Gibt es Gründe zu leben.?

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9 Antworten

Hallo Heartofpoetry,

denke doch einmal über die folgenden drei Gründe nach, weswegen es sich doch noch lohnen könnte, weiterzuleben.

Ein erster Grund: Deine Umstände können sich ändern

Denke immer daran, dass sich belastende Situationen, egal wie ausweglos sie im Moment erscheinen, ändern und sich sogar plötzlich zum Besseren wenden können. Selbst wenn das nicht so schnell geschieht, wie man sich das wünscht, sollte man nicht versuchen, alle Probleme auf einmal zu lösen, sondern jeden Tag für sich zu sehen.

Natürlich gibt es auch immer Umstände, die sich nicht mehr ändern lassen, z.B. wenn man an einer chronischen Krankheit leidet, einen geliebten Menschen durch den Tod verliert oder eine Ehe in die Brüche geht. Auch in diesen Fällen kann man etwas tun: Die eigene Einstellung ändern. Man kann entweder dem unabänderlich Geschehenen endlos nachtrauern oder aber sich innerlich damit abfinden. Dann gelingt es besser, die eigene Situation positiver zu sehen. Auch hält man eher danach Ausschau, wie man mit der Situation klarkommen kann, statt mit drastischen Mitteln allem ein Ende zu machen. So kommt man an den Punkt, wo man einer Situation, die unveränderlich erscheint, nicht mehr völlig hilflos ausgeliefert ist.

Du solltest auch folgendes niemals vergessen: Kann man einen Berg nicht auf einmal ersteigen, schafft man es vielleicht in mehreren Etappen— also Schritt für Schritt. Dasselbe gilt für die meisten Hindernisse im Leben, ganz gleich wie riesig sie einem vorkommen.

Du kannst auch eines sofort tun: Mit jemandem über die Situation reden, zum Beispiel mit einem Freund oder einem Familienangehörigen. Vielleicht kann er oder sie Dir helfen, die Lage nicht mehr so schwarz zu sehen.

Ein zweiter Grund für ein Ja zum Leben: Es gibt Hilfe!

Eine Hilfe können Menschen sein, denen man am Herzen liegt. Das können Angehörige, Freunde und auch andere sein, die persönlich an Dir interessiert sind. Wenn sie auch nicht immer von selbst auf Dich zukommen mögen, so kannst Du sie vielleicht ansprechen und in einem vertraulichen Gespräch Dein Herz ausschütten.

Dann ist da ja auch noch professionelle Hilfe, die man bei Selbstmordgedanken unbedingt in Anspruch nehmen sollte. Oft steckt hinter diesen Gedanken eine schwere Depression, für die sich niemand schämen muss, genauso wenig wie man sich für eine körperliche Krankheit schämen muss. In einem Buch wird die Depression als „Schnupfen“ unter den psychischen Erkrankungen bezeichnet. Rein theoretisch kann sie jeder bekommen— und es gibt Behandlungsmöglichkeiten. Sind Deine Selbstmordgedanken sehr stark oder anhaltend, solltest Du Dich informieren, wo Du Hilfe erhalten kannst, vielleicht bei Notfall-Hotlines oder anderen Beratungsstellen für Suizidprävention. Sie sind mit geschultem Personal besetzt. Hier sind einige Anlaufstellen, an die Du Dich wenden könntest:

- Notfall-Seelsorge: Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

0800 - 111 0 111
0800 - 111 0 222
0800 - 111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)
Email: unter www.telefonseelsorge.de

Die Mitarbeiter der Telefonseelsorge hören Dir gut zu, nehmen an Deinen Problemen Anteil und können Dich bei Bedarf auch an entsprechende Einrichtungen verweisen. Du kannst Dich hier zu jeder Tages- und Nachtzeit anonym beraten lassen.

- Sozialpsychiatrischer Dienst: Er bietet Menschen in psychischen Krisen Beratung und auch weitergehende Hilfen an. Oft findest Du diesen Dienst im Gesundheitsamt oder kannst die Adresse und Telefonnummer über das Gemeindeamt erfragen.

- Beratungsstellen der Jugendämter, Erziehungsberatungsstellen und Ehe-, Familien-, Lebensberatungsstellen: diese sind in jeder Stadt und Gemeinde Ansprechpartner für die unterschiedlichsten Probleme.

- Online-Beratung: Hilfe für suizidgefährdete junge Menschen gibt es hier: www.das-beratungsnetz.de .

Vergiss bitte nicht, dass Du z.B.aus schweren Depressionen allein nicht wieder freikommst, aber wenn Dir jemand hilft, kannst Du es schaffen! Vielen hilft auch eine ambulante Therapie, um wieder mehr Selbstvertrauen zu entwickeln und Strategien zur Bewältigung der Probleme zu finden. Wichtig ist es auch, jemanden zu haben, zu dem man Vertrauen hat und bei dem man immer sein Herz ausschütten kann.

Hier noch ein dritter Grund, weiterzuleben: Es gibt Hoffnung!

Auch wenn Du schon lange an Deine Grenzen gestoßen bist, heißt das nicht, dass nicht irgendwann ein Hoffnungsstrahl aufleuchtet. Wie bereits gesagt, ändern sich Situationen, es bleibt nicht für immer alles gleich trost- und hoffnungslos. Deine Krankheit kann wie ein langer dunkler Tunnel sein, dessen Ende Du im Moment noch nicht sehen kannst. Denke jedoch daran, dass irgendwann auch der längste Tunnel zu Ende ist und man wieder das Tageslicht erblickt. Vielen vor Dir ist es schon so ergangen, und so kann es auf in Deinem Fall sein! Auch wenn es schwer ist, mache Dir jedoch eines zum Motto: "Aufgeben ist keine Option". Diese Einstellung kann Dir dabei helfen, niemals die Hoffnung zu verlieren, egal wie dunkel es um Dich herum gerade aussieht.

Außer diesen praktische Hinweisen, möchte ich Dir zum Schluss auch noch einen kleinen Tipp aus der Bibel geben. Ich fand einmal einen sehr schönen Text in den Psalmen, der zeigt, dass wir uns mit unseren Sorgen und Problemen jederzeit an Gott wenden können. Der Text lautet: " O Hörer des Gebets, ja zu dir werden Menschen von allem Fleisch kommen." (Psalm Kapitel 65, Vers 2). Ich selbst habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Gebete nicht einfach ins Leere gehen. Gott kann einem helfen, auch wenn er nicht durch ein Wunder die Krankheit beseitigt.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du es mit der Hilfe und Unterstützung anderer schaffst, Dein  seelisches Tief zu überwinden und Du die Entdeckung machst, dass es sich auch in Deinem Fall lohnt, weiterzuleben. Alles Gute!

LG Philipp

Es gibt Gründe, um zu leben.

Für mich selbst ist einer der Gründe, dass ich überhaupt noch lebe.

Bewusst würde mir das durch eine schwere Krankheit, wo mir meine Familie half, das durchzustehen - aber nicht nur die, sondern auch ganz fremde Menschen waren an meiner Seite und standen mir bei.

Ich werde ihnen allen immer dankbar sein.

...Auch Ihr Leben ist nicht sinnlos! Wäre es sinnlos, gäbe es Sie nicht, und Sie wären gar nicht hier.

Ich wünsche Ihnen die Erkenntnis für Ihr Leben. Dass Sie begreifen, dass es einen Sinn hat - und dass es auch für Sie Gründe gibt, zu leben.

..Stufen Sie Ihre Fähikeiten nicht herab, wie Sie schreiben!

...Und Sie können und dürfen sich auch an Ihren Leben freuen!

Alles Gute!

da hilft nur erkenntnis
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---der sinn des lebens liegt im lernen an dem, was dir die erde und der kosmos geben kann.
wenn der mensch seinen physischen körper abgelegt hat (tod), geht er in seine geistige heimat wieder zurück, um dort dasjenige, mit dem er auf der erde bekanntgemacht wurde, zu verarbeiten. gibt es wieder neues für ihn zu lernen, wird er auf der erde wiedergeboren. der mensch ist auf der erde, um folgendes zu lernen, oder sich weiter zu vervollkommnen in:
---liebe
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---freiheit
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---mitgefühl mit allen irdischen wesenheiten
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---gedächtnisschulung
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---moralschulung
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---ethikschulung
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---durchhaltevermögen trainieren
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--kennenlernen des schönen, guten und wahren und deren gegenteile
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---erkennen naturgegebener rhythmen und deren kraft auf den menschen
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---erkennen kosmischer rhythmen und deren kraft auf den menschen
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---erfinden von eigenen rhythmen, um sich von der natur und dem kosmos zu emanzipieren
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---hake doch mal ab, was du schon alles erreicht hast.
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ich habe mich mit diesem text schon oft wiederholt, aber es tauchen immer wieder neue frager auf. und auch die haben ein anrecht auf eine gute antwort.

Es gibt keinen allhemeingültigen Sinn des Lebens. Viel mehr musst du dir bewusst werden, wofür du leben willst, was dich erfüllt, sozusagen deinen eigenen Sinn des Lebens finden.

Natürlich kann man den Sinn des Lebens nicht generalisieren. Aber für mich gibt es zurzeit keinen Sinn. Ich verbiete mir das Träumen und kann kaum Freude empfinden. Ich stufe meine Fähigkeiten herab. Deshalb fällt es mir schwer etwas zu finden, für das es sich lohnt zu leben.

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Das Glück seine Kinder aufwachsen zu sehen

Nein, den gibt es nicht.
Jeder hat seinen eigenen Sinn zu leben, für mich sind es meine Freunde und meine Haustiere.

Andererseits denke ich das dich hier niemand von deinen Plänen abhalten kann, wenn man einmal den Sinn im Leben verliert gibt es 1000 Möglichkeiten einen neuen zu finden. Wenn du schon niemanden hast dann lebe für dich, erfüll dir deine Träume.

Oder lass es sein...

Freunde habe ich leider keine

Wie kann das sein?

Bist du nicht in der Schule? Oder arbeitest du nicht?
So lernt man doch Leute und auch Freunde kennen. ?

Ich besuche ein allgemeinbildendes Gymnasium. Dort bin ich in einer M.M.n. schwierigen Situation. Mit anderen Worten: ich wurde als Mobbingopfer auserwählt und von allen nur ausgegrenzt und beleidigt. Dadurch ist es mir leider unmöglich Freunde zu finden.

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@Heartofpoetry

1) Ein Wechsel ist nicht möglich?

2) Diese Idioten willst du doch wohl nicht "gewinnen" lassen, indem du dich umbringst, oder??
An wen hast du dich denn bereits gewendet?

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@latricolore

Einen Klassenwechsel habe ich bereits beim Direktor erbeten, dieser ist jedoch leider nicht möglich. Es gibt in der Klassenstufe nur eine weitere Klasse, diese ist mit denn Stoff jedoch viel weiter und laut Aussagen des Direktors ist es mir nicht möglich diesen bis zum neuen Schuljahr aufzuarbeiten.

Ein Schulwechsel kommt für mich nicht in Frage, da dies das einzige Gymnasium in der näheren Umgebung ist.

Ich möchte diese Menscdn natürlich nicht "gewinnen" lassen, aber ich sehe zurzeit keine andere Lösung um den Situation zu entkommen. Ich mach das jetzt bereits ein komplettes Schuljahr mit und bin mit meinen Nerven am Ende.

Ich stehe mit denn Beratungslehrer an meiner Schule in Kontakt. Ansonsten habe ich keine weitern Bezugspersonen.

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@Heartofpoetry

Und wieso unternimmt der Beratungslehrer nichts?
Was macht die Schulleitung gegen das Mobbing?

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Ja, das Leben an sich. Denn man hat nur eins. Und da muß man das Beste draus machen!

Aber bei Mobbing wird's schon hart.

Eure posts kamen gleichzeitig ;-)

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@latricolore

Meine Frau hat gelitten unter Mobbing, aber sie konnte damit umgehen.

Ich hab den Kollegen, der mich mobben wollte, mal kurz angefaßt. An der Gurgel. Seit dem ist Waffenstillstand.

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Setz dich mit dem Islam auseinander und du wirst kein einziges Problem mehr haben! Frag am besten Muslime in deinem Umfeld über den Islam oder in einer Moschee darüber! Und nicht auf Wikipedia oder gutefrage sondern auf islamischen Seiten! Glaub mir mach das und du wirst glücklich werden und am jüngsten Tag vor dem Höllenfeuer gerettet!

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