeschäftlich übereignet werden und man hat immer einen gesetzlichen Eigentumserwerb i.S.v. § 956 BGB)? Ich verstehe das Verhältnis von §§ 929 ff BGB und §§ 953 ff BGB in dem Fall nicht.

Im konkreten Fall geht es darum, dass der Waldbesitzer jemandem erlaubt gegen Geld Bäume in seinem Wald zu roden. Ist das dann eine rechtsgeschäftliche Eigentumsübertragung nach § 929 S. 1 BGB mit "Selbstabholung" oder richtet sich die Eigentumsübertragung nach § 956 BGB? Und schließt § 956 BGB die Anwendung der §§ 929 ff BGB aus?

Hmmm... :-(

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Frage zum BGB § 932

§ 932 Also der 932er sagt mir, sehr kurz formuliert, dass der Erwerber auch dann Eigentümer wird, wenn das Eigentum dem Veräußerer garnicht zusteht, es muss lediglich eintreten, dass der Erwerber im guten Glaube ist, und dass ein Rechtsgeschäft vorliegt.

JETZT mein ABER. der 935er sagt, dass dieser gutgläubige Eigentumserwerb NICHT erfolgt, wenn die Sache die veräußert werden soll, geklaut oder ähnliches wurde.

---> was heißt das denn? Der Erwerber weiß das ja nicht, wenn der Veräußerer son schlimmer Finger ist, und das geklaute Gut jetzt verkauft und so tut als ob es seins wäre. Wenn die Sache geklaut wurde... ja was passiert denn da? Also der Erwerber hat ja dann nunmal die (unbewusst)geklaute Sache gekauft. Geht das Eigentum ohne weiteres an den Eigentümer, dem die Sache geklaut wurde zurück? Aber was is dann mit dem Geld, welches der Erwerber dem Dieb für die Sache gezahlt hat?

Ich hoffe einer von euch kann mir helfen !! :D

* Gutgläubiger Erwerb vom Nichtberechtigten

(1) Durch eine nach § 929 erfolgte Veräußerung wird der Erwerber auch dann Eigentümer, wenn die Sache nicht dem Veräußerer gehört, es sei denn, dass er zu der Zeit, zu der er nach diesen Vorschriften das Eigentum erwerben würde, nicht in gutem Glauben ist. In dem Falle des § 929 Satz 2 gilt dies jedoch nur dann, wenn der Erwerber den Besitz von dem Veräußerer erlangt hatte.

(2) Der Erwerber ist nicht in gutem Glauben, wenn ihm bekannt oder infolge grober Fahrlässigkeit unbekannt ist, dass die Sache nicht dem Veräußerer gehört *

§ 935 Kein gutgläubiger Erwerb von abhanden gekommenen Sachen (1) Der Erwerb des Eigentums auf Grund der §§ 932 bis 934 tritt nicht ein, wenn die Sache dem Eigentümer gestohlen worden, verloren gegangen oder sonst abhanden gekommen war. Das Gleiche gilt, falls der Eigentümer nur mittelbarer Besitzer war, dann, wenn die Sache dem Besitzer abhanden gekommen war. (2) Diese Vorschriften finden keine Anwendung auf Geld oder Inhaberpapiere sowie auf Sachen, die im Wege öffentlicher Versteigerung oder in einer Versteigerung nach § 979 Absatz 1a veräußert werden.

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