Gibt es noch Leute die an die frühere Griechische oder Ägyptische Religion glauben?

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8 Antworten

Religionen haben nun mal ein Verfallsdatum. Selbst die besten und schönsten kommen über ein paar Jahrtausende nicht hinaus. Dann kommt was neues und aus der alten Religioin wird alles mit hinübergenommen, was noch brauchbar erscheint. Alle Religionen sind synkretistisch.

Es gibt immer Menschen, die sehnen sich nach der vermeintlich guten alten Zeit. Die wollen dann entweder zurück zu den angeblichen Wurzeln der eigenen Religion, oder aber sie versuchen eine ausgestorbene Religion zu reaktivieren. Beim letzteren schaffen sie aber eher etwas völlig neues, meist nicht besonders Lebensfähiges, im Mäntelchen von etwas Altem. Ägypten kam im 18. und 19. Jh. durch Antikfunde und Ausgrabungen schwer in Mode und da hat es durchaus ein paar Überzeugte gegeben, die gleichzeitig mit dem damals blühenden Okkultismus auch antike Götter wiederbeleben wollten. Auch die Freimaurer bedienen sich ganz ungeniert in der Antike, wenn es um Rituale geht.

Heutzutage sind nordische und germanische Kulte gerade schwer in Mode. So etwas wird oft befeuert durch Blockbuster, Verschwörungstheorien im Web und auch Bestseller. Als in den 80ern im Fahrwasser einer großen Esoterikwelle und des Feminismus "Die Nebel von Avalon" auf den Markt kam, wuchsen plötzlich überall Hexenzirkel aus dem Boden, in welchen die Frauen sich einer vermeintlichen Ausbildung zur weisen Frau unterwarfen. Menstruationstänze bei Vollmond etc. Man kann da oft nur den Kopf schütteln, aber der Glaube an eine Feenwelt scheint den Menschen noch immer erschreckend leicht zu fallen. Überhaupt scheint den angeblich so aufgeklärten Menschen heute die Trennung von Fiktion und Wirklichkeit immer schwerer zu fallen.

Der wagnerianische Götterhimmel war durch das 3. Reich schwer in Misskredit geraten, aber seit etwa 10 Jahren sind sie wieder da, die odin- und wotanbegeisterten und versuchen sich in Kulten, von denen keiner weiß, wie sie einst abgelaufen sind. Solange keinem Menschen damit geschadet wird, ist das alles kein Problem. Nur wenn Ideologien dazukommen, kann es gefährlich werden.

Nein. Das Orakel von Delphi, das als Ausdruck der Gläubigkeit an die griechischen Götter genommen werden kann, wurde 391 endgültig geschlossen. Es war aber bereits vorher mangels Gläubigen nur spärlich besucht. Das Ende kam schleichend aber endgültig und das bereits vor 1600 Jahren. Die ägyptische Religion war seit Ramses III (ca. 1150 v.Chr.) im unaufhaltsamen Niedergang begriffen und war zur Zeit von Christi Geburt nur noch rudimentär vorhanden. Das wissen wir z.B. von dem Philosophen Philon von Alexandria.

Das Christentum hat durch die frühen ägyptischen koptischen Christen viele ägyptischen Vorstellungen übernommen. Google mal nach Isis mit dem Horuskind, die Darstellungen ähneln sehr den Bildern von Maria mit dem Jesuskind. Der Teufel hat durch die griechischen Christen die Gestalt von Pan dem Hirten und Weingott. Dieser war auch für Gelage und alles was dazu gehört zuständig, also für sie der Teufel.

VieleGlaubensinhalte der Grichen und Römer finden sich im Christentum wieder. So der Gott Vater der Gott Sohn und die Jungfrauengeburt und so weiter,Jesus war Jude und kannte s etwas nicht, daher konnte er das auch nicht gelehrt haben. Das kam später dazu.Die Wochentage sind nach Heidnischen Bräuchen benannt.Auch ein Überbleibsel aus Heidnischen Zeit. Sonntag wurde nach der Sonne benannt, Montag ,nach dem Mond Die ersten beiden Tage wurden nach Sonne und Mond benannt. Dem Mars wurde der Tius (engl. Tuesday), dem Jupiter der Donar, der Venus die Freia gleich gesetzt. Für Saturn jedoch kannten die Germanen keinen gleichartigen Gott. Sie behielten den Namen "Saturday" und schufen dafür den Sonnabend. Merkur, der vierte Wochentag, erhielt seinen Namen von Wodan (Wednesday) oder simpel, einfach auch eventuell daher, da er sich in der Mitte der Woche befindet, und wurde so zum Mittwoch. Also so weit sind die Heidnischen überbleibsen noch nicht weg.

Völlig richtig.

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Sagen wir so: Es gibt Leute, die berufen sich bei ihrer Religion auf die alten Griechen oder die alten Ägypter(oder die Germanen, Kelten etc.). Alle diese Strömungen werden zusammenfassend als Neopaganismus bezeichnet.

Allerdings: Die meisten dieser Religionen sind kaum erforscht, über ihre Rituale, Feiertage, Ethik etc. ist wenig bis gar nichts bekannt, oder zumindest wenig klares. Insofern sind neopaganistische Kulte zumeist eine Mischung aus einigen tatsächlichen Elementen der alten Religionen und sehr vielen Elementen, die von den Neopaganisten selbst bzw. deren Vordenkern erfunden wurden.

Ich bin agnostischer Wotanist. D.h. bzgl. des Gottes der Monotheisten bin ich Atheist, aber bzgl. des germanischen Schamanismus denke ich, "kann sein - kann nicht sein".

Jeder der etwas tiefer in die Magie eintritt, muss sich auch mit der alten ägyptischen Religion beschäftigen. Daher bin ich mir sicher, dass es noch Menschen gibt, die dieser Religion anhängen.

JA: es gibt Menschen, die diese Religion ausleben. Sie nennen sich "Heilige Gemeinschaft der Gläubigen der Antike" (ELINAIS).

Hier ein interessanter Artikel dazu:

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/griechenland-antike-goetter-werden-wieder...

PS: Diese Frage wurde erst vor einem Jahr schonmal gestellt....

So ein paar Versprengte gibt's immer.

Machen neben den Milliarden anderen Versprengten aber auch kein Unterschied mehr ;-)

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Und wo findet man diese Versprengten?

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@Rudolf36

Schwierig.
"Suchet, so werdet ihr finden" - sagt die Bibel.

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@Rudolf36

Haha 😂😂 allein in Europa gibt es um die 1mio OHNE die dunklen Ziffern... Sie nennen sich Hellenisten (ich bin einer von ihnen) in Griechenland gibt es noch viele, aber auch woanders. Die meisten gibt es in : England, Frankreich, Belgien, Östereich, Deutschland und halt Griechenland.

Lg, Emalgio

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