Gibt es wirklich immer einen Grund für alles?

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13 Antworten

Wir suchen für alles einen Grund, deshalb stellen wir uns vor, dass es für alles einen Grund gibt.

Ich glaube aber eher, dass alles viele Ursachen hat. Alles ist miteinander verbunden und wirkt aufeinander. Es ist immer ein ganzes Wirkungsgefüge, aus dem ein Ereignis oder eine Tatsache folgt.

Da uns die Komplexität der Wirkungsgefüge überfordert, stellen wir uns zur Vereinfachung einen Grund vor. Wenn es uns immer noch unverständlich bleibt, nennen wir es Zufall.

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Kommentar von Luise
11.02.2016, 20:56

Sehr schöne Antwort. Herzlichen Dank dafür!

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David Hume hat gezeigt, dass Gründe, Kausalität eine Konstruktion unseres Verstandes sind und Linien sich fortsetzender Erfahrung. Wir können empirisch lediglich Zustände feststellen und Veränderungen der Zustände. Wir sehen, dass eine Billardkugel auf eine andere trifft. Wir sehen, dass diese stehenbleibt und sich die andere fortbewegt. Daraus schließen wir, dass sich etwas von Kugel (1) auf Kugel (2) fortsetzt. Das ist eine Hypothese, wenn sie sich positiv immer wieder bestätigt, wir schließen, dass das unter gegebenen Umständen wiederholbar ist. Je öfter wir die Hypothese bestätigt finden, desto sicherer sind wir uns. Doch Hume fügt an, dass wir uns nicht ganz sicher sein können. Wenn Du Dir vorstellst, dass unsere Welt ein interaktives Wirkungsgeflecht ist, dann gibt es gar keine einzelnen Impulse sondern alles ist in ein Geflecht von Impulsen verwickelt und reagiert darauf. Das Experiment stellt sich dann als eine isolierte Beobachtung starker Impulse heraus, in dem schwächere Impulse möglichst ausgeschaltet werden. Die Antwort ist: In einem Geflecht von interaktiven Impulsen gibt es nicht nur einen Grund sondern viele unterschiedlich starke. Wir schließen der Vereinfachung halber gern auf nur einen starken Grund. Wirtschaft: Alle haben erst behauptet, dass der fallende Ölpreis die Wirtschaft ankurbelt weil ... bla..bla .. blaa. Und, was ist jetzt? Auf einmal bringt der fallende Ölpreis die Märkte durcheinander!

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Nicht bei der Frage warum Existenz existiert.

Man könnte es sich natürlich leicht machen und sagen: "Diese Frage ist Nonsens ! Warum sollte denn nicht etwas da sein, wenn etwas da ist. Wir sehen doch das Resultat !"

Und doch wissen wir den kausalen Zusammenhang eben nicht. Mehr noch: Man kann ihn gar nicht irgendwann wissen können. Denn jede mögliche Antwort darauf würde eine weitere Frage hervorrufen. Am Ende steht man jedes Mal mit leeren Wissens-Händen da. Die Frage woher alles kommt bleibt ewig unbeantwortet.

Vielleicht wurde ja niemals der Ursprung geschöpft. Wie auch, wenn die schöpfende Schöpfung wiederum selber geschöpft hätte werden müssen^^. Aus einer logischen Sicht heraus könnte also ewig schon immer alles dagewesen sein. Es sortierte sich lediglich anders - beispielsweise durch einen oder mehrere Urknälle.

Ursache und Wirkung ist ein schönes und meist erklärbares Paar. Bei Urspungsfragen sieht es aber ein klein wenig anders aus :)

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Die Natur kennt sehr wohl Ereignisse, deren Ergebnis nicht deterministisch ist, d.h. einfach nur zufallsgetrieben zustande kommt:

Die beiden wichtigsten Beispiel sind:

  • Quantenfluktuation 
  • sowie das Ergebnis nahezu jeder quantenphysikalischen Messung.
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Kommentar von ThorbenHeiler
09.02.2016, 23:31

Du bist tatsächlich der EINZIGE, der die richtige Antwort gegeben hat. Respekt! Aber ich fürchte, es werden dich viele nicht verstehen. Und ich habe ebenfalls keine Lust dem Volk zu erklären, was nichtlokale, Kontext unabhängige Variablen sind ;-)

Aber ich will mal ein Beispiel nennen von einer Ursachen-Wirkungskette, bei der es keine Erstursache gibt, sondern nur eine erste Wirkung.

Ein Mensch stirbt an Krebs. Ursache: Eine einzige Punktmutation (ist zwar extrem selten, aber gibt es). Ursache: Der Zerfall eines radioaktiven C14-Atoms an einem sensiblen Ort in der DNA während eines Mitosestadiums ohne Reparaturfunktion. Ursache: Es gibt keine Ursache, dass das C14-Atom gerade zu diesem ungünstigen Zeitpunkt zerfallen ist - schlicht unverursachtes, unverschuldetes Pech. 

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Hallo!

Eine echt interessante Frag. Da du ja schon auf die philosophische Denkweise dieser Frage hingewiesen hast, hier eine philosophische Antwort:

Der Grieche Aristioteles hat einmal gemeint, dass es eine Grund geben muss, der den nächsten Grund - eben wieder ein Grund, der einen nächsten anstößt - zum Grund macht, bzw. in anstößt. Diesen "ersten Grund" bezeichnete er als Urgrund. Seine interne Frage jedoch war, wie jener Urgrund beweglich sein könne, wenn er der erste seiner Art ist. In unserer menschlichen Gedankenwelt besteht an diesem Punkt eine gewisse Blokade, weil es uns schwerfällt, bzw. unmöglich ist, zu denken, dass etwas "einfach so" passiert. Wir sagen zwar, dass ein Blatt von einem Baum fällt ohne eine Einwirkung, doch wenn du das mal hinterfragst, wirst du feststellen, dass es auch hier einen gewissen  - du errätst - Grund gibt.

Schwierige Frage! Wenn du noch mehr hören willst, schreib mir einfach eine Nachrricht, dass ich gezielter auf deine Frage eingehen kann!        

SCFuchs

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Wenn du mal beim frühstücken wie aus dem nichts eine Wase umschmeißt und dich mit dem Stuhl nach hinten wippst und umfällst und daraufhin gefragt wirst warum du das alles gemacht hast, hättest du wahrscheinlich keinen vernünftigen Grund um deine Handlungen zu rechtfertigen. Da du aber im Normalfall Sachen machst die du vorher denkst, handelst du eher zu deinem gunsten und deshalb weil es einen Auslößer dafür gab. Vielleicht ist dein Gehirn zu hintergehen, bevor es dir Anweißungen gibt der Weg den GRUND zu umgehen.

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Du hast dir doch die Frage schon selbst beantwortet.

Genauso wie wenn hier immer nach dem Sinn des Lebens gefragt wird !

Du bist !!...also bist du auch selbst der Sinn des Lebens und hast deshalb auch einen Grund zu existieren ......das ist der Grund warum du bist.

Um es mal anders auszudrücken : " Hätte der Hund nicht gesch***en , dann hätte er die Katze geschnappt "!!!

Auch ein Grund !!

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Ich glaube es gibt fuer so ziemlich alles einen Grund. Er ist nur manchmal fragwürdig. Zum Beispiel: warum existieren Menschen?

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Kommentar von lalala321q
09.02.2016, 21:14

weil Gott das (materielle) Universum mit Lebewesen erschaffen hat, aus diversen Gründen. Ein Grund, der mir so spontan einfällt und für mich auch Sinn macht wäre: Gott in seiner ganzen Ewigkeit erschafft was weil, weil er/wie einfach Zeit hat und dann macht er/sie/bzw. beides einfach was schönes, auch Menschen die sich ihrer selbst im ganzen göttlichen großen und ganzen bewusst werden. Also ein Bewußtseinsprozess. Der Menschm, im Vergleich zum Tier, von der Qualität her ähnlich wie Gott, nur von der Quantität her weinger, vergleichbar mit einem Tropfen im Vergleich zum Ozean. 
Bis zu einem gewissen Punkt ist es ja auch egal ob es Gott gibt oder nicht. Man muss/darf sein Leben leben, für sich und seine Liebsten sorgen, bis man stirbt versucht man das Beste für sich (u.s.L) draus zu machen.

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Kommentar von Draze
10.02.2016, 14:33

Dafür muss man erstmal an Gott glauben

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Natürlich. Du kannst jede Aktion bis zu einem gewissen Punkt zurückverfolgen und den Auslöser dafür finden.

Actio et Reactio, Ursache und Wirkung.

Du Stellst eine Frage, deshalb wird dir geantwortet.

Alles hat einen Grund, aber nichts hat einen tieferen Sinn ;)

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Als logischer Denker würde ich sagen es gibt für alles einene Grund als Philosoph hingegen als ja und nein antworten

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Also gibt es für alles einen Grund?

Ich denke, alles hat eine Ursache, aber nicht zwangsläufig einen Sinn.

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Kommentar von Enzylexikon
10.02.2016, 15:00

Ich sehe übrigens keinen Grund, weshalb diese Antwort durch den "Daumen runter" abgewertet wurde.

Da manche vielleicht den Sinn dieser Funktion noch nicht verstanden haben, erkläre ich ihn;

Der "Daumen runter" dient dazu, qualitativ schlechte Antworten abzuwerten und sein Zweck ist nicht, die eigene Meinung anonym durchdrücken zu können.

Da ich keine qualitativen Mängel meiner Aussage sehe, würde ich eine Begründung begrüßen, anstatt einfach feige und anonym den Daumen runter zu klicken.

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Vllt für den Zufall?

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ja wen man Genügend nachdenkt

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