Gibt es mittlerweile eine eindeutige Erklärung ob Eier den Cholesterinspiegel negativ beeinflussen oder nicht?

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12 Antworten

Das ist längst überholt, das wurde früher mal behauptet, davon ist man wieder abgekommen.

Schau mal:

Nur tierische Lebensmittel enthalten Cholesterin – und das in sehr unterschiedlicher Menge. Besonderscholesterinreich sind Hühnereier (ca. 250 Milligramm Cholesterin pro Stück, enthalten im Eigelb), Innereien (z.B. Rinderleber, auch Leberwurst), Aal, Butter und Schmalz. Anwohner der westlichen Industrieländer nehmen pro Tag pro Person etwa 300 bis 500 Milligramm Cholesterin mit der

Doch Cholesterin gelangt nicht nur über Essen und Trinken in den Körper. Er produziert es auch selbst, vor allem in der Leber, aber ebenso im Darm. Die auch als Cholesterol bezeichnete fettähnliche Substanz ist unverzichtbar für den Körper.

Jede Zelle enthält Cholesterin, z.B. in der Zellwand.Zudem dient Cholesterin als Ausgangssubstanz für

 

Hormone, Gallensäuren und

 

Vitamin D.

Laut Empfehlung sollte man nicht mehr als 300 Milligramm Cholesterin pro Tag zuführen, wenn der Cholesterinwert erhöht ist. Der Körper stellt täglich etwa die doppelte Menge (600 Milligramm) her – der Wert schwankt jedoch stark. Dabei spielen neben der Ernährung auch Faktoren wie Stress(erhöht das Cholesterin) eine Rolle. Um auf die Eier zurückzukommen: Allgemein wird Personen mitzu hohem Cholesterinspiegel empfohlen, nicht mehr als zwei bis drei Eier pro Woche zu essen.

Der Körper versucht, die Cholesterinwerte möglichst konstant zu halten:

Wer viel Cholesterin mit der Nahrung aufnimmt, produziert selbst weniger (die Leber drosselt die Produktion).Enthält hingegen die Nahrung sehr wenig Cholesterin, produziert die Leber selbst mehr davon.

Inwiefern das über die Nahrung aufgenommene Cholesterin den Cholesterinwert tatsächlich beeinflusst, ist nicht abschließend geklärt. Es liegen zum Teil widersprüchliche Ergebnisse aus Studien vor. Als sicher gilt, dass eine ungünstige, fettreiche Ernährung den Cholesterinspiegel erhöht – vor allem, wenn eine erbliche Veranlagung besteht. Der Cholesterinwert hängt stark von der Menge Fett ab, die ein Mensch insgesamt zu sich nimmt. Vor allem die gesättigten Fettsäuren fallen ins Gewicht.

LG Pummelweib :-)

Quelle: http://www.onmeda.de/naehrstoffe/cholesterin.html

Die Ernährung beeinflusst den Cholesterinspiegel sehr viel weniger als man früher glaubte. Auch schlanke, fitte Menschen, die sich gesund ernähren, können einen hohen Cholesterinspiegel haben, denn der kommt von innen, nicht von außen.

Cholesterin ist ein sehr wichtiger Baustein für Zellmembranen und ein Grundstoff für verschiedene Hormone. Unser Körper braucht es dringend, deswegen verlässt er sich nicht auf die Zufuhr durch die Nahrung, sondern produziert es in großen Mengen selbst.

Bei gesunden Menschen herrscht ein Gleichgewicht: Wenn du mehr Cholesterin isst, drosselt der Körper seine eigene Produktion, und wenn du dich cholesterinarm ernährst, macht der Körper einfach mehr.

Bei hohen Cholesterinspiegeln produziert der Körper (unabhängig von der Aufnahme mit der Nahrung) einfach zuviel. Du könntest in diesem Fall Cholesterin komplett aus deiner Ernährung verbannen und hättest trotzdem noch hohe Cholesterinspiegel!

  • Nach aktuellen naturwissenschaftlichen und ernährungsphysiologischen Erkenntnissen beeinflusst der Cholesteringehalt der Nahrung NICHT den Cholesterinspiegel des Bluts.
  • Der Cholesteringehalt von Lebensmittel ist verschwindend gering gegenüber der Gesamtmenge Cholesterin, die im Körper vorhanden ist und auch gegenüber der Menge, die täglich umgesetzt wird. Der menschliche Körper enthält ca. 140 g Cholesterin, der Körper produziert selbst etwa 2 g Cholesterin täglich.
  • Der Cholesterinspiegel des Blutes steigt dagegen vor allem an durch fettreiche Nahrung an. Eine Senkung des Cholesterinspiegels erzielt man durch fettreduzierte Nahrung, nicht aber durch cholesterinreduzierte Nahrung.
  • Kurzantwort: Eier sind ungefährlich und ein wertvolles Lebensmittel. Sie lassen den Blutcholesterinspiegel nicht steigen.

Der Cholesterinspiegel des Blutes steigt dagegen vor allem an durch fettreiche Nahrung an.

Hmm. Der LDL-Spiegel schon. Der HDL-Spiegel auch. Die Frage ist, ob das schlimm ist.

Richtig "schlecht" wird das Blutbild nicht durch Fett im Essen, sondern durch zuviele Kohlenhydrate. Denn diese regen zum einen die Eigenproduktion von Cholesterin an (Insulin -> HMG-CoA-Reduktase) und verlangsamen zum anderen die Clearance von Chylomikronen (Nahrungsfett) und freien Fettsäuren aus dem Blut.

LDL ist eigentlich schon das "recycelte" Zeugs: Damit schüttet die Leber Fett aus, das sie irgendwoher hat. Entweder von überlaufenden Fettzellen, nicht verwertetem Nahrungsfett, oder gar von in der Leber selbst (aus Zucker) hergestelltem Fett.

Hohe LDL-Spiegel (gerade in Verbindung mit niedrigen HDL-Werten bzw. hohen Triglyzeridwerten) sind so gesehen eher ein Symptom eines überlasteten Stoffwechsel als eine Krankheitsursache. Weniger Fett zu essen dürfte da wenig helfen. Weniger Zucker bzw. insgesamt weniger Kalorien und dazu Sport (regt den Fettstoffwechsel an) dürfte sinnvoller sein.

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@ArchEnema

Bei der Titelfrage geht es ja auch nicht um Krankheitsursachen oder allgemeine Tipps zu gesunder Ernährung, sondern um eine sehr konkrete und durchaus berechtigte Frage zu Cholesterin aus der Nahrung.

Hier gilt ganz klar (und da stimmst du wohl auch zu, soweit ich deine Antwort richtig interpretiere):

  • Der Cholesteringehalt der Nahrung beeinflusst den Cholesterinspiegel nicht signifikant.
  • Lebensmitteln wie Eier mit vergleichsweise hohem Cholesteringehalt beeinflussen den Cholesterinspiegel nicht spürbar negativ. Solche Lebensmittel dürfen also in dieser Hinsicht bedenkenlos verzehrt werden.
  • Eier sind gesunde und empfehlenswerte Lebensmittel mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen.

Sollte eine Senkung eines krankhaft überhöhten Cholesterinspiegels beabsichtigt sein, so muss der konkrete Einzelfall berücksichtigt werden. Bei übergewichtigen Patienten ist die generelle Reduktion von Kalorien und insbesondere auch von Kohlenhydraten in der tat meistens der beste Weg. Fettreduzierte Ernährung erweist sich dabei aber als sinnvoll, um die Cholesterinlast zu senken.

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@Kajjo

Keine Einwände dazu. ;-)

Da Cholesterin ein Fettbegleitstoff ist kommt es natürlich immer zusammen mit fetthaltigen Nahrungsmitteln in den Körper, ähnliches gilt etwa für Phospholipide (v.a. Lecithin). Wenn man verzweifelterweise darauf abzielt, die zusätzlich aufgenommene Cholesterinmenge zu reduzieren (etwa weil man schon Cholesterinsenker nimmt), dann sollte man tierische Fette meiden.

Die pflanzlichen Analoga zu Cholesterin wären Phytosterine - die kommen eben immer zusammen mit pflanzlichen Fetten. Und sollen angeblich gesund sein, weil sie die Cholesterinaufnahme im Darm kompetitiv hemmen. Nunja.

Wie auch immer... ich bin immer noch der Ansicht, dass man am Cholesteringehalt des Körpers nicht rumdoktern sollte. Wenn, dann sollte man LDL senken - ohne dafür die Cholesterinproduktion anzutasten.

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@ArchEnema

Ich bin auch kein Befürworter der medikamentösen Beeinflussung des Cholesterinlevels, zumal Statine möglicherweise drastische Nebenwirkungen haben.

Ich befürworte jedoch eine fettreduzierte Diät für jene Menschen, die bereits einen deutlich überhöhten Cholesterinspiegel haben. Weniger Fett in der Nahrung führt mittelfristig zu einem niedrigeren Cholesterinspiegel.

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Der Cholesterinspiegel wird vom Körper reguliert. Den größten Teil davon (ca. 90%) stellt der Körper selbst her - fast jedes Gewebe kann das. Ganz einfach weil Cholesterin lebensnotwendig ist.

Warum glaubst du, ist in einem Ei Cholesterin drin? Um Eierdiebe zu töten? Nö (funktioniert offensichtlich auch nicht). Sondern weil es ohne kein Küken gäbe.

Eier etc. erhöhen daher den Cholesterinspiegel nur geringfügig (10%) und kurzfristig. Und gerade bei Leuten mit erhöhtem Cholesterinspiegel und bei regelmäßigem Konsum wirken sich die Eier noch weniger aus! :D

Und jetzt der Knaller: Es geht überhaupt nicht um den Cholesterinspiegel. Sondern um Lipoproteine (LDL+HDL). Cholesterin ist nur ein Bestandteil von diesen. Und während sehr hohe LDL-Spiegel das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen wohl tatsächlich erhöhen, sind niedrige HDL-Spiegel viel viel gefährlicher. Und die Gesamtsterblichkeit ist insgesamt geringer, wenn der  Gesamtcholesterinspiegel mittelmäßig bis etwas erhöht (nach heutigem Maßstab) ist. Bei Frauen gilt gar "je mehr, desto besser".

Hilft ja nix, wenn du dein Herzinfarktrisiko minimierst, dafür aber an einer Lungenentzündung krepierst. Da hättest du auch das Ei essen können. ;-))

Mach doch einfach mal einen Selbsttest.Ja wirklich,ich meine das ernst.Ich würde mich nicht mehr auf die Aussagen verlassen,weil einfach schon zu viel verdreht und falsch rüber gekommen ist.Vieles ganz im Sinne von Nahrungsmittelherstellern. Beispiel: Trinken. Die Studien wurden in Altenheimen mit Demenzkranken gemacht,die das Trinken schlichtweg vergessen. Fazit : Die (alle) Menschen trinken viel zu wenig.Das kann sehr gefährlich werden.Vor allem beim Sport.Die Mineralwasser und Sonstwas Hersteller haben (und verdienen noch) Unmengen durch diese Studien verdient.Ich trinke wenn ich durst habe.Wie eh und je.Meistens Kaffee !Wie in den letzten 40 Jahren auch.Probleme? Keine!!



Du behauptest es wie manche mit dem rauchen... ich zitiere: "ich rauche seit über 60 Jahren und lebe immer noch".... Mensch Leute es muss doch nicht sofort jeden treffen, wie eine Liste die sukzessive vom Teufel abgearbeitet wird, so was dient dem durchschnittlichen Zweck und ist allemal bedenklich für die Gesundheit.

Aber die Wahrscheinlichkeit dass mal etwas passieren kann nimmt mit dem Alter immer mehr zu...

Aber egal, jeder hat seinen eigenen Lifestyle in den ich mich nicht einmische :D

Trotzdem danke für deine Antwort

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Laut Erkenntnissen der Arbeitsmedizin aus den 70er Jahren hängt der Cholesterinwert im Blut vor allem mit Stressverarbeitung zusammen.

Eigenartigerweise ist diese Erkenntnis bis heute kaum in die Allgemeinmedizin durchgesickert.

Dies erklärt auch, weshalb z.B. chronische Schmerzpatienten oft hohe Cholesterinwerte haben, aber lebenskünstlerische Genießer eher niedrige Cholerstinwerte haben.

Die Stressverarbeitung wiederum hängt mit den Themen Atmung und Bewegung zusammen.  In der letzten Zeit kam man in der Forschung zur der Erkenntnis, dass man bei sämtlichen medizinischen Studien den Faktor Bewegung differenziert berücksichtigen muss. Es macht einen bedeutenden Unterschied, ob man durchschnittlich pro Tag 100 Meter, 5 km oder gar 25 km zu Fuß oder auf dem Fahrrad unterwegs ist, wie das z.B. bei Bedienungspersonal oder bei Hobbysportlern der Fall ist.

das sind immer auftragsstudien die veröffentlicht werden .

je nach honorar : gegen eierverzehr und todesangst wegen dem natürlichen cholesterin oder real, das hühnereier normale kost sind. 30 bananen am tag bekommen auch nicht jedem . think about .

Sicher nicht, aber man will ja auch nicht mit 60 im Altersheim landen wegen Verkalkung und somit folgender Unbeweglichkeit :)

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@Kuestenflieger

LDL-Cholesterin lässt die Blutgefäße verengern und sind ein Risiko für das Herz z.B.: Schlaganfall.

Arterienverkalkung, Arteriosklerose.

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Also es kommt auch immer darauf an, ob du bereits gesundheitliche Probleme hast oder noch nicht. Falls du momentan gesund bist und Sport treibst, ist es nicht bedenklich viele Eier zu essen.

Am besten ist es aber natürlich deinen Cholesterin Wert im Auge zu behalten, dann hast du deine eigene "ungefälschte" Studie ;)

SEHR interessante Frage, ich glaube! (glauben ist nicht wissen) , daß tatsächlich nicht. Butter aber ist per wissenschaftlicher Untersuchung schon lange !raus- hat sich nur noch nicht rumgesprochen. Gehe nur mal zum Ernährungsberater.

Und Spinat enthält nach Ernährungsberater immer noch viel Eisen.

Was zur Hölle hat Eisen jetzt mit dem Cholesterinspiegel zu tun? :D

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Das Eigelb enthält jedenfalls mehr Cholesterin als das Weiß des Eies.

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