Gibt es neben Insulin alternative Therapien / Mittel, die gegen Diabetes helfen?(

14 Antworten

Erst einmal: Es gibt zwei Arten von Diabetes: Typ 1 und Typ 2.

Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung. Das bedeutet, der Körper greift aufgrund einer Fehlfunktion des Immunsystems (die Ursache hierfür ist immer noch unbekannt) die körpereigenen Insulin produzierenden Zellen an und zerstört diese. Diese Form des Diabetes hat rein gar nichts mit der Ernährung, dem Lebenswandel, oder der Häufigkeit mit der man Sport betreibt zu tun und muss immer mit Insulin behandelt werden. Es kann jeden treffen. Ich selbst erkrankte im Alter von 6 Jahren an diesem Typ und war zu diesem Zeitpunkt leicht untergewichtig. Auch der Konsum von Zucker spielt bei einem Typ 1 Diabetes keine Rolle. Ein Typ 1 Diabetes entwickelt sich in der Regel in der Kindheit bzw. im frühen Teenageralter. Allerdings gibt es auch Ausnahmen. Im Krankenhaus bin ich auch immer wieder Menschen begegnet, die erst mit über 30 erkrankt sind, was aber wie gesagt eher die Ausnahme ist. Dieser Diabetes Typ steht in keiner Weise mit dem eigenen Verhalten im Zusammenhang!

Typ 2: Früher als „Altersdiabetes“ bekannt. Heute in jedem Alter auftretend. Typ 2 ist der einzige Diabetes Typ, der hauptsächlich ernährungs- bzw. gewichtsbedingt ist, ABER man kann auch daran erkranken kann wenn man schlank ist. Ich kenne einige Typ 2er die schlank bzw. normalgewichtig sind, so hat z.B. auch die sehr schlanke Schauspielerin Halle Berry Diabetes Typ 2. Auch sollte man noch erwähnen, dass Typ 2 Diabetes auch als Folge einer Chemotherapie auftreten kann und das nicht nur bei Bauchspeicheldrüsenkrebs. Und es für den Typ 2 auch eine genetische Disposition geben kann.

Gruß, Dana (Seit über 25 Jahren Typ 1 seit 2006 mit Insulinpumpe).

Alternativen zum insulin gibt es n i c h t . Es gab schon die verrücktesten Angebote, die sich als Scharlatanerie erwiesen haben. Beim Typ I kenne ich mich nicht aus, man nennt ihn allgemein den Jugend-Diabetes. Bei Diabetes II gilt Folgendes: Wenn die Bauchspeicheldrüse noch genügend Insulin produziert, reicht die Einnahme von Tabletten. Bei Übergewicht hilft Gewichtsreduktion ungemein, die Dosis zu verringern. Dies gilt für Tabletten wie auch für Insulinspritzen. Produziert die Bauchspeicheldrüse nur noch wenig oder gar kein Insulin mehr, muss gespritzt werden. Es gibt wahlweise auch Insulinpumpen. Es gibt Insuline, die eine Zeit vor den Mahlzeiten gespritzt werden müssen und man muss eine gewisse Diät halten. Bei den moderneren Insulinen muss kein Spritz-Ess-Abstand eingehalten werden. Man überlegt sich, was man essen will, errechnet sich die Broteinheiten und spritzt die entsprechende Menge. Man kann essen, was man will und ist völlig ungebunden. Es gibt sehr gute und sehr viele Diabetes-Abteilungen in Krankenhäusern, die während eines Krankenhausaufenthaltes die Einstellung vornehmen. Man erhält in täglichen Schulungen umfassende Informationen und meist auch Kochkurse. Während dieser Zeit wird durch "Probieren" herausgefunden, welche Insulinmengen bei welcher Nahrungsaufnahme gespritzt werden müssen. Eine Einstellung mit dem Hausarzt zu Hause kann ich nicht empfehlen, weil umfassende Informationen so nicht gegeben werden können. Ich bitte euch von Herzen, diese Krankheit ernst zu nehmen. Bei guter Einstellung der Werte auf Dauer, ist nichts zu befürchten. Schlechte Werte über Jahre führen zu Erblindung, Nervenstörungen und -schäden, Amputationen, schlecht heilenden Wunden und vielen weiteren Schäden der Gesundheit.

Weg bekommt man starke Diabetes nicht, man kann aber entsprechend leben und die Ernährung umstellen, daß ein bestimmtes Level gehalten wird. Meist muß gespritzt werden, und regelmäßige Kontrollen sind nötig, zum Einstellen des Medikaments, das man nimmt, oder spritzt. In jungen Jahren kann es gut möglich sein, wenn Diabetes in niedrigem Stadium ist, daß es bei entsprechender Diät wieder ganz weggeht. Auch ist erbliche Belastung manchmal schuld an dieser Krankheit.

An 338194:

Diese Antwort ist so nicht richtig. Und außerdem unvollständig.

Es gibt weder einen "starken Diabetes" noch ein "niedriges Stadium"!!!

Es gibt zwei Arten von Diabetes: Typ 1 und Typ 2.

Während Typ 1 immer mit Insulin behandelt werden muss, kann der Typ 2 sowohl mit Tabletten, als auch mit einer Kombination aus Tabletten und Insulin behandelt werden. Hinzu kommt bei Bedarf eine Ernährungsumstellung und eine Gewichtsreduktion (Nur Typ 2).

Gruß, Dana (Seit über 25 Jahren Typ 1 seit 2006 mit Insulinpumpe).

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