Gibt es Schutzbrillen , die vor jeder konzentrierten Lösung schützen?

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7 Antworten

Der Arbeitgeber ist im Rahmen seiner Fürsorgepflicht gesetzlich verpflichtet, die Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen. Dazu gehört es u.a., daß mit Gefahrstoffen, die schädliche Dämpfe abgeben, im Abzug gearbeitet wird. Das ist hier nachzulesen (und zu bestellen bzw. downloaden):

http://bgi850-0.vur.jedermann.de/index.jsp

Ferner hat der AG die persönliche Schutzausrüstung kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Grundsätzlich müssen vor der Verwendung von PSA alle organisatorischen und technischen Möglichkeiten zur Vermeidung des Kontakts mit Gefahrstoffen ausgeschöpft werden.

Wenn das in Deinem Betrieb nicht der Fall ist, wende Dich an Deinen Vorgesetzten oder den Betriebsrat. Wenn das nicht nützt, suche Dir einen anderen, verantwortungsbewußteren Arbeitgeber.

Theoretisch ja, diese ganzkörper schutzanzüge mit überdruck und eigener luftzufuhr, die man aus katastrophenfilmen kennt! Jedoch wird sowas keiner in einem chemielabor verwenden, weil ein abzug als technische lösung viel besser und eleganter ist und schutzausrüstung im chemielabor sowieso nur dazu dient bei ungewolltem kontakt die wirkung zu verzögern, dh wenn du einen tropfen auf deine handschuhe abbekommst, dann ziehst du die schnell aus, die handschuhe werden nur wenige sekunden halten je nach substanz, aber sie verschaffen dir etwas zeit bevor deine haut betroffen ist! Lg

also, wie ich mitlerweile rausgelesen habe geht es dir vor allem um amoniak dämpfe.

eine schwimmbrille/Taucherbrille würde cih dir auf keinen fall empfehlen. die sind nicht für arbeiten im Labor geeignet. wenn du Pech hast, diffundiert der amoniak durch die Gummidichtung und reichert sich dann unter der brille an.
ist zwar unwarscheinlich, aber möglich. im dem fall wärst du schuld für alle auftretenden Beschwerden.

es gibt allerdings Gasdichte laborbrillen. diese sind schwimmbrillen sehr ähnlich, aber auf verschiedenste Chemikalien geprüft und für die arbeiten im Labor tauglich.

allerdings solltest du da eher an der allgemeinen Situation was ändern. hast du mal mit deinem vorgesetzten geredet? eine punktuelle Absaugung würde ja schon reichen.

Amniak ist giftig beim einatmen und kann augenschäden verursachen.
bevor etwas an der PSA geändert wird, ist dein Arbeitgeber verpflichtet alle technischen Maßnahmen auszureizen um dich zu schützen. das wäre ein Abzug, oder eine punktuelle absaugung

Naja, man kann das schon ziemlich dicht kriegen ... allerdings frage ich mich, wie sinnvoll das ist. Wenn Du Dich gegen alles und jeden schützen willst und gleichzeitig nur an die Augen denkst, ist das Quatsch. 

Schutzbrillen haben vor allem die Aufgabe, vor aggressiven spritzenden Flüssigkeiten zu schützen, Gase gehören in den Abzug.

Weißt du wieso ich diese Frage stelle?

Ich bin gelernter Chemielaborant und arbeite nun in einer Firma, wo man Ammoniak OHNE Abzug mit einem Komplex titriert. Nicht nur ein Erlenmeyerkolben...Nein! Gleich 10 aufeinmal. Jetzt stell dir vor, wie das in den Augen brennt und die Atemwege reizt...Was soll ich machen?

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@PotenzenHilfe

Dann geht es also nicht um jede Lösung sondern konkret um Ammoniak. Das macht ja schon einen Unterschied. Hier kommen ja ständig so blöde Fragen wie "Kann die stärkste Säure der Welt die ganze Erde wegätzen ..." 

Vielleicht ist eine einfach Schwimmbrille tauglich?

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@botanicus

Hast Recht. Die Frage war nicht klar formuliert.

Hilft denn eine Schwimmbrille gegen eine 35%ige Ammoniak Lösung?

Ansonsten...Was soll ich gegen den stechenden Geruch machen? Es reizt extrem! Was könntest du empfehlen?

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@PotenzenHilfe

Wenn kein Wasser eindringt, sollte auch NH3 nicht in nennenswerter Menge hineinkommen. Im Zweifelsfalle ausprobieren – kostet nix und man merkt ja, ob es noch immer in den Augen brennt.

Beste Maßnahme: Beschwerde (oder erstmal Gespräch) beim Arbeitgeber. Niemandem darf zugemutet werden, ohne Abzug mit 35% NH3 zu arbeiten. Das sieht die Gewerbeaufsicht sicher auch so.

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Ja, es gibt auch komplett abdichtende Schutzbrillen. Die sehen wirklich aus wie Taucherbrillen.

Wem der Ammoniak jedoch in den Augen brennt, der sollte seinen Umgang damit aber mal deutlich überdenken.

Ja, sicher.
Es gibt verschiedene Stufen.
Am Ende steht der Chemikalienschutzanzug, wie ihn die Feuerwehr benutzt. Da kommt wirklich nichts rein, zumindest nicht sofort.

Allerdings gibt es Stoffe, die nach einer gewissen Zeit so ziemlich alles durchdringen.

Ja es gibt geschlossene Schutzbrillen.

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