Gibt gute Gründe gegen die Homoehe?

30 Antworten

Meiner Meinung nach beruht die Ablehnung der so genannten "Homo-Ehe" vor allem auf erzkonservativen, veralteten und unzeitgemäßen Moralvorstellungen, die Homosexualität als "Perversion" ansehen.

Die sind zwar nicht nur bei religiösen Menschen zu finden, aber die ablehnende bis feindselige  Haltung einiger Religionen gegen praktizierte Homosexualität begünstigt die Vorbehalte natürlich.

Islam

Im Islam wird aufgrund von Quran-Passagen Hadithen gegen Geschlechtsverkehr unter Männern (liwat) bzw. zwischen Frauen (sihaq) argumentiert.

Dort wird beispielsweise Analverkehr als eine der Gründe genannt, weshalb Gott die Städte Sodom und Gomorrah zerstörte.

Lot versuchte sie von ihrem Verhalten abzubringen, doch sie wollten ihre Sitten nicht ändern und stattdessen Lot und seine Familie vertreiben.

Sure 7 (al-Araf) Vers 80-84 berichtet:

Und (Wir sandten) Lūṭ, als er zu seinem Volk sagte: „Wollt ihr denn das Abscheuliche begehen, wie es vor euch niemand von den Weltenbewohnern  begangen hat?

Ihr laßt euch doch wahrlich in Begierde mit den Männern ein anstatt mit den Frauen. Aber nein! Ihr seid maßlose Leute

Die Antwort seines Volkes war nur, daß sie sagten: „Vertreibt sie aus eurer Stadt! Das sind Menschen, die sich rein halten.“

Da retteten Wir ihn und seine Angehörigen, außer seiner Frau; Sie gehörte zu denjenigen, die zurückblieben.

Und Wir ließen einen Regen (aus Steinen) auf sie niedergehen. So schau, wie das Ende der Übeltäter war!

Das ist also eine der Passagen aus dem Quran, mit denen die Homosexualität verurteilt wird.

Judentum/Christentum

Im Judentum und Christentum beruht die Ablehnung vor allem auf Aussagen wie dem 3. Buch Mose 20,13. Dort heißt es:

"Schläft einer mit einem Mann, wie man mit einer Frau schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen; beide werden mit dem Tod bestraft; ihr Blut soll auf sie kommen

Derartige Texte sind für konservative Gläubige dann zum Teil ausreichend Grund, sich gegen Homosexualität zu stellen.

Abschließend noch zu deiner Frage

Aber haben die wirklich gute Argumente dagegen?

Konservative Gläubige brauchen keine rationalen Argumente und logischen Begründungen für die Ablehnung von Homosexualität und deren rechtlicher Gleichstellung mit der Ehe.

Für sie ist es ausreichend, dass es in heiligen Schriften mit dem Anspruch auf absolute Wahrheit steht, um Menschen zu diskriminieren, oder sogar zu töten.

Gerade Muslime verstehen da keinen Spass.

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@Freigeist8322

Oh es gibt da auch Christen, die alles andere als liberal sind und mit denen man nicht vernünftig diskutieren kann.

Allerdings gibt es auch zeitgemäß denkende Gläubige. So geht etwa der evangelische Pastor Nils Christiansen sogar so weit zu sagen "Homosexuelle auszuschließen ist evangeliumsfeindlich"

http://www.evangelisch.de/inhalte/84019/03-06-2013/homosexuelle-auszuschliessen-ist-evangeliumsfeindlich

Er plädiert dafür, Passagen der Bibel, die ganz offensichtlich aus einer anderen Zeit stammen und nicht mehr praktikabel oder sinnvoll sind, zu ignorieren.

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@Freigeist8322

Ja. Das ist die große Hoffnung. Das dieses Betondenken in alten Kategorien auf Dauer so abstoßend wird, dass immer mehr Menschen wieder zu Verstand kommen und der Religion den Allerwertesten zuwenden.

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@Enzylexikon
"Homosexuelle auszuschließen ist 
evangeliumsfeindlich"

Meint er hier von der christlichen Ehe auszuschließen ?
Es war hier die Frage nach der "Ehe" .

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Die Ehe als solches schüzt hauptsächlich die beiden Partner/innen - ohne Leistungen vom Staat.

Das Ehegesetz regelt Erbfolge und Trennung und Vollmacht im Falle von Krankheit oder Unzurechenschaft eines Partners...

Wieso sollten diese Rechte für homosexuelle Paare nicht gelten?

Du musst dir Fälle vorstellen wo der Lebenspartner seinen im Sterben liegenden Partner nicht auf der Intensivstation besuchen darf.... 

Sein Erbe zurück an seine Eltern/Geschwister geht, welche ihn/sie als Homosexuellen vielleicht sogar verstossen haben... 

usw... Sind nur ein paar Beispiele.. Sollten aber zum Nachdenken anregen.

Ausser religiöse Gründe spricht absolut nichts dagegen. Und wir wollten doch Kirche vom Staat getrennt haben - oder nicht ?

Naja nicht alle wollen einen säkulären Staat, Muslime nicht und Christen nicht.

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@Freigeist8322

Nein das wollen sie nicht - Wir haben ein paar hundert Jahre für diese Freiheit gekämpft in Europa. Und nun wird es Zeit wirklichen Freigeist auch zu leben :-) Und ALLEN gleiche Rechte und Pflichten zu geben.

Oder bist du nicht gleicher Meinung trotz deines Avatars ? 

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@Freigeist8322

Ja die Gefahr besteht - Und desshalb ist Aufklärung nötig! Man muss die friedliebenden Moslems vor sich selber schützen - wie man es bei den Christen auch musste in der Vergangenheit.

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@AndyG66

Islam heisst Eroberung, unterwerfung, es besteht auch die Gefahr das sich das Christentum wieder radikalisiert.

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@Freigeist8322

Die Gefahr ist mir durchaus bewusst. Ich weiss auch wo sie endet wenn nichts dagegen unternommen wird. 

Auf welcher Seite stehst du ?

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@AndyG66

Auf seite der Atheisten, allerdigns halte ich genausowenig von den Atheisten die den Islam verteidigne, wir Atheisten sollten uns gegen den religiösen Extremismus wehren, auf beiden Seiten.

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@Freigeist8322

Ich bin gegen jedes fundamentalistische Gedankengut. Ob religiös oder politisch spielt keine Rolle.

Desshalb ist Aufklärung bitter nötig. Man muss die Gefahr beim Namen nennen dürfen ! 

Und zwar ohne Absegnung durch christliche/islamische Theologen.

Das fängt in der Schule an. Da wird auf ganzer Linie versagt bis jetzt.

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@Meatwad

Was ist an meiner Aussage falsch? Wer sich Atheist nennt aber zb. den Islam in Schutz nimmt ist kein wahrer Atheist.

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@AndyG66

Wohl an mich, warum sollte ich ein Extremist sein? Ich bin gegen den Islam, aber auch gegen das Christentum, und allgemein gegen Religionen und kruden Ideologien. Ich bin kein Extremist.

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@Freigeist8322

Warum kann ein Nichtgläubiger keinen Glauben schützen?

Frei nach Rosa Luxemberg:

Ich bin nicht deiner Meinung aber ich werde dafür kämpfen das du deine Meinung sagen darfst

Solange der Gläubige auch mich respektiert und das Dogma der Rechtsprechung akzeptiert.....

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@Ursusmaritimus

 

Also wenn er dazu aufruft ungläubige zu töten würdest du das ok finden? Nur als Beispiel? Oder Schwule töten? Oder was weiss ich.

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@Freigeist8322

Das sehe ich grundsätzlich mal anders.

Atheist bedeutet ersteinmal nichts anderes als für sich Persönlich glaubenslehren abzulehnen. Mehr nicht.

Darüber ob man glauben toleriert oder nicht sagt der begriff gar nichts aus.

Im gegensatz zu Religionen ist atheismus nicht organisiert. Zumindest nicht einheitlich im gleichen sinne. Daher ist der begriff wir Atheisten eher unpassend.

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@Freigeist8322

Ich bin Christ aber kein Extremist. Das ist wohl ein Vorurteil von Dir, Freigeist. Extremisten sind die Kirchen, Religionen und Sekten, die wiederum widersprechen der Bibel, entweder ohne es zu merken, oder mit Absicht. Diese sind keine Christen, sondern Extremisten. Ich kenne genügend viele Muslime und Christen, die echt sind und Toleranz haben im biblischen Sinne. Also bitte keine Vorurteile gegen die echten Glaubenden an den Schöpfer. 

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Das Ehegesetz regelt Erbfolge und Trennung und 
Vollmacht im Falle von Krankheit oder
Unzurechenschaft eines Partners...

Um dies zwischen zwei Partnern zu regeln bedarf es nicht den Status der Ehe.
Außerdem wird Vollmacht  nicht durch Ehegesetze geregelt. Diese oder eine Patientenverfügung bedarf immer der vorherigen Willenserklärung des Betroffenen.


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@Viktor1

@Viktor1

Ja das ist seit einigen Jahren so in Deutschland. Aber noch längst nicht überall auf der Welt...

Dir ist also lieber.. das zum Beispiel  Frauen Kinder alleine aufziehen anstatt in einer eingetragenen lesbischen Partnerschaft ? 

Dich stört wohl einzig der Gedanke das zwei Männer Kinder aufziehen - oder seh ich das falsch?

Ein alleinerziehender Vater ist aber ein viel kleineres Problem ? 

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@AndyG66
Dir ist also lieber.. das zum Beispiel  .......

Und das soll also ein Grund für die Homoehe sein ?
Jede(r) alleinstehende der ein Kind hat kann doch mit jedem Partner zusammenziehen wie er will.
Natürliche Familien mit Familienzugehörigkeit (auch über die zwei Partner hinaus) der Kinder können jedenfalls aus einer Homoehe nicht entstehen.

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@Viktor1

Der Punkt ist - es gibt keinen GRUND dagegen - Ausser dein Vorurteil. Das einzige Problem was Kinder in gleichgeschlechtlichen Familien haben - ist die STIGMATISIERUNG durch die Gesellschaft und Menschen wie dich.

Dazu gibt es Studien.

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Für g;äubige Menschen sind biblische Schriftstellen wie diese sehr wichtig:

1. Mose 1, 27 (EÜ): Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. 

3. Mose 18, 22 (EÜ): Du darfst nicht mit einem Mann schlafen, wie man mit einer Frau schläft; das wäre ein Gräuel.

Römer 1, 26-27 (EÜ): Darum lieferte Gott sie entehrenden Leidenschaften aus: Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen;  27 ebenso gaben die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in Begierde zueinander; Männer trieben mit Männern Unzucht und erhielten den ihnen gebührenden Lohn für ihre Verirrung.

1. Korinther 6, 9 (HFA): Habt ihr vergessen, dass für Menschen, die Unrecht tun, in Gottes neuer Welt kein Platz sein wird? Täuscht euch nicht: Wer verbotene sexuelle Beziehungen eingeht, andere Götter anbetet, die Ehe bricht, wer sich von seinen Begierden treiben lässt und homosexuell verkehrt, wird nicht in Gottes neue Welt kommen;

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