Gibt es noch Kolonialismus?

3 Antworten

Also viele Staaten, darunter Frankreich und auch UK haben außerhalb des Mutterlandes Hoheitsgebiete. Diese könnte man als Kolonien bezeichnen.

Aber auch die Schwellenländer und die Entwicklungsländer könnte man als Kolonien der Industriestaaten sehen, da zwischen beiden politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich ein Ungleichgewicht bzw. eine Abhängigkeit besteht.

Ganz vergleichen mit dem früheren Kolonialismus kann man das zwar nicht, aber man kann den jeweiligen dominierenden Einfluss der Industriestaaten auf die Entwicklungs- und Schwellenländer eben auch nicht leugnen.

Der Begriff Neokolonialismus wird von manchen politischen Gruppierungen gebraucht. Unterstellt wird, dass Regierungen und Unternehmen der reichen Industriestaaten – vor allem der USA, der EU und in den letzten Jahren verstärkt auch China – sich die Kontrolle über die Ressourcen, Finanz- und Warenmärkte der ärmeren Länder zu sichern versuchen. Als Werkzeuge dieses Systems dienen demnach beispielsweise Entscheidungen über die Vergabe beziehungsweise Nicht-Vergabe von Krediten oder die Gewährung von Schuldennachlässen. In der Kritik stehen dabei insbesondere der Internationale Währungsfonds (IWF), die Weltbank (WB) und die Welthandelsorganisation (WTO).

https://de.wikipedia.org/wiki/Neokolonialismus

Interessant, danke dir.

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Francafrique nennt man dieses System, dass z.B. gerne im Gabun angewandt wird.

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