Gibt es zwischen 2 Frauen aufrichtige Freundschaft?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Gibt es zwischen 2 Frauen aufrichtige Freundschaft?

Mit dieser Frage machst du zwei Dinge: 

  1. Du trittst Frauen (vor allem denen unter etwa 25) mächtig auf den Schwanz der Eitelkeit, was sie zu (ebenso aggressiver wie unreflektierter, also sehr impulsiver) Ablehnung deines Postulats treiben wird.
  2. Du beziehst dich (fast) ausschließlich auf Frauen, die (geistig) unter etwa 25 Jahren sind.

Ich kann deine Beobachtung durchaus aus meiner eigenen bestätigen. Es gibt dieses Muster. Nicht ausschließlich; aber auffallend überproportional. Vor allem in der Altersgruppe U25 bzw. in der geistigen Altersgruppe U25; also jenen Damen, die auch im Alter von 30+ Jahren immer noch an den Prinzen, das weiße Ross und das Einhorn, das Glitter furzt, - oder eben kurz: die große, dauerhafte, rosarote Liebe - glauben...

Allerdings ändert sich das mit dem Alter genauso, wie die Bedeutung des Altersunterschieds schwindet. (Für 15-jährige ist ein einziges Jahr Altersunterschied schon wie ein ganzes Leben; während für 45-jährige selbst 10 Jahre Unterschied eher nebenrangige Bedeutung haben.)

Gibt es also überhaupt aufrichtige Freundschaft zwischen 2 Frauen oder sind es immer nur Zweckbündnisse?

Ne ... *aua* ... N ... Nei ... *aua* ... NATÜRLICH gibt es die ... (sagt meine Frau, soll ich schreiben)

Nein, im Ernst: Selbstverständlich gibt es die. Allerdings haben Frauen ein anderes Verständnis von "Freundschaft" als Männer. Während Männer lieber aktiv sind, also eher gemeinsam etwas unternehmen, quatschen Frauen lieber über Gott und die Welt.

Daraus begründet sich auch die Art der Suche nach Freunden: Männer binden sich eher an Männer, die ein ähnliches "Aktivitäts-Level" haben. Und Frauen binden sich eher an Frauen, die ein ihren persönlichen Anforderungen entsprechendes "Rede-Level" haben. (mal mehr, mal weniger, mal gleich) Grundsätzlich sind Frauen aber entschiedener in der Bindung und Auflösung von Freundschaften: Sie sind SEHR VIEL intimer in der Freundschaft; sie sind aber auch sehr viel leichter bereit, die Freundschaft - auch wegen objektiver Nichtigkeiten (manchmal sogar einfach nur wegen falscher Vorstellungen und Gedanken) - wieder aufzulösen.

Doch INNERHALB der Freundschaft - und danach fragst du hauptsächlich - sind Frauen (ihrer Ansicht nach) selbstverständlich aufrichtig. Für Männer ist das schwierig nachzuvollziehen, weil Frauen "über das Ohr denken". Sie sprechen also ihre Gedanken aus, hören sie und verstehen erst dann, was sie denken. Wie viel von dem Gesagten also wirklich "aufrichtig" ist, lässt sich logischerweise schwierig erkennen. 

Richtig ist - demzufolge: wohl - auch, dass Frauen exzessiv an ihren Freundschaften zu zweifeln scheinen. Jedenfalls ist "meine beste Freundin" bei den Frauen, die ich kenne, und die mir - quasi laut denkend - vertrauen, ein sehr beliebtes (und reichlich kritisches) Thema. Und, würde ich nicht (An dieser Stelle aufrichtigen Dank an meine Frau, die es mir in endlosen Diskussionen immer wieder auseinanderlegt!) mühsam gelernt haben, dass es sich hier um Denk-Prozesse, also um unfertige Gedanken, handelt, die keineswegs eine Reflexion in der Praxis finden müssen, würde ich so manches Mal an brutalen "Zicken-Terror" denken. 

Doch sie scheinen einfach nur "denkend zu archivieren", denn jedes Mal, wenn ich sage: "Hey, dann sage es ihr doch genau so!" bekomme ich als Antwort ein entrücktes "Was? Was soll ich ihr genau so sagen?"; gerade so, als hätte sie sich selbst nicht zugehört, wie sie über ihre BFF hergezogen ist, weil die ihrer Ansicht nach irgendeinen Fehler (meiner Ansicht nach meist eine Lappalie, die man leicht klären könnte, wenn man wirklich miteinander reden würde) gemacht hat...

Was ich aber bei Frauen NOCH NIE erlebt habe, ist das Äquivalent zur "bedingungslosen Männerfreundschaft"; also dieser Art von Freund, die du morgens um 3 Uhr anrufen kannst, um dich abholen zu lassen; und die nicht erst "Warum?" sondern nur "Wo?" fragen. Doch die ist auch bei Männern so selten, dass sie wohl berechtigterweise als Ausnahme gelten darf...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du hast ein komplett falsches Bild von Frauenfreundschaften. Man sucht sich keine BF aus, weil sie hässlich ist, sondern weil man auf der gleichen Wellenlänge ist. Das hat nix mit profitieren, sondern mit Freundschaft und Mögen zu tun.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von PennypackerHE
21.10.2016, 23:47

Das eine schliesst ja das andere nicht aus

0

Die These vom Bündnis zwischen dem "hässlichen Entlein und dem schönen Schwan" halte ich für Unfug.

Freundschaften entstehen weil Interessen, Hobbys und Meinungen sich decken und man den/die Anderen/Andere sympathisch findet. Ich glaube dass das nichts mit dem Geschlecht zu tun hat. L.G.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von PennypackerHE
21.10.2016, 23:49

Naja, eine schöne Frau wird wohl kaum grosse Sympathien für eine noch schönere Frau entwickeln (von Lesbierinnen abgesehen)

0

Man du Adlerauge.
Da hast du ja eine gute Wahrnehmung.
Ist bei Männern ja auch so.
Einer hat immer die Glatze und der andere hat einen große, sexy Nase.
Alles nur Mittel zum Zweck.'
Du hast es erkannt!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von PennypackerHE
21.10.2016, 23:39

Nein, bei Männern ist das nicht so

0
Kommentar von FelinasDemons
22.10.2016, 00:33

Aha. Bei Männern also nicht...

1

Du bist mir einer...
Wenn du wirklich so denkst tust du mir wirklich sehr Leid...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo Penny,

von Dir würd ich gerne mal wissen:

-was Schönheit ist,

- was eine aufrichtige Freundschaft ist,

-welche aufrichtigen Freundschaften es gibt, in denen nicht voneinander profitiert wird, und woran man sie erkennt,

- und ab wann eine Zweckgemeinschaft eine Zweckgemeinschaft ist.

Vielleicht fällt es mir dann leichter Deine Frage zu beantworten.

LG

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?