Gilt das Verbot, von dem symbolischen Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen, das Gott Adam und Eva gab, heute noch?

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17 Antworten

Erkenntnis bedeutet im wesentlichen ein Vertrautsein mit Tatsachen aufgrund von persönlicher Erfahrung, von Beobachtung oder aufgrund eines Studiums. Die Bibel legt großen Nachdruck auf das Streben nach wahrer Erkenntnis und preist sie als einen Schatz, den man höher schätzen sollte als Gold.

Der eigentliche Quell der Erkenntnis ist Jehova. Von ihm stammt das Leben, und Leben ist erforderlich, um Erkenntnis zu haben. Er ist ferner der Schöpfer aller Dinge. Jede menschliche Erkenntnis beruht daher auf einem Studium seiner Werke.

Unter seiner Inspiration entstand auch sein geschriebenes Wort, aus dem wir seinen Willen und seine Vorsätze kennenlernen können. Von Jehova geht also alle wahre Erkenntnis aus, und wer nach dieser Erkenntnis sucht, sollte Gottesfurcht haben, die Furcht davor, Gottes Missfallen zu erregen. 

Diese Furcht ist der Anfang der Erkenntnis. Wer diese gottgemäße Furcht hat, ist in der Lage, zu einer genauen Erkenntnis zu gelangen, während die, die Gott außer acht lassen, aufgrund ihrer Beobachtungen leicht falsche Schlüsse ziehen.

Nachdem Adam und Eva von der verbotenen Frucht gegessen hatten, sagte Jehova zu seinem Mitarbeiter bei der Schöpfung: „Siehe, der Mensch ist im Erkennen von Gut und Böse wie einer von uns geworden“ (1Mo 3:22). 

Das bedeutete wohl kaum, dass Adam und Eva lediglich wussten, was für sie gut und was für sie böse war, denn das wussten sie schon aufgrund der Gebote, die Gott ihnen gegeben hatte. 

Außerdem konnte mit den in 1. Mose 3:22 aufgezeichneten göttlichen Worten nicht gemeint sein, dass sie nun durch Erfahrung wussten, was böse war, denn Jehova sagte, sie seien wie er geworden, und er lernte das Böse nicht kennen, indem er etwas Böses tat. 

Offenbar erkannten Adam und Eva, was gut und was böse war, in dem besonderen Sinne, dass sie nun für sich selbst entschieden, was gut und was böse war. Sie machten sich sozusagen selbst zu Göttern, indem sie ihre eigene Entscheidung über Gottes Entscheidung stellten und für sich selbst das Gesetz festlegten, statt dass sie Jehova gehorchten, der sowohl das Recht als auch die nötige Weisheit hat, zu entscheiden, was gut und was böse ist. 

Ihre eigene Erkenntnis oder ihr unabhängiger Maßstab in Bezug auf das, was gut und böse ist, war nicht mit Jehovas Erkenntnis und Maßstab identisch. Vielmehr war es ein Maßstab, der sie ins Elend führte.

Das beantwortet nun deine Frage: „Die Erkenntnis von Gut und Böse ist ein Vorrecht, das Gott sich vorbehält. Sie bedeutet nicht Allwissenheit, sondern die Fähigkeit, selbst zu entscheiden, was gut und was böse ist, und entsprechend zu handeln, also eine Beanspruchung göttlicher Autonomie, durch die der Mensch seine Geschöpflichkeit ablehnt. 

Die erste Sünde war ein Empören gegen die herrscherliche Hoheit Gottes. Damit wurde infrage gestellt, ob Gottes Souveränität rechtmäßig, verdient und gerecht ist. Wer sich diesem Gebot nicht unterstellt und meint, selbst festlegen zu können, was gut und was böse ist, unterstützt diese Anklage.

Nur ein kleines Beispiel - Du hast in Deinem Leben einiges erreicht - Hübsche Frau, Familie, guter Job, gutes Einkommen. Doch irgendetwas flüstert Dir zu, dass Dir dass nicht reicht. Nur wenn Du das und dies noch hast dann bist Du richtig glücklich. 

Du fängst an nach Dingen zu streben die Dein bisher erreichtes aufs Spiel setzen. Eine neue Freundin, Reichtum auf Kosten Deiner Mitmenschen, Karriere. Mein Haus, mein Auto, mein Geld - nicht weil ich es brauche, sondern weil ich mich darstellen kann. Irgendwann kommt auch dann der Absturz. 

Diese Geschichte aus der Genesis mahnt den Menschen zur Bescheidenheit - man kommt in dieses Leben mit bestimmten Fähigkeiten und Talenten. Das ist im übertragenen Sinn so etwas wie ein Paradies. Nur durch meine Masslosigkeit immer mehr haben zu wollen, kann ich dieses Paradies auch verlieren. Oder ich möchte unbedingt eine Frau/Mann - kann auch dazu führen aus meinem Paradies vertrieben zu werden. 

Oder der Umgang mit der Schöpfung - Ghandi sagte einmal so treffend. Die Erde hat genug für alle, aber nicht alles für die Gier einzelner. 

LA

hi,

kondortraum,

zwei Bäume wählte Gott im Garten Eden für einen sinnbildlichen Zweck aus: den "Baum des Lebens" und den "Baum der Erkenntnis von Gut und Böse"

Die Übertretung des Gebotes Gottes bezüglich des letzteren Baumes führte zum Fall des Menschen (1.Mo.2:9, 16,17; 3:1-24)

Der "Baum der Erkenntnis von Gut und Böse"  wurde zum Sinnbild für Gottes Recht zu entscheiden, was der Maßstab für "Gut" und für "Böse" sein sollte.

Damals fiel also die Entscheidung, daß die Menschen Gebrauch von ihrem freien Willen machen wollten, und sie wollten sich damit über das Recht ihres Schöpfers hinwegsetzen, der diese Maßstäbe festsetzte.

Mit dieser Entscheidung mißachteten die Menschen ihren Schöpfer und seine Allmacht.

Aus Liebe entschied sich der Schöpfer einen Ausweg aus der Misere zu schaffen und die Menschen nicht zu vernichten.

Denn das hätte er tun können.

Es muß den Schöpfer sehr schmerzen, wenn er all das Leid auf der Erde sieht, die Menschen, die nicht in Frieden miteinander leben können und die seine Werke der Natur Stück für Stück ruinieren.

Natürlich könnten sich die Menschen heutzutage seinem Willen unterordnen und seine Maßstäbe für "Gut" und für "Böse" als die Maßgeblichen annehmen.

Aber aufgrund des freien Willens entscheiden sich nicht alle Menschen dafür.

Sehr viele  leugnen sogar seine Existenz und meinen , es gäbe ihn nicht.

Aber wir wissen sicher aus den Prophezeiungen der Heiligen Schrift, daß Gott einmal in das Weltgeschehen eingreifen wird.

Dann wird er die Menschen zu den paradiesischen Verhältnissen zurückführen - allerdings nur die Menschen, die sich seinen Maßstäben für "Gut" und "Böse" unterzuordnen vermögen und die ihn lieben und ihn als lebendigen Schöpfer anbeten.



Natürlich weiß ich nicht ob es stimmt, allerdings denke ich, dass wir nach der Geschichte mit Adam und Eva nicht nur unsere Unsterblichkeit und das Paradis verloren haben, wir haben dadurch auch die Erkenntnis erlangt, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Ja, das Leben ist sehr schwierig und es ist auch sehr schwer ein wirklich guter Mensch zu sein, denn es ist ja nicht nur wie du sagtest so, dass man nicht immer weiß wer recht und wer unrecht hat, wir tun auch jeden Tag so viel Schlechtes. Aber ich denke, dass wir wissen können was gut und was böse ist, denn tief in uns besitzen wir die Kraft, zu spüren, was richtig ist. In jedem von uns steckt Gutes, und wenn es auch nicht so scheinen mag, aber so ist es. Gott ist in jedem von uns. 

Und ja diese Geschichte ist gerade deshalb auch heute noch relevant: wir lernen daraus, dass alles was wir tun, Folgen hat, die nicht nur uns selbst, sondern auch andere mitbelasten können, doch wenn wir immer weiter an das Gute glauben und es nicht aufgeben, können wir nicht verlieren. Gott ist immer noch bei uns und er lässt uns nicht allein. Kaum zu glauben, bei all dem Mist, den wir jeden Tag machen, aber es ist so. Gott liebt uns😊. Vergiss das nie. 😄

Hoffe ich konnte dir helfen

Liebe Grüße und alles Gute, 😊Globetrotter 

Hallo Kondortraum,
zunächst mal der Text aus Gen 2,16 u.17: 16 Dann gebot Gott, der Herr, dem Menschen: Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen, 17 doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen; denn sobald du davon isst, wirst du sterben.

Dazu einige grundsätzliche Infos:
Das Wort Erkenntnis bedeutet aber nicht nur das Wissen um etwas, sondern speziell in der Bibel die Verfügungsgewalt darüber.

Die gesamte Erzählung ist keine historische Begebenheit, sondern eine theologische Erklärung in Form einer Geschichte. Interessant sind nicht die Einzelheiten (Baum, Frucht, essen, Schlange usw.), sondern der Sinn.

Auch für heute gilt immer noch – allerdings nicht der Form eines formulierten Gebotes -: Wenn der Mensch selbst darüber entscheidet und verfügt, was gut oder böse ist, dann kommt es zu solchen Erscheinungen wie Nationalsozialismus, Stalinismus, nordkoreanische Diktatur, Diskriminierung von Minderheiten aller Art, IS-Staat, Mafia.

Susanne88 11.08.2017, 18:41

Wenn der Mensch selbst darüber entscheidet und verfügt, was gut oder böse ist...

Ja das ist ganz schlecht. Andere, am besten Götter darüber entscheiden lassen.

Entscheidungsfreiheit, ganz schlechte Idee!

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Nadelwald75 11.08.2017, 19:16
@Susanne88

Hallo Susanne88,

da scheinst du etwas missverstanden zu haben: Entscheidungsfreiheit ist immer gut. Man entscheidet sich z.B. nach seinem Gewissen, für das, was man für richtig hält.

Etwas völlig anderes ist es, darüber zu entscheiden, was gut und böse ist. So nach dem Motto von Hermann Göring im Dritten Reich: Wer Jude ist, bestimme ich. Oder die Festlegung: Homosexelle sind böse. Oder die Auffassung Hitlers: Der Jude ist ein Untermensch.

Und da willst du Diktatoren z.B. die Entscheidungsfreiheit lassen zu bestimmen, was gut oder Böse ist? Ganz schön krass. Dann hast du wieder die Sinti und Roma im KZ.

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Susanne88 11.08.2017, 19:43
@Nadelwald75

Also du meinst, der Mensch sei selbst nicht in der Lage, zu entscheiden, was gut ist was böse, sondern dies entscheidet nur Gott?

Also gibt es eine Art Katalog, in dem "gut" und "böse" vermerkt ist? Oder woher wissen wir über gut und böse Bescheid?

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Nadelwald75 11.08.2017, 20:26
@Susanne88

Hallo Susanne88,

der Mensch ist selbst in der Lage zu entscheiden, was gut und böse ist. Das ist auch eine Sache des freien Willens.

Es ist aber ein wesentlicher Unterschied, zwischen gut und böse zu entscheiden einerseits und andererseits über gut und böse die Verfügungsgewalt zu haben.

Zwei Beispiele:

- Dass Menschen, die sich lieben, heiraten, scheint ja wohl gut zu sein. Hitler hat aber z.B. bei seinen Rasseparagraphen darüber verfügt, dass es böse sei, wenn Juden und Nichtjuden heiraten, und das dann unterStrafe gestellt.

- In Serbien wurden vor Jahren die Massenvergewaltigungen als Kriegsmittel von bestimmten Richtungen gut geheißen.

http://www.tagesspiegel.de/politik/bosnienkrieg-vergewaltigung-als-waffe-billiger-als-jede-munition/1286000.html

Die Verfügungsgewalt besteht dann darin, etwas Gutes als böse zu bezeichnen bzw etwas Böses als gut.

Woher wissen wir, was gut oder böse ist? Ganz allgemein würde ich das als naturgegebene Anlage des Gewissens bezeichnen, unabhängig von jeder Religion.

Gegenfrage also: Woher weißt du, was gut und böse ist?

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Susanne88 11.08.2017, 21:04
@Nadelwald75

Das ist ja das Problem. Ich meine zu wissen, was "gut" ist und was "böse". Nur, wie sicher kann ich sein, dass meine Kriterien dafür auch nur einigermaßen richtig sind?
Wenn du die Unterscheidung als "naturgegebene Anlage des Gewissens" betrachtetest, betrachtet dann jeder Mensch jede Handlung als gut oder böse genauso wie alle anderen? Oder ist diese naturgegebene Anlage bei jedem unterschiedlich? Wenn diese Anlage unterschiedlich ist, dann differiert auch die Ansicht über gut und böse. Wir können nicht entscheiden, was richtig ist. Wenn sie gleich ist (betrachte ich als unwahrscheinlich), dann müßte definitiv jeder Mensch über jede Handlung zu identischen Schluß kommen, ob gut oder böse.

Ich tendiere dazu, dass "gut" und "böse" kulturelle Begriffe sind: Gut und böse ist, was die kulturelle Majorität bestimmt. Es gibt kein absolutes gut oder böse, gültig für alle Kulturen und Zeiten.

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Nadelwald75 14.08.2017, 11:37
@Susanne88

Hallo Susanne88,
ein ganz schwieriges Gebiet! „Gut“ und „Böse“ als kulturelle Begriffe – dem möchte ich eigentlich zustimmen, allerdings mit Einschränkungen.

Stell dir noch mal die Situation im NS-System vor: „Gut ist, was dem Volke nützt.“ Und das ging dann absolut zu Lasten des Einzelnen und der Minderheiten.
Es kommt auch darauf an, woher die Majorität ihre Orientierung nimmt.

Der religiös nicht Gebundene wird mit Recht auf die Vernunft, die Würde des Menschen, die Menschenrechte, den Humanismus, die Errungenschaften der Aufklärung zurückgreifen.

Der Angehörige einer Religion wird darüber einen Schritt weitergehen und wird die Würde des Menschen auf die zehn Gebote, auf das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe und den Willen Gottes zurückführen. (Die zehn Gebote kann man als natürliche Erfahrung der Menschen für ein geglücktes Zusammenleben betrachten, die dann in die religiöse Form „gegossen“ wurden.)

Zur Frage des Gewissens: Damit ist ja nicht gemeint, dass jeder tun und lassen kann, was er will, sondern das, was er für richtig hält, auch wenn es unbequem ist. Dazu gehört dann auch, dass man sich orientiert und sein Gewissen bildet.

Es ist auch normal, dass jeder Mensch bei der Beurteilung von Situationen zu unterschiedlichsten Schlüssen kommt, was gut und böse ist. Sonst wären auch Diskussionen z.B. über Abtreibung nicht erklärbar, bei denen aus dem Gewissen heraus die gleiche Situation als Mord oder umgekehrt als notwendige und berechtigte Hilfe betrachtet wird.

In der Regel ist man aber nach seinem Gewissen subjektiv sicher und wird zumindest nicht „schuldig“, wenn man nach bestem Wissen und Gewissen entscheidet.

Und grundsätzlich: Ich halte es immer noch für verfehlt, dass ein Mensch, eine Institution, eine Regierung von sich aus die Verfügung darüber hat, was als gut oder böse zu gelten hat, ohne auf allgemein anerkannte Kriterien (siehe oben) zurückzugreifen.

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Susanne88 14.08.2017, 23:57
@Nadelwald75

@Nadelwald: Dann betrachten wir doch mal deinen Satz: „Gut ist, was dem Volke nützt.“ Stelle diese Feststellung doch mal neutral zur Diskussion, ich behaupte, dass der Satz (wenn du ihn ohne den Hinweis zum 3. Reich vorstellst) von einer überwiegenden Mehrheit heute als "gut" empfunden wird.

Und genau das war doch auch im 3. Reich der Fall: Ohne die (auch stille, schweigende) Zustimmung von mindestens einem Drittel der Deutschen wäre doch der Nationalsozialismus nicht möglich gewesen. Die Nazis waren doch nicht nur einige wenige, sondern viele! Die Nazis und deren (schweigende, alles hinnehmende) Befürworter bestimmten die Kultur jener zeit. Diese Kultur bestimmte was gut und böse war. Warum fand die Masse nichts dabei, wenn Juden, Kommunisten, Bibelforscher, lebensunwertes Leben, Homosexuelle usw. massakriert wurden? Weil es irgendwie Konsens war, weil es der damaligen Kultur des rechten Deutschen entsprach.

"Der religiös nicht Gebundene wird mit Recht auf die Vernunft, die Würde des Menschen, die Menschenrechte, den Humanismus, die Errungenschaften der Aufklärung zurückgreifen."

Ja.

"Der Angehörige einer Religion wird darüber einen Schritt weitergehen und wird die Würde des Menschen auf die zehn Gebote, auf das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe und den Willen Gottes zurückführen. "

Wo ist da ein Schritt weiter zu sehen?
"In der Regel ist man aber nach seinem Gewissen subjektiv sicher und wird zumindest nicht „schuldig“, wenn man nach bestem Wissen und Gewissen entscheidet."

Das ist meiner Meinung nach zumindest eine egozentrische Einstellung. Wenn jemand nach bestem Wissen und Gewissen entscheidet, abzutreiben, dann ist er nicht schuldig? Wenn jemand nach bestem Wissen und Gewissen entscheidet, Schwarze seien minderwertig, dann ist er nicht schuldig? ....usw. es gäbe 1000 ähnliche Beispiele.

"Ich halte es immer noch für verfehlt, dass ein Mensch, eine Institution, eine Regierung von sich aus die Verfügung darüber hat, was als gut oder böse zu gelten hat..."

Gut, nur wer hat dann die Verfügung? Entweder es gibt so eine Verfügung, dann muss es irgendwas/irgendwen geben, der die Macht hat (etwa gestzgeber) oder es gibt diese Verfügung nicht: Bestimmt dann jeder einzelne was gut und was böse ist, mit allen unterscheidlichen subjektiven Gewissen? Damit lehnst du auch die irdische Gerichtsbarkeit ab und befürwortest die reine Anarchie.
"...ohne auf allgemein anerkannte Kriterien (siehe oben) zurückzugreifen."

Kriterien allerdings, die keiner Überprüfung standhalten, es sei denn, meine Ausführungen sind falsch.

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Nadelwald75 19.08.2017, 14:36
@Susanne88

Hallo Susanne88, mit diesem Thema werden wir wohl nie zu Ende kommen. Darüber zerbrechen sich die Menschen schon immer den Kopf.
Zu einzelnen Punkten in deinem Kommentar:

Gut ist, was dem Volke nützt.“ Ist an sich nicht schlecht, sondern nur dann negativ, wenn es einzelne Menschen oder eine Gruppe damit vernichtet. Im Dritten Reich haben wohl viele aus Unkenntnis, Autoritätsgläubigkeit, Gleichgültigkeit oder auch Mittäterschaft nichts dagegen unternommen.

Was den „Schritt weiter“ betrifft, den der an eine Religion Gebundene weitergeht angeht: Man kann die Sichtweise der Welt generell in drei Stufen sehen:

- Der reine Materialist wird alles danach betrachten, was überprüfbar und beweisbar ist.

- Ein Schritt weiter wäre dann die Sichtweise, die nach Sinn und Ziel von allen Dingen fragt, die Kriterien wie Liebe, Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Philosophie einsetzt. Das könnte auch der Atheist noch mitvollziehen.

- Der Religiöse geht darüber hinaus einen Schritt auf eine dritte Ebene, zu der der Atheist eben nicht bereit wäre: Er geht auf die transzendentale Ebene und fragt nach der Beziehung allen Seins zu Gott.

Der Glaubende sieht dann auch die Kriterien seiner Gewissensentscheidung (wie oben: Vernunft, die Würde des Menschen, die Menschenrechte, den Humanismus, die Errungenschaften der Aufklärung) im Willen Gottes. Es ist durchaus anzunehmen, dass früher der Mensch die Erfahrung eines geglückten Zusammenlebens in die zehn Gebote gegossen hat und auf Gott zurückführt.

Damit lehne ich auch unsere Gerichtsbarkeit (die des Rechtsstaates!) nicht ab, da ich sie auch unter dem Gesichtspunkt „gottgewollt“ betrachten kann. - Rein gesellschaftlicher Konsens wäre mir da zu dürftig.

Was die persönliche Gewissensentscheidung angeht: Nehmen wir das Beispiel der Abtreibung: Ich persönlich lehne sie ab, würde aber keine Frau verurteilen, wenn sie sich nicht nach dem Ziel des persönlich besseren Lebens, sondern nach ihrem Gewissen dafür entscheidet (und das beinhaltet Gesichtspunkte wie Menschenwürde, Lebensrecht). Der Gläubige würde darüber hinaus den Gesichtspunkt hinzuziehen: Gebot Gottes.

Verhältnis zu anderen Rassen: Gewissensentscheidung ist nicht gleich Meinung. Gewissen setzt voraus, dass man die Punkte Menschenrechte und Würde des Menschen in seine Entscheidung einbezieht. Der Glaubende würde darüber hinaus "einen Schritt weitergehen" und die Gottebenbildlichkeit anführen. Und dann wäre die Auffassung, Schwarze seien minderwertig, mit Sicherheit keine Gewissensentscheidung, sondern nur subjektive "Meinung".

Wer hat die Verfügung? Damit wäre man bei der Ausgangsfrage. Nach meiner Sicht hat die Verfügung Gott.

Nach Sicht des Atheisten gibt es keinen Gott. Und damit hat er tatsächlich keine letzte Begründung für das was gut und böse ist außer der Erfahrung des Menschen, was für ihn und gleichzeitig für die Gesellschaft gut ist.

Du schreibst dann: Kriterien allerdings, die keiner Überprüfung standhalten. Da hättest du dann für den Atheisten Recht, denn der kann tatsächlich die Kriterien nicht weiter zurückführen.

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Susanne88 20.08.2017, 13:35
@Nadelwald75

Der Glaubende sieht dann auch die Kriterien seiner Gewissensentscheidung (wie oben: Vernunft, die Würde des Menschen, die Menschenrechte, den Humanismus, die Errungenschaften der Aufklärung) im Willen Gottes.

Das ist nicht richtig. Der Glaubende sah und sieht oft genug nicht die Würde des Menschen, die Menschenrechte, den Humanismus...sieh dich um, was der Glaubende angerichtet hat und auch gegenwärtig anrichtet.

Damit lehne ich auch unsere Gerichtsbarkeit (die des Rechtsstaates!) nicht ab, da ich sie auch unter dem Gesichtspunkt „gottgewollt“ betrachten kann.

Auch das sehe ich zumindest problematisch, denn du mußt da den Begriff "Rechtsstaat" definieren, nach deinen Ausführungen eine Rechtsstaat im Willen Gottes. Welchen Gottes zum Beispiel.

Denn "Rein gesellschaftlicher Konsens wäre mir da zu dürftig." "Rein gesellschaftlich..." Versteh ich nicht - Ein Gottesstaat auf Rechtsstaatsbasis oder was? Denn nach deiner Sicht hat ja Gott die Verfügung (wobei mir der Begriff Verfügung irgendwie diffus erscheint, sondern mMn mit "Macht" ersetzt werden sollte).

Noch was: Nach Sicht des Atheisten gibt es keinen Gott. Das ist falsch, zumindest verkürzt. Ein Atheist glaubt an keinen Gott. Er sagt nicht, es gibt keinen.

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Nadelwald75 21.08.2017, 15:46
@Susanne88

Hallo Susanne88,

so schön das ist, hier weiter Meinungen auszutauschen: Ich
möchte die Kommentare hier mal beenden.

Mir scheint, dass wir von zu verschiedenen Voraussetzungen
ausgehen.

Noch eine Bemerkung zum Schluss: Meine Sicht des Atheisten
ist tatsächlich nur verkürzt dargestellt. Ich weiß schon, dass es da eine ganze Bandbreite gibt. Ich akzeptiere durchaus, wenn jemand sagt, dass er nicht an Gott glaubt.

Du wirst darüber hinaus feststellen können, dass eine Reihe von
Usern definitiv aussagt: Es gibt keinen Gott.

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Scriptorium 12.08.2017, 16:20

Lieber Nadelwald75, "Erkenntnis von Gut und Böse" heißt der Baum, der neben dem Baum des Lebens steht. Es handelt sich dabei nicht um die "Erkenntnis", bzw. das Wissen oder Wissenschaft. Leider hat das die spätere Kirche so zur Volksverdummung herangezogen und viel antichristliches Leid verursacht.

Die Buddhisten (und bei weitem nicht nur die) nennen die "Erkenntnis von Gut und Böse" übrigens zutreffend: duales Denken und haben erkannt, daß genau das das Leid in die Welt bringt - die Ursünde. 


5. Mose 4,15-18 Nehmt euch um eures Lebens willen gut in Acht! Denn eine Gestalt habt ihr an dem Tag, als der Herr am Horeb mitten aus dem Feuer zu euch sprach, nicht gesehen. Lauft nicht in euer Verderben und macht euch kein Gottesbildnis, das irgendetwas darstellt, keine Statue, kein Abbild eines männlichen oder weiblichen Wesens, kein Abbild irgendeines Tiers, das auf der Erde lebt, kein Abbild irgendeines gefiederten Vogels, der am Himmel fliegt, kein Abbild irgendeines Tiers, das am Boden kriecht, und kein Abbild irgendeines Meerestieres im Wasser unter der Erde.

Die Erkenntnis des Menschen von Gut und Böse ist eine Täuschung der Schlange und ohne unser "Wissen" (das nicht von Gott stammt, z.B. TV-Magazine und Lifestylemedien) von der Schlechtigkeit des Einen (Pharisäergleichnis) und des Guten des Anderen, ...

1. Mo 3,6  Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und dazu verlockte, klug zu werden. Sie nahm von seinen Früchten und aß; sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war, und auch er aß....

... eben der Großkopferte, Studierte, Professor und  Studienrat und der Bürgermeister sind "gute" Menschen für den Durchschnittskatholiken und Erben Adams und Evas. Jesus lehrte kein duales Denken mehr anzuwenden. Daher "tut buße", bzw. "denkt um".








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Angesichts der Komplexität unseres Lebens ist eine einfache Antwort hier nicht möglich.

Ich tendiere dazu, zu denken, dass unter 'Gott' das Gute im Menschen gemeint ist (sprachlich sichtbar in Gott - gut, God - good), dass wir also das Göttliche in uns tragen.
Da Gutes immer die Existenz des Bösen voraussetzt, existiert also zwangsläufig beides. Dabei bin ich als Mensch aber vernunftbegabt (danke, Gott!) und habe immer die Wahl, für mich zu entscheiden, was zu tun ist.  
Ganz klar ist mir noch nicht, ob quantitativ eine bestimmte Menge des Guten immer auch die gleiche Menge an Bösem voraussetzt!

Natürlich kann es etwas mühsam sein, sich immer an das moralisch Gute zu halten, denn das Böse kommt oft sehr verlockend daher, schillernd und einfach zu erreichen - und 'alle', die nicht  gewohnt sind, hintergründig nachzudenken, wählen eine einfache Lösung.  Man muss sich eventuell also Freunden, Partnern, Mehrheiten entgegenstellen, wenn man die leichte griffige Lösung ablehnt. Nicht einfach! Ein Gratwandel! Man könnte durchaus schnell zum Außenseiter werden.

Deine Frage finde ich insofern gut, als sie bewusst macht, wie sehr - im übertragenen Sinn - diese Maxime heute noch gilt und immer mehr Gültigkeit hat. Sie wird aber öffentlich nicht für wichtig gehalten - viele, ich denke, die meisten, verfolgen nur egoistische materielle Ziele, geistige Erfüllung scheint nicht wichtig zu sein. 

Nur im Privaten kann man der Maxime nachfolgen, indem man eben genau das tut, was man für 'gut' und von Gott gewollt hält. Und die Hoffnung nicht aufgeben.

Hallo,

den Baum der Erkenntnis gibt es ja nicht mehr. Und die Bedeutung ist, das der Mensch erkennt, das er selbst bestimmen kann, was gut oder böse ist!

Das ist der Sinn der Schöpfung! Bitte kein Gejammere mehr! Die Erde und die Menschen wurden erschaffen, damit sie ein selbstbestimmtes Leben führen können! Das ist ja auch mit dem freien Willen gemeint.

Der Mensch kann mit richtigen Denken und Glauben ein schönes und friedliches Leben führen oder er kann sich für Leid und Krieg entscheiden!

Das hat "Gott" so gewollt! Sonst hätte er das alles nicht erschaffen! Ich bitte darum, das endlich einmal zu verstehen und zu aktzeptieren!

Viele Grüße vom Klingonen

Das war kein symbolischer Baum, sondern ein buchstäblicher. Der existiert lange nicht mehr — so, wie auch der Garten Eden nicht mehr existiert.

Trotzdem kann niemand ungestraft ständig den Willen Gottes übertreten. In Offb. 11:18 wird klar gesagt, dass Gott "die verderben [wird], die die Erde verderben".

Deswegen ist heute ein weltweites Predigtwerk im Gang, das die Menschen auf den Willen Gottes aufmerksam macht.

Gibt es in der Märchengeschichte von Adam und Eva einen Sinn, der auch außerhalb dieser Märchenwelt gültig ist?

Wenn man den Schwerpunkt auf Erkenntnis setzt, haben Adam und Eva richtig gehandelt. Sie haben sich emanzipiert und erkannt, dass das Paradies und das ewige Leben eine Illusion war.

Anders sieht es aus, wenn der Schwerpunkt auf "Gut und Böse" liegt.
"Gut und Böse" ist eine Denkstruktur, die Unheil bringt und vom Frieden zum Krieg führt. Der bewertende Dualismus teilt die an sich ambivalenten Teile der Welt auf in "gut" und "böse" (bzw Freund und Feind )und lässt sie gegeneinander antreten.

Kondortraum, der Herrscher dieser Welt ist bis jetzt noch Satan. Er nutzt es weidlich aus, dass uns Gott den freien Willen gegeben hat. Es gibt zwei Wege, die wir gehen können: 
„Ich nehme heute tatsächlich die Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch, dass ich dir Leben und Tod vorgelegt habe, den Segen und den Fluch; und du sollst das Leben wählen, damit du am Leben bleibst, du und deine Nachkommen“ (5. Mose 30:19). 

Es geht also immer noch darum, wem wir unsere Loyalität geben, Gott oder seinem Widersacher, Satan. Gebe ich sie Gott, unserem Schöpfer, dann richte ich mich nach seinen Regeln, nicht nach meinen oder anderer Menschen. Ich  schule so mein Gewissen und handel dementsprechend.

Es steht nicht bei dem Mann, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten. Bringe mich zurecht, o Jehova“ (Jeremia 10:23, 24).

Deshalb hast du das schon richtig erkannt und beschrieben. Politisch wird es keine Einigung geben, dazu sind die Interessen zu verschieden. Es gibt in der Tat Politiker, die sich alle Mühe geben, relativen Frieden auf der Erde zu schaffen. Aber scheint ihnen das eine gelungen zu sein, kommt ein anderes, riesiges Problem.  Wir Menschen können da kein einigendes Band flechten, das kann nur Gott. D.h. weltweit, in den verschiedensten Kulturen und Rassen und Völkern gilt nur Gottes Gesetz und wird auch von allen anerkannt und befolgt. Lies mal Off. 21:3,

Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt*+ Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen,*+ und sie werden seine Völker sein.+ Und Gott selbst wird bei ihnen sein.

Aber Kondortraum, das liegt noch in der Zukunft. Du siehst, was heute los ist - Gott wird immer weniger wichtig. Trotzdem bemühen sich auch heute schon Millionen Menschen, sich nach Gottes Gesetze zu richten. Und für die gilt der 4. Vers aus Off. 21: Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen,+ und der Tod wird nicht mehr sein,+ noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein.+ Die früheren Dinge sind vergangen.“

Die sich immer schneller wechselnde Szene der Welt zu beobachten, sollte uns nicht die Ruhe rauben, während die Menschen ohnmächtig werden vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über die  Erde kommen, denn wie vorhergesagt, ist 'der Friede von der Erde weggenommen’ worden.

Auf deine Frage: darf heute wirklich jeder, ohne den in der Bibel geoffenbarten Willen Gottes zu berücksichtigen, tun, was er für gut hält kann ich nur sagen: sie dürften nicht, aber sie tun es. Wir sind nicht die Richter.

Kondortraum 12.08.2017, 09:37

Danke stine24, für diese tief gehenden Ausführungen.

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ManfredFS 12.08.2017, 13:04

Loyalität

die auf gemeinsamen moralischen Maximen basierende oder von einem Vernunftinteresse geleitete innere Verbundenheit und deren Ausdruck im Verhalten gegenüber einer Person, Gruppe oder Gemeinschaft. Loyalität bedeutet, im Interesse eines gemeinsamen höheren Zieles, die Werte (und Ideologie) des Anderen zu teilen und zu vertreten bzw. diese auch dann zu vertreten, wenn man sie nicht vollumfänglich teilt, solange dies der Bewahrung des gemeinsam vertretenen höheren Zieles dient. Loyalität zeigt sich sowohl im Verhalten gegenüber demjenigen, dem man loyal verbunden ist, als auch Dritten gegenüber.

https://de.wikipedia.org/wiki/Loyalit%C3%A4t

Das Wort Loyalität kommt in der Bibel überhaupt nicht vor und der Begriff bzw. das was damit gemeint ist, hat auch nichts mit der Bibel zu tun.

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Die Sache mit diesem Baum war ein sprachliches Mißverständnis. Gott hat sich damals entweder unverständlich ausgedrückt, oder Adam & Eva (falls es sie je gab) haben es falsch aufgefaßt. In Wirklichkeit hatte Gott lediglich davor gewarnt, sich Religionen auszudenken.

Nachdem das Unheil aber trotzdem seinen Lauf nahm, kam auch sehr bald der Tod in die Welt (besser: der beabsichtigte Tod), denn Kain hat aus seinem religiösen Wahn heraus seinen Bruder Abel erschlagen.

Weniger "seltsam" betrachtet macht es jedoch Sinn, sich einmal darüber klar zu werden, daß es nichts "Gutes" gibt, das nicht gleichzeitig an anderer Stelle "böse" ist - und umgekehrt. Für einen Menschen mag eine gebratene Gans etwas Gutes sein. Die Gans sieht das aber völlig anders.

Weil die Dinosaurier ausgestorben sind, lange bevor es Menschen gab, macht es Sinn, den lt. Bibel in die Welt gekommenen Tod so zu interpretieren, daß da vielleicht nur der "vernünftige Mensch" gestorben ist, indem er zum "dämlichen Menschen" wurde, was dann bis zum heutigen Tage jede Menge Unheil nach sich zog. So betrachtet ist dann Dummheit entgegen anderslautender Meinungen doch strafbar.

Der Baum existiert heute ja nicht mehr. Wurde bei der Sintflut hinweg gerafft.

Es war glaub ich David (oder Salamo) der über Frau Weisheit und Frau Unvernunft schrieb. Ein Kapitel lang geht es darum Weisheit zu nutzen und der einzig richtigen Religion beizutreten, die von Frau Weisheit durch Boten von Haus zu Haus bekannt gemacht wird.

Die Alternative bietet Frau Unvernunft. Sie schickt ebenfalls Boten aus. Mit Alternativen Lehren, die der Bequemlichkeit der Menschen und deren Wünschen entgegen kommt.

Die Erde wird nicht vernichtet, sagt die Bibel. Die Politik folgt heute Frau Unvernunft, da sie die meisten Wähler und Macht bildet. Kriege, Hungersnöte und Krankheiten sind die Folge.

Wenn du dich aber für die Weisheit entscheidest, in dieser Biblischen Fabel macht es dein Leben und das deiner Umwelt besser. Allerdings schließt du dich den Dienern an, gehst ebenfalls durch die Stadt und gelangst zum Schluss zum Abendessen bei Frau Weisheit. Viel Arbeit aber lohnend.

Wer heute ohne den Rat der Bibel zu berücksichtigen lebt wird sicher irgendwann sein Leben bereuen.

Da sich Adam und Eva gegen Gott für ihre eigene Souveränität entschieden und dafür die Strafe, sterblich zu sein, erleiden mußten

Wobei sich doch dann die Frage erhebt: eigene Souveränität zu haben und sterben zu müssen, oder unsterblich sein in dauernder Abhängigkeit?

Kondortraum 12.08.2017, 15:33

Susanne88, in welcher Traumwelt lebst du denn? Wo willst du deine Souveränität ausleben, als Arbeitnehmer hast du dich weitgehend nach den Wünschen deines Arbeitgebers zu richten, dieser nach den Vorgaben seiner Auftraggeber und und und...

Auch kannst du niemanden zwingen, dich zu schätzen oder zu lieben. :-((

Aus Erfahrung weiß ich, daß wir nur frei sind, wenn wir die Grundsätze unseres Schöpfers befolgen: Glaube, Liebe, Treue., Respekt und MItgefühl anderen gegenüber. Menschen, die diese Werte nicht anerkennen, lassen wir ihren Weg gehen, meiden aber enge private Kontakte mit ihnen. Ist das vernünftig, was meinst du?

Andernfalls scheitern wir früher oder später, das kannst du ruhig glauben.

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Susanne88 12.08.2017, 17:18
@Kondortraum

Das war ein Zitat des (gläubigen) Fragestellers, und ich denke, ich habe dies als solches genügend gekennzeichnet. Ich habe dieses Zitat einfach mal als wahr angenommen, und darauf bauend meine Frage gestellt.

Wenn du diese Souveränität, für die sich Adam und Eva entschieden haben, nicht siehst, solltest du also deinen Glaubenskollegen erklären, was wahr ist, bzw. in welcher Traumwelt er lebt. Ich bin Atheistin, ich glaube nicht an göttliche Wahrheiten.

Auch kannst du niemanden zwingen, dich zu schätzen oder zu lieben. :-((

Wieder was gelernt, was du gleubst, dass mir unbekannt war? Oder was veranlasst dich zu dieser Feststellung?

Aus Erfahrung weiß ich, daß wir nur frei sind, wenn wir die Grundsätze unseres Schöpfers befolgen: Glaube, Liebe, Treue., Respekt und MItgefühl anderen gegenüber.

Aus Erfahrung weiß ich, dass ich nur frei bin, weil ich die Gesetze hier befolge.

Menschen, die diese Werte nicht anerkennen, lassen wir ihren Weg gehen, meiden aber enge private Kontakte mit ihnen. Ist das vernünftig, was meinst du?

Nein, ist es nicht. Das entspricht nicht meinem Charakter. Ich pflege auch Kontakte zu Menschen, die nicht treu sind, die nicht glauben. Abgesehen davon könntest du so manche Berufe gleich abschaffen, die sich um die Gefallenen dieser Welt kümmern. Aber wie gesagt, ich bin Atheistin, nicht eingeschränkt von Glaubensvorgaben wie du / ihr.

Andernfalls scheitern wir früher oder später, das kannst du ruhig glauben.

Vielleicht. Der Weltuntergang mit nachfolgendem Paradies wurde von Gläubigen schon öfters vorhergesagt. Solange es nicht soweit ist, lebe ich ohne die Einschräkungen der Gläubigen weiter mein Leben.

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Allerdings mußten sie das Recht Gottes, zu sagen was gut und Böse (oder schädlich und schlecht) ist anerkennen.

Wo soll denn das stehen? Ich lese das ganz anders, nämlich so, dass Adam und Eva durch die Frucht der Erkenntnis selber erkennen konnten, was gut und was böse ist, wozu sie zuvor nicht in der Lage waren. Nicht mehr und nicht weniger.

"Der Sünde Sold ist der Tod" (Hes.18,4).

Da alle Menschen bissher gesündigt haben (Röm.3,23), müssen wir alle sterben, dazu angestiftet vom "Gott dieser Welt" (2.Kor.11,14) mit seiner "Weltkirche" (Offb.17,1-6).

Gottes Gabe jedoch ist ewiges Leben  - in Christus (Röm.6,23).

Mit Ihm ernähren wir uns vom "Baum des Lebens" (Joh.14,6), nachdem die gesamte Menschheit vom "Baum des Todes" ißt (1.Mose 2,17).

In Gottes Reich werden alle Menschen die Chance haben, zu unserem ewigen Vater zurück zu kommen (Offb.21,3-4).

25 Und die beiden, der Mensch und seine Frau, waren nackt, und sie schämten sich nicht voreinander.

1. Mose 3

1Die Schlange aber war listiger als alle Tiere des Feldes, die der HERR, Gott, gemacht hatte, und sie sprach zur Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen1? 2Und die Frau sprach zur Schlange: Von den Früchten der Bäume im Garten dürfen wir essen. 3Nur von den Früchten des Baumes in der Mitte des Gartens hat Gott gesagt: Ihr dürft nicht davon essen, und ihr dürft sie nicht anrühren, damit ihr nicht sterbt. 4 Da sprach die Schlange zur Frau: Mitnichten werdet ihr sterben. 5 Sondern Gott weiss, dass euch die Augen aufgehen werden und dass ihr wie Gott sein und Gut und Böse erkennen werdet, sobald ihr davon esst. 6 Da sah die Frau, dass es gut wäre, von dem Baum zu essen, und dass er eine Lust für die Augen war und dass der Baum begehrenswert war, weil er wissend machte, und sie nahm von seiner Frucht und ass. Und sie gab auch ihrem Mann, der mit ihr war, und er ass. 7 Da gingen den beiden die Augen auf, und sie erkannten, dass sie nackt waren. Und sie flochten Feigenblätter und machten sich Schurze. 8 Und sie hörten die Schritte des HERRN, Gottes, wie er beim Abendwind im Garten wandelte. Da versteckten sich der Mensch und seine Frau vor dem HERRN, Gott, unter den Bäumen des Gartens. 9 Aber der HERR, Gott, rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du? 10 Da sprach er: Ich habe deine Schritte im Garten gehört. Da fürchtete ich mich, weil ich nackt bin, und verbarg mich. 11 Und er sprach: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe? 22 Und der HERR, Gott, sprach: Sieh, der Mensch ist geworden wie unsereiner, dass er Gut und Böse erkennt. Dass er nun aber nicht seine Hand ausstrecke und auch noch vom Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe! 23 So schickte ihn der HERR, Gott, aus dem Garten Eden fort, dass er den Erdboden bebaue, von dem er genommen war. 24 Und er vertrieb den Menschen und liess östlich vom Garten Eden die Kerubim sich lagern und die Flamme des zuckenden Schwerts, damit sie den Weg zum Baum des Lebens bewachten.

Was genau steht da? Nun, zuerst wird klar gemacht, dass die Menschen frei waren, unschuldig wie Kinder. Sie waren nackt und schämten sich nicht. Kinder kennen die Begriffe Recht und Unrecht nicht. Sie sind unschuldig in dem Sinn, dass sie völlig offen sind für alles.

Dann stellen wir fest, Gott hat lediglich ein Verbot ausgesprochen und eine Strafe. Er hat nicht gesagt, wenn du von dem verbotenen Baum isst wirst du erkennen. Das hat die Schlange, ein Sinnbild für Satan gesagt. Das war aber gelogen. Die Menschen haben nicht erkannt was gut und böse war sondern ihre Unschuld verloren. Ihre Offenheit. Wer behauptet, nur weil ein Mensch nackt ist, sei das schon verderblich, der lügt. Kinder laufen nackt rum und haben dabei keine schlechten Gedanken. Erwachsene haben diese Unschuld verloren, sie fangen an, Gesetze zu erlassen, dass ist gut, dass ist böse. Durch den Ungehorsam und die Neugierde haben die Menschen also ihre Unschuld verloren und sind "erwachsen" geworden. Man könnte auch sagen, dass war der Schritt vom Kind zum Menschen.

Als nächstes lesen wir in Vers 22, dass Gott befürchtete, dass der Mensch nun noch vom Baum des Lebens nehme und ewig lebe. Was sagt uns das? Es ist ein Märchen zu behaupten, die Menschen waren bereits unsterblich und sollten ewig leben und durch die Sünde müssen wir nun sterben. Sie waren sterblich, da sie nicht vom Baum des Lebens gegessen haben. Daher muss der Ausdruck, wenn du davon nimmst, wirst du sterben was anderes bedeuten. Wie man sieht, hat Gott die Menschen aus dem Garten vertrieben,  fortan dürften sie nicht mehr in seine Nähe kommen. "Für Gott" waren sie gestorben, da sie gesündigt hatte.

Die Aussage ist also schlicht. Dadurch dass der Mensch die Unschuld verloren hat, wurde ihm der Zugang zu Gott verbaut. 

Kondortraum 12.08.2017, 10:04

ManfredFS, ist es nicht so, daß sehr viele kindlich naive Menschen sexuelle Regungen, haben, die sie nicht beherrschen können/wollen und deshalb keineswegs als "erwachsen" gelten können?

1. Mose 2:8, 9

8 Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte.

  9  Und Gott der   HERR   ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Alle Bäume waren erlaubt - nur der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse war verboten. 1. Mose 2:16, 17 Gesetzt den Fall, Adam und Eva hätten der Schlange widerstanden und sich nicht verführen lassen, dann hätten sie Zugang zum Baum des Lebens gehabt. Wann wären sie gestorben? Unsterblich waren sie natürlich nicht, kein Mensch wird je unsterblich sein. Aber unter der Voraussetzung des Gehorsams Gott gegenüber könnten sie vielleicht ewig leben? Was meinst du?
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Der Baum wurde bestimmt schon gefällt und ist ein IKEA Regal. Sei froh das es ist wie es ist sonst gäbe es immer noch nur Adam und Eva

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