Gibt es "Wochenend Alkoholiker"?

12 Antworten

Ich denke, dein Freund meinte das eher aus Spaß, aber es gibt tatsächlich 'WochenendAlkoholiker', man muss nicht als Alkoholiker täglich trinken, es kommt auf die Regelmäßigkeit an und das Ausmaß dabei.

Es gibt viele verschiedene Formen des Alkoholismus. Man denkt immer nur an die, die schon morgens an der Flasche hängen, aber das ist nur ein kleiner Teil. Es zieht sich durch sämtliche Gesellschaftschichten und betrifft Leute, bei denen fast niemand was merkt oder sich was dabei denkt, und vor allen auch, von denen man es NIE gedacht hätte. In so einer Entgiftung tummelt sich vom Obdachlosen über den Bäcker bis zum Oberstudienrat alles.

Also kann das schon sein, dass der Kumpel in der Woche völlig unauffällig ist und funtioniert, aber die ganze Zeit schon ans WE denkt, dass er wieder feiern kann. Wär mal interessant wie er reagiert, wenn WE ist, er aber aus irgendeinem Grund nichts trinken kann.

Meiner Meinung nach sind auch die vielen Jugendlichen, die meinen ohne Alkohol keinen Spaß haben zu können, in gewisser Weise abhängig davon - zwar noch nicht unbedingt körperlich, aber zumindest psychisch. Genauso ist es denke ich bei dem Kumpel deines Freundes - du schreibst, dass er am Wochenende immer trinken bzw sich betrinken will, sobald Wochenende ist. Das klingt sehr stark danach, als käme er am Wochenende nicht mehr ohne den Alkohol aus.

Wie beweise ich, dass ich KEIN Alkoholiker bin?

Hallo, Ich war sieben Jahre mit einer Frau verheiratet, die mir ständig eingeredet hat, ich sei Alkoholiker (Was wohl auch aus ihrer Kindheit mit einer alkoholabhängigen Mutter herrührt). Ich habe auch relativ viel getrunken, und als Beziehungssüchtiger habe ich ihr dann auch irgendwann geglaubt, bin zum Arzt gegangen, habe dort die mir vorher aufgrund meiner Recherchen zum Thema Alkoholismus angelesenen richtigen Antworten gegeben und wurde dann auch als Alkoholiker eingestuft und mir eine ambulante Therapie verordnet. Gleich zu Anfang habe ich aufgehört, Alkohol zu trinken, hatte keinerlei "Entzugsprobleme" und habe das auch drei Jahre keinen Alkohol getrunken, hatte eigentlich nie gesteigertes Bedürfnis danach, Alkohol zu trinken. In der Therapie wunderte ich mich über die Probleme der anderen Patienten, ich konnte das irgendwie nicht nachvollziehen, da ich nie "Trinkdruck" verspürte oder Ähnliches. Vor zwei Jahren hat sich meine Frau dann aus verschiedenen Gründen von mir getrennt. Ich habe dann auch wieder angefangen, hin und wieder Alkohol zu trinken, auf Festen oder aus Genuss mal ein Glas wein etc. Jetzt wollte meine Ex es unbedingt nochmal probieren, zwei Wochen lang lief es auch RICHTIG gut, obwohl ich ihr schon zu Anfang gesagt habe, dass ich hin und wieder Alkohol trinke. Letzte Woche war sie dann auf einem Treffen einer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker und deren Angehörige, angeblich um an ihrem Problem der Coabhängigkeit zu arbeiten. Auf diese Gruppe wurde ihr dann aufgrund ihere Auskünfte (vermutlich in der Richtung „Mein Exmann ist ärztlich zertifizierter Alkoholiker“) wohl irgendwas in der Richtun gempfohlen, dass sie die Beziehung wieder abbrechen soll „um sich und mich zu retten“. Das hat sie dann auch gemacht und mir vorgeworfen, ich wäre ja wieder rückfällig geworden etc. Mal abgesehen davon, dass der Grossteil ihrer Vorwürfe auch jenseits des Alkohol schlichtweg nicht stimmen – nun zu meiner in der Überschrift genannten Frage:

Wie beweise ich, dass ich KEIN Alkoholiker bin???

Und zwar auch vor einer Gruppe von Alkoholikern und deren Angehörigen, die jeden „Alkoholismusleugner“ erstmal als Lügner, Selbstwasvormacher etc bezeichnen? Ich sitze ja quasi in einer Doppelfalle – gibt es da irgendeinen Ausweg??

P.S.: Ich habe aufgrund dieses Eklats auch erst einmal wieder aufgehört, Alkohol zu trinken und ich vermisse nichts….

Viele Grüße

Der Wahrheitsucher

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