Gibt es ungewollten Rassismus?

2 Antworten

Ich stimme dir zu, dass Rassismus nur dann Rassismus ist, wenn auch eine rassistische Intention dahinter steckt.

Was mit ungewollten Rassismus gemeint ist kann man denke ich gar nicht Rassismus nennen. Das sind so Dinge, wie das Pflaster Hautfarben sind oder in medizinbüchern vieles an weißen gezeigt wird. Es wird nicht gemacht weil man gegen schwarze ist, sondern weil es bei den Beispielen keine große Zielgruppe gibt, nicht mal 1 Prozent der deutschen sind schwarz. Da lohnt es sich einfach nicht

Ja aber dann ist doch kein Rassismus. Wenn braune Pflaster einfach wegen zu geringer Nachfrage keinen Sinn machen, dann ist das doch kein Rassismus, sondern logisch. Man produziert ja nicht Güter, die total wenig kaufen, nur um für Gleichberechtigung zu kaufen. Das wäre doch irsinnig und hinausgeschmissenes Geld. In ariden Ländern verkauft auch keiner Winterjacken und Anoraks, weils einfach keinen Sinn macht. Natürlich ist das ein wenig anders, weil es schon schwarze Personen in Deutschland gibt, aber was ist das Problem, wenn sie einfach ein normales Pflaster nehmen?

0
@YasuoS

Genau das meine ich und das ist auch diesen Dokus gemeint. Diese GEZ Beiträge sind nur zum Hetzen da

0
@XLara61

Achso du bist meiner Meinung. Ja ich finde es ätzend, wie permanent der Rassismus in Deutschen zwanghaft gesucht wird. Dass Ausländer z.T. deutlich rassistischer sind, wird immer ignoriert. Warum wird dieser Rassismus nicht mal behandelt oder wenigstens erwähnt?

0
@YasuoS

Linker Ideologie zufolge kann nur der weiße Mann der Böse sein.

Sage ich selbst als Pakistani

0
@XLara61

Genau und der alte weiße Mann, darf sich niemals über etwas beschweren, denn er ist ja so privilegiert und hat deshalb kein Recht und Grund dazu. Das ist der Bullshit, der zur Zeit publiziert wird.

0
@YasuoS

Rassismus wird vorgelebt.

Wenn bsw. in einer türkischen Familie Feindlichkeit ggü. Griechen vorgelebt wird, durchzieht das die Generationen.
Ändert aber nichts daran, dass die Mehrheit hier Weiß und Deutsch ist und eine Minderheit mit Alltagsrassismus konfrontiert wird.

0
@Dosenrosen

Deutsche werden genauso mit Alltagsrassismus konfrontiert. Und sie stellen eine Mehrheit dar. Dieser individuelle Alltagsrassismus stammt von einer Minderheit.

0
@YasuoS

Welche strukturellen, individuellen und institutionellen Nachteile bzw. Rassismus erlebst du denn täglich?

0
@Dosenrosen

Ich habe gesagt ich erlebe "individuellen" Rassismus oft. "Alman" wird als abwertendes Wort gegenüber Deutschen sehr schnell verwendet. Gestern habe ich ein Bild auf Insta gesehen, wo ein Dönermann ein Schild ausstellte, wo drauf stand, dass Obdachlose kostenlos essen würden und in den Kommentaren stand sowas wie "Deutsche würden sowas nie machen" oder so ein Schwachsinn. Da wurde teilweise richtig gegen Deutsche gehetzt. Oder auch so unsinnige Kommentare wie "sowas gibt es nur bei Ausländern". Ist ja nicht so, dass die "ständig gutherzigen Ausländer" von den "geizigen gehässigen Deutschen" Sozialsystem profitieren... Einer schrieb "Ausländer sind stabiler als Deutsche und nehmen Deutschland gerade ein". Das lese ich täglich auf instagram. Und gaaanz selten lese ich etwas rassistisches von einem Deutschen.

0
@YasuoS

😂😂

Ich lese tagtäglich, von Deutschen, die übelste Scheiße über PoC oder Migranten loslassen. Das du als Deutscher dahingegen solche blöden Sprüche gelegentlich liest ist minimal.

Dazu kommt:

Vorurteile

Benachteiligung

Klischees

Wenn du das nicht wahrhaben willst, duldest du Rassismus und trägst ihn weiter. Such dir deine Bestätigung woanders. 😂😂

0
@Dosenrosen

Den von dir beschriebenen Rassismus gibt es von überall, nur bei Deutschen wird das nicht als solcher gewertet, wie man bei dir schön erkennen kann.

1
@Dosenrosen

Wie du versuchst das jetzt lächerlich und klein zu reden. In meinem Alter (20) erlebe ich und bekomme ich deutlich mehr Rassismus von Ausländer mit als von Deutschen. Und ich bin sensibel für sowas. Ich merke genauso, wenn jemand anderes etwas negative widerfahren muss. Dass der Rassismus bei älteren konservativen Männern stärker ausgeprägt ist, ist wahrscheinlich wahr, aber die sterben bald aus. In meiner Generation erlebe ich sehr selten rassistische Deutsche, aber deutlich öfter individuellen Rassismus gegen Deutsche. Allein wie oft der Begriff "Alman" im negativen Kontext fällt, ist schon traurig mittlerweile. Und es ist fast schon selbstverständlich geworden, diesen Begriff so abwertend zu benutzen, ohne dass man eine Strafe bekommt oder es Gegendruck gibt. Dass dir das nicht auffällt mag sein, aber ich bin jung und bekomme nicht nur das Gehetze von Deutschen mit, sondern auch das von den Ausländern oder den Deutschen mit Migrationshintergrund gegen Deutsche mit, was sowieso paradox ist. Die Vorteile dieses Landes nutzen und davon profitieren und währenddessen die Bevölkerung dieses Landes diskrimineren, obwohl man selbst teil davon ist. Verstehst du es jetzt? Oder vertiefst du dich weiter beschämt in Lachsmileys und willst von der Wahrheit nichts mitkriegen? Dein Alter würde mich interessieren.

0
@XLara61

Weil eine Mehrheit mit Privilegen schon gar nie das selbe erlebst, wie eine Minderheit.

Aber hey, frag mal ein paar PoC oder Migranten, was die so erleben.

Die Sprüche lese ich x-fach öfter ggü PoC oder Migranten. Ich kenne auch keinen weißen Deutschen, der Aufgrund seines deutschseins hier tägliche Benachteiligung erlebt.

0
@Dosenrosen

Ich bin Migrant und in meinem Umfeld richtet sich Rassismus fast nur gegen Deutsche. Ich selbst erlebe natürlich auch Rassismus, allerdings nicht in solch einem Ausmaß und Selbstberständlichkeit wie ihn deutsche erleben

0
@XLara61

Sorry, aber das kann ich dir nicht für voll nehmen. 🤷🏼‍♂️

Da splitten sich unsere Ansichten diametral. 🤷🏼‍♂️

Allein in unserer Firma fallen Schimpfwörter wie Kanake, Türk (als abfallendes Wort), alle Arten von tierischen Bezeichnung und Muselmann,..... "in Firma Y brauchst nicht arbeiten, da sind nur .....".

Vom schimpfen über Flüchtlinge, allgemeiner Hetze und den typischen Klischees brauchen wir gar nicht anfangen. 🤷🏼‍♂️

In dem Sinn, gute Nacht, von meiner Seite ist alles gesagt und weiter im Kreis drehen möchte ich mich jetzt auch.

0
@YasuoS

30, somit wenig weit weg von deinen 20.

Wenn für dich Alman das schlimmste ist, lies dich mal bei den AfD Seiten durch.

Wenn du wissen willst, wie es ist, struktuell benachteiligt zu sein, frag PoC nach ihren Erfahrungen.

DAS, wirst du nie erleben.

Allein die Aussage "hier leben und die Vorteile genießen und die Bevölkerung diskriminieren" zeigt, was ich meine.

0
@Dosenrosen

Ich rede von individuellen Rassismus. Du redest von strukturellen Rassismus. Und ne AFD Fanpage mit nem Durchschnittsdeutschen zu vergleichen ist auch nicht so gerecht.

0

Ja gibt es.

Sagst du bsw. einer schwarzen Frau, dass ihre Haut so schön wie Schokolade ist, ist das Alltagsrassismus. 🤷🏼‍♂️

Haben Schwarze Probleme, an Jobs u. Mietwohnungen oder Kredite zu kommen.

Ja gut, aber wer ist denn so dumm und sagt das und mit welcher Häufigkeit kommt das vor. Und auch wenn, inwiefern ist das rassistisch. Die Hautfarbe ist braun und Schokolade ist braun. Das ist ein Vergleich. Ist Schokolade etwas schlechtes? Ist das gleiche, wie wenn man zu einer weißen Frau sagt, deine Haut ist so hell wie Schnee. Ist auch kein Rassismus.

0
@YasuoS

Das waren Beispiele, die mir spontan in den Sinn kamen.

Im Beispiel der Hautfarbe, reduzierst du jemanden auf seine Hautfarbe. Nicht von ungefähr kommt der Ausspruch "Weißbrot"

0

Haut schön wie Schokolade ist kein Rassismus sondern ein Kompliment. Haut sieht aus wie scheise wäre Rassismus.

Bei Jobsuche und Co ist das kein ungewollter Rassismus sondern gewollter

0
@XLara61

Genauso sehe ich das auch. Wohnungssuche ist auch immer kritisch. Vielleicht hat ein Mieter mehrere schlechte Erfahrungen mit bestimmten Gruppen gemacht und will das deshalb ausschließen. Wäre zwar nicht sehr nett und nicht gerecht, aber in einer Weise auch verständlich. Aber es gibt trotzdem leider sicher Vermieter, die aus Prinzip ausländer ausschließen, das stimmt.

0
@YasuoS

So entstehen Vorurteile. Wenn man schlechte Erfahrungen mit einer Person macht, nimmt man etwas markantes (wie Hautfarbe) und wendet dann die schlechten Erfahrungen auf alle mit diesem Merkmal an

0
@XLara61

Richtig. Ist ja auch in einer Weise verständlich, dass man Vorurteile entwickelt oder nicht? Es wäre verkehrt, dass man per se jeden Ausländer als Rüpel abstempelt, aber als ich in der Stadt völlig grundlos von einem Jungen mit Migrationshintergrund 2x ins Gesicht geschlagen wurde, halte ich auch seit dem größeren Abstand abends zu Menschen, die dem Äußeren dieses Jungen einigermaßen entsprechen. Aber das ist doch verständlich und nicht direkt rassistisch oder doch?

0
@YasuoS

Nein, so funktioniert der Mensch. Du hast Angst entwickelt und für Angst braucht man sich nicht zu rechtfertigen

0
@XLara61

Schön wie verständlich und realistisch du denkst. Gibt mir Hoffnung :) Ich habe trotzdem noch meine auslädnischen Freunde, gehe trotzdem noch in Shishabars und behandle jeden Mensch mit gleichen Werten. Bei bestimmten Gruppen, passe ich nur mehr auf in bestimmten Lagen.

0
@YasuoS

Bin selbst auch Ausländer und habe mit anderen Ausländern ebenfalls schlechte Erfahrung gemacht und meide sie deswegen. Bin wohl zu gut integriert:)

1
@YasuoS

Geht auch nicht darum, wie IHR das seht, sondern die betreffende Person und genaus DAS ist der Alltagsrassismus.

Ihr denkt "Haut wie Schokolade" ist ein Kompliment, dass schwarze sowas aber immer wieder hören und sich damit nicht wohl fühlen, ignoriert ihr.

Andere Beispiele:

  • Asiate wird für Mathegenie gehalten
  • Afrikaner/Jamaikaner haben den Rhythmus im Blut.

Ja, klar, kann man als Kompliment sehen, ist aber ein Klischee.

Zumal der Übergang von missglücktem Kompliment, zu Klischee hin zum offnen Rassismus fließend ist.

https://youtu.be/kn9kzYH_9MA

0
@XLara61

Oh krass. War bestimmt ein Einzelfall... Zumindest wird das damit immer fälschlicherweise relativiert und schöngeredet

0
@Dosenrosen

Und der Deutsche ist penetrant akkurat, spießig und geizig. Diese doch negativen Attribute muss man sich wieder fallen gelassen...Es ist irrsinnig. Warum wird so gemacht als würde Rassismus und Schubladendenken nur von Deutschen ausgehen und niemals gegen sie?

0
@Dosenrosen

Und by the way: Es gibt auch Alltagsrassismus gegen Deutsche. Wenn du ein Beispiel brauchst, habe ich genügend.

0
@YasuoS

Wo da der Unterschied ist?

Du, als Deutscher ohne Migrationshintergrund hast schlicht keine Alltagsprobleme. Du hast kein Probleme, aufgrund deiner Herkunft, Hautfarbe oder Ethnie einen Job zu finden. Dir wird deshalb nicht grundsätzlich misstraut, du musst dich nicht immer wieder erklären.

Das was du vllt. einmal erlebst, erleben andere x-mal öfter.

0
@Dosenrosen

Ich erlebe individuellen Rassismus oft. Manchen Deutschen fällt das halt nicht auf, weil sie nicht wissen, dass es das auch gegen Deutsche gibt und sie denken sie müssten das tolerieren. Du machst aber auch so, als hätten hier Menschen mit Migrationshintergrund tagtäglich mit Unterdrückung und Ungleichberechtigung zu tun. Es gibt sowas, aber Ausländer haben es in Deutschland auf jeden Fall gut. ich möchte nicht wissen, wie ich es als Einwanderer in der Türkei oder in Afghanistan habe. Und da rede ich nicht von systematischen Rassismus, sondern von individuellen Rassismus

0
@YasuoS

Was erlebst du denn individuell, struktuell und institutionell täglich.

Umgekehrt, woher weißt du denn von People of Color, dass sie nicht täglich Rassismus und Benachteiligung erleben?

0
@Dosenrosen

Die erste Frage habe ich weiter oben erklärt.

Und die zweite Frage können meine ausländischen Freunde beantworten. Die bekommen vielleicht mal nen blöden Spruch von dem Werkstattleiter, aber sie leiden nicht unter Rassismus. Selbst meine Freunde äußern teilweise abwertende Sachen gegenüber Deutschen

0

Was möchtest Du wissen?