Gibt es Mineralfutter "ad libitum"?

Das Ergebnis basiert auf 11 Abstimmungen

Das funktioniert allgemein nicht 82%
Anderes... 18%
Das könnte funtionieren 0%
Hängt von der Rasse ab, und ob sie leicht- oder schwerfuttrig ist 0%
Hängt vom Individuum ab (Stoffwechselerkrankungen usw.) 0%

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Das funktioniert allgemein nicht

Wenn Du das klassische MiFu meinst, dann nicht. Denn da gibt es Mengenangaben, individuell pro Pferd, die man nicht überschreiten sollte.

Aber es gibt durchaus Minerallecksteine, die zum Beispiel im Auslaufbereich von Offenstallpferden hängen, wenn die Pferde dort gar kein Kraftfutter, sondern nur Heu, Gras und Stroh bekommen. Man hat dann die Hoffnung, dass der Körper des Pferdes Mangel signalisiert und das Pferd lecken lässt. Das funktioniert mal so mal so, aber bei den meisten nicht zuverlässig. Denn bei Pferden gibt welche, die lutschen da ohne jeden Mangel total gerne dran rum und andere, denen es vielleicht guttäte, gehen da im Leben nicht dran.

Dazu kommt, dass man am Ende überhaupt nicht weiss, welches Pferd wieviel gelullert hat.

meine RB schafft einen ganzen mineralstein in einer knappen woche, wenn man ihn lässt. wir lassen ihn nicht, denn er bekommt passend abgestimmt mineralfutter...

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Vielen Dank 😊

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Das funktioniert allgemein nicht

Also: Wenn ich meinen Ponys 24/7 Heu zur Verfügung stellen würde, würden die nicht aufhören — sondern fressen bis sie platzen. Ich denke das es bei Mineralfutter genauso ist. Man sollte die Mengenangaben keines falls überschreiten, sonst kann es richtig gefährlich werden. Aber Mineral- und Salzlecksteine sollte/kann man immer zur Verfügung stellen.

Woher ich das weiß:Hobby – Ich reite seit ich 4 bin und habe 4 Ponys sowie 1 Großpferd

Bei Salzlecksteinen würde ich dir nicht zustimmen. Gerade Boxenpferde die Langeweile haben schlecken zu viel daran, das kann (vor allem bei Koppern, aber auch bei anderen Pferden) wirklcih gefährlich werden.

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@Dreamy008

Unsere Pferde sind (Paddock-)Boxen Pferde, sind aber nie sonderlich interessiert an dem Lecksteinen. Sie lecken da mal eine Minute dran rum, wenden sich dann aber wieder ihrem Heu/Stroh/Kraftfutter zu (:

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@dreampowerponys

Wenn man den Konsum im Auge behält ist so ein Leckstein ja auch gar kein Problem. Aber dem Satz, dass Salzlecksteine IMMER zur Verfügung stehen sollten stimme ich nicht zu, das Wort "kann" wie du auch genannt hast beschreibt es eher.

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@Dreamy008

Kommt natürlich auch immer aufs Pferd im Einzelfall an. Unsere finden die Lecksteine einfach nicht so interessant und haben auch genug Heu zur Verfügung, so dass sie aus Langeweile da eigentlich nie dran schlecken (;

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Das funktioniert allgemein nicht

NEIN. Ich habe mal ein zweitägiges Futterseminar mitgemacht und der REferent warnte ausdrücklich davor, zuviel Mineralfutter zu geben. Er sagte, dass jede Futterangabe auf den Eimern zu hoch sein. Dann grinste er und sagte: Das gilt auch für mein eigenes Futter.

Ich weiß nicht, ob es das MIneralfutter noch gibt. Er verdeutlichte es am Salvanabrikett. Er sagt, dass 1 Salvanabrikett am Tag, wie empfohlen, viel zu viel sei. Letztlich zerbrach er das Brikett in mehrere Stücke und die Tagesration war nicht viel größer als ein großes Leckerli. Das Mineralbrikett war also eine Wochenration, wenn auch nicht laut der Futterangaben des Herstellers. Der will ja Geld verdienen.

Wenn du also MIneralfutter ad lib. hinstellst, kannst du nie wissen, wieviel das Pferd frißt. Im Zweifelsfall viel zu viel. Und das ist schädlich.

Das funktioniert allgemein nicht

Mineral über dosiert richtet mind. genauso viel Unheil an, wie zu wenig davon. Das funktioniert mit einem Mineralleckstein, der aber bei weitem nicht ausreicht um den Bedarf eines Pferdes in Arbeit zu decken. Mineral füttert man bedarfsgerecht, am besten nach Blutbild.

Und warum sollten Pferde aufhören zu fressen? Wenn sie ran kommen stopfen sie auch Dinge in sich rein, die höchst ungesund oder nur in Maßen für sie verträglich sind, zB Äpfel, Bananen, Kraftfutter, Brötchen, Leckerli,... Liste beliebig erweiterbar.

Woher ich das weiß:Beruf – Pferdewirtschaftsmeister

Okay, danke :)

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Ich kannte einen Haflinger, der auf die Art mal einen halben SAck Hafer gefressen hatte. Gott sei dank, ohne gesundheitlich Folgen. Aber es hätte auch sehr schief gehen können.

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@Dahika

meinem welsh b hat irgendein depp eine ganze packung energiepellets für hochleistungspferde über den weidezaun reingedrückt. leider war er so doof und hat es gefressen...

und am nächsten morgen stand er mit einer schwerstrehe und einer vollständigen hufbeinrotation da...

ich könnt heut noch kotzen...

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@ponyfliege

Tschoa, so Geschichten kennen wir leider wohl alle... die Stute meiner Cousine stand nach überstandener Kolik-OP auf einem Sandpaddock, die andren neben dran auf dem Gras. Selbstverständlich Heuraufe dabei, diese von der vorbeiführenden Straße aber nicht einsehbar. Ein Gutmensch war der Meinung, das "arme" Tier füttern zu müssen mit Äpfeln u. Gras, weil das da ja alleine stand und noch nicht mal was zu essen hatte... müßig zu erwähnen, wie das für die Stute ausging... :((

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Anderes...

Mit Mineralfutter eher weniger.

Dafür klappt das (bei den Pferden, die halbwegs natürlich gehalten werden) hervorragend mit "Naturalien", bestimmte Pflanzen, Erde usw, die Mineralien Bringer sind.

Das funktioniert auch nicht zwingend bei jedem Pferd.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – über 20 Jahre Reiterfahrung und eigenes Pferd seit über 10J.

Okay, danke, und vor allem auch danke für den tollen "Vorschlag" <3!

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