Gibt es zurzeit einen kampf der Kulturen?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es gibt keinen "Kampf der Kulturen"! Huntingtons Prognose hat sich nicht bestätigt.

Es gibt aber einen "Kampf in der Kultur", und zwar innerhalb der islamischen Kultur. Die islamische Welt ist dabei, sich in einen jahrzehntelangen Krieg teils um religiöse, teils um politische Zielsetzungen und Vorherrschaft zu verstricken. Er wird vielleicht enden wie die europäischen Kriege um Religion und politischen Einfluss: nach zahllosen Opfern in totaler Erschöpfung!

Was Europa betrifft, sind es nur ein paar fanatische Extremisten, die zwar lästig sind, aber unsere westliche, auf Freiheit und Demokratie basierende Kultur nicht gefährden können.

Was West und Ost, was lateinisches und orthodoxes Christentum angeht, so wird auch hier kein Kulturkampf, allenfalls ein Machtkampf ausgetragen. Tiefgreifende, unüberbrückbare kulturelle Gegensätze gibt es nicht (mehr). Putin hat es gewurmt, dass Obama von Russland nur abschätzig als "Regionalmacht" gesprochen hat. Putin hat Obama gezeigt, zu was die russische "Regionalmacht" imstande ist - und er wird sich beruhigen, wenn ihm Trump demnächst den nötigen Respekt erweist. Putin weiß, was er an Europa hat, auf das er als Wirtschaftspartner angewiesen ist. Wenn die Europäer endlich einmal vernünftig werden, sind sie die nächste wirtschaftliche und politische Großmacht, die ein dauerhaftes Bindeglied zwischen den USA und Russland sein können.

Und China? China muss aufpassen, dass es seinen wirtschaftlichen Wohlstand nicht dadurch einbüßt, dass es ihn in inneren Gegensätzen vollkommen verspielt. Es gibt fortschrittliche und vernachlässigte Gebiete, China ist multikulturell, auch im Hinblick auf Religionen, und multiethnisch. Das birgt ein erhebliches Konfliktpotential. China wird also für absehbare Zeit daran interessiert sein, außenpolitische Konflikte insbesondere mit den USA, Russland und der EU zu vermeiden.

Im Augenblick gibt es niemanden außer ein paar dümmlichen religiösen Fanatikern, die beabsichtigen, sich auf "den Westen zu stürzen"!

MfG

Arnold

Aber dennoch scheint die Vorherrschaft des Westens dem Ende zuzugehen und andere machte wie China oder Russland erben diese macht in bestimmten Bereichen Noch dazu weiß niemand ob trump und Putin tatsächlich so gut gemeinsam auskommen werden oder ob Putin oder Trump das nur tut um mehr macht zu sammeln in den gebeitendes jeweils anderen Ausserdem könnte es doch auch bedeuten das Russland sich nun zerrissen sieht in der Frage ob es zu China halten soll oder sich dem anderen Weg zuwenden wird da trump auf einen klaren Konfrontationskurs mit China setzt

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@Serbianpatriot

Aber dennoch scheint die Vorherrschaft des Westens dem Ende zuzugehen

Nein. Freiheit, Demokratie, Rechtsstaat, Völkergemeinschaft, Völkerrecht, Menschenrecht - alls diese Errungenschaften des "Westens" beherrschen die Politik in der Welt und geben die Ziele vor, nach denen eine Mehrheit der Länder und Völker der Welt streben. Warum gibt es denn Massenfluchtbewegungen nach Europa statt z. B. nach China? Weil Europa, der Westen, synonym ist mit Wohlstand, Freiheit, Recht. Natürlich muss der Westen, müssen die europäischen Länder dafür sorgen, auch in Zukunft eine starke Gemeinschaft zu bilden. mit der alle anderen Mächte und "Kulturen" der Welt gerne zusammenarbeiten wollen.

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Aber die zeit wo der Westen etwas sagte und alle dies befolgen scheint vorbei mittlerweile gibt es auch starke Gegenbewegungen die sich dafür einsetzen das der Westen Unrecht hat und sie recht

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@Serbianpatriot

Aber die zeit wo der Westen etwas sagte und alle dies befolgen scheint vorbei

Ja, diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei!

Denn der Westen, besser: die europäischen freiheitlichen Demokratien wollen nicht andere Länder herumkommandieren, wie es im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch üblich war. Der demokratische Westen will argumentieren und dadurch sowie auch durch sein Beispiel - Frieden und Freiheit und Wohlstand für die Bevölkerung - überzeugen! Die nach Europa gerichteten Flüchtlingsströme belegen doch, dass dieses Beispiel verlockend ist, denn es ermöglicht allen Menschen ein Leben in Würde.

mittlerweile gibt es auch starke Gegenbewegungen die sich dafür einsetzen das der Westen Unrecht hat und sie recht

Es wird immer oder wenigstens noch lange Zeit "Gegenbewegungen" geben. Aber sie haben in der Zukunft nur geringe Chancen. Sie werden sich wenigstens bis zu einem gewissen Grade westlichen Werten anpassen müssen oder, wie in der islamischen Welt zu sehen, sich gegenseitig solange bekriegen, bis sie sich aus Entkräftung eines Besseren besinnen - oder wieder im Mittelalter landen.

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Und welcher Kampf soll das bitte sein?  Also in Europa oder in dieser Realität sicher nicht 

Wie ein User schon geschrieben hat gibt es einen schon lange währenden Kampf im Islam selbst,  der sich u.a auch im Syrien Konflikt widerspiegelt 

In Europa gibt es eine handvoll Trottel die froh sind wenn sie wissen wie sie den Auslöser an vorgefertigten Bomben auslösen können,  keine wirkliche Auslöschung,, unserer " Kultur 

Die orthodoxe Kirche fordert den Westen auch nicht heraus,  ausser das sämtliche christliche Richtungen sich für die einzig wahre halten,  

Rausfordern tun sich die Nato und USA und Russland in einem kindischen geopolitischen Streit in denen moralische Grenzen von allen manchmal gerne überwunden werden 

Indirekt ich meine wenn es keinen Kampf der Kulturen gibt kann man dann zurückfallen auf den Kampf der Ideologien

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die ganze menschheit lebt zur zeit im zeitalter des kampfes

(der streit ist der vater aller dinge)

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