Gibt es Vorschriften, wenn man sich einen Sarg selbst baut?

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7 Antworten

Der Sarg selber (außer Beschläge)und die Innenverkleidung muß aus verrotbaren, umweltverträglichen Materialien gefertigt werden. D.H heimische Laub- und Nadelhölzer sind in jedem Fall zulässig.

Die Grösse hängt natürlich in erster Linie von der Körpergröße/Fülle der Person ab, welche darin bestattet werden soll.

Sicher gibt es bei uns in Deutschland aber auch dafür eine Norm.

Nähere Informationen kannst Du Dir über Web-Seiten von Bestattern oder fachforen holen.

z.B. hier http://www.bestatterweblog.de/

Sarg selbst bauen: Meine Empfehlung:

Vor dem Baubeginn die Friedhofsverordnung lesen, auf dem man beerdigt werden will. Bezgl. Sarggrösse teilweise starke Abweichungen.

Relativ problemlos sind Sarggrössen: 2,10m Aussenlänge (Innenliegefläche ca. 2,05m), 72cm Aussenbreite (ca. 70cm Innenliegebreite) und ca. 67cm Aussenhöhe (ca. 65cm Innenliegehöhe)

Will man möglichst viele eigene Bettdecken, Kissen etc... mithaben, möglichst flachen Sargdeckel einplanen, ermöglicht insgesamt höheren Sargunterkasten.

Unbehandeltes Holzmaterial: Eiche, Kiefer, Buche, etc..

Keine Harthölzer wie Mahagoni, Bongossi, etc...weil teilweise sehr lange im Erdboden haltbar. Deshalb auch teilweise Probleme mit versch. Friedhöfen.

Farblicher Anstrich: Nur wasserlösliche Farben.

Sarginnenausstattung:

Sargboden mit mind. 10cm saugendem natürlichen Material bedecken, Sägespäne, Holzwolle etc... Auch Sargmatratzen mit entsprechendem Füllmaterial und Füllhöhe ok. Ggfs. Sargodenfolie einplanen z.B. Bitukrepp.

Sargdecken, Kissen Bekleidung:

Grundsätzlich KEINERLEI Textilien mit mehr als 30%igem Polyesteranteil o.ä. Kunststoffen.

Eigenes Bettzeug aus Baumwolle ok, dto. auch natürliches Füllmaterial wie Federn, Daunen und selbstverständlich Holzwolle, Sägespäne, etc...

Bettbezüge siehe "Sargdecken, Kissen, etc..".

Eigene Bekleidung muss nicht mit fehlendem Rückenteil sein. Farblich passende Pullover, Hemden, etc.. ok. Aber auch hier: Kein Perlon, oder ähnliche Kunststoffe.

Alle Punkte nach bestem Gewissen und eigenem Kenntnisstand. Ich selbst arbeite nicht als Bestatter, habe mich aber aus Vorsorgegründen eingehend mit dem Thema befasst und halte mich auf dem Laufendem.

Die existierenden Vorschriften regeln nicht, wie man sich einen Sarg selbst baut, sondern welche Auflagen erfüllt sein müssen -- neben der Auswahl an Materialien muss auch das Zusammenfügen nach bestimmten Vorschriften erfolgen.

Es bleibt dann zu klären, wie Du nachweisen willst, dass Du selbige eingehalten hast. Neben der schriftlichen Verfügung, im selbstgefertigten Sarg bestattet zu werden, macht sich dann auch eine detailierte Aufstellung über die Anfertigung dieses Möbels notwendig.

Das kannst Du nach Deinen eigen Maßen anfertigen. Holzart ist frei wählbar je nach Geschmack. Verrotten tun sie alle!

Aúf http://www.postmortal.de gibt es viele Infos. Mitunter auch einen Bericht über einen Sarg aus Pappe. Vielleicht kannst du der Seite ja etwas entnehmen.

Übertitelt ist die Seite mit "DER TOD IN DEUTSCHLAND IN REALITÄT UND RECHTSORDNUNG" . Da dürfte auch der Rest für dein kleines Projekt zu finden sein. Frohes Basteln! ;-)

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Sollte man hier fragen, wozu Du eine solche Anleitung brauchst? ... ???

Liebe/r dasbeee,

gutefrage.net ist eine Ratgeberpalttform.

Bitte berücksichtige unsere Richlinien und beantworte Fragen nicht mit einer Gegenfrage (http://www.gutefrage.net/policy).

Danke für Dein Verständnis und viel Grüße,

Tim vom gutefrage.net-Support

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@support

Okay, sorry, es platzte so aus mir heraus, kommt nicht wieder vor ;-)

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Warum nicht schon zu Lebzeiten, den Sarg aussuchen oder nach persönlichen Vorstellungen fertigen lassen? D.H. nichts dem Zufall überlassen und sicherstellen, daß eigenen Wünschen Rechnung getragen wird, solange man es noch selber in der Hand hat.

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@Ophelia

Hey, Du hast recht und es tut mir ehrlich leid, so einen doofen Spruch abgelassen zu haben. Ich denke, Du wirst schon Deine Gründe dafür haben, eine solche Frage zu stellen, insofern ist das absolut okay. Liebe Grüsse und Peace vom Beee ;-)

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Handbuch des Friedhofs- und Bestattungsrechts“, von Dr. Jürgen Gaedke, Carl Heymanns Verlag

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