Gilt das schon als Suizidgedanken?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du erlebst ja jetzt eine äußerst wichtige Zeit in deinem Leben. Eine Zeit, die für dein ganzes Leben von großer Bedeutung ist.

Ist es nicht so, dass jetzt für dich alles fragwürdig wird?

Ich meine, dass wir uns in deinem Alter alle fragten oder fragen was uns die Beziehungen zu anderen Menschen bedeuten. Ja, es gehört dann auch das Nachdenken über unser eigenes Leben und sogar über unser Lebensende dazu.

Etwa in deinem Alter habe ich mir auch oft ausgemalt, wie wohl meine Eltern, meine Freunde, meine Lehrer reagieren würden, wenn ich plötzlich tot wäre.

Ich hatte das Glück, dass in meiner Jugend solche Fantasien nicht immer gleich als mögliche Hinweise auf eine seelische Erkrankung gedeutet wurden.

In Umbruchszeiten, die für unser Leben so wichtig sind, haben wir es immer mit starkem und oft auch schmerzhaftem seelischem Erleben zu tun. Abgrundtiefe Zweifel, ja, Verzweiflung - aber auch aufwühlende Glückserlebnisse gehören nach meiner Erfahrung dazu.

Ich finde, du beschreibst deine negativen Erfahrungen  mit diesem Beispiel sehr eindrucksvoll:

Auch in der Schule wenn ich alleine bin, fühlt sich mein Leben grau und leer an und dann gehen schon wieder diese Gedanken los wie: ,,Was würden die Lehrerinnen sagen, wenn ich plötzlich nicht mehr da wäre? , Wie würden meine beste Freunde darauf reagieren?

Nimm dir doch Zeit und betrachte dir in Ruhe diese Gedanken, die da aufsteigen aber auch wieder vergehen!

Wenn es dir gut tut, kannst du dir auch ruhig das Entsetzen und die tiefe Trauer von allen, die dir nahe sind, vorstellen.

Es wäre entsetzlich für sie, wenn du plötzlich nicht mehr da wärest!

Ich glaube, dass wir in deinem Alter aber vor allem eines lernen sollen oder sollten:

Jeder von uns ist in diesem Leben ganz und gar einmalig!

Aber leider können wir das nicht lernen, wie die Englischvokabel. Wir brauchen Menschen, die uns mit ihren Blicken, ihren Worten, ihren Umarmungen davon überzeugen.

Da gibt es diesen wunderbaren Trick, der aber gar kein Trick ist:

 Wenn wir anderen zeigen, wie einmalig sie sind, erfahren wir auf wunderbare Weise unsere eigene Einmaligkeit.

Ich meine also, dass du Erfahrungen machst, die zu deinem
Leben gehören. Erfahrungen die nicht krankhaft sind. Erfahrungen die dich vielleicht vor die Aufgabe stellen, anderen zu sagen, wie schön es für dich ist, dass sie da sind – oder wie du das auch immer sagen magst!

Und noch ein kleiner Hinweis:

Vorsicht bei Leuten, die sagen, was man in der Pubertät erlebt, sollte man möglichst schnell vergessen!

Oft haben sie das Wichtigste in ihrem Leben vergessen!

Viel Glück!  

Ich habe manchmal die selben Gedanken wie du. Bin tagsüber trotzdem immer glücklich und eigentlich nie allein.
Dennoch würde ich bei dir raten, dass wenn du merkst, dass die Gedanken "schlimmer" werden oder einfach einen sehr großen Teil deines Lebens einnehmen, solltest du einen Artzt aufsuchen oder dich mit jemandem dem du vertraust ernsthaft unterhalten.
Ich würde das selbe tun! :) Habe ernsthaft keine Ahnung was mit mir los ist.

Ich bin tagsüber auch so gut wie nie alleine, doch wenn ich in der Schule mit meiner besten Freundin darüber rede, wirkt sie angepisst und möchte am liebsten das Thema wechseln.

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Also ich kenne euch beide ja nicht persönlich, aber ich denke gute Freunde sollten einander zuhören und sich nicht über so etwas aufzuregen. Aber manchmal ist es auch gut es einfach dabei zu belsassen. Wie gesagt, ich weiss nicht wie deine Freundin so drauf ist :) Ich kann dir also leider nicht raten, tut mir leid.

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Ja, tut es. Du solltest einen Arzt aufsuchen. 

Danke .. Aber wenn ich nicht zum Arzt gehen möchte?

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@Mukas2014

Dann... warts ab? Vielleicht tust du "es" oder lässt es sein? Wer weiß? 

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