Gibt es wirtschaftliche Gründe für den "Kampf" um die Ukraine seitens der EU/USA und Russland?

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4 Antworten

Nein, wirtschaftliche Gründe gibt es nicht.

Es ist eine Machtfrage. Russische Stützpunkte auf der Krim, die Unterstützung der DEmokratiebewegung in der Ukraine durch den Westen. Wenn sich die Unkraine als reorganisierter Staat dem Westen nähert eine Nadel im Territorium der Russen.

Reine Machtpolitik

awasaki 09.03.2014, 21:29

naja aus sicht von ukraine gibts natürlich auch wirtschaftliche gründe, die ukrainer wollten sich eu annhähern weil sie sich von dort vorteile erhoffen, jetz bekommen sie sogar nicht kleine hilfskredite von usa, die prorussische regierung wurde seitens russland wirtschaftlich unterstütz

aber aus sicht von russland und eu gibts da nicht so viele wirtschaftliche intressen da könntes du recht haben..(sondern eher politische intressen)

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wfwbinder 09.03.2014, 21:39
@awasaki

aus meiner Sicht haben weder Russland noch die EU wirtschaftliche Interessen.

Wenn die Ukraine morgen nicht mehr da wäre, würden es nur die Ukrainer und die Nachrichtensender merken.

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FloydPepper 10.03.2014, 13:16

Sorry, aber da möchte ich auf ein paar Aspekte hinweisen. Macht ist kein Selbstzweck. Sie geht immer auch mit wirtschaftlichen Interessen einher. Wenn man die Ukraine aus dem Einfluß- und damit Außenhandels-Bereich Rußlands herauslöst, hat das in erster Linie eine wirtschaftliche Dimension.

Ein Aspekt ist übrigens auch das Thema Fracking, das in der Ukraine gerade sehr aktuell ist:

http://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/Ukraine-schliesst-weiteres-Milliardenabkommen-ueber-Schiefergas-ab-743312

In diesem Zusammenhang wird dann auch verständlich, warum die USA bislang 5 Milliarden $ für die "Demokratisierung" der Ukraine ausgegeben haben, wie Frau Victoria "F*ck the EU" Nuland im Dezember 2013 glaubwürdig versicherte (nachzulesen auf der Website des US State Departments).

Auch bei der Krim geht es nicht um Macht per se, sondern auch hier bestimmen handfeste wirtschaftliche Interessen das Handeln. Vorrangige Aufgabe der Schwarzmeerflotte (die im Schwarzen - und im Mittelmeer agiert) ist die Sicherung von Öl- und Gas-Transportwegen in der Region. Nachdem jetzt den Russen der Marinestützpunkt Tartus in Syrien weggebrochen ist, werden sie um keinen Preis der Welt auch noch den Hauptstützpunkt Sewastopol aufgeben. Sie können gar nicht anders als an diesem für sie existenziell wichtigen Marinehafen festzuhalten. Das wissen natürlich die Amis, und das weiß auch Mutti Merkel. Nur uns versucht man für dumm zu verkaufen

Beste Grüße

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LSSBB 11.03.2014, 08:02

wfwbinder

Nein, wirtschaftliche Gründe gibt es nicht.>


Reine Machtpolitik>

Kennst Du den Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Macht und politischer Macht??

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wfwbinder 15.03.2014, 14:20
@LSSBB

Die Zusammenhänge kenne ich schon.

Nur ich bin ein Mensch, der immer auch die Kostensituation und die Opportunitätskosten beachtet.

Für Europa mag das Schiefergasvorkommen interessant sein. aber man muss dazu die Ukraine nicht heiraten ud sich die Ukraine für 20 Jahre als Nehmerland um den Hals hängen, sondern kann einfach nur das Gas kaufen, das man auch von einem EU Land nicht billiger bekäme.

Auch russland interessiert sich im Konflikt über die Krim mehr um den Zugang zum Mittelmeer, als für Öl, oder gas, das haben sie selbst.

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LSSBB 20.03.2014, 16:30
@wfwbinder
auch von einem EU Land nicht billiger bekäme>

Es geht nicht um den Preis, sondern um die Menge, die kein EU-Land gewährleisten könnte!

Zugang zum Mittelmeer,>

Na klar, auch die haben reine Machtinteressen! Was würde aber Uncle Sam sagen respektive machen, wenn die Russen im Golf von Mexiko mit einem Flugzeugträger auftauchen würden (so wie die Amis im Schwarzen Meer)??

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Hier steht eigentlich alles, was du wissen musst. Das ist nur ziemlich umfangreich und holt etwas aus. Es lohnt sich aber.

http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/USA/nach-bush.html

PeVau 09.03.2014, 21:38

Zitat aus dem oben verlinkten Artikel:

Das 1997 veröffentlichte Buch »The Grand Chessboard« (Das große Schachbrett), Brzezinskis Hauptwerk, gewährt einen tiefen Einblick in die langfristigen Interessen US-amerikanischer Machtpolitik. Es enthält einen analytischen Abriß der geopolitischen Zielsetzungen der Vereinigten Staaten für einen Zeitraum von 30 Jahren.
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In der deutschen Übersetzung heißt das Buch »Die einzige Weltmacht«.[1] Dieser Titel bezeichnet den ersten Grundsatz, nämlich den erklärten Willen, die »einzige« und – wie Brzezinski es nennt – sogar »letzte« Weltmacht zu sein. Noch entscheidender ist jedoch die zweite Prämisse. Derzufolge ist Eurasien »das Schachbrett, auf dem der Kampf um globale Vorherrschaft auch in Zukunft ausgetragen wird«. (S. 57)
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Diesem zweiten Grundsatz liegt die Einschätzung zugrunde, daß eine Macht, die in Eurasien die Vorherrschaft gewinnt, damit auch die Vorherrschaft über die gesamte übrige Welt gewonnen hätte. »Dieses riesige, merkwürdig geformte eurasische Schachbrett – das sich von Lissabon bis Wladiwostok erstreckt – ist der Schauplatz des global play« (S. 54), wobei »eine Dominanz auf dem gesamten eurasischen Kontinent noch heute die Voraussetzung für globale Vormachtstellung ist«. (S. 64) Und zwar einfach deshalb, weil Eurasien der mit Abstand größte Kontinent ist, auf dem 75 Prozent der Weltbevölkerung leben und der drei Viertel der weltweit bekannten Energievorkommen beherbergt. [...]
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Brzezinski kommt [...] zu dem Schluß, daß das erste Ziel amerikanischer Außenpolitik darin bestehen muß, »daß kein Staat oder keine Gruppe von Staaten die Fähigkeit erlangt, die Vereinigten Staaten aus Eurasien zu vertreiben oder auch nur deren Schiedsrichterrolle entscheidend zu beeinträchtigen.« (S. 283) Es gelte, »die Gefahr eines plötzlichen Aufstiegs einer neuen Macht erfolgreich« hinauszuschieben. (S. 304) Die USA verfolgen das Ziel, »die beherrschende Stellung Amerikas für noch mindestens eine Generation und vorzugsweise länger zu bewahren«. Sie müssen »das Emporkommen eines Rivalen um die Macht (...) vereiteln«. (S. 306)
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man alles schall und rauch denk ich langsam, 70 jahre lang sagt man kalter krieg zwischen eu/usa gegen russland (oder damals sowjetunion und die blockstaaten) aber da passiert nix, russen amis und deutsche können ihre kriege nur in stellvertreter länder austragen die leid tragenden waren damals die koreaner, japaner, vietanmesen afghanen, und andere asiatische afrikanische oder südamerikansiche länder hier in europa wird nichts passieren.. aber wenn man die türkischen tataren in ukraine was antut (die tartaren sind da ein anerkannte minderheit 15-20%) dann könnt ihr was erleben..

Ladi29 09.03.2014, 20:26

Hat meine Frage nicht wirklich beantwortet....und habe ich da einen Hauch von Rassismus rausgelesen?

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hachimlachim 09.03.2014, 20:42
@Ladi29

ok ich habs leicht übertrieben, der jetzige idiotische erdogan präsident kann eh nur für die 1-2 mio palästinenser politik machen aber nich für die turkvölker, deshalb wird da auch seitens türkei nichts geschehen, hoffen wir natürlich trotzdem nicht das da die sache deeskaliert und das man zur einer friedlichen einigung kommt in krim..

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Macht hat nachhaltig immer etwas mit Wirtschaft zutun.

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