Giebt es eine unendliche Nähe?

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Interessante Frage! Man kann bei allem immer mehr ins Detail bzw. in kleinere Einheiten gehen. Subatomar ist man auf der Suche nach kleinsten Atombausteinen unterhalb der Quarkebene. Und wird sicher irgendwann fündig. Was übrig bleibt, müsste eine Art Wechselbeziehung aus Energien sein. Und wie groß diese Energie ist, sieht man bei Atombomben oder auch der Kernfusion auf der Sonne. So liegt im Kleinen das Große und umgekehrt.

Auf einer mehr philosophischen Ebene kann ich das mit meditativen Zuständen vergleichen, in denen der Geist immer mehr dazu tendieret, "in allem aufzugehen", je mehr er die Aufmerksamkeit auf einem einzigen Punkt ruhen lassen kann. Paradoxerweise führt diese "einspitzige" Konzentration zur Erfahrung der Absorption von Subjekt (meditativer Geist) und beobachtetem Objekt. In der Verschmelzung liegt ein Schlüssel zur Erfahrung (nicht dem intellektuellen Verstehen) der Unendlichkeit. Und hier würde sich die Katze wieder in den Schwanz beissen.

Unendliche Nähe, das wäre der Abstand 0 (mathematisch genau Null).

Nur bestimmte Elementarteilchen sind nach heutigem Kenntnisstand punktförmig. Und diese Elementarteilchen stoßen sich in der Regel ab, so dass 2 Teilchen fast immer einen größeren Abstand als Null haben.

Die aktuelle Ausnahme - Ausnahme aufgrund bisheriger akzeptierter physikalischer Theorien mit dem Stand des heutigen Wissens - ist das Schwarze Loch.

Da es da keine Gegenkraft ausreichender Stärke gibt, die die interne Gravitation aufhalten könnte, ist die gesamte Materie im Innern eines Schwarzen Lochs auf den Durchmesser Null zusammengequetscht.

Demzufolge haben alle Elementarteilchen innerhalb eines Schwarzen Loches den kleinsten möglichen Abstand.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Nö, das macht keinen Sinn. Näher als Oberfläche zu Oberfläche können Fest-Stoffe nicht zusammenkommen ohne ihre charakteristischen Eigenschaften zu verlieren.

Bei Gasen wäre der der Abstand der Teilchen durch die freie Weglänge (Abhängig von Temperatur und Druck) definiert.

Auf der atomaren Ebene können unter wachsender Schwerkraft die Atome immer näher rücken bis sie sich in einen Neutronenbrei umwandeln (siehe "Neutronenenstern"; dann ist aber auch von den Ausgangscharakteristika der betroffenen Atome nichts mehr übrig).

Die denkbar größte Nähe wäre dann in einer Singularität, einem Schwarzen Loch, erreicht, aber hier ist dann per Definition aus jeder möglichen Nähe Eins geworden.

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