Gicht in historischen Romanen vs Realität

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4 Antworten

"Im Mittelalter wurde Gicht als Strafe für Prasserei und übermäßigen Alkoholgenuss angesehen, denn meist waren nur Menschen betroffen, die sich eine üppige Ernährung mit viel Fleisch und fettem Fisch leisten konnten. Berühmte Patienten waren z.B. Karl V, Heinrich VIII oder Michelangelo. " Quelle http://www.dr-gumpert.de/html/gicht.html

Dass das Gichtvorkommen in historischen Romanen so hoch ist liegt entweder an den Personen über die geschrieben wird (Menschen, die sich viel Fleisch und Alkohol leisten konnten) oder aber an der dichterischen Freiheit.

Zu viel fettes Essen - Fleisch, wenig Gemüse und reichlich Alkohol. Im Mittelalter haben selbst Kinder schon verdünnten Wein und Bier getrunken. War da ganz normal.

der"genuß" alkoholischer getränke für kinder hing mit fehlenden abwassersystemen und keimbelastung, des wassers zusammen, was als trink-und waschwasser benutzt werden mußte. aufmerksame beobachter konnten damals feststellen, dass bier- und weingenuss einige krankheiten verhinderte, weil zumindest das bier durch den brauvorgang keine schädlichen mikro-dingens mehr enthielt und beim wein, ja nur von verbrechern wasser zugesetzt wurde. ansonsten tötete der alkohol alles üble ab.

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Wenn die betr. Romane im MA entstanden sind und als historische Quellen verwertbar sein sollten, wäre es interessant. Ansonsten ist bekannt, dass im MA noch sehr viel Fleisch und Alkohol genossen wurde, was bekanntlich leicht zu Gicht führt.

Naja, ich weis nicht genau bescheid aber denk mal drüber nach was früher anders war: Ich denke da zuerst an Ernährung. Ich weis was Gicht ist und kann mir deshalb selbst schwer einen Zusammenhang zusammenreimen, aber durch die Nichtfalsifizierbarkeit dieses akuten Faktors denke ich, hängt es trotzdem stark damit zusammen.

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