Gibt es noch Arbeitgeber, die Wert auf das Anschreiben in einer Bewerbung legen?

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13 Antworten

Hallo, 

nunja widerlegen kann man die Aussage natürlich nicht wenn die Dame es konkret auf den Betrieb bezogen so gesagt hat. Aus dieser lapidaren Angabe heraus jedoch abzuleiten, dass das Bewerbungsanschreiben nicht mehr so wichtig ist, wäre fahrlässig. 

Denn:

1. Was machen die Personaler, wenn sich mehrere Bewerber anhand des Lebenslaufes eignen? Sie vergleichen! Dann werden nämlich doch noch einmal die Anschreiben nebeneinander gelegt und gelesen. 

2. Nicht jeder Betrieb ist eine Aktiengesellschaft und hat dementsprechend eine Größe, die es ihnen erlaubt Bewerbungen einfach mal oberflächlich querzulesen auch auf die Gefahr hin, dass geeignete Kandidaten auf der Strecke bleiben. Gerade mittelständige Unternehmen, die nicht jedes Jahr unzählige Menschen einstellen, möchten auch über das Anschreiben etwas über den Bewerber erfahren. 

3. Wenn sich der Bewerber um einen "Bürojob" mit viel Schriftverkehr bewirbt, dann ist das Anschreiben ja auch gleich eine kleine Arbeitsprobe. Schließlich lese ich in einem solchen Fall viel eher heraus, ob der Bewerber in der Lage ist etwas zu Papier zu bringen oder nicht. 

Mein Fazit: Ja und Nein

Ja das Anschreiben wird in großen Betrieben mit einem hohen Bewerbungseingang oberflächlich behandelt und nur "quergelesen". Gerade deswegen sollte es besonders gut formuliert sein und den Personaler dazu animieren weiterzulesen. 

Und Nein es ist sicher nicht unwichtiger als früher.  

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Ist bei uns im Konzern ebenso.

Interessant ist wirklich nur zu erkennen, ob der Mensch hinter dem Anschreiben über ein gutes deutsch verfügt, preisgibt wie er auf unser Unternehmen gekommen ist (für unsere Statistik ein guter Hinweis) und ob der Werdegang mit dem Lebenslauf übereinstimmt. 

Dinge die im unteren Teil erwähnt werden wie z. B.: 'ich bin zielstrebig, zuverlässig...', wird gar nicht gelesen. 

Hier geht man eh von einer Voraussetzung aus.

Intern geben wir nur Bewerbungsbögen raus. Darauf füllt man nur die wichtigsten Informationen aus. Das was dem Arbeitgeber auch wirklich interessiert.

--

Andersrum ist das Anschreiben auch wie eine Vorstellung einer selbst. Wenn man als Außenstehender keins mit reinlegt, wird nur ein grobes Bild von einem vermittelt. 

Das ist als wenn in einem Gespräch das 'Hallo ich bin ....., wie geht es Ihnen...' fehlt und man direkt mit der Gesprächsmitte anfängt.

 

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Ich denke, dass das Anschreiben nach wie vor eine wichtige Rolle spielt, gerade aus dem Grund, sich ein erstes Bild von dem Bewerber zu machen. Du hast recht, wenn das Anschreiben schon von Fehlern wimmelt oder man das Gefühl hat, dass die Person sich überhaupt nicht ausdrücken kann, fällt man schon durchs Raster.

Selbst wenn man jemanden findet, der einem ein excellentes Anschreiben formuliert, dann war man wenigstens so klug, sich darum zu kümmern, weil man weiß, was davon abhängt. Vermutlich schafft man es dann auch zu einem Vorstellungsgespräch und kann dann durch seine Person überzeugen, so dass ein Anschreiben gar nicht mehr so ins Gewicht fällt.

Aber zum 1. Vorstellungsgespräch muss man es ja erst einmal schaffen...

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Bei der Einstellung bin ich mir fast sicher, dass er wenig richtig gute Mitarbeiter hat. Allen Lügen zu unterstellen - gz zur Lebenseinstellung.

Ansonsten ist das nicht mein Problem - von mir bekommen die Arbeitgeber ein Anschreiben sofern es nicht explizit unerwünscht ist. Wenn die dann so denken ist das auch nicht mein Problem. Ganz ehrlich - auf solche Arbeitgeber kann ich getrost verzichten.

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Das ist auch eine Einstellung. Allerdings vergibt sie dadurch eine Chance, etwas über den Bewerber zu erfahren.

Im Anschreiben findet sich - entweder explizit oder zwischen den Zeilen - etwas über

- das Interesse des Bewerbers am Unternehmen

- ob er sich mit dem Stellenangebt auseinandergesetzt hat

- seine besonderen Qualifikationen für den angebotenen Job.

Für das erste Aussortieren mag die Methode geeignet sein, aber wenn es darum geht, von 6 geeigneten die besten 3 einzuladen, ist ihre Methode nicht geeignet.

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Ich freu mich wenn das Anschreiben einen Eindruck der Person vermittelt.

 In Zeiten von Fachkräftemangel haben wir aber auch schon Leute zum Vorstellungsgespräch geladen, die nicht mal ein Anschreiben verfasst haben.

Wenn ich die Wahl habe, gebe ich aber demjenigen mit interessanterer Motivation den Vorrang

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Kommentar von Skibomor
10.07.2017, 07:15

Nachdem ich hier jede Menge Anfragen und auch Tipps zum Inhalt eines "Motivationsschreibens" gelesen habe, würde ich (leider) davon ausgehen, dass diese Texte nicht auf dem eigenen Mist des Bewerbers gewachsen sind.

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Ein Mann der generll Euter zu Frauenbrüsten sagen will, würde ich nicht einstellen wollen.

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Die Aussage deiner Bekannten hat wohl v.a. den Hintergrund, dass kaum noch Bewerber übrigbleiben, wenn man alle mit mehr als 3 Fehlern oder falsch geschriebenem Firmennamen aussortiert.

Mal abgesehen davon sollte sie sich mal fragen, ob sie die "Wahrheit" überhaupt hören will...

"Nachdem die Konkurrenz mich abgelehnt hat, versuche ich es eben bei Ihnen."

"Wenn ich mich nicht bewerbe, wird mir das Arbeitslosengeld gestrichen!"

"Ich habe meinen letzten Job verloren, weil meine Affäre mit dem/ der Vorgesetzten in die Brüche ging..."

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So ist es bei uns auch. Nur einmal kurz überfliegen und das wars dann auch schon mit dem Anschreiben.

Eigentlich wird es nicht benötigt , aber wenn es fehlen würde , wäre es direkt negativ  

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Das Anschreiben ist sehr wichtig. Du stellt deine Stärken dort vor und beschreibst, was genau dir am Betrieb wichtig ist

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Kommentar von Skibomor
10.07.2017, 07:13

Das Anschreiben sollte lang genug sein, um in etwa die Rechtschreibkenntnisse beurteilen zu können. Jegliches Geschwafel ist völlig überflüssig und wird meist eh nicht gelesen.

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es gibt anonyme personalbüros , mit überlasteten angestellten , s.o.

es gibt aber auch noch echte betriebe mit humaner leitung , da liest man auch das selbst verfasste .

allerdings trennt man in beiden fällen die spreu der vorgedachten bewerbungen von  dem selbst verfassten weizen .

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Sicher ist das nicht das wichtigste an einer Bewerbung , nur wenn es fehlt ist das sehr negativ, 

Deshalb sollte es dabei sein ...

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Ich mache ich das auch. Was da steht ist eh gelogen. 

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Kommentar von Tamtamy
10.07.2017, 07:01

Was da steht ist nicht zwangslaufig erlogen. Das ist eine arrogante Einstellung.
Aber natürlich versucht man sich - wie es in der Firmen- und Geschäftswelt überhaupt die gängige Praxis ist - in einem guten Licht darzustellen.

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