Gibt es ungläubige Menschen?

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32 Antworten

Hallo,
Grundsätzlich glauben alle Menschen. Wer nicht "glauben" würde wäre völlig orientierungslos, ziemlich schnell in irgendeiner Klapse.
Doch hier muß erst definiert werden, was Glauben bedeutet.
Glauben ist einfach Vertrauen zu "Informationen" welche wir (persönlich) nicht wissen.
Dazu gehört praktisch fast unser ganzes Schulwissen, auch wenn wir es teils  "verstehen" oder nachvollziehen können.
Du verstehst eventuell unter "gläubig" nur gottgläubig - dann müßtest du dies aber sagen. Es gibt natürlich noch "schriftgläubig". Das betrifft nicht nur die Bibelgläubigen sondern alle, welche unkritisch allem Geschriebenem vertrauen, vom Kochbuch über Presseschriften und alle Print-Erzeugnisse
welche "Rat" (im weitestem Sinne) an den Menschen herantragen. Und da sind praktisch alle irgendwie gläubig. Was bleibt uns auch anderes übrig ?
Es bleibt uns die kritische Hinterfragung mit unserem Intellekt (wenn vorhanden) und unserer Lebenserfahrung. Aber dies deckt nur ein Teil dessen ab, was wir an Informationen brauchen, welche wir eben im Vertrauen auf Andere direkt oder über Schriften, annehmen. glauben müssen.
Wir sollten also mit unserem (persönlichen) "Wissen" nicht auf den Putz hauen, wie es z.Bsp. viele Schlaumeier auf dieser Plattform praktizieren
sondern akzeptieren, daß wir alle "Gläubige" sind - mehr oder weniger.
Gruß Viktor

Guten Abend!
Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch sich existenzielle Fragen stellt. Das Wort "Glaube" schließt prinzipiell ja erstmal alles ein, was eben nicht "Wissen" ist. Agnostiker zum Beispiel "glauben" an die Wissenschaft und werden auf die Frage, wieso sich einige Dinge nicht erklären lassen (Stichwort: Kollaps der Wellenfunktion, erster Beobachter) antworten, dass sie sich noch (!) nicht erklären lassen. Es ist also ein Vertrauen auf den Prozess der Menschheit und Wissenschaft.
Die Indifferenz ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Es gibt Leute, die es schlichtweg nicht interessiert beziehungsweise nicht mit der Frage nach einem "Glauben" beschäftigen.
Wenn Du den reinen Atheismus meinst, dann ja, gibt es viele Menschen, die nicht an Gott glauben.
Insgesamt merkst Du also, dass eine Definition des Begriffes "Glauben" notwendig ist, um diese Frage zu beantworten. Ich denke, dass jeder Mensch an etwas glaubt. Ob nun an die Wissenschaft, Gott oder den Menschen :)
Mit freundlichen Grüßen,
Mina

Es ist also ein Vertrauen auf den Prozess der Menschheit und Wissenschaft.

Das würde ich so nicht sagen. Es ist mehr das Vertrauen, dass da draußen alles mich rechten Dingen zugeht. Unabhängig davon, ob wir eine Erklärung für ein Naturphänomen haben oder nicht, ändert das ja die Natur nicht.

Unter der Prämisse, dass alles Natur ist und alles den Reglen und Gesetzen des Kosmos unterworfen ist, ist ja die Antwort auf jede naturwissenschaftliche Frage vorhanden. Ob wir sie nun kennen oder nicht. Ob wie sie je kennen oder nicht.

Ich denke, dass jeder Mensch an etwas glaubt. Ob nun an die Wissenschaft, Gott oder den Menschen :)

Her liegt ein Kategorienfehler vor. An die Wissenschaft muss ich eben so wenig glauben wie an den Mond. Auch als man sich nicht erklären konnte, was der Mond überhaupt ist, wie er enstandt, wie er auf uns einwirkt, war doch niemals Glauben nötig, um ihn zu thematisieren.

Trotz des Vorbehaltes der Falsifikation können  wissenschaftliche Erkenntnisse faktischen Wert haben. Sie haben einen konkreten, messbaren, spürbaren, begreifbaren Bezug zur uns umgebenden Realität. Selbst die in der Theorie für uns nicht erfassbare Quantenphysik gerinnt durch den Laser für uns zu einer relevanten Erfahrung unserer Umwelt.

Diesen unmittelbaren Bezug von Wissenschaft auf unser Leben und unsere Erkenntnis mit Glauben gleichzustellen ist absolut falsch. Glaube verzichtet auf Belege, Bezüge zur Realität, ist aus dem Nichts geboren. Wissenschaft gebiert sich immer aus der Realtiät.

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"Ich denke, dass jeder Mensch an etwas glaubt. Ob nun đie Wissenschaft, Gott oder den Menschen."

Man kann nicht an die Wissenschaft oder den Menschen glauben, da man weiss, dass es die tatsächlich gibt.

An Gott kann man glauben, daß tut aber längst nicht jeder Mensch.

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Wie ich in meiner Antwort schon erwähnt habe, spielt die Definition des Wortes "Glauben" eine wichtige Rolle. Außerdem habe ich erklärt, dass für mich alles, was kein Wissen ist, erst einmal Glaube ist und gesagt, dass es das Vertrauen in etwas beschreibt. Nach dieser Definition kann man sein Vertrauen durchaus in die Wissenschaft, den Menschen oder Gott legen. Mit freundlichen Grüßen, Mina

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Es gibt keine Ungläubigen, sondern nur Andersgläubige.

Wir wir wissen nichts von der Welt, wir machen uns Vorstellungen von ihr oder übernehmen fertige Vorstellungen. An diese Vorstellungen glauben wir und leben nach diesen Vorstellungen. Wenn es uns nicht allzu schlecht damit geht, festigt das unsere Vorstellungen und unseren Glauben daran. Und wenn wir fest genug daran glauben, nennen wir es Wissen.

Wie ich solche Fragen liebe...

Das kommt natürlich ganz darauf an, was du unter glauben verstehst, beispielsweise gibt es einen Unterschied darin, an, der Allgemeinmeinung nach, "übernatürliche Dinge" zu glauben (Wobei das schon einen Widerspruch in sich darstellt da alles existente natürlich sein muss), und darin, an ein wissenschaftliches Phänomen, das (noch) nicht bewiesen werden kann, beispielsweise der Paralleluniversen, zu glauben

Ich hoffe, du kannst mir meiner Antwort etwas anfangen

Es gibt auch

  • Vermutungen
  • Ideen
  • Hoffnungen
  • Überzeugungen
  • Illusionen
  • Vertrauen

All diese Worte kann man in bestimmten Zusammenhängen auch mit "Glauben" übersetzen.

Wenn du alle diese Nebenbedeutungen herausdröselst, dann gibt es viele Ungläubige, ist meine Vermutung.

An irgendwas glaubt jeder. Der eine an die Wissenschaft, der andere an Gott, der andere hat gar keinen Namen dafür, woran er glaubt. Ohne Glauben könnte man sich auf dieser Welt nicht zurechtfinden. Es macht allerdings Sinn, sich Gedanken darüber zu machen, woran man glaubt, denn eben dieser frei gewählte Glaube bestimmt den Verlauf des eigenen Lebens. 

An die Wissenschaft kann man nicht glauben, da sie Wissen darstellt und Wissen bekanntermassen den genauen Gegensatz zu Glauben darstellt

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@pestsau

Abgesehen davon, dass es aber trotzdem möglich ist, dank der Wissenschaft zu wissen, möcht ich anmerken, dass der Glaube noch nie zugegeben hat, sich geirrt zu haben. Genau das ist das Konzept des Glaubens

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@Allfkdkdbyk

Schön, dass Allfk.... uns ein paar Beispiele dafür gibt, an was er so glaubt. Genau das meinte ich, als ich schrieb, man könne an alles mögliche glauben und sich sogar aussuchen, woran man glaubt. :-D 

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@Allfkdkdbyk
dass der Glaube noch nie zugegeben hat, sich 
geirrt zu haben.

Wie sollte dies auch gehen ? Bist du dem "Glauben" schon mal begegnet, hast mit ihm gesprochen ?
Gut - das ist Quatsch, aber der kommt von dir. Du meinst Personen, Gläubige in Bezug auf dessen, was sie als ihren Glauben vertreten.
Doch auch da liegst du daneben. Dem Glaubenden ist das Beiwort "geirrt" nicht zuordenbar. Der Gläubige kann nur falsch vertrauen, der "Wissende" sich irren.

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@Viktor1

Alter du bist so ein Kümmelspalter schon mal was von einer Metapher gehört außerdem meine ich damit speziell Religionen und nicht den Glauben generell

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@Lohengrimm

1. Ich habe nie behauptet nicht zu glauben (Klang wie Kritik, falls du das nicht so gemeint hast sorry

2. Wenn du mich schon erwähnst, solltest du zumindest meinen Namen zu ende schreiben

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Also ich glaube, dass 3 Pfund Rindfleisch eine gute Suppe ergeben. Damit hat sich mein Glauben aber auch schon weitestgehend erschöpft.

Es gibt Menschen mit religiösem Glauben, mit profanem Glauben (z.B. Glauben an Humanismus, Nation, Revolution, Staat, Konfuzius u. dergl.) und selbstverständlich auch ohne jeden Glauben.

Wie kommst Du darauf, dass ich unbedingt an irgend etwas glauben sollte?

Und immer wieder diese Konfusion zwischen "glauben" im religiösen Sinn und "vertrauen" oder "für gut befinden" im allgemeinen Sinn.

Glauben im religiösen Sinn heisst an die EXISTENZ von irgendetwas zu glauben, für die es keinen Beweis gibt. 

Sowas kann man nicht auf andere Bereiche übertragen. An Humanismus, Nation, Revolution,  Staat etc. muss/kann man nicht glauben, denn deren Existenz ist unbestritten!

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@Zicke52

Hallo, Zicke52,

es geht hier nicht um die Existenz von Göttern, Philosophen, Propheten, Politikern, Staaten oder Nationen, sondern um spirituelle und ideologische Verhältnisse dazu. Existenzfragen sind immer sinnlose Fragen. Der Eine setzt sich eben einen allmächtigen Befehlshaber in seinen Hinterkopf zu seiner Rechtfertigung (Diese Götter existieren doch!) oder er verehrt Denker, Führer, politische Machthaber, Staaten, Sozialgebilde, Ideologien und dergl. im Sinne von "An den glaube ich" oder "An das glaube ich", der Andere lässt das alles ungerührt bleiben.

Der Ungläubige sagt nicht, "Götter, Propheten, Heilige, Philosophen, Politiker, Staaten, Nationen, Ideologien, Religionen, Revolutionen u.s.w. existieren nicht", sondern "Das sind alles nicht meine Sorgen". Der mag vielleicht zu all diesen Dingen ein intellektuelles, theoretisches und/oder ästhetisches Verhältnis haben wie z.B. der Meteorologe zu Wolkenformationen und Gewitterdonner, aber er verbindet das nicht mit persönlichen Glaubensfragen, der betet bei Gewitter nicht zu Gott Thor. Und Thor existiert eben als germanischer Donnergott, so wie das Gewitter als meteorologisches Ereignis existiert.

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@dompfeifer

Hallo, dompfeifer, doch, Gläubigen geht es um die Existenz von Göttern und Propheten, diese Existenz müssen sie erst einmal voraussetzen (also glauben), um ein spirituelles Verhältnis zu deren Ideologie aufzubauen. Deshalb ist religiöser Glaube immer in erster Linie Glaube an die "Existenz von", im Gegensatz zu profanem Glauben, der eine positive Haltung zu jemandem oder zu einer Ideologie ausdrückt. Der Inhalt des "Glaubens" ist in den beiden Fällen so verschieden, dass das gleiche Wort nicht adäquat ist. Im zweiten Fall sollte es eigentlich "Vertrauen" heissen.

Und Ungläubige sagen durchaus,  "Götter, Propheten, Heilige gibt es nicht" (Atheisten) oder zumindest "man kann nicht wissen, ob es sie gibt" (Agnostiker), was von Philosophen, Politikern, Staaten und selbst Religionen niemand behaupten würde.

Zusammenfassend:

Religiös: "ich glaube an (die Existenz von..)"

Profan: "ich glaube an (vertraue)..."

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Glauben im religiösen Sinn hat eine völlig andere Bedeutung als das, was man in anderen Zusammenhängen "glauben" nennt und womit man eigentlich "vertrauen" oder "temporair annehmen" meint.

Im religiösen Sinn bedeutet glauben, von der Existenz unverifizierbarer Produkte menschlicher Fantasie überzeugt zu sein.

In allen anderen Bereichen sind Existenzen verfizierbar, man muss also nicht daran glauben. Es ist unsinnig, zu behaupten, manche "glaubten" an den Menschen, an Geld oder Wissenschaft: Menschen, Geld und Wissenschaft GIBT es. Man kann Menschen vertrauen, Geld für wichtig halten und die Resultate der Wissenschaft für überzeugend, aber all dies setzt die Existenz dieser Dinge voraus. Das Vertrauen in einen Menschen setzt die Existenz dieses Menschen voraus, bedeutet also nicht Glaube an die Existenz dieses Menschen, und ist somit nicht vergleichbar mit religiösem Glauben.

Dann gibt es noch glauben im Sinne von temporär (bis das angenommene Ereignis eintrifft) annehmen. Dieses basiert auf Wahrscheinlichkeiten bzw. Erfahrungswerten.  Ich glaube z.B.,  dass der Bus morgen um 13 Uhr von einem bestimmten Punkt abfährt, weil es auf dem Fahrplan steht und ich ausserdem täglich diesen Bus zur selben Zeit nehme und daher allen Grund zur Annahme habe, dass er auch morgen um diese Zeit fährt. Natürlich weiss ich, dass er auch Verspätung haben oder aufgrund unvorhersehbarer Umstände mal ausfallen könnte, aber um 13.05 werde ich ja wissen, ob meine Annahme stimmte. Auch hier meilenweit von Glauben im religiösen Sinn entfernt, für dessen Inhalt man niemals eine Bestätigung bekommt. 

Glaube im eigentlichen Sinn bezieht sich also auf Unverifizierbares und Unbeweisbares. Deshalb gibt es selbstverständlich komplett Ungläubige.

Deshalb gibt es selbstverständlich komplett 
Ungläubige.

Dies ist ziemlicher Unfug. Die Palette der "Glaubensinhalte", also dem was man aufgrund von "Vertrauen" für sich "glaubend" aufnimmt, ist gleitend vom von fast unmittelbarer verifizierbar (durch Anschauung oder (intellektuell) nachvollziehbarem Beleg) , über empfundene oder nachvollziehbare Wahrscheinlichkeiten bis hin zu völlig fehlender Möglichkeit zur Erkenntnis. Auf dieser Palette sind wir  alle vielfach platziert mit unserem "Glauben". 

Glaube im eigentlichen Sinn bezieht sich also 
auf Unverifizierbares und Unbeweisbares.

Eine Wunschdefinition derer, die gerne über "Glauben" herziehen und sich damit wichtig machen.
Außerdem passt ein  Teil wissenschaftlicher Aussagen sehr wohl zu deiner Definition sowie fast alle Aussagen zu unserem Sein an sich (einschl Urknalltheorie) oder die Belebung des Universums.
Was du vielleicht meinst, ist "blinder Glaube", welcher sehr wohl oft
im "religiösen" (im weitestem Sinne, auch esoterischen)  Bereich angesiedelt ist, aber dieser ist auch in Bezug auf "wissenschaftliche"
Aussagen gegeben. Ob es da wirklich welche gibt, die ganz frei davon sind ?

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@Viktor1

Das mag für dich gelten.
Für mich gilt es mit Sicherheit nicht.

Ich habe zum Beispiel die Idee, dass unser Universum die vierdimensionale Oberfläche eines höherdimensionalen Körpers ist.
Dass also die Zusatzdimensionen, die in dem Stringtheorien nur mit unfassbar kleiner Ausdehnung Ausdehmung angenommen werden, aus anderen Blickwinkeln durchaus ebenso ausgedehnt sind wie die uns zugänglichen Raumdimensionen und die Zeit.

Und das mancht den Unterschschied aus:
Ich komme gar nicht erst auf die Idee, der Richtigkeit dieser Idee eine Wahrscheinlichkeit zuzuordnen.
Deshalb kann ich sie auch nicht Glaube oder Vermutung nennen.

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Sehr schön herausgearbeitet.

Speziell das Kriterium der Existenz.

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Ich bin der Meinung ja, denn ich bin einer davon. Relativ überzeugendes Argument, hab ich nicht recht? Falls es dich interessiert, ich (m/16) bin Nihilist und mir sehr sicher, dass es keine höheren Wesen gibt. Sollte (und ich bin mir sicher dass es das nicht tut) es höhere Lebensformen geben, dann entweder Bewohner eines anderen Planeten, die uns jedoch nicht beeinflussen oder es sind irgendwelche Wesen, die uns simulieren. (also per Computer oder so haha)

LG Florian

PS: Ich denke sehr rational und glaube stark an die erste von mir genannte Möglichkeit :D

Unglaube gibt es nur im religiösen Zusammenhang möglich. Ein genereller Unglaube in der Weltanschauung ist nicht möglich, denn ohne einen Glauben an irgendeine Sache, wäre alles bedeutungslos und man würde als leere Hülle Enden.


Es gibt LEIDER viele Menschen die komplett ungläubig sind.

Früher habe ich immer alle möglichen Freunde gefragt : " Glaubst du an Gott ? " - Als Antwort kam immer der gleiche Mist : " Nein. Aber ich glaube an irgendwas, irgendeine Kraft ". Mein Glaube ist im Laufe der Jahre noch stärker geworden und ich spüre jeden Tag wie mir GOTT im Alltag IMMER hilft. Mir tun die Menschen leid, die nicht an Gott glauben. Das wäre ein sehr sehr mieses Leben !!!

( Ich steige direkt wieder aus dem Thema aus. Erfahrungsgemäß sind die Fronten in diesem Thema sehr verhärtet. Menschen die nicht an Gott glauben scheinen eisern unbelehrbar.  Es werden jetzt jede Menge Beiträge / Kommentare kommen nach dem Motto : " Stimmt alles nicht ". ADIOS ).

 

Zuerst einmal möchte ich sagen das man Gottes Existenz unmöglich ausschließen kann da es keine Defenition gibt und es sogar möglich wäre, dass Wesen aus höheren Dimensionen unseren Alltag kontrollieren...

Was ich aber eigentlich sagen wollte, ist, dass die meisten Gläubigen ebenso unbeirrbar sind und meiner Meinung jeder die Götter huldigen darf, die er will, aber er sollte das still tun und anderen nicht damit auf den Sack gehen

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@Allfkdkdbyk

Zuerst einmal möchte ich sagen das man Gottes Existenz unmöglich ausschließen kann

Ja und? Das gilt gleichermaßen auch für die Zahnfee, rosa Einhörner und Kobolde. Also welche Erkenntnis soll uns diese Aussage bringen?

er sollte das still tun und anderen nicht damit auf den Sack gehen

Das sprichst Du ein großes Wort gelassen aus. Genau so sollte es sein.

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( Ich steige direkt wieder aus dem Thema aus. Erfahrungsgemäß sind die
Fronten in diesem Thema sehr verhärtet. Menschen die nicht an Gott
glauben scheinen eisern unbelehrbar.  Es werden jetzt jede Menge
Beiträge / Kommentare kommen nach dem Motto : " Stimmt alles nicht ". ADIOS ).

Ist nichts ungewöhnliches. Allerdings ist es auf der anderen Seite nicht besser. Ist auch als "Bestätigungsfehler/confirmation bias" bekannt (https://de.wikipedia.org/wiki/Best%C3%A4tigungsfehler).

Wobei ich glaube, dass du dir das nicht einmal anschauen musst, denn du bist gerade der beste Beweis dafür.

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Menschen die nicht an Gott glauben scheinen eisern unbelehrbar.

Manche ziehen die unbequeme Wahrheit halt der angenehmen Lüge vor.

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Mir tun die Menschen leid, die nicht an Gott glauben. Das wäre ein sehr sehr mieses Leben !!!

Mir tun Menschen leid, die irgendein heiliges Buch gleichsam einem Brett vor der Stirn tragen.

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Jeder Mensch glaubt irgendetwas.

Christen wie Atheisten. Nur eben an eine andere Theorie.

Ich glaube an das Leben, nicht kedoch an ein Weiterleben.

jeder glaubt an irgendwas.......der eine an duplo als längste praline der welt, der andere an den großen busen seiner nachbarin und manche eben an gott.....................es gibt alle arten von glauben und die werden auch alle geglaubt...............*g*

der eine an duplo als längste praline der welt

Hahahahaha xDD

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Hallo! Die Zahl der bekennenden Atheisten  - das sind Ungläubige - liegt höher als 100 Millionen. 

Ich wünsche Dir alles Gute.

Für mich gibt es keine ungläubigen Menschen. Atheisten glauben lediglich nur nicht an Gott. Und Nihilisten glauben an nichts...

Aber auch der Glaube an Nichts ist ein Glaube, was mir sehr wahrscheinlich nun ein Nihilist versuchen wird auszureden ?! :)

Den "Glauben an Nichts"gibt es nicht, denn da müsste man alles tatsächlich Existente leugnen. 

Allerdings gibt es den Nichtglauben an Nichtexistentes,  und Leute, die dem frönen, nennt man Ungläubige.

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@Zicke52

Der Glaube an Nichts sollte nicht unterschätzt werden ! "Nichts ist Alles !" sagt beispielsweise der Zen-Buddhist. Und David Bohm, ein amerikanischer Wissenschaftler und Schüler Einsteins stellte die Hypothese auf, dass in jedem kleinsten Punkt das komplette Weltall enthalten ist !

Was ist das Nichts ?

In jedem Fall ist Nichts gar nicht so ohne ! :)

LG "Time"

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Mein Vater glaubt an nichts, er geht nicht in die Kirche und denkt das das Leben Zufall ist und kein Gott da was zu sagen hat

Also glaubt er ja an den Zufall...^^

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nee auch nicht der glaubt nur das das Leben so ist wie es ist und an keinen gott

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Also bin mir da nicht sicher aber ein bekannter aus amerika ist bei der army und meinte auch immer gott ist blödsinn und die bibel usw. Aber als er in seinem letzten einsatz war meinte er auch das er plötzlich nur meinte gott beschütze uns . Also naja glaube selbst auch nicht an gott und so. Aber wer weiß was man sagt wenn man selbst mal in einer ziemlich verka***n lage ist....

Vieleicht hat er es auch einfach nur so dahingesagt

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also seit diesem einsatz liest er die bibel. aber vielleicht hat er auch drogen genommen ....

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Wenn ich sage: "Ich glaube nicht", ist das dann nicht auch Glaube?

Wenn ja, dann gibt es wohl keine ungläubigen Menschen.

Wenn ich sage "Ich rauche nicht", ist das dann nicht auch eine Sucht?

Wenn ich sage"Ich spiele kein Polo", ist das dann nicht auch eine Ausübung von Sport?

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@realsausi2

hm...gute Frage. Ich denke "rauchen" und "spielen" gehören in eine andere Kategorie als "glauben". Schließlich bezieht sich glauben auf etwas Abstraktes. Meist auf eine These oder Annahme. Und es lässt sich nur kognitiv "durchführen".

Wenn A verkündet: "Mandarinen verursachen Schlafstörungen!", könnte es sein, dass B das glaubt und C das nicht glaubt. Beide "glauben" aber (nicht).

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@realsausi2

Nachsatz: die Aussage von A lässt sich überprüfen. Und darin liegt der Unterschied zum Glauben an etwas Göttliches.

Wer nicht überprüft, glaubt halt.

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@Imago8

Ich denke "rauchen" und "spielen" gehören in eine andere Kategorie als "glauben".

Warum?
Es geht hier um die Ebene des Verbs, der Tätigkeit. Ob ich eine
Tätigkeit vornehme oder nicht. Glauben ist ebenso wie Spielen eine
mögliche Tätigkeit, die ich vornehmen kann oder eben auch nicht.

Aber den Schlüssel hast Du ja schon gefunden:

Schließlich bezieht sich glauben auf etwas Abstraktes.

Genau
darum kann man eben auch "nicht glauben". Und ein solcher Nichtglaube
ist nicht etwa ein Glaube light oder irgendwie selbst ein Glaube.

Wer sich dieses abstrakten Tätigkeit nicht hingibt, tut es nicht. Glaubt nicht.

Nun
kann natürlich jemand, der nicht an Götter glaubt, alles mögliche
andere glauben. Aber ein Nichtglaube an Götter ist niemals ein Glaube.

Wenn
wir geboren werden, gibt es in uns keinen Glauben. Schon gar nicht an
irgend etwas Abstraktes. Dieser wird erst an uns heran getragen.

Manche
fangen dann an zu glauben, andere nicht. Bei diesen anderen ändert sich
nichts. Sie glaubten vorher nicht, sie glauben hinterher nicht. Aus
ihrem Nichtglauben wird doch nicht ab einem bestimmten Zeitpunkt ein
eigener Glaube.

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@Imago8

Es führt etwas weit raus, aber sei´s drum.

Dein Beispiel ist etwas komplexer als Du vielleicht annimmst.

Wenn A verkündet: "Mandarinen verursachen Schlafstörungen!", könnte es sein, dass B das glaubt und C das nicht glaubt.

Wir müssen hier unterscheiden. Die Reaktionen von B und C sagen nur etwas über sie aus, nicht über die Mandarinen.

Es gibt den Placebo-Effekt. Und der kann mächtig sein. Wenn B geneigt ist, dass zu glauben, kann es sein, dass er wirklich schlecht schläft. obwohl die Mandarine keinen Stoff enthält, der dafür verantwortlich zu machen wäre.

Andersrum könnte es sogar so sein, dass C schläft wir ein Murmeltier, obwohl die Mandarine einen Stoff enthält, der den Schlaf beeinflusst. Wenn die Wirkstoffkonzentration so niedrig ist, dass die möglich ist.

Hingegen würden B und C beide unweigerlich ihr Leben aushauchen, wenn sie einen Knollenblätterpilz äßen, ob sie an dessen Wirkung glauben oder nicht.

Studien haben festgestellt, das Menschen, die an Götter glauben, auch eher geneigt sind, sich durch Mandarinen den Schlaf rauben zu lassen. Soll heißen, wer einmal zuläßt, dass ein abstrakter, nicht verifizierbarer Umstand in sein Leben einwirkt, ist dem gegenüber grundsätzlich offener.

Ich war lange Jahre aktiver Christ  und habe die Unsinnigkeit hinter diesem Konzept erkannt. Habe erfahren, wie Glaube in die Irre führt.

Das hat z.B. zur Folge, das Homöopathie bei mir niemals eine Wirkung entfalten kann. Weil ich nicht mehr glauben. An nichts.

Hingegen entfalten die Tabletten, die ich für meinen Blutdruck nehmen muss, eine Wirkung, ob ich nun daran glaube oder nicht.

Ich halte mich nur noch an die Dinge, die ein solches Maß an Verlässlichkeit haben, dass Glaube überflüssig ist. Das ist gegenüber der Zeit, als ich noch Glauben praktizierte, eine enorme Verbesserung.

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