Gibt es sinnvolle Möglichkeiten, noch mit Mitte 40 an einer Immobilie für's Alter zu arbeiten? Lohnt sich da z.B. noch der Abschluss eines Bausparvertrages?

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4 Antworten

Hallo Onyx1969,

Deine Frage kann ich gut verstehen.

Eine pauschale Antwort in diesem Rahmen ist aber leider nicht möglich, da die Planung einer Immobilienfinanzierung bzw. der richtige Weg zum Aufbau von Eigenkapital von Deinen persönlichen Möglichkeiten und Wünschen abhängig ist.

Ich empfehle Dir, Dich an Deine Hausbank oder an einen unabhängigen Immobilienfinanzierungsvermittler zur umfassenden Beratung zu wenden. Diese können auch etwaige staatliche Fördermöglichkeiten für Dich berücksichtigen.

Unter nachfolgendem Link findest Du Informationen und Tipps zum Weg ins Eigenheim: http://www.interhyp.de/bauen-kaufen/ihr-weg-ins-eigenheim.html

Viele Grüße

Christina
Interhyp AG

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Kommentar von Onyx1969
16.02.2016, 16:57

Danke schon einmal für die Anwort :-)
Meine Hausbank ist die IngDiba.. die hatte mich schon ihrerseits an die interhyp als Partnerunternehmen weiterverwiesen.
Aber da ging es um Vollfinanzierung.

Ich bin aber in Zwischenzeit sicher, dass eine volle Finanzierung nicht sehr klug ist.
Obwohl ein Arbeitskollege sogar mit Kaufnebenkosten finanziert bekommen hat.. aber JEDER rät einem von so was ab.

Da die Banken in dem Fall das enorm hohe Risiko abgesichert haben wollen und die Zinslast in solchen Fällen sicher sehr hoch ist.

Ich denke, dass es für mich nur noch eine Möglichkeit gibt.. nämlich Vorsparen.

Wobei das auch wieder bedeutet, dass ich dann erst spät zum Eigenheim komme und noch viele Jahre mein Geld an Miethaie vergeude.

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Ich habe im Alter von 47 mich an einem Bauprojekt mit gemeinschaftlicher Errichtung einer Reihenhausanlage von 22 Einheiten beteiligt. Dabei haben alle Bauherren mit Bausparvertrag z.T. große Probleme bekommen, weil die Zuteilung des Geldes sich verzögert hat und sie bei der notwendigen Inanspruchnahme für ihr eigenes Geld hohe Zinsen zahlen mussten. Ich selbst hatte keinen Bausparvertrag und konnte ohne Probleme benötigte Gelder als Hypothek bei der Sparkasse bekommen. Der Clou dabei: Für die Rückzahlung bekam ich 33 Jahre eingeräumt, die scheinbar günstigen Hypotheken der Bausparkassen mussten dagegen in 11 Jahren zurückgezahlt werden. Gerade die lange Laufzeit macht den Erwerb von Wohneigentum bezahlbar. Für Probleme im Alter bei noch laufender Belastung gibt es unterschiedliche Lösungen. Ich habe inzwischen mein noch nicht ganz bezahltes Haus in München verkauft und konnte vom Erlös locker ein bezahltes Haus auf dem Lande in Franken erwerben.

Ein Bausparvertrag ist nur sinnvoll, wenn er durch staatliche Prämien gefördert wird und die Mitnahme dieser Prämien sich gegenüber der Probleme rechnet. Die gegenwärtigen Prämien sind inzwischen niedriger als früher einmal. Die Bausparkassen arbeiten nach dem Prinzip der Kettenbriefe (auch Schneballsystem genannt). Zum Auszahlen eines baureifen Vertrages sind soundsoviele Neuabschlüsse erforderlich. Bleiben diese aus, muss der Sparer sich in die lange Schlange der Wartenden ganz hinten einreihen. Wichtig beim Bausparvertrag wäre das Kleingedruckte. Von irgendwelchen Garantien zur Vertragserfüllung ist da wenig die Rede.

Die Mindestanforderung an einen Eigentumserwerb ist ein ausreichendes Startkapital sowie ein langfristig gesichertes Einkommen. Nicht gerade einfach, war aber immer schon so.

Mein Rat: Wenn es Dir irgendwie möglich ist, mach es. Du lebst im Eigenen als ein ganz anderer Mensch.

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Die Antwort Deiner Frage würde ich persönlich vim Kaufpreis und vom möglichen Eigenkapitaleinsatz abhängig machen.

Da wir aktuell eine Niedrig-Zins-Phase haben, könntest Du mit einer hohen Tilgung arbeiten.

Wenn Du z. B. eine Finanzierung mit 5 % Tilgung vereinbarst, hättest Du bei den aktuell niedrigen Zinsen in 18 Jahren und 6 Monaten das Darlehen getilgt. Demgegenüber steht dann aber die höhere Rate in diesen 18 Jahren.

Für ein Darlehen von 150.000 Euro wäre das eine monatliche Rate von ca. 730 Euro bis 740 Euro, zuzüglich Nebenkosten.

Der Vorteil wäre, dass Du dann Anfang 60 eine schuldenfreie Eigentumswohnung besitzst.

Bei einem sehr viel höheren Kaufpreis wird es halt schwierig die hohen Zahlungen in diesen 18 Jahren aufzubringen.

Daher gibt es wirklich keine pauschale Antwort - die monatlichen Zahlungen müssen aber in Dein Budget passen. Dann macht es Sinn.

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Mit dem Bausparvertrag musst du ja nach Ablauf/Auszahlung nicht unbedingt in eine Immobilie investieren. Das Alter wäre nicht das Thema, eher dass dzt. die Verzinsung nicht verlockend ist.

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Kommentar von Onyx1969
16.02.2016, 16:30

Dummerweise habe ich in der Vergangenheit nicht rechtzeitig vorgesorgt. Ich habe zwar einen gut bezahlten Und sicheren Job bei einem TV-Sender, aber leider kein Eigenkapital angelegt.

Dumm und mein Fehler .. ich weiß :-)

Vollfinanzierungen sind zu heikel und teuer.. auch wenn es da Möglichkeiten gäbe, ist das einfach viel zu gewagt.

Ich überlege eben nur, wie ich in den kommenden Jahren am Besten Eigenkapital sinnvoll anspare, um wenigstens im Alter noch irgendwas gebacken zu bekommen... wenn es für mich überhaupt noch Sinn macht.

Deswegen erkundige ich mich in alle Richtungen, was man da noch machen kann.

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