Gibt es Nahrungsmittel die eine "gute" CO2 Bilianz haben?

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4 Antworten

Ja, du kannst alleine aufgrund deiner Ernährung den Ausstoß von CO2 verringern und dich generell umweltfreundlich ernähren.

Fleisch und Käse sowie andere Molkereiprodukte tragen maßgeblich zur Verschlechterung des Klimas bei - mehr als der gesamte weltweite Transportsektor (inkl. Flugverkehr).

Rein pflanzliche Nahrung schont die Umwelt (Wasserknappheit, Böden, Einsatz von Pestiziden/ Medikamenten & Co., Wald-/Brandrodung, (Wasser-/Luft)Verschmutzung, natürliche Ressourcen, Artenvielfalt etc.) und verringert den Ausstoß an klimaschädlichen Gasen enorm.

Wenn du exakte und wissenschaftliche Informationen haben möchtest, lies dir den mehrere Hundert Seiten langen Bericht "Livestock’s long shadow" der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) durch.

http://www.fao.org/newsroom/en/news/2006/1000448/index.html (auf "Full report, PDF format" klicken)

Fakten daraus:

  • Weltweit werden bei Herstellung & Transport von allen Lebensmitteln 21% aller CO2-Emissionen erzeugt
  • Darin enthalten: Viehwirtschaft ist zu 18% (!) für die Treibhausgasemissionen verantwortlich (mehr als der weltweite Transportsektor)
  • Der CO2-Emissionen-Ausstoß der Fleischproduktion ist fast 50 mal höher als der von Gemüse
  • Knapp 60% der weltweiten Flächen/ Böden werden zum Anbau von Viehfutter und als Vieh-Weiden genutzt
  • Für die Produktion von 1 kg Fleisch werden zw. 7-16 kg pflanzliches Eiweiß benötigt (Ressourcenverschwendung - knapp 1 Mrd. Menschen hungern)
  • Bsp: für 1 kg Hühnerfleisch gehen 10 kg, für 1 kg Rindfleisch 16 kg pflanzliches Eiweiß verloren
  • Der Treibhauseffekt von 1 kg Fleisch entspricht dem von mehr als 36 kg Kohlendioxid (ohne Transport/ Import, nur die Herstellung!)
  • Zum Vergleich: 1 kg italienische Erdbeeren setzen nur 0,21 kg frei (regionale Ware ist natürlich am umweltfreundlichsten)
  • Die Herstellung von 1 kg Rindfleisch ist so klimaschädlich wie eine Autofahrt von 250 km (New Scientist, Nr. 2613)
  • Die Rinderproduktion setzt jährlich 2,4 Milliarden Tonnen CO2 frei
  • Der globale Rinderbestand belastet das Klima allein durch Waldverlust und Methan genauso stark wie alle Menschen Indiens, Japans und Deutschlands zusammen
  • Der gesamte Viehbestand (inkl. Schweine, Geflügel, Schafe & Co.) bläst fast soviel in die Atmosphäre wie die gesamte USA

Eine (einfache) übersichtliche Zusammenfassung über Rinder und Methan:

http://www.br-online.de/umwelt-gesundheit/unserland/umwelt_artenschutz/klima_gewaesser/klima_rinder.shtml

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Die Überschrift ist etwas plakativ, aber anscheinend wahr:

http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2007/01/05/a0133

+++ der Link bricht leider ab - bitte kopieren und im Browser einfügen!

Dieser Bericht der TAZ ("Vegetarier tun mehr fürs Klima") erschien Anfang des Jahres 2007 und zum ersten Mal wurde so offen über den Zusammenhang von Fleisch & Klima in den Nachrichten (ZDF & Co.) berichtet.

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„Eine Tonne Methan, das wichtigste Treibhausgas in der Landwirtschaft, hat denselben Effekt auf die globale Klimaerwärmung wie 23 Tonnen Kohlendioxid (CO2). Eine Milchkuh produziert jährlich 75 kg Methan, was über 1.5 Tonnen Kohlendioxid entspricht. Natürlich verhält sich die Kuh dabei ganz natürlich. Aber es scheint so, dass die Menschen dabei vergessen, dass die Landwirtschaft ein Industriezweig ist. Wir ebnen das Land, säen Weideland, züchten Nutztiere und so weiter. Es ist ein von Menschen gemachtes Geschäft, nicht etwas Natürliches. Darin sind wir sehr gut, deshalb stieg die Methangasemmission um 150 Prozent in den vergangenen 250 Jahren, während die Kohlendioxidkonzentration nur um 30 Prozent angestiegen ist.“

"Tierzucht ist einer der größten Verantwortlichen für die heutigen Umweltprobleme. Wir müssen dringend etwas tun, um dem Abhilfe zu schaffen". Als Begründung nennt die FAO in ihrer Studie z.B. die Ausgasung aus Gülle und Ställen, die Brandrohdung der Regenwälder für Futteranbauflächen und die Düngung der Böden. Der Nutztiersektor erzeuge mehr Treibhausgase, gemessen in CO2-Equivalente, als das Transportwesen: nämlich 18 Prozent.

Von tierischen Produkten abzuraten ist unpopulär - aber es wäre dringend notwendig.

Ja, es scheint unpopulär. Lieber versteift man sich auf den Hinweis, doch lieber mal das Auto stehen zu lassen und einen Einkauf zu Fuß zu erledigen (wobei das nun wirklich peanuts sind)...

Selbst die Künast (die sonst ganz pfiffig ist) hat zugegeben, dass der Mensch wohl kaum mal auf ein Stück Fleisch verzichten wolle.

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Oh, sorry - ich hab ja nur negative Nahrungsmittel genannt. So im Großen und Ganzen denk ich ist alles Umweltfreundlich was unter freiem Himmel, oder in unbeheizten Treibhäusern wächst und nicht besprüht und chemisch gedüngt wurde. Obst, Gemüse in der jeweiligen Saison gekauft oder selbst geerntet und eingekocht (eingeweckt) vermeidet auch Transport und Kühlhausaufenthalt.

Jepp, biologisch und regional angebaut stellt den größten Beitrag zur Umwelt dar. Kommen noch Menschenrechte dazu, sollte man faire Produkte bevorzugen (v.a. bei Bananen, Kaffee, schwarzen/ grünen Tee, Zucker und Baumwolle)

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Sorry, aber bei Euren Antworten frage ich mich, soll ich jetzt lachen oder soll ich heulen. Eine einzelne Person bewirkt gar nichts, oder zumindest soviel wie gar nichts. Wenn das alles was ihr da vorschlagt etwas bewirken soll müssen alle Menschen auf der ganzen Welt mitmachen bei allen guten Ratschlägen die es für diese Probleme gibt. Und dann fragt mal die Amerikaner oder Chinesen ob die da mitmachen wollen??? Ob kleinerengel sich umweltfreundlich ernährt oder nicht - die Nahrungsmittel werden von der Industrie egal welcher Art hergestellt und zur Verfügung gestellt. Denen ist das egal welche Schäden die anrichten - Hauptsache die Kassen klingeln. Sie kann nur versuchen für sich selbst das Beste herauszufinden!!!

die Kassen der Nahrungsmittelindustrie klingeln aber nur so laut und oft wie wir es unterstützen. Die Industrie bietet nur das an was wir kaufen. Somit ist es die Ignoranz der Menschen weltweit die den Ast auf dem wir sitzen langsam aber sicher absägt.

Und im übrigen waren die Antworten präzise auf die obige Frage gerichtet und nicht nur weltrettend gemeint. Jetzt kannst du auch heulen, denn scheinbar hast du gar keine Antwort auf die Frage...

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@mcgegner

Nöö, da fällt mir nämlich nix mehr ein. Ich trenne ja auch brav meinen Müll und weiß doch, dass das in der Müllverarbeitung großenteils wieder zusammengeworfen wird! Denn egal ob wir uns Umweltbewußt verhalten oder nicht - die Industrie ändert sowieso nichts! Aber ich trenne trotzdem treudoof und brav meinen Müll! Ist nur ein Beispiel von vielen - denn die Industrie bietet auch viel Mist an - z.B. als gesunde Ernährung. Ich kaufe das Zeug schon lange nicht mehr - aber verschwindet es deshalb vom Markt??Im Gegenteil - es kommt immer mehr "gesundes" dazu!

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