Gibt es Russische bewegungen oder Gruppen usw in Deutschland?

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4 Antworten

Russland ist ein Land und keine Ideologie. Weshalb sollte es also eine russische Bewegung geben? Was soll diese bewirken?

Es gibt in Deutschland Vereine und verschiedene Veranstaltungen, die für russischsprachige Menschen veranstaltet werden um ihre russische Kultur auch in Deutschland aufrecht erhalten zu können. Diese haben aber keine Ideologie, die sie verfolgen.

Die Politik ist da etwas anderes. Ich finde aber, dass die politischen Veranstaltungen nur das Land betreffen sollten in dem diese stattfinden. Ausländische Polit-Veranstaltungen haben in Deutschland nichts verloren.

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Kommentar von Nestron
12.08.2017, 23:27

Braucht es garnicht, das Umdenken findet ja schon statt - es ist halt gemäßigt und noch zurückhaltend. Wir haben (und darauf beziehe ich mich auf sämtliche Nationen) über Medien die landestypisch (RT Deutsch, Al jazeera, facebookgruppen) eben genutzt werden permanente Beeinflussung, die höchstrangig auf den Aspekt des Wir (als Nation) und die Anderen (Beispielsweise die Deutschen oder die deutsche Politik). Ein perfektes Mittel zur Deformierung und dem Gefühl, dass nur man und die Landsleute die Wahrheit kennen. Ab diesem Überlegenheitsgefühls ist eine Revidierung der Meinung fast unmöglich; pro forma würde man sich ja seiner Nationalität entgegenstellen - ein Verlust der Zugehörigkeit und somit eines der Grundbedürfnisse.

Lg

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Kommentar von Nestron
13.08.2017, 02:00

Na, nun widersprechen Sie sich selber in manchen Teilen. Einerseits sagen Sie, dass es keine nationalen ideologischen Bestrebungen gibt, andererseits ist es Gang und Gebe das man seine Wahrheit möglichst weit Streut. Und ja ich sehe Medien - das zeigt uns auch die Geschichte - als exzellentes Werkzeug für (wie nenne ich es möglichst vorsichtig) Interessenvertretung. Und das meine ich nicht explizit auf RT Deutsch bezogen, da reicht einem natürlich auch die Tagesschau, Euronews, BBC... Unsere einzige Aufgabe ist es möglichst viele sachlich wertvolle möglichst neutrale Informationen rauszulesen - die ganze Wahrheit wird uns sowieso niemals offenbart. Das RT Deutsch als Zielgruppe den deutschen (ggf. Skeptiker) oder den möglicherweise nicht mehr so an seiner Muttersprache interessierten russischen Heranwachsenden als Ziel hat, habe ich nie auch nur ansatzweise etwas entgegengestellt  - trotzdem ist und bleibt es mediale politische Beeinflussung oder einfach ausgedrückt Propaganda, denn genau so definiert sie sich. Propaganda bedeutet nicht zwangsläufig einen rumschreienden Diktator und daraufhin jubeln, ferner sind es subtile Botschaften mit dem Ziel der Diffamierung (ja das meinte ich, es ist aber auch schon spät :)) -auch ein in dem Punkt legitimer Weg, nach dem Motto: Also wir geben dir ---unsere--- Wahrheit, aber denk doch bitte selber. Halte ich ja auch für ein sinnvolles Konzept.

Um aber noch auf einige Ihrer Fragen zurückzukommen: Mit dem gemäßigten zurückhaltenden Denken meinte ich das, was man auch perfekt bei moderaten Verschwörungstheoretikern beobachten kann. Einerseits ist man klipp und klar für diese oder jene Verschwörungstheorie, andererseits ist das zwischenmenschlich mit Kontroversen verbunden. In der eigenen gesellschaftlichen Nische ist das natürlich angenehmer, da eben alle so gut wie die gleiche Meinung vertreten - in einer pluralistischen Gesellschaft muss man eben mit Kontra rechnen.
1. Klar kann jeder, jederzeit seine Meinung ändern - vorausgesetzt man kann evaluieren. Diese Fähigkeit des Evaluierens ist zwar bei jedem vorhanden, aber das kratzt dann doch zu sehr am eignen Weltbild.
2. Viele haben mehrere Nationalitäten, wie bei allem ist eine halt dominant. Wobei das Nationalitätsbewusstsein eben auch ein gutes Mittel der Manipulation ist. Genauso wie Klasse, Geschlecht, Religion, Alter... Eben die Gruppe und die Anderen.
3. Man könnte das nun zerschlagen wie man möchte. Geht man psychologisch davon aus, gibt es - Gott sei dank - in jeder Bevölkerung Konformisten(>90%) und Dissidenten(<10%).
Also nein das meinte ich natürlich nicht, aber das habe ich auch nie behauptet! Deswegen nennen Sie meine Aussagen nicht einfach blödsinnig, wenn Sie diese nicht auf Anhieb verstehen. Auch heutzutage ob nun in Deutschland, in Russland, in der USA, in der Türkei... gibt es immer auf die politisch individuelle Meinung gesehen diese beiden Charakteristika. Und nein es gibt - nun zumindest für etwas Politik interessierte - kein Zwischending. Es ist wie bei einer Wahl. Entweder ich bin für die Fortführung der gegenwärtigen Politik, weil ich zumindest in den Grundsätzen diese Arbeit unterstütze oder ich bin dagegen, da mir so gut wie alles zuwiderläuft.

Ansonsten wünsche ich Ihnen eine angenehme Nacht ;)

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Denke nicht in dem Maße. Wir haben hier eher das Problem der Nischengesellschaften, die meisten Russen fühlen sich auch politisch sehr an Russland orientiert. Genau wie andere Nationalitäten es hier auch machen. Halte ich für ein gesellschaftliches Leben zwar problematisch und endet oft in eine Art von Ghetto - wenn es keinen Gesellschaftlichen Ausgleich in Form von Arbeit gibt. (Andere Menschen, andere Meinung, diskutieren, überlegen, revidieren oder manifestieren)
Auf möglicher politischer oder extremer Ebene halte ich sowas für bedenklich, aber in der Masse nicht wahrscheinlich. Reden ist schön, taten eher das Gegenteil.
Anders siehts mit den sogenannten NGO/NROS (nicht Regierungsorganisationen) aus, da fehlt es deutlichst an Transparenz und das schon bei normalerweise Standardfragen: Wer finanziert es? Was soll bewirkt werden? Wer macht dort mit?
Politischer Wandel und starke Vernischungen bedeuten immer Instabilität und der große Bruder von Instabilität heißt Kollaps. (Römisches Imperium, Sowjetunion)

Lg

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Kommentar von sumi79
12.08.2017, 23:28

Stimme Ihnen ganz zu bis auf eine große Kleinigkeit:

"Halte ich für ein gesellschaftliches Leben zwar problematisch und endet oft in eine Art von Ghetto - wenn es keinen Gesellschaftlichen Ausgleich in Form von Arbeit gibt."

1. Die Arbeit ist kein gesellschaftlicher Ausgleich, sondern eine Art den Lebensunterhalt für sich und seine Familie zu verdienen. 

2. Eine gewisse politische Orientierung hat keine gesellschaftlichen Konflikte zur Folge und auch ganz sicher keine Bildung von Ghettos.

Sie verwechseln da etwas gewaltig mit dem Fundamentalismus bzw. Fanatismus.

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Kommentar von Nestron
13.08.2017, 00:50

Natürlich ist der Sinn der Arbeit der Lohn. Das Arbeit aber mitunter aufgrund vorausgesetzter - nun zumindest gespielter - Grundkonformität eine gesellschaftliche Brücke ermöglicht kann man eigentlich schlecht verkennen, denn - und das ist für jeden produktiven Dialog von Nöten - trifft man dort viele Leute mit anderen Meinungen.
Frag einennbeliebigen Russen, Türken oder Amerikaner nach seiner Meinung zu ihrem nationalen Staatsoberhaupt, wenn er es natürlich auch möchte. Unsere Medien berichten über alle  drei Oberhäupter momentan ziemlich negativ. Ob das nun alles stimmt oder nicht, lass ich mal dahingestellt - da es ja in der Theorie keinen Unterschied aufzeigt. Gibst du nun gemäßigt Contra zeigen sich die Informationsquellen meist auf - die Familie, die (ggf. politiknahen) Medien, einfaches hören-sagen, Religiosität, Fundamentalismus (na zumindest in der Theorie oder bei Facebookposts ;) ).

Ich persönlich bin ein Freund der Hermeneutik und tendiere eher zu Medien eines breiten Spektrums, weil mich die - teilweise für mich ganz und garnicht nicht nachvollziehbaren - Beweggründe total interessieren. Familie und Religion machen je nach Kulturkreis und Erziehung da natürlich einen super hohen Wert aus und dürfen nicht unterschätzt werden.

Und ich muss leider auch Ihrem zweiten Punkt widersprechen. Nischengesellschaft oder die Ansammlung dieser, sind abgrenzende Strukturen. Diese entstehen auf natürlich Art und weise - die Herde ist für uns ungemein wichtig. In wie weit man sein gesellschaftliches Leben nach dem ordnet hängt von allen oben genannten Beweggründen ab, und lässt sich nicht nur - wobei es gern gemacht wird - auf "niedriger sozialer Status und Bildungsgrad" reduzieren. Das würde alle anderen Faktoren total ignorieren, um nur etwas anderes zu suggerieren.

Denn im Endeffekt gilt:
Entweder man integriert sich, adaptiert sich oder isoliert sich. Eine weitere Möglichkeit gibt es da einfach nicht. Wobei alles außer der Integration - auch wenn im geringem Maße - trotzdem Instabilität und bedeutet, denn die Beweggründe sind nicht Dissident (was im Grunde keine schlechte Eigenschaft ist)- sondern einfaches wir & die anderen Denken.

Lg

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https://druschba.info/

Es gibt auch regelmäßig Kontakte zwischen Deutschen und Russen. Viele Deutsche wollen Frieden mit Rußland, genauso wie andersrum!

PS: Druschba (дружба) heißt zu deutsch: Freundschaft

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Die MLPD (Marxistisch-Lenistische-Partei-Deutschland) oder auch die DKP (Deutsche-kommunistische-Partei) sind sehr Russland freundlich

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