Gibt es Spiegelreflex-/Systemkameraobjektive, die ähnlich stark wie Superzoom Kameras zoomen können?

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6 Antworten

Nein.

Um an DSLR/DSLM Kameras derlei Zoomweiten zu realisieren, bräuchte man gewaltige Objektive http://farm5.static.flickr.com/4140/4952083388\_569e60228a.jpg dieses schaft gerade mal zwischen 200-500mm zu zoomen (hat dafür aber auch eine durchgehend hohe Lichtstärke).

Die nächste Sensorgröße in einer Bridge die einer DSLR mit APSC-Sensor näher kommt ist 1", wie in einer RX10, dafür hat die auch nur 9 bzw jetzt 25fach zoom bei M3 (letztere wieder nur dank weniger Lichtstärke).

Die HX400 und die B700 haben nur 1/2,3" Sensoren, dafür 50-60 fachen Zoom, aber nur noch Lichtstärken die, um so mehr man zoomt, um so schwächer werden. Das macht sich zB immer dann bemerkbar, wenn man bei weniger Licht aus der Hand heraus ein Bild machen möchte. Es wird verwackelt oder verrauscht.

Du hast also immer entweder viel Zoom oder auch gute Fotos bei weniger Licht.


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Man muss auch noch den Unterschied zwischen Zoom und Brennweite machen. Zoom = maximale Brennweite/minimale Brennweite und ist ein Faktor. Z.B. hat ein 28-300mm ~10,7x Zoom. 

Jetzt zum Thema Brennweite - nein, solche Objketive gibt es nicht, weil der Sensor der DSLR-Kameras viel größer ist, bzw. wäre so ein Glass riesig, um den ganzen Sensor belichten zu können.

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Nein, solche Objektive mit 60x oder mehr Zoom gibt es nicht, weil es dafür keinen Markt gibt. Sinn und Zweck einer Kamera mit Wechselobjektiven ist es, das Objektiv wechseln zu können. Je größer der Brennweitenbereich, den ein Objektiv abdecken muss, desto mehr leidet die optische Qualität, und wenn es bezahlbar bleiben soll, auch die Lichtstärke darunter.

Als Notlösung, wenn keine Zeit zum Objektivwechsel bleibt und die Bildqualität nebensächlich ist, gibt es Superzoomobjektive wie z.B. 28-300mm. Das wäre dann ca ein zehnfach-Zoom.

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Kommentar von darkhouse
24.01.2017, 11:54

Der Markt ist dafür aber nur deshalb nicht da, weil diese Objektive, sofern man sie realisieren könnte und würde, horrende Preise erforderten. Zumal eine variable Zoomfunktion nicht möglich ist und mit Konvertern gearbeitet wird. Zum Verständnis: Das größte Canon L hat eine Festbrennweite von 1.200 mm, wiegt über 16 kg und kostet gebraucht schon 60.000 €.

Also, das Interesse wäre sicher da, nur aufgrund der Umstände nicht.

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Die Geometrie macht hier einen Strich durch die Rechnung. Zum Nachvollziehen: Wenn man die Eckpunkte eines großen Sensors mit dem Brennpunkt verbindet und dann nach außen weiterzeichnet, wird die Bildebene schnell groß, weil diese Linien sehr weit spreizen. Nimmt man die Eckpunkte eines viel kleineren Sensors und zeichnet sie weiter, ist die Spreizung deutlich geringer. Somit kann man weiter weg liegende Objekte viel näher heranholen. Mit wenig Aufwand im Objektiv.

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Auf Deine Frage gibt es ein klares  NEIN, denn sonst würde die Qualität besonders darunter leiden. Nicht umsonst haben dioe Spiegelrefexkameras die beste Qualität vorzuweisen.

Sonst hier noch ein paar Infos:

Wer Fotografieren möchte sollte die Grundlagen beherrschen.

Hierzu meine Buchempfehlung für den Anfang:

Um die Blende, Verschlußzeit und ISO näher zu bringen:

Manuell belichten mit der Digitalkamera von SAMJOST Fotografie.

Um scharfe Fotos zu bekommen:

Scharfe Fotos mit der Digitalkamera von SAMJOST
Fotografie. 

Fortgeschrittene die sich mit dem Blitzen befassen sollten das
Buch kaufen:

Heute schon geblitzt? Von Dirk Wächter.

Drei Taschenbücher, die man haben muss!!!

Grundsätzlich sollte man sich überlegen, was für eine Kamera zu
einem paßt.

Nicht für jeden ist eine Spiegelrefexkamera geeignet. Denn oft
möchte man gleich das beste haben, nutzt  aber kaum die Möglchkeiten die
sie bietet. Wer nur mit Automatik fotografieren möchte oder sich nicht mit
Freizeichnen beschäftigen möchte, der sollte sich eine Kompaktkamera kaufen.
Eine SLR ist im Vergleich zur Kompaktkamera ein Monster. Möchtest Du so ein
großes Ding auch wirklich immer mit dir rumschleppen? Wer das scheut, der hat
dann eine teure Kamera für nur zu Hause und nimmt sie nur manchmal mit. Das
macht so keinen Sinn. Daher rate ich zunächst zu einer Kompaktkamera die es
aber in sich hat und auch von Profis als Ersatz genutzt werden. Die Fuji X30
ist so eine Kamera. Man kann mit ihr auch sehr viel manuell einstellen, so daß
man in den ersten Monaten oder sogar Jahren damit gut bedient ist. Sie kostet
dafür auch genauso viel wie eine SLR-Einstiegskamera. Nämlich 440€. Vorteil: Du
kannst sie jederzeit in die Tasche stecken und hast sie problemlos immer dabei,
wenn was ansteht. Persönlich habe ich auch eine Fuji neben meiner teureren SLR.
Meist nutze ich sogar nur die Fuji, denn die Bildqualität ist super und die
Bedienung vielseitig aber sehr einfach. Ich bin mir sicher, die reicht Dir auch
um sehr gute Fotos zu machen. Lass Dich nicht von anderen Kameras wegen deren
Mega-Zoom blenden. Das geht zu Lasten der Bildqualität. Notfalls geht man dem
Motiv etwas entgegen statt zu zoomen. Daher Finger weg von günstigen
Bridgekameras. 

Wer mit der Automatik fotografieren möchte, sollte sich keine
Spiegelrefelx holen, sondern eine Kompaktkamera wie die Fuji X30. Mit der kann
man aber auch sehr viel manuell einstellen, wenn es nötig ist. 

Lass Dich auch nicht von den hohen MP von anderen Kameras
blenden. Die MP haben keine Aussage über Bildqualität. Lieber etwas weniger MP
zu Gunsten der Bildqualität. Habe noch eine Kompaktkamera die sehr gut ist mit
10MP, die ist für 90% meiner Fotos ausreichend. Die Fuji X30 hat sogar 12MP,
mehr als ausreichend.

Welche Kamera ist die richtige für
mich?

Siehe Internetseite:

http://images.google.de/imgres?imgurl=https://images.myposter.de/magazin/2014/05/Kameratyp-8_VARIANTE-gross.jpg&imgrefurl=https://www.myposter.de/magazin/welcher-kameratyp-ist-richtig/&h=850&w=1064&tbnid=2SOy2UTeWbJ3lM:&tbnh=92&tbnw=115&docid=sYPJuHu7npCcEM&usg=__HgPLRH46oEEOl_ElBbRprWYp7Xo=&sa=X&sqi=2&ved=0ahUKEwj2huKz7-nPAhXDBcAKHUe8AIoQ9QEIMDAE

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Zoom bedeutet immer Kompromisse einzugehen. Die gleiche Konstruktion muss also bei Brennweite X, Y und Z gut funktionieren. Daher werden Kompromisse eingegangen zu Lasten der Bildqualität um überall eine brauchbares Ergebnis zu bekommen. Je weiter X und Z auseinander liegen umso schlimmer das Kompromiss.

Außerdem ist es unnütz alles in ein Objektiv zu packen. Eine DSLR erlaubt das wechseln der Objektive und so kann man für den jeweiligen Brennweitenbereich ein eigenes Objektiv einsetzen.

Sauteure Profi-Zooms wie zB 12-24, 24-70 oder 70-200mm biegen einen 2-3fachen Zoom an und keine 20, 30 oder 60 fach Zooms. Und das hat den oben genannten Grund. Alles was darüber hinaus geht wird halt immer schlechter je größer der Zoom-Bereich wird und dazu noch teuer weil aufwändiger zu bauen... Genau die gleiche "Mogelpackung" wie eine Bridgekamera.

Weiters haben Objektive auch andere Eigenschaften. ZB: 

  • Lichtstärke (f-Nummer bzw. die 1:X Angaben im Namen) was wichtig ist um bei wenig Licht die ISO-Werte niedrig zu halten und damit eine gute Bildqualität zu erreichen
  • Bildstabilisator um längere Verschlusszeiten aus der Hand zu fotografieren
  • Naheinstellgrenze
  • AF-Geschwindigkeit
  • usw.

Je nach Einsatzzweck - zB Sportfotografie, Portrait, Nahaufnahmen, Konzertfotografie etc. braucht man eine Kombination der Eigenschaften.

So zB braucht man für Fußball kaum einen Stabilisator, da das Bild schnell aufgenommen werden muss (kurze Verschlusszeit) damit der Sportler scharf abgebildet wird. Darüber hinaus einen schnellen Autofokus, der mit dem Sportler mithalten kann.

Für Portraits oder Konzerte ist der Stabilisator wichtig. Denn dort wird man oft mit kürzeren Belichtungszeiten arbeiten wollen. Die AF-Geschwindigkeit ist wiederum weniger wichtig in den meisten Fällen.

Wenn ich alle diese unterschiedlichen Anforderungen in ein Ding stecke bekomme ich ein Universaltool bzw. ein Schweizer Taschenmesser. Damit kann ich alles machen aber nicht richtig gut und schnell. Mel schnell was richten oder 2 Schrauben festziehen geht damit. Aber wer will nur mit einem Schweizer Taschenmesser bewaffnet ein ganzes Haus bauen?

Darüber hinaus sag ich mal ganz brutal - 90% des Brennweitenbereiches einer solchen Bridgekamera braucht man in weniger als 2% der Fälle. Ich komme als Berufsfotograf seit Jahren mit insgesamt 14 - 300mm verteilt auf einige Objektive sehr gut aus.

In speziellen Fällen braucht man mehr Brennweite. Klar der die Olympischen Spiele fotografiert oder Wildlife in Afrika packt auch schon mal Brennweiten von 500 - 800mm aus. Aber für den Normalgebrauch abgesehen von den Grenzfällen braucht das keiner. 

Was willst du mit umgerechnet 1200mm Brennweite? Ein Portrait aus 30m Entfernung schießen und mit dem "Model" per Handy telefonieren damit es weiß ob es lächeln oder ernst schauen soll? Löwen aus sicherer Entfernung fotografieren? Paparazzi werden?

Darüber hinaus erfordern solch lange Brennweiten eine extreme Stabilisierung. Je Länger die Brennweite umso schneller Verwackelst du und umso schnellere Verschlusszeiten benötigst du um nicht zu verwackeln... Und wenn dann die Lichtstärke nicht passt dann musst du Stadionscheinwerfer auspacken um die Szene noch beleuchten zu können oder deine ISO-Werte steigen extrem an und dein Bild rauscht wie die Niagarafälle.

Sag mal lieber was genau du Fotografieren willst. Dann kann ich dir bessere Empfehlungen geben.

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Kommentar von marco15
15.01.2017, 21:55

Also fotografieren möchte ich recht viel :
- Dampfloks
- Landschaften
- Wenn ich mir einer Jugendgruppe unterwegs bin von unseren Aktionen
- von höher gelegenen Punkten über ne Stadt hinweg
- und mal schauen, was mich noch erwartet :)
Also attraktiv finde ich die Nikon 5300/5600, Sony Alpha 6000, und Canon EOS 750d alle mit dem Standard-KitObjektiv 18-55
Was sagst du dazu :)?

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